Fernando Meirelles

Fernando Meirelles

Fernando Meirelles wurde für seine Regiearbeit an Cidade De Deus (City of God, 2002) für einen Oscar nominiert. Die Spielfilmadaption von Paulo Lins gleichnamigem Roman, koproduziert von Walter Salles Video Filmes, erhielt ebenfalls Oscar-Nominierungen in den Kategorien Bestes adaptiertes Drehbuch (Braulio Mantovani), Beste Kamera (César Charlone) und Bester Schnitt (Daniel Rezende). Weltweit gewann der Film mehr als 50 Preise.

Meirelles wurde am 9. November 1995 in Sao Paulo Brasilien geboren. Dort besuchte er auch die Universität und machte seinen Abschluss in Architektur. Während seiner Schulzeit versuchte er sich an seinen ersten experimentellen Filmproduktionen, wobei er U-Matic-Ausrüstung benutzte und auf die Hilfe einiger Freunde zurückgriff, die ihm als Crew zur Seite standen. Die resultierenden Projekte gewannen mehrere Preise bei den ersten Videofilmfestivals des Landes. Mit der gleichen Gruppe von Freunden gründete Meirelles das Studio Olhar Eletrônico (Elektronischer Blick), das die brasilianische Fernsehlandschaft in den 80er Jahren mit neuem Leben erfüllte. Ein Jahrzehnt lang produzierte die Gruppe eine Vielzahl von Programmen für verschiedene Sender.

Danach begann der Filmemacher mit dem Inszenieren von Werbespots und Musikvideos. Sein unabhängiges Studio, O2 Filmes, wurde zum größten im ganzen Land.

1997 drehte Meirelles seinen ersten Spielfilm, O Menino Maluquinho. 2000 führte er Regie bei der Episode Palace II der Fernsehserie Brava Gente Brasileira, die er als Fingerübung für Cidade De Deus ansah. Eine neu geschnittene Kurzfilmfassung von Palace II erhielt u. a. einen Preis als bester Kurzfilm in der Panorama-Sektion der Berlinale 2002.

Ebenfalls im Jahr 2000 inszenierte Meirelles seinen zweiten Spielfilm, Domesticas (Domesticas, 2000), mit Regisseur Nando Olival, der für den Wettbewerb des Rotterdam International Film Festival ausgewählt wurde.

Nach dem Erfolg von Cidade De Deus schloss sich O2 Filmes mit Globo Television zusammen, um jährlich fünf Folgen der an den Film anschließenden Serie Cidade dos Homens (City of Men) zu produzieren. Meirelles ist Produzent aller Folgen und hat eine Reihe von ihnen selbst gedreht.

2004 drehte Meirelles den Thriller The Constant Gardener (Der ewige Gärtner, 2004) nach dem gleichnamigen Roman des Bestseller-Autors John Le Carré. Gegenwärtig entwickelt er seine nächste Spielfilmarbeit, Intolerance, und produziert Filme von Erstlingsregisseuren in Brasilien.

Filmographie — Fernando Meirelles

2011
By Any Means Necessary

2009
Som e Fúria: Episode #1.1 (TV- Serie) (Regie mit anderen)
Som e Fúria: Shakespearlandia (TV- Serie) (Regie mit Toniko Melo)
Som e Fúria: A Torre dos Fracassados (TV- Serie) (Regie mit Giselle Barroco)
Som e Fúria: Episode #1.12 (TV- Serie) (Regie mit anderen)

2008
Blindness (Die Stadt der Blinden)

2005
Cidade dos Homens — Em Algum Lugar do Futuro (TV)
The Constant Gardener (Der ewige Gärtner)

2003
Cidade dos Homens — Tomada Gosta de um Homem (TV)
Cidade de Deus (City of God)

2002
Cidade dos Homens- Uólace e João Victor (TV)
Golden Gate

2001
Domésticas
(TV)

1998
Menino Maluquinho 2: A Aventura

Foto © Kinowelt
City of Men - DVD-Cover
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Kritik

City of Men (2003)

City of God , der Film über die Armenviertel von Rio de Janeiro, war ein atemloser Ritt durch die urbane Vorhölle. Mit der TV-Serie City of Men zeichnen die gleichen Regisseure ein vielfach differenzierteres Bild.
DVD-Cover Der ewige Gärtner von Fernando Mereilles (Special Edition)
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Kritik

Der ewige Gärtner (Special Edition)

Eigentlich kann man sich kaum einen größeren Gegensatz vorstellen, als den zwischen dem britischen Diplomaten im mittleren Dienst Justin Quayle (Ralph Fiennes) und seiner Gattin Tessa (Rachel Weisz): Er ist merkwürdig leidenschaftslos, zeigt nur wenig Ehrgeiz und interessiert sich leidenschaftlich [...]
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