Paul Newman

Paul Newman

Paul Newman wurde am 26. Januar 1925 in Cleveland, Ohio geboren. Seine schauspielerische Karriere begann er bei einem Kindertheater in seiner Heimat. An seinem 18. Geburtstag ging er zur Navy. Er verbrachte drei Jahre als Funker an Bord von Torpedo-Bombern im Pazifik. 1949 schloß er sein Studium am Kenyon College ab und schrieb sich an der Yale Drama School ein.

Er ging nach New York und trat während der Pionier-Zeit des Fernsehens in Live-Sendungen auf. Newmans Durchbruch am Broadway war die Rolle des Alan Seymour in Picnic von William Inge. In dieser Zeit lernte er Joanne Woodward, seine spätere zweite Ehefrau, kennen.

Bei seiner Ankunft in Hollywood von den Medien bereits als „neuer Brando“ gefeiert, war sein Spielfilmdebüt Der silberne Kelch (1954) ein totaler Flop. Newman ging erst einmal wieder zurück an den Broadway. Auch seiner zweiter Versuch, in Hollywood Fuß zu fassen, scheiterte mit dem Film Anklage: Hochverrat (1956) kläglich. Erst sein dritter Film Die Hölle ist in mir (1956), in dem er den Boxer Rocky Graziano spielt, bedeutete den Durchbruch.

Newman hat sich aber auch als Regisseur ausgezeichnet mit Filmen wie Die Liebe eines Sommers, für den er den New York Critics Award bekam, Sie möchten Giganten sein, Die Wirkung von Gammastrahlen auf Ringelblumen, Harry und Sohn, Die Glasmenagerie sowie die TV-Adaption von Michael Cristofers The Shadow Box.

Newman hat sich zeit seines Lebens aktiv politisch engagiert, auf regionaler wie nationaler Ebene. Er war aktiver Teilnehmer der Bürgerrechtsbewegung und leidenschaftlich engagiert in der Kampagne für Waffenkontrolle in der Ära des Kalten Krieges. Er war Delegierter für Connecticut bei der Democratic National Convention in Chicago 1968. Auch heute zählt Newman noch zu den prominentesten Gesichtern Hollywoods. Denn seine karitative Arbeit führt er noch immer fort. Darunter befindet sich auch die „Scott Newman Foundation“, die er nach dem Drogentod seines Sohnes gegründet hat, und sein „Hole-in-the-Wall Gang“-Projekt für krebskranke Kinder.

Paul Newman verstarb im September 2008 im Alter von 83 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens.

Filmographie — Paul Newman (Auswahl)

2006
Mater and the Ghostlight (Regie: John Lasseter)
Cars (Regie: John Lasseter)

2005
Magnificent Desolation: Walking on the Moon 3D (Regie: Mark Cowen)
Empire Falls (TV) (Regie: Fred Schepisi)

2003
Freedom: A History of Us — Democracy and Struggles (TV- Serie) (Regie: Philip Kunhardt III, Peter W. Kunhardt u.a.)
Freedom: A History of Us — Safe for Democracy (TV- Serie) (Regie: Philip Kunhardt III, Peter W. Kunhardt u.a.)
Our Town (TV) (Regie: James Naughton)

2002
Road to Perdition (Regie: Sam Mendes)

2000
Where the Money Is (Regie: Marek Kanievska)

1999
Message in a Bottle (Regie: Luis Mandoki)

1998
Twilight (Regie: Robert Benton)

1994
Nobody’s Fool (Regie: Robert Benton)
The Hudsucker Proxy (Regie: Joel Coen und Ethan Coen)

1990
Mr. & Mrs. Bridge (Regie: James Ivory)

1989
Blaze (Regie: Ron Shelton)
Fat Man and Little Boy (Regie: Roland Joffé)

1987
The Glass Menagerie (Die Glasmenagerie, Regie: Paul Newman)

1986
The Color of Money (Regie: Martin Scorsese)

1984
Harry & Son (Harry und Sohn, Regie: Paul Newman)

1980
The Shadow Box (TV) (Regie: Paul Newman)

1972
The Effect of Gamma Rays on Man-in-the-Moon Marigolds (Die Wirkung von Gammastrahlen auf Ringelblumen, Regie: Paul Newman)

1970
Sometimes a Great Notion (Sie möchten Giganten sein, Regie: Paul Newman)

1968
Rachel, Rachel (Die Liebe eines Sommers, Regie: Paul Newman)

1956
Somebody Up There Likes Me (Die Hölle ist in mir, Regie: Robert Wise)
The Rack (Anklage: Hochverrat, Regie: Arnold Laven)

1954
The Silver Chalice (Der silberne Kelch, Regie: Victor Saville)
Kritik

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