Krieg der Kinder

Krieg der Kinder

Eine Filmkritik von Peter Osteried

In Krieg der Kinder wird viel gesungen. Nicht überraschend, entstand der Film doch im Grunde nur, um mit der Kinderband Parchis auch im Kino Reibach zu machen. Außerhalb Spaniens bzw. der lateinamerikanischen Länder war Parchis nicht weiter erfolgreich. Dem vergnüglichen Film schadet das nicht.
Ungewöhnliche Kinder sind das, die die Schule und ihren Lehrer Don Mathias lieben. Der ist ein Schatz von einem Mann und lässt armen Eltern schon mal das Schulgeld nach. Aber wohl auch deswegen ist die Schule in eine finanzielle Schieflage geraten. Als sie schließen muss, will der Geschäftsmann Don Atilio das Gebäude dem Erdboden gleichmachen, um Platz für einen neuen Bau zu schaffen. Aber das wollen die Kinder dem unsympathischen Bauherren nicht durchgehen lassen. Sie blasen zum Krieg.

Kurios an Krieg der Kinder ist der Umstand, dass Parchis zwar fünf Mitglieder hatte, aber nur drei von ihnen haben Hauptrollen in dem Film. Die anderen zwei kommen am Anfang und Ende zum Einsatz, haben aber ansonsten nichts zu tun. Der Gruppenname ist übrigens vom gleichnamigen Spiel, das mit den Primärfarben Blau, Rot, Grün und Gelb funktioniert – dementsprechend sind die Kids auch bei ihren Auftritten gekleidet.

Krieg der Kinder aus dem Jahre 1982 war der erste Teil; nach gleichem Muster entstanden in den folgenden Jahren noch eine Reihe weiterer Streifen. Das Werk zielt auf ein junges Publikum ab, die beschwingten Songs funktionieren aber für Groß und Klein. Darüber hinaus ist es die kindlich-anarchische Freude an der rabiaten, aber doch unschuldig-naiven Vertreibung der Schurken, die Jahre später (in noch drastischerer Form) der einzige Anreiz von Kevin — Allein zu Haus war. Der Film setzt hier auf Slapstick, mit dem auch darüber hinweggetäuscht werden soll, dass die Parchis-Mitglieder zwar singen, aber nicht schauspielern können. Da die Figuren aber allesamt nur überzogene Stereotypen sind, was auch für die erwachsenen Rollen gilt, fällt das nicht weiter ins Gewicht. Was nach mehr als 30 Jahren bleibt, ist ein klassischer Kinderfilm, der erstaunlich gut gealtert ist.

Krieg der Kinder

In „Krieg der Kinder“ wird viel gesungen. Nicht überraschend, entstand der Film doch im Grunde nur, um mit der Kinderband Parchis auch im Kino Reibach zu machen. Außerhalb Spaniens bzw. der lateinamerikanischen Länder war Parchis nicht weiter erfolgreich. Dem vergnüglichen Film schadet das nicht.
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