Dennis Quaid wurde am 9. April 1954 in Houston, Texas geboren. Schon in der High School entdeckte Quaid seine Liebe zur Schauspielerei, so dass er sich später an der Universität von Houston/Texas für den Theaterstudiengang einschrieb, den er allerdings nie beendete. Sein Bruder Randy Quaid arbeitete bereits einigermassen erfolgreich als Schauspieler in Hollywod und Dennis folgte ihm. Einige Zeit nach seiner Ankunft in der Traumfabrik ergatterte er eine Rolle als harter Working-Class-Boy in Peter Yates’ Vier irre Typen (Breaking Away, 1979), eine Rolle, die auf ihn aufmerksam machte. Es folgte eine Vielzahl kleinerer Auftritte bis ihm mit The Right Stuff (Der Stoff aus dem die Helden sind, 1983) endlich der Durchbruch gelang.

Dennis Quaid stellt immer wieder unter Beweis, dass er nach wie vor zu den charismatischsten Schauspielern unserer Zeit zählt. Für seine eindrucksvolle Darstellung eines verkappt homosexuellen Bilderbuchfamilienvaters an der Seite von Julianne Moore in Todd Haynes virtuos aufgenommenem Drama Dem Himmel so fern (Far from Heaven, 2002) wurde er unlängst mit dem New York Film Critics Circle Award, einem Independent Spirit Award als Bester Nebendarsteller des Jahres sowie einer Golden Globe- und einer Screen Actor’s Guild-Nominierung ausgezeichnet.

Unter der Regie des deutschen Action-Spezialisten Roland Emmerich agierte Quaid in dessen Öko-Blockbuster The Day After Tommorrow (2004) sowie als General Sam Houston in John Lee Hancocks Epos The Alamo (2004), der allerdings kommerziell wenig erfolgreich war. Davor stand er für Mike Figgis Cold Creek Manor (2003) gemeinsam mit Sharon Stone, Stephen Dorff, Juliette Lewis und Christopher Plummer vor der Kamera. 2002 spielte der vielseitige Quaid die Titelrolle eines High-School-Baseball-Trainers in John Lee Hancocks Box-Office-Hit Die Entscheidung – Eine wahre Geschichte (The Rookie), der, wie es der deutsche Verleihtitel unmissverständlich macht, auf einer wahren Geschichte basiert. Der Film gewann einen ESPY- sowie einen ESPN-Award als Bester Sportfilm des Jahres. Ein weiteres Highlight in Quaids ausgedehnter Karriere markiert Steven Soderberghs Oscar-prämiertes und von der Kritik hochgelobtes Drogendrama Traffic (2000). Darin verkörpert er, an der Seite von Michael Douglas, Catherine Zeta-Jones und Benicio del Toro, einen korrupten Anwalt, dessen Verstrickung in ein Netz aus Betrug und Skandalen schließlich tödliche Konsequenzen nach sich zieht.

Sein Regie-Debüt gab Quaid 1998 mit dem Fernsehfilm Everything That Rises. Darin geht es um einen Vater, der seine Lebensführung neu überdenkt, nachdem sein Sohn sich bei einem Autounfall lebensgefährlich verletzt hat.

Eine seiner besten schauspielerischen Leistungen zeigte Quaid nach Meinung vieler Kritiker in Predrag Antonijevic’ Savior (1998). Dieses realistische Drama zeigt ihn als franko-amerikanischen Söldner, der durch seine Begegnung mit einem kleinen im Bosnienkrieg verwaisten Mädchen zur Menschlichkeit zurückfindet.

Viel Publicity brachte Dennis Quaid seine Ehe mit Schauspielkollegin Meg Ryan. In der Klatschpresse galten die beiden Stars als Hollywoods Traumpaar. Doch im Jahre 2000 ließen sie sich scheiden. Dennis Quaid lebt heute mit seiner dritten Ehefrau Kimberly Buffington.

