Autumn of the Living Dead

Autumn of the Living Dead

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Zombiefilme wird es wohl immer geben. Und manchmal lassen sich auch die großen Studios dazu herab, welche zu produzieren – Zack Synders tolles Dawn of the Dead-Remake und der kommende, sehnsüchtig erwartete Zombieland seien nur genannt). Autumn of the Living Dead gehört eher zur Low Budget-Variante, was man am dürftigen Drehbuch, den billigen Locations und den schlechten Darstellern sieht. Billige Locations müssen zwar nicht heißen, dass der Film nichts taugt, aber die anderen Punkte sollten doch behebbar sein, müsste man meinen…
Ein plötzlich auftretendes Virus lässt die meisten Menschen Blut spuken und sterben. Wenige Tage später stehen die Toten wieder auf und tapsen scheinbar orientierungs- und auch gefahrlos durch die Gegend. Aus einer Gruppe Überlebender kristallisieren sich bald Michael, Carl und Emma heraus, die aus der Stadt aufs Land flüchten. Hier richtet man sich in einem verlassenen Bauernhaus ein. Doch langsam beginnt die innere Dynamik der Gruppe, die Flüchtlinge zu entzweien. Auch zeigen die umherirrenden Untoten zunehmend aggressive Tendenzen und greifen schließlich das Haus an…

Autumn of the Living Dead basiert auf der Romanreihe Herbst von Autor David Moody. Laut Recherche sind diese Romane ein Paradebeispiel für komplexe Weltuntergangsszenarien, Apokalypse und Zombiekram. Verwundert fragt man sich, warum sich Regisseur und Co-Autor (neben Moody) Steven Rumbelow nicht um seinen Stoff kümmert. Man hat mehr als einmal das Gefühl, das eine Amateurfilmmergruppe sich mal ausprobieren wollte. Emotionen werden herbei geredet, die Kameraarbeit wirkt uninspiriert, Beleuchter gab es wohl nicht und die Darsteller? Nun ja, die agieren entsprechend der Umstände. Auch ist die unfreiwillige Komik irgendwann nicht mehr lustig. Man nehme nur symptomatisch den „Schutzzaun“, der um das Haus gezogen wird, um gegen die Untoten gefeit zu sein. Ein labbriger Holzzaun von 1,20 m Höhe, soll Hunderte Zombies aufhalten, die am Zaun stehen und ihn quasi festhalten, damit er nicht umfällt…

Und jetzt kommt das Aber: Autumn of the Living Dead hat auch ein paar gute Seiten. Der Clown, der am Anfang auftaucht sieht wirklich unheimlich aus. Auch sind die Stadien der Zombieverwesung ordentlich geschminkt. Mit 105 Minuten ist Autumn of the Living Dead leider zu lang. Obwohl der Film auf einer vier-Romane-Reihe basiert, gibt es nur wenig Handlung, einige Längen und zahlreiche Mängel. Genrefans können trotzdem einen Blick riskieren. Sollten aber bedenken, dass sich die Action – und vor allem die Zombieattacken — in Grenzen halten.

Autumn of the Living Dead

Zombiefilme wird es wohl immer geben. Und manchmal lassen sich auch die großen Studios dazu herab, welche zu produzieren – Zack Synders tolles „Dawn of the Dead“-Remake und der kommende, sehnsüchtig erwartete „Zombieland“ seien nur genannt).
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