Jacques Gamblin

Jacques Gamblin

1957 in der Normandie geboren, kommt Jacques Gamblin schon früh mit dem Theater in Berührung. Er arbeitet als Tischler, Darsteller und Regisseur am Theater in Caen. 1988 entschließt er sich, nach Paris zu gehen. Seine erste Filmrolle spielt er in Périgord Noir (1988) von Nicolas Ribowski. Aufgrund dieser Rolle bietet ihm Claude Lelouch an, in seinen Filmen So sind die Tage und der Mond (Il y a des jours… et des lunes, 1990), La belle histoire (1992), Tout ça pour ça (1993) und Les misérables (1995) mitzuwirken. Bertrand Blier besetzt ihn darauf hin in Mein Mann (Mon homme, 1995) und Robert Guedigan in A la vie, à la mort! (1995).

Als homosexuellen Geschäftsmann lernt das Publikum Jacques Gamblin in Auch Männer mögen’s heiß (Pédale douce, 1996) kennen. Für seine vorbehaltlose Darstellung wird er 1997 zum César nominiert. Seither dreht er pro Jahr regelmäßig zwei Filme. So viel sei nötig, erklärt Gamblin, um in Übung zu bleiben, und es sei nicht zuviel, um sich zu verzetteln. 2002 erhält er den Goldenen Bären bei der Berlinale als Hauptdarsteller in Bertrand Taverniers Laissez-passer. Holy Lola (2004) war die zweite Zusammenarbeit mit Bertrand Tavernier.

Filmographie — Jacques Gamblin (Auswahl)

2011
Le premier homme (Regie: Gianni Amelio)

2010
Le nom des gens (Regie: Michel Leclerc)
Nous trois (Regie: Renaud Bertrand)

2009
Moi, Van Gogh (Regie: François Bertrand)
Bellamy (Regie: Claude Chabrol)

2008
Le premier jour du reste de ta vie (C’est la vie — So sind wir, so ist das Leben, Regie: Rémi Bezançon)

2007
Enfin veuve (Endlich Witwe, Regie: Isabelle Mergault)
Nos retrouvailles (Regie: David Oelhoffen)
Les oubliées (TV) (Regie: Hervé Hadmar)
Fragile(s) (Regie: Martin Valente)

2006
Les Brigades du Tigre (Regie: Jérôme Cornuau)
Serko (Regie: Joël Farges)
Les irréductibles (Regie: Renaud Bertrand)
Nos retrouvailles (Regie: David Oelhoffen)

2005
L’ enfer (Wie in der Hölle, Regie: Danis Tanovic)

2004
25 degrés en hiver (25 Grad im Winter, Regie: Stéphane Vuillet)
Holy Lola (Regie: Bertrand Tavernier)

2003
A la petite semaine (Regie: Sam Karmann)
Dissonances (Regie: Jerôme Cornuau)

2002
Laissez-Passer (Regie: Bertrand Tavernier)
Carnages (Regie: Delphine Gleize)

2001
Mademoiselle (Regie: Philippe Lioret)

1999
Au coeur du mensonge (Die Farbe der Lüge, Regie: Claude Chabrol)
Les enfants du marais (Ein Sommer auf dem Lande , Regie: Jean Becker)

1998
Kanzo Sensei (Regie: Shohei Imamura)

1996
Mon homme (Mein Mann, Regie: Bertrand Blier)
Pédale douce (Auch Männer mögen’s heiß , Regie: Gabriel Aghion)

Foto (C) Prokino Filmverleih — Jacques Gmablin in Holy Lola
Bild zu Der Palast des Postboten von Nils Tavernier
Der Palast des Postboten von Nils Tavernier - Filmbild 1
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