Penny Serenade

Penny Serenade

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Der Soundtrack eines Lebens

Der 1941 erstaufgeführte Penny Serenade ist die dritte und letzte Zusammenarbeit von Cary Grant und Irene Dunne. Erstmals agierten sie in Die schreckliche Wahrheit (1937), danach in Meine Lieblingsfrau (1940) zusammen. Für Dunne war dies nicht nur eine von vielen Erfolgsproduktionen, sondern auch der Liebste ihrer eigenen Filme, da er sie an ihre adoptierte Tochter erinnerte.
Julie Gardiner Adams (Irene Dunne) trennt sich von ihrem Mann Roger (Cary Grant). Noch einmal erinnert sie sich daran, wie sich beide kennenlernten, wie beide nach Japan gingen, sie schwanger wurde und das Kind verlor, das Paar wieder in die USA zurückkehrte und eine Pflegetochter bei sich aufnahm. Doch über allem stand stets die Unzuverlässigkeit Rogers, die mit finanziellen Sorgen einherging. Es gab glückliche Zeiten, aber alles, was dem Paar, das sich auseinandergelebt hat, noch zu tun übrig bleibt, ist der Abschied voneinander.

Grant erhielt für seine Darstellung eine Oscar-Nominierung, musste sich aber Gary Cooper geschlagen geben. Dennoch: Unter George Stevens‘ (Giganten) Regie stellt er einen Mann dar, der groß träumt, aber diese Träume nie umsetzen kann. Das ist eine vielschichtige Darstellung, die aufzeigt, dass Grant mehr als nur den vornehmen Gentleman darstellen konnte. Die Chemie zwischen Grant und Dunne ist großartig, so wie sie es auch schon in Die schreckliche Wahrheit war. Penny Serenade ist ein grandioses Beispiel dafür, wie meisterhaft ein Film auf der Gefühlsklaviatur spielen kann. Wer nahe am Wasser gebaut ist, wird an diesem Film ohne Taschentücher kaum vorbeikommen.

Penny Serenade ist natürlich von Hollywood gefärbt, hält sich von Klischees aber weitestgehend fern und gestaltet sich stattdessen als überzeugendes Melodram, das in der Rückblickstruktur auf ein Happyend zusteuert, von dem man natürlich weiß, dass es sich nicht erfüllen wird. Herausgekommen ist ein emotional packender, aber auch trauriger Film, der sehr clever mit dem Soundtrack eines Lebens arbeitet. Denn Julies Erinnerungen werden von den Liedern, die sie sich anhört, wachgerufen.

Penny Serenade

Der 1941 erstaufgeführte Penny Serenade ist die dritte und letzte Zusammenarbeit von Cary Grant und Irene Dunne. Erstmals agierten sie in „Die schreckliche Wahrheit“ (1937), danach in „Meine Lieblingsfrau“ (1940) zusammen. Für Dunne war dies nicht nur eine von vielen Erfolgsproduktionen, sondern auch der Liebste ihrer eigenen Filme, da er sie an ihre adoptierte Tochter erinnerte.
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