Am Sonntag bist du tot: Kino-Tipp der Woche

Die katholische Kirche hat ein Image-Problem und das nicht erst seit sich mehr und mehr Missbrauchsopfer zu Wort melden, deren Kindheit durch pädophile Vertreter der Institution auf furchtbarste Weise geprägt wurde. In der heutigen Zeit ist es daher ziemlich einfach, mit der Kirche und ihrer Religion hart ins Gericht zu gehen, sie zu verurteilen und als scheinheilig zu entlarven. Umso erfreulicher ist die Fairness, mit der sich Am Sonntag bist du tot dem Thema annimmt.

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Filme

Café Olympique

Der für seine realistischen Sozialdramen wie "Der Schnee am Kilimandscharo" (2011) bekannte französische Regisseur Robert Guéiguian versucht sich in seinem neuesten Film "Café Olympique - Ein Geburtstag in Marseille" in traumwandlerischer Leichtigkeit. Der Film ist ein charmanter Ausflug in surreale Gefilde, der sich jedoch ein wenig schwer damit tut, durchgehend den richtigen Ton zu treffen.

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Die Familie

Irmgard B., eine ältere Frau, wirkt etwas mitgenommen: "Zwei Jahre auf Bewährung. Für einen Todesschützen. Das ist doch was!?“ Szenenwechsel: Berlin bei Nacht - die Skyline. Nacheinander werden Namen, Geburtstage und Sterbedaten vorgetragen, es sind die Daten der Opfer an der einstigen innerdeutschen Grenze. Sie reihen sich so zahlreich aneinander, dass die Aufzählung immer hektischer und drängender zu werden scheint und schließlich zu einem sich überschlagenden Kanon des Todes und Mordens anschwillt. So beginnt "Die Familie".

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Wiedersehen mit Brundibar

Fast auf den Tag genau 70 Jahre ist es her, dass die Kinderoper "Brundibar" zuletzt aufgeführt wurde - am 16. Oktober 1944 endeten nach gut zwei Jahren die Vorführungen dieses einzigartigen Werks. Das Besondere an "Brundibar": Das Singspiel, 1938 von dem deutsch-tschