Messengers 2 - The Scarecrow

Messengers 2 - The Scarecrow

Eine Filmkritik von Renatus Töpke]

Fortsetzungen müssen nicht immer schlecht sein. Im Falle von The Messengers 2 – The Scarecrow, der Vorgeschichte zum gar nicht mal so üblen Film der Pang Brothers (Re-Cycle, The Eye) von 2007, lässt sich tatsächlich einiges Gutes über den Film sagen. Clevererweise wurden die Nachbarn der Hauptdarsteller des ersten Teils zum Thema des Prequels gemacht. Ein nette Idee, die mit einem ordentlichen Drehbuch, guten Darstellern und sauberer Umsetzung zu einem positiven Gesamteindruck führt.

John Rollins (wie immer gut: Norman Reedus, Der blutige Pfad Gottes) lebt mit Frau Mary (Heather Stephens) und seinen zwei Kindern auf einer Farm. Die Familie steht dank magerer Ernte kurz vor dem Bankrott. Und auch das letzte Bisschen Mais wird von den gefräßigen Krähen weggepickt. Als John in einem geheimen Raum in der Scheune eine alte und häßliche Vogelscheuche findet, spürt sein kleiner Sohn schnell, dass von dem Ding etwas Böses ausgeht. Doch entgegen der Bitte des Jungen, das Ungetüm in den Müll zu werfen, stellt Farmer John die Vogelscheuche auf und oh Wunder, am nächsten Tag liegen überall tote Krähen herum. Doch die folgende üppige Ernte hat ihren Preis. Bald gibt es den ersten Toten und John wird von finsteren Visionen heimgesucht. Erst, als die Familie auseinander zu brechen droht, erkennt John, dass von der Vogelscheuche nichts Gutes ausgeht…

Ohne allzu viel Gewalt, aber dafür mit Gespür für Timing und Atmosphäre, lässt Regisseur Martin Barnewitz einen gottesfürchtigen Farmer an seine Grenzen gehen. Die eine oder andere 08/15-Idee wird durch das gute Schauspiel, die Optik und den straffen Erzählrythmus wettgemacht. Ist der Großteil des Films ein atmosphärisches Psychokammerspiel, wird der Dämon in Personifizierung der Vogelscheuche erst zum Ende hin von der Leine gelassen. Die Effekte gehen OK, wobei das Ende leider zu offensichtlich auf eine mögliche weitere Fortsetzung schielt. Nach langsamem Spannungsaufbau kommt der Genrewechsel zum klassischen Maisfeld-Horror auch ziemlich abrupt. Dennoch ist The Messengers 2 – The Scarecrow ein gut gemachter und unterhaltsamer Gruselfilm, der auch mit der schreckhaften Freundin goutierbar ist.
 

Messengers 2 - The Scarecrow

Fortsetzungen müssen nicht immer schlecht sein. Im Falle von“ The Messengers 2 – The Scarecrow“, der Vorgeschichte zum gar nicht mal so üblen Film der Pang Brothers („Re-Cycle“, „The Eye“) von 2007, lässt sich tatsächlich einiges Gutes über den Film sagen.

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