Quarantäne 2: Terminal

Quarantäne 2: Terminal

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Die Situation ist mal wieder ausweglos, die Chancen wenig rosig: Ein paar Eingeschlossene müssen sich schießwütigen Militärs und miteingepferchten Zombies erwehren. Nichts Neues also auch in dieser routinierten Fortsetzung des amerikanischen Rec-Remakes. Besagter Rec war ein kleiner Überraschungserfolg aus dem Jahre 2007. In einem spanischen Wohnhaus brach seinerzeit eine Art Tollwut-Virus aus und verwandelte die Bewohner peu à peu in rasende Bestien. Das Militär riegelt das Haus ab, schickt Wissenschaftler rein, um die Ursache des Problems zu erforschen. Natürlich geht alles furchtbar schief. Rec-Remake Quarantäne (2008) übertrug die Story 1:1 nach Amerika, ohne jedoch den dirty look und die Atmosphäre herüber zu retten. Ansehbar war der Spaß jedoch schon, zumal Make up und Action gelungen waren. Doch während Rec 2 die Story im Wohnhaus weiter sponn, geht Quarantäne 2: Terminal einen gänzlich anderen Weg. Ob das so gut war, soll der Zuschauer für sich selbst entscheiden. Warum der Rezensent enttäuscht war, wird er später erläutern…
In einem Flugzeug setzen Terroristen ein Giftgas frei, dass zunächst nur Übelkeit und Tod auslöst. Nach erfolgreicher Notlandung beginnt sich die Situation jedoch noch weiter zu verschärfen: Nicht nur ist das titelgebende Terminal abgeschottet und von Militär umstellt. Auch die bereits verendeten Infizierten stehen auf einmal wieder auf und greifen die perplexen Passagiere und das verbliebene Personal an. Es folgt ein Katz und Maus-Spiel in dunklen Hallen und verwinkelten Gängen (die sich überraschend oft ähneln). Highlight ist ein Rollstuhlfahrer, der infiziert wieder laufen kann…

Quarantäne 2: Terminal macht bis zu einem gewissen Punkt Spaß, doch das bestenfalls günstige Make up, die 08/15 Darsteller und eine Austauschbarkeit sondergleichen ermüden selbst den dankbarsten Zombiefan. Dummerweise lässt der Filmtitel mehr erwarten, als geboten wird. Trotz großem Studio im Rücken, wirkt der Film zeitweise wie eine aufwändigere Amateurproduktion. Denn anstatt sich auf ein paar feine set pieces zu konzentrieren, wird immer wieder versucht zu klotzen – ohne etwas zum klotzen zu haben. Hier wäre wieder einmal mehr drin gewesen. Interessierte an dem Themenfeld Zombies-auf-Flughafen greifen dementsprechend lieber zu dem animierten Resident Evil Degeneration.

Quarantäne 2: Terminal

Die Situation ist mal wieder ausweglos, die Chancen wenig rosig: Ein paar Eingeschlossene müssen sich schießwütigen Militärs und miteingepferchten Zombies erwehren. Nichts Neues also auch in dieser routinierten Fortsetzung des amerikanischen „Rec“-Remakes.
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