David Carradine

David Carradine

Künstler, Musiker, Skulpteur, Autor, Komponist, Kung-Fu-Meister, Film- und Fernseh-Ikone: David Carradine kehrte 2004 mit einer seiner aufregendsten Rollen seiner gesamten Karriere auf die Leinwand zurück: Er spielt die Titelrolle in Quentin Tarantinos Kill Bill Vol. 2.

Carradine ist der älteste Sohn des legendären Charakterdarstellers John Carradine und ist mittlerweile Familienoberhaupt eines Schauspielerclans, zu dem auch seine Brüder Keith, Robert und Michael sowie seine Tochter Kansas und seine Nichten Ever Carradine und Martha Plimpton zählen.

Er wurde in Hollywood geboren und am San Francisco State College in den Fächern Musiktheorie und Komposition ausgebildet. Während er Musik für die jährlichen Revues des Drama Department schrieb, entdeckte er seine Begeisterung für die Schauspielerei und schloss sich einer Shakespeare-Theatergruppe an.

Nach zwei Jahren in der Army fand er in New York Arbeit als kommerzieller Künstler und landete wenig später Erfolge am Broadway in „The Deputy“ und „The Royal Hunt of the Sun“, in dem er einen Aztekenprinzen an der Seite von Christopher Plummer spielte. Mit dieser Erfahrung kehrte er nach Hollywood zurück, wo er in der kurzlebigen Fernsehserie „Shane“ mitwirkte. Martin Scorsese besetzte Carradine an der Seite von Barbara Hershey in seinem ersten richtigen Spielfilm, Boscar Bertha („Die Faust der Rebellen“, 1972).

Es folgte die legendäre TV-Serie „Kung Fu“, die Carradine in den darauf folgenden drei Jahren zum Superstar katapultierte, bis er die Serie verließ, um sich wieder dem Kinofilm zu widmen.

Für seine Darstellung des Woody Guthrie in Hal Ashbys Film Bound For Glory („This Land Is My Land“, 1976) wurde er vom National Board of Review ausgezeichnet und mit einer Golden-Globe-Nominierung geehrt. 1980 erntete er den Beifall der Kritik für seine Darstellung des Cole Younger in Walter Hills Western The Long Riders („Long Riders“, 1979), was viele bis heute als seine beste Arbeit ansehen. „Kung Fu“ erhielt allein für die erste Staffel sieben Emmy-Nominierungen, u. a. die Auszeichnung für Carradine als Besten Darsteller. Außerdem gewann er den Zuschauerpreis bei der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes für Americana (1981). Eine zweite Golden-Globe-Nominierung gab es für die Miniserie „North and South“.

Zu Carradines weiteren Filmarbeiten gehören You And Me (1972), Mean Streets (Hexenkessel, 1973), Robert Altmans The Long Good-Bye (Der Tod kennt keine Wiederkehr, 1973), Paul Bartels Death Race 2000 („Frankensteins Todesrennen“, 1975), Ingmar Bergmans The Serpent’s Egg (Das Schlangenei, 1977), Circle Of Iron (1979), Gray Lady Down (U-Boot in Not, 1980) und Bird On A Wire (Ein Vogel auf dem Drahtseil, 1990).

Ungebrochen ist auch Carradines Liebe zur Musik. Bis heute hat er mehr als 60 Lieder in verschiedenen musikalischen Genres aufgenommen und auch in mehreren seiner Filme gesungen. Er lebt mit seiner Freundin Annie, vier Kindern und drei Hunden in Los Angeles.
Filmstill zu "Ray Meets Helen"
Ray Meets Helen (2017) von Alan Rudolph
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