Filmographie — Dennis Quaid(Auswahl)

2011
Soul Surfer (Regie: Sean McNamara)

2010
The Special Relationship (Regie: Richard Loncraine)
Legion (Regie: Scott Charles Stewart)

2009
Pandorum (Regie: Christian Alvart)
G.I. Joe: The Rise of Cobra (G.I. Joe — Geheimauftrag Cobra, Regie: Stephen Sommers)
The Horsemen (Regie: Jonas Åkerlund)

2008
The Express (Regie: Gary Fleder)
Smart People (Regie: Noam Murro)
Vantage Point (8 Blickwinkel, Regie: Pete Travis)

2006
American Dreamz (American Dreamz — Alles nur Show, Regie: Paul Weitz)

2005
Yours, Mine and Ours (Deine, meine & unsere, Regie: Raja Gosnell)
In Good Company (Reine Chefsache, Regie: Paul Weitz)

2004
Flight of the Phoenix (Der Flug des Phönix, Regie: John Moore)
The Alamo (Regie: John Lee Hancock)
The Day After Tomorrow (Regie: Roland Emmerich)

2003
Cold Creek Manor (Cold Creek Manor – Das Haus am Fluss, Regie: Mike Figgis)

2002
The Rookie (Die Entscheidung – Eine wahre Geschichte, Regie: John Lee Hancock)
Far From Heaven (Dem Himmel so fern, Regie: Todd Haynes)

2000
Frequency (Regie: Gregory Hoblit)
Traffic (Traffic – Die Macht des Kartells, Regie: Steven Soderbergh)

1999
Any Given Sunday (An jedem verdammten Sonntag, Regie: Oliver Stone)

1998
Savior (Savior – Soldat der Hölle, Regie: Predrag Antonijevic)
The Parent Trap (Ein Zwilling kommt selten allein, Regie: Nancy Meyers)
Playing By Heart (Leben und Lieben in L.A., Regie: Willard Carroll)

1997
Gang Related (Gangland – Cops unter Beschuss, Regie: Jim Kouf)
Switchback (Switchback – Gnadenlose Flucht, Regie: Jeb Stuart)

1996
Dragonheart (Regie: Rob Cohen)

1995
Something To Talk About (Power of Love, Regie: Lasse Hallström)


1990
Come And See The Paradise (Komm und sieh das Paradies, Regie: Alan Parker)
Postcards From The Edge (Grüße aus Hollywood, Regie: Mike Nichols)

1994
Wyatt Earp (Wyatt Earp – Das Leben einer Legende, Regie: Lawrence Kasdan)

1993
Flesh And Bone (Ein blutiges Erbe, Regie: Steven Kloves)

1989
Great Balls Of Fire (Great Balls of Fire, Regie: Jim McBride)

1988
D.O.A. (D.O.A. – Bei Ankunft Mord, Regie: Annabel Jankel, Rocky Morton)
Everybody’s All-American (Ein Leben voller Leidenschaft, Regie: Taylor Hackford)

1987
The Big Easy (Der große Leichtsinn, Regie: Jim McBride)
Innerspace (Die Reise ins Ich, Regie: Joe Dante)
Suspect (Suspect – Unter Verdacht, Regie: Peter Yates)

1985
Enemy Mine (Enemy Mine – Geliebter Feind, Regie: Wolfgang Petersen)

1984
Dreamscape (Höllische Träume, Regie: Joseph Ruben)

1983
Tough Enough (Der Fighter, Regie: Richard Fleischer)
Jaws 3-D (Der weiße Hai III, Regie: Joe Alves)
The Right Stuff (Der Stoff aus dem die Helden sind, Regie: Philip Kaufman)

1981
All Night Long (Jede Nacht zählt, Regie: Jean-Claude Tramont)
Caveman (Caveman – Der aus der Höhle kam, Regie: Carl Gottlieb)
The Night The Lights Went Out In Georgia (Amanda lässt die Puppen tanzen, Regie: Ronald F. Maxwell)

1980
The Long Riders (Long Riders, Regie: Walter Hill)

1979
Breaking Away (Vier irre Typen, Regie: Peter Yates)

1977
I Never Promised You A Rose Garden (Ich hab’ dir nie einen Rosengarten versprochen, Regie: Anthony Page)

1975
Crazy Mama (Verrückte Mama, Regie: Jonathan Demme)

Foto © — Tobis Filmverleih – Dennis Quaid in Reine Chefsache
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