The Operator - Eine Marble Hornets Story

The Operator - Eine Marble Hornets Story

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Wo ist er denn?

Der Slenderman ist ein Phänomen, eine Gestalt, die immer in den Schatten weilt, die dürr ist und sich sprunghaft bewegt. Erfunden wurde diese Gestalt im Jahr 2009, als Eric Knudsen Bilder modifizierte und die paranormale Figur einfügte. Seitdem hat der Slenderman ein Eigenleben entwickelt und wird auch als Inspiration für reale Tötungsversuche und Morde angesehen. Dem Phänomen ging die Web-Serie Marble Hornets im Found-Footage-Stil auf den Grund.
80 Millionen YouTube-User können nicht irren. Möchte man meinen, aber die Wahrheit ist natürlich eine gänzlich andere. Was man gratis im Internet ansehen kann, muss man nicht unbedingt auch noch in Filmform im Wohnzimmer goutieren. Dementsprechend ist der Reiz von The Operator – Eine Marble Hornets Story relativ gering, und das umso mehr, weil der Found-Footage-Ansatz hier in der Form benutzt wird, wie er am verwerflichsten ist: Es wird gewackelt ohne Ende, während ansonsten nur halbgare Spielszenen zu sehen sind, die erst im Finale ein wenig Aufregung bieten können.

Hier geht es um ein Team, das in einem verlassenen Haus eine Box mit Videoaufnahmen findet. Darauf zu sehen ist der gesichtslose, schwarz gekleidete Operator, der die Bewohner des Hauses quälte. Schon bald merkt das Reporterteam, dass der Operator auch auf sie aufmerksam geworden ist.

Das hätte man mit reichlich Paranoia-Stimmung inszenieren können, allerdings ist das Format dafür nicht geeignet. Als normal erzählter Film hätte das alles Wirkung haben können, insbesondere auch, wenn man die Szenerie immer wieder danach absucht, ob der Operator irgendwo zu sehen ist. Das ist eigentlich eine effektive Möglichkeit, für Atmosphäre und Spannung zu sorgen, die hier aber weitestgehend ausgeblendet wird. Stattdessen bleibt das Ganze reichlich langweilig. Gruselige Momente gibt es praktisch gar keine, stattdessen sucht man die Szenerie ab, ist aber nie sicher, ob man den Operator nun gesehen hat.

Die Idee, den Stoff aufzubereiten, ist per se nicht schlecht, allerdings hätte man sich einfach mehr trauen müssen, ist doch gerade eine Figur wie der Operator ideal dafür, für Gänsehautstimmung zu sorgen. So jedoch bleibt das alles unter den Möglichkeiten. Hier wäre mehr tatsächlich auch mehr gewesen, der subtile Ansatz fruchtet einfach nicht.

The Operator - Eine Marble Hornets Story

Der „Slenderman“ ist ein Phänomen, eine Gestalt, die immer in den Schatten weilt, die dürr ist und sich sprunghaft bewegt. Erfunden wurde diese Gestalt im Jahr 2009, als Eric Knudsen Bilder modifizierte und die paranormale Figur einfügte.
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