Hack!

Hack!

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Wer macht den letzten Schnitt?

Wie ernst ist ein Film zu nehmen, der seine Charaktere nach berühmten Genrebegründern nennt? Mister King, Mrs. Mary Shelley, Lehrer Argento und Carpenter... Alles klar, Hack! zitiert nicht nur namentlich die Vorbilder. Auch werden zig Dialoge und Szenen "übernommen" oder es wird zumindest darüber geredet. Das ist nichts Neues. Aber: Hack! macht, trotz kleinerer Mängel, Spaß. Und das ist ja wohl das Wichtigste.

Sieben Biologiestudenten kommen auf eine einsame Insel, um sich für die Abschlussprüfung vorzubereiten. Das es sich bei der Gruppe um das pure Klischee handelt (coole Sportskanone, biederes Mauerblümchen, schwarzer Homeboy, schwuler Asiate, sexy Nymphomanin etc.), ist irgendwie nicht verwunderlich. Und natürlich beginnt Hack! mit dem üblichen Prolog, in dem schon ein Opfer zu beklagen ist (Genreikone Kane Hodder, Freitag der 13. Teil... keine Ahnung, verliert den Kopf). Das freundliche Ehepaar King, das den Studenten Obdach und Essen zur Verfügung stellt, entpuppt sich bald als reichlich schräg, scheinen beide doch völlig auf Film fixiert zu sein. Auch werden unsere Helden gerne von der Dame des Hauses mit der Super-8 Kamera gefilmt. Natürlich werden die Studenten einer nach dem anderen blutig gekillt, zerstückelt und geschlachtet. Einzig die Frage, wer übrig bleibt, muss noch geklärt werden...

Hack! hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Genre zu zitieren und zu persiflieren. Was auch meistens gelingt. Bis auf wenige Patzer ist der Film wie aus einem Guss und bietet gerade für den Genre kundigen Filmfan ein ständiges Aha!-Erlebnis. Kulisse, Kamera und Ausstattung befinden sich auf gehobenem Niveau, die Darsteller bieten das, weswegen sie gecastet wurden (hübsches Aussehen, große Oberweite, Schreien können) und Regisseur und Autor Matt Flynn empfiehlt sich routiniert für eine größere Produktion. Hack! ist nicht gruselig, sondern ein Funslasher, der einfach nur unterhalten will. Ziel erreicht.
 

Hack!

Wie ernst ist ein Film zu nehmen, der seine Charaktere nach berühmten Genrebegründern nennt? Mister King, Mrs. Mary Shelley, Lehrer Argento und Carpenter...

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