David Mackenzie

David Mackenzie

David Mackenzie, geboren am 10. Mai 1966 in Corbridge, Schottland, begann seine Laufbahn als Regisseur mit der Inszenierung mehrerer erfolgreicher Kurzfilme für das britische Fernsehen, darunter Marcie’s Dowry, der 2001 in Cannes zu sehen war. Seinen ersten Langspielfilm drehte er 2002 mit dem experimentellen Roadmovie The Last Great Wilderness, das auf dem Edinburgh International Film Festival Weltpremiere feierte.

Einem breiteren Publikum wurde David Mackenzie durch seinen zweiten Spielfilm Young Adam (2003) bekannt. Der Film wurde 2003 in Cannes uraufgeführt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter vier schottische BAFTAs. Young Adam ist ein stimmungsvoller Thriller über den Herumtreiber und gescheiterten Schriftsteller Joe (Ewan McGregor), der auf dem Lastkahn des bodenständigen Les (Peter Mullan) und seiner rätselhaften Frau Ella (Tilda Swinton) anheuert. Zwischen Joe und Ella bahnt sich eine leidenschaftliche Affäre an. Außerdem finden sie die Leiche einer jungen Frau im Wasser. Der Film beschwört die düstere Atmosphäre der Films Noirs der 40er und 50er Jahre herauf.

Sein nächster Film Asylum / Stellas Versuchung (2005) wirft einen Blick in die Abgründe einer obsessiven, erotischen amour fou im Großbritannien der fünfziger Jahre, das durch Prüderie, starkes Klassenbewusstsein und eine stickige Atmosphäre der Begrenzungen gekennzeichnet ist. Der Film wurde 2005 im Wettbewerb der Berlinale uraufgeführt und dort mit dem Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater ausgezeichnet. In den Hauptrollen sind Natasha Richardson, Marton Csokas und Ian McKellen zu sehen.

Hallam Foe – This is my Story mit Jamie Bell und Sophia Myles in den Hauptrollen ist Mackenzies vierter Spielfilm. Auch dieser Film feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale. Außerdem eröffnete er das Edinburgh International Film Festival 2007. Hallam Foe ist eine verträumt skurrile Liebesgeschichte über einen Teenager mit einem ungewöhnlichen Hobby: Hallam Foe schleicht sich in das Leben anderer, beobachtet ihren Alltag, sieht ihre kleinen Geheimnisse und großen Sehnsüchte – und kennt sie so oft besser als sie sich selbst. Er trauert um seine Mutter, mit deren Doppelgängerin er in Edinburgh eine reale Affäre beginnt.

(Katrin Knauth)

Filmographie — David Mackenzie

2010
The Last Word

2009
Spread (Toy Boy — Dein Vergnügen ist sein Job, Regie: )

2007
Hallam Foe (Hallam Foe — This is my story)

2005
Asylum (Stellas Versuchung)

2003
Young Adam

2002
The Last Great Wilderness

1999
Marcie’s Dowry
Filmstill zu Homemade (2020)
Homemade (2020)
Film

Homemade (2020)

„Homemade“ ist eine Sammlung aus Kurzfilmen von gefeierten Filmemachern aus aller Welt. Während sie Aufgrund des COVID-19-Ausbruchs in ihrem Zuhause bleiben mussten, erstellten sie persönliche und bewegende Geschichten, die unsere gemeinsame Erfahrung des Lebens in Quarantäne einfangen.
Hallam Foe - Bild
Hallam Foe - Bild
Kritik

Hallam Foe – Anständig durchgeknallt (2007)

Hallam Foe (Jamie Bell) ist ein Teenager aus Schottland, der es nicht leicht hat. Seit sich seine Mutter vor zwei Jahren das Leben nahm, sucht der Junge nach Erklärungen für ihren Tod und findet diese in Gestalt seiner Stiefmutter (Claire Forlani). Da sein Vater (Ciarán Hinds) bereits vor dem Tod […]