The Hills Have Eyes 2

The Hills Have Eyes 2

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

In die Wüste geschickt

Genrekönig Wes Craven (Nightmare on Elm Street, Scream) hat nicht nur gute Tage, dass dürfte spätestens mit dem durchwachsenen Werwolf-Debakel klar sein. Doch schon in den Anfangstagen seiner Karriere, so um 1982, gab es Tiefs in seinem Leben. The Hills Have Eyes 2 ist so eines. Man muss dem Mann aber zugute halten, dass er auch oft gegen große Widerstände zu kämpfen hatte. Angeblich wurde ihm dies auch bei Verflucht zum Verhängnis, als das produzierende Studio sich immer wieder einmischte und so lange auf Änderungen bestand, bis er genervt aus dem laufenden Projekt ausstieg und ein Ersatzmann den Regiestuhl übernahm.
The Hills Have Eyes 2 ereilte, der Überlieferung nach, ein ähnliches Schicksal. Auch, weil das anfängliche Budget von einer guten Millionen Dollar immer wieder beschnitten wurde, Craven den Job nur machte, weil er kein Geld für sein Traumprojekt Nightmare on Elm Street bekam und sich nach und nach das Team verabschiedete.

Die Story ist schnell erzählt (und so hatte sie Craven auch geschrieben; ratzfatz): Eine Gruppe Motorcrossfahrer um Bobby Carter, dem Überlebenden (Huch, Spoiler!) aus dem ersten Teil, will an eben jener Stelle in der Wüste Nevadas, ein Rennen fahren, wo sich einst das Drama des ersten Teils abspielte. Zum Gedenken an die damaligen Opfer natürlich. Als auf der Fahrt der Bus streikt, trennt man sich, um per Motorrad Rettung zu suchen. Dass das ein großer Fehler ist, dürfte jedem klar sein, denn die Kannibalen sind wieder los und kennen keine Gnade.

The Hills Have Eyes 2 ist wirklich Murks. Durch massive Rückblenden zu Teil eins von 1977, wird die krude Handlung auf ein Maximum gestreckt und wenn sogar der Schäferhund einen fiesen Flashback haben muss, windet sich selbst der hartgesottenste Slasherfan auf der heimischen Couch. Da kann auch der stylische 70er Jahre Vorspann nichts mehr reißen. Und warum das Ganze ab 18 ist, ist sowieso ein berechtigte Frage. Selten war ein Slasher so blutarm. Beinharte Trashfans werden ab der vierten Flasche Pils jedoch ihren Spaß haben, denn der kommt unfreiwillig kommt immer wieder auf.

Das Ganze kommt in einem sehr schönen Steelbook und wartet mit einer wirklich feinen Bonus-DVD auf, die mit zwei großartigen Dokumentationen besser unterhält, als der Hauptfilm. Wes Craven plaudert hier aus dem Nähkästchen (wohl zu ersterem Teil) und gibt detaillierte Einblicke in sein Schaffen. Für Fans ist das klar ein Must Have.

The Hills Have Eyes 2

Genrekönig Wes Craven („Nightmare on Elm Street“, „Scream“) hat nicht nur gute Tage, dass dürfte spätestens mit dem durchwachsenen Werwolf-Debakel Verflucht klar sein.
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