Frozen River

Frozen River

Siegerfilm des Sundance Festivals 2008: Ray fehlt es an Geld. Als sie eine Indianerin kennen lernt, die Menschen von Kanada in die USA schmuggelt, glaubt sie so viele ihrer Probleme lösen zu können.
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wignanek-hp · 01.10.2010

Die Geschichte spielt am Rande der amerikanischen Gesellschaft an der amerikanisch-kanadischen Grenze am St. Lawrence-Strom, fernab von den Reichen und Schönen, wie sie sonst die Hollywood-Produktionen bevölkern.
Die Realität ist hart, nicht nur weil es Winter und kurz vor Weihnachten ist.. Ray ist eine Mutter mit zwei Kindern und lebt in einem heruntergekommenen Mobilhome. Der Mann hat sich gerade mit dem Ersparten aus dem Staub gemacht. So kann sie die fälligen Raten für das heiß ersehnte neue Heim nicht mehr bezahlen und hat kaum Geld für das Schulessen ihrer Kindern, geschweige denn, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen.
Da tut sich für sie die Chance auf, an Geld zu kommen. Es ist zwar illegal und nicht ganz ungefährlich, aber sie ist verzweifelt genug, um sich darüber hinwegzusetzen:
Als sie nach ihrem verschwundenen Mann sucht, trifft sie eine junge Frau aus dem Reservat, die Menschen über den gefrorenen Fluss von Kanada in die USA schmuggelt.

Der Film ist sehr spannend!! Es ist schon erstaunlich, wie es die Regisseurin schafft, in einem Sozialdrama einen solchen Spannungsbogen aufzubauen. Man zittern geradezu bis zur letzten Minute. Die schauspielerische Leistung von Melissa Leo ist grandios. Wie sie die verhärmte Mutter spielt, die gleichzeitig unheimlich liebevoll zu ihren Kindern sein kann und hart, wenn es darum geht, ihre Familie zu beschützen, ist wirklich sehenswert. Es ist schwer, die Beziehung der beiden Frauen zu beschreiben. Ist es ein Zweckbündnis, ist es Freundschaft? Wohl etwas dazwischen. Es ist gerade diese Schwebe, in der die Erklärungsversuche bleiben, die den Film auf alle Fälle sehenswert macht.

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