Dark Water

Dark Water

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Verwässert

Die Welle der Japan-Horrorfilme ebbt einfach nicht ab. Nach dem überwältigenden Erfolg von The Ring, The Grudge und Ring Two kam 2005 schließlich Dark Water heraus. Doch wo bei The Grudge auch schon der zweite Teil gerade die Kassen wieder klingeln lies, wird es nach dem dürftigen Einspiel des dunklen Wassers keine Fortsetzung in westlichen Gefilden geben. Und mit was? Mit Recht.
Jennifer Connelly spielt Dahlia, eine Mutter, die mit ihrer kleinen Tochter in einen finsteren Wohnkomplex zieht. Sie ist mehr oder weniger "auf der Flucht" vor ihrem Mann, von dem sie frisch geschieden ist und der verbissen um das Sorgerecht der kleine Ceci kämpft. Doch damit nicht genug, muss sich die junge Mutter mit Migräneanfällen und einem Trauma, dass sie ihrer Junkie-Mutter zu verdanken hat, herum plagen. Endlich in der neuen Wohnung, könnte alles besser werden: Cecis neue Schule ist ein wahrer Glücksfall, ihr Anwalt (gespielt von einem ganz großartigen Tim Roth) scheint was auf dem Kasten zu haben und einen neuen Job findet sie auch noch. Doch es wird alles andere als besser. Ein Wasserfleck an der Decke wird immer größer, aus dem Wasserhahn kommt eine seltsame, schwarze Brühe und zwei Kids schikanieren sie wo es nur geht. Als Dahlia nachts Schritte aus der leerstehenden Wohnung über sich hört und immer mehr schwarze Brühe von Wänden und Decke trieft, will sie nach dem rechten sehen. Immer mehr wird klar, dass sich in dem Haus etwas seltsames zugetragen haben muss. Und dieses Etwas will Dahlia nicht mehr gehen lassen…

Die Vorfreude war groß, die Enttäuschung umso größer. Eingangs genannte Filme boten Spannung und zeitweise echten Horror, Dark Water bietet bis auf ein, zwei Schreckmomente eher Charakterstudien. Das ist nicht wirklich schlimm, nur sollten diese Filme keine falschen Erwartungen wecken. So etwas geht immer nach hinten los - so geschehen bei The Village. Ein toller Film, nur leider als Horror angekündigt und als Liebesfilm beim anvisierten Publikum durchgefallen. Dark Water bietet zwar eine düstere, deprimierende Atmosphäre und wirklich erstklassige Schauspieler, doch das reicht leider keineswegs für eine runde Sache. Anzukritteln ist das zum einen Walter Salles, der eher ein Arthaus-Regisseur ist, was er vor allem mit Die Reise des jungen Che bewiesen hat. Zum anderen kann das Drehbuch von From Hell-Autor Rafael Yglesias zu keiner Minute so etwas wie eine spannende Story bieten. Aus dem Stoff hätte man definitiv mehr rausholen können. Eine Kurzgeschichte, die Dark Water nun mal ursprünglich war, gibt eben nicht immer einen guten Langfilm her.

Dark Water

Die Welle der Japan-Horrorfilme ebbt einfach nicht ab. Nach dem überwältigenden Erfolg von The Ring, The Grudge und Ring Two kam 2005 schließlich Dark Water heraus.
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