Kaspar Kasics

Kaspar Kasics

Kaspar Kasics, in Interlaken geboren und in Zürich aufgewachsen, studierte Germanistik, Musik, Philosophie und Geschichte, promovierte mit einer Abhandlung zur Theorie der literarischen Fiktion, bevor er sich nach fünfjähriger Tätigkeit als Redakteur, Regisseur und Moderator beim Schweizer Fernsehen dem Film zuwandte.

Der Regisseur ungarisch-deutscher Abstammung drehte Künstlerporträts unter anderem über Robert Wilson, Fischli/Weiss, Santiago Calatrava, Harald Szeemann und Reinhild Hoffmann, Tanzfilme mit der Compagnie Philippe Saire, Sasha Waltz, Vim Vanderkeybus und Anna Huber, Reportagen über den letzten Heimsticker, den letzten Arbeiterchor und die grösste Waschanstalt der Schweiz sowie mehrteilige Filme über die Geschichte des Tessins, des Monte Verità und über Kinder in der Psychiatrie: It’s my life (1995)

In seinem Dokumentarfilm Jemand — oder die Passion zum Widerstand (1991) verbindet Kaspar Kasics mit Hilfe des gleichnamigen 1988 wieder aufgeführten Arbeiteroratoriums das Einst und Jetzt politischer Widerstandskultur. Der Film Le Barrage (1996) setzt Friedrich Dürrenmatts Gleichnis der Schweiz als Gefängnis, in dem die Gefangenen ihre eigenen Wärter sind in einen virtuosen Totentanz um. Im Dokumentarfilm Closed Country (1999) konfrontiert Kaspar Kasics auf unerwartete und berührende Weise Opfer und Täter der antijüdischen Flüchtlingspolitik der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Zur Zeit stellt er seinen ersten Spielfilm fertig: Dragan und Madlaina, eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einer adoptierten schwarzen Schweizerin und einem desertierten Serben.
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