Happy Feet

Happy Feet

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Neues von den Pinguinen

Pinguine? Moment mal, war da nicht etwas? Ja richtig, vor etwas mehr als einem Jahr machten sich die Antarktisbewohner und watschelnden Frackträger in Die Reise der Pinguine / La Marche de l’Empereur daran, die Kinosäle Deutschlands zu erobern. Und nun setzt erneut ein Film mit Pinguinen dazu an, kleine und große Zuschauer abermals zu verzaubern – wenngleich mit ganz anderen Mitteln. Denn Happy Feet ist kein Dokumentarfilm, sondern ein Animationsabenteuer, das vieles vereint – es ist Musical und eine Botschaft für Toleranz, ein unterhaltsamer Spaß, der bisweilen an Billy Elliott – I Will Dance erinnert, und ein Film mit einer zu Herzen gehenden Botschaft. Dass sich so viele Anliegen auf ganz wunderbare Weise zusammenfügen und am Ende dafür sorgen, dass der Zuschauer ebenso beschwingt wie nachdenklich den Kinosaal verlässt, das macht unzweifelhaft die Qualität dieses Filmes aus, der vielleicht einmal zu den Klassikern des Kinderfilms gehören wird.
Jeder Kaiserpinguin, so will es die Geschichte, kommt mit einem Song auf die Welt, einem Lied, das nur ihm gehört und das ihn ein Leben lang begleiten wird. Und so ist es kein Wunder, wenn auch die zarten Liebesbande zwischen Männlein und Weiblein vor allem auf musikalische Weise und mit der Darbietung des eigenen Songs vonstatten geht. Auch bei Norma Jean und ihrem Verehrer Memphis ist das nicht anders, schnell sind die beiden ein Traumpaar und als der Nachwuchs unterwegs ist, scheint alles bestens zu sein. Umso größer ist der Schock, als ihr Sohn Mumble sich als ganz und gar untypischer Vertreter seines Volkes erweist – denn der pfiffige kleine Pinguin trägt kein Lied und seine Gesangsversuche scheitern allesamt kläglich. Aber Mumble verfügt über eine ganz andere außergewöhnliche Begabung – er kann steppen wie Fred Astaire. Das allerdings hilft ihm auch nicht viel, denn Tanzen gilt in der Gemeinschaft der Kaiserpinguine nicht viel, und so muss Mumble schweren Herzens die Kolonie verlassen, um sein Glück anderswo zu versuchen. Auf seiner Reise durch die Antarktis stößt Mumble auf eine Gruppe von wenig feinen Adelie-Pinguinen, die im Stile einer Latino-Streetgang agieren und die den Tänzer spontan bei sich aufnehmen. Mit ihrer Hilfe und den Ratschägen des Gurus Lovelace macht sich Mumble daran, sich bei den Seinen wieder Respekt zu verschaffen. Und auch die Menschen, die mit ihren riesigen Fischkuttern den Pinguinen die Nahrungsgrundlage entziehen, schulden dem kleinen Tänzer noch ein paar Antworten…

Um es kurz zu machen: Happy Feet ist ein sorgsam gemachter, wunderschön animierter und sehr musikalischer Kinderfilm, der allerdings – und das ist das einzige Aber – emotional sehr an die Nieren geht und für so manches feuchte Kinderauge sorgen dürfte. Und selbst der ein oder andere Erwachsene wird sich ob der tief gehenden Fragen, die Happy Feet stellt, kaum eine Träne verkneifen können. Vor allem die Originalversion mit einem Dreamcast an Stimmen (unter anderem Elijah Wood, Robin Williams, Nicole Kidman, Hugh Jackman und weiteren bekannten Hollywood-Schauspielern) setzt dem Film noch das I-Tüpfelchen auf, so dass erwachsenen Pinguin-Fans unbedingt die Originalversion angeraten sei. Für mich – auch aufgrund seiner Ernsthaftigkeit – der beste Trickfilm des Jahres und definitiv eines jener Werke, in denen Erwachsene und Kinder gemeinsam ins Taschentuch schnäuzen können. Wenn das mal keine gute Nachricht zum Jahresausklang ist.

Happy Feet

Pinguine? Moment mal, war da nicht etwas? Ja richtig, vor etwas mehr als einem Jahr machten sich die Antarktisbewohner und watschelnden Frackträger in Die Reise der Pinguine / La Marche de l’Empereur daran, die Kinosäle Deutschlands zu erobern.
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Meinungen
Emil · 09.01.2007

Leider gar nicht sehenswert wie am Ende mit aller Gewalt dem Film noch ein hochmoralischer Abschluss reingewürgt werden muss. War nicht schön anzuschauen. Die Kinder hinter uns haben auch einfach zu oft gefragt: Mama, ist jetzt fertig? Recht hatten sie.

Teresa Laschewski · 04.01.2007

Der See"hund" ist wohl ein Seeleopard. 'tschulligung! Auch wenn er das dominanteste Raubtier am Südpol ist, rechtfertigt dies dennoch nicht diese derartige Überzeichnung.

Teresa Laschewski · 02.01.2007

In Anbetracht dessen, daß der Film eine Aussage trifft, die auf jeden Fall den meisten Kindern bis 6 Jahren verschlossen bleibt, was das Geringste sein dürfte, zeigt er unnötig überzogene Szenen, in denen völlig unrealistisch z.B. ein Seehund gezeigt wird. Bei allen alltäglich leider unvermeidbaren Schreckensbildern scheint es mir völlig überflüssig zu sein, zudem Kindern aus solch einer Nähe und in einer solchen Ausführlichkeit den Schlund eines sonst für uns ausgesprochen harmlosen, ja sogar reizvollen Tieres derart schauerlich darzustellen. Wer erlebte diesen Anblick je, außer es fräße ihn gleich ein Tiger - zudem müßte man sich zuvor noch zu ihm umdrehen.
Der Film als solcher gefiel uns schon, jedoch bitte nicht für kleine Kinder, auch wenn das Drumherum rührselig und schön inszeniert ist.
Schade!

· 02.01.2007

Ich finde den Film obwohl ich ihn noch nicht gesehen habe gut weil ich ein großer pinguin fan bin

· 16.12.2006

Absoluter Schrottfilm!! Vorallem für Kinder!

twoface1412 · 13.12.2006

doof doff xD nur weil du keine peilung in sachen gute filme hast, heißt es noch lange net, das jeder sehr gute film gleich schlecht ist xD

doff · 09.12.2006

dieser Film ist kindisch und langweilig finde ich aber egal wenn ihr den gut findet nicht mein Problem meine meinung sry aber ihr wollt es wisen

Kommentare

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