Was für ein Beginn: Ein Mann betritt zusammen mit seinem Maultier eine Lichtung, bereitet ein Seil vor, wirft es über einen Baum, so dass es sich an einer Astgabel verfängt, prüft mit kräftigem Ziehen, ob das Seil auch sicher und fest ist und macht sich dann daran, diesen Baum zu erklimmen.
Ob Lang Lang oder Alfred Brendel – alle Starpianisten brauchen einen Techniker, der viel mehr ist als ein "Klavierstimmer". Auf dem Gipfel der Tonkunst wird es eng. Nur die besten Pianoexperten können verstehen, worum es den Genies an den Tasten überhaupt geht. Wie faszinierend das Ringen um Perfektion sein kann, zeigt der Dokumentarfilm "Pianomania" von Lilian Franck und Robert Cibis.
Ist das nicht wirklich eine Marktlücke: Einsamen Menschen ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken – gegen Geld? Zwei junge Menschen erproben dieses Geschäftsmodell. Sie stoßen auf Probleme, mit denen sie nicht im Traum gerechnet haben. Fast zwangsläufig führt ihre Blauäugigkeit in einen moralischen Abwärtssog.
Die Pest – im Mittelalter war das eine unvorstellbare Seuche, die in kurzer Zeit die Hälfte der Bevölkerung dahinraffen konnte. Aber solche Zahlen und abstrakte Fakten machen den Schrecken nicht wirklich greifbar, den der britische Horror-Spezialist Christopher Smith in seinem atmosphärisch überzeugenden Geschichtsepos "Black Death" einfängt. Die packend-düstere Stimmung dient allerdings auch dazu, auf ein paar genretypische Folterszenen vorzubereiten, die wohl vor allem eingefleischte Genre-Fans ansprechen dürften.
Während in manchen westlichen Ländern wegen der Homoehe noch diskutiert wird, sind uns die USA (zumindest Kalifornien) weit voraus, wenn man Lisa Cholodenkos Film "The Kids Are All Right" Glauben schenken darf, der im Wettbewerb der Berlinale außer Konkurrenz gezeigt wurde.
Der klassische Revenge-Thriller erlebt immer wieder eine Auferstehung, ist nicht tot zukriegen. Seien es die immer gerne gesehenen 1970er Jahre Filme der Marke "Ein Mann sieht rot", die Actioner wie "Punisher" und "Extreme Rage" oder die Filme neueren Datums "Auftrag Rache", "Death Sentence" oder "96 Hours" – der Markt ist da und solange die Qualität stimmt, kann der Nachschub gerne kommen.
Die Grenzen des Zumutbaren werden immer wieder verschoben und ausgelotet. Die aktuell abebbende Schwemme der so genannten Torture Porns der Marke "Hostel 1 und 2", der "Saw"-Reihe und der französischen Welle der Gewalt ("Martyrs", "Frontier(s)" und "Inside") suchte ihr Heil im plakativen Zurschaustellen, härter kann es eigentlich nicht werden.
In einer elenden Berliner Bruchbude haust der arbeitslose Paul (Peter Franke), der bereits vor einer Weile von Frau und Kind verlassen wurde. Ab und zu ein kleiner Job, ein trister Besuch im Pornokino und auch schon mal bei einer Prostituierten – das sind die freudlos erscheinenden Abwechslungen im Leben dieses abgestürzten Mannes
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German Films hatte gerufen und neun deutsche Produzenten habe ihre Filme ins Rennen um den Auslands-Oscar geschickt. Eingereicht wurden Matti Geschonnecks "Boxhagener Platz", Feo Aladags "Die Fremde", Juraj Herz’ "Habermann", Jo Baiers "Henri 4", Oskar Roehlers "Jud Süß – Film ohne Gewissen", Lars Kraumes "Die kommenden Tage", "Mahler auf der Couch" von Percy und Felix Adlon, Detlev Bucks "Same same but different" sowie Ludi Boekens "Unter Bauern – Retter in der Nacht".
Kommt er oder kommt er nicht? Nachdem es noch gestern eindeutige Signale von Jean-Luc Godards Lebensgefährtin Anne-Marie Mieville gegeben hatte, dass der Regisseur seinen Ehrenoscar am 13. November nicht persönlich in Empfang nehmen wird, ließ die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in der Zwischenzeit anderes verlauten.
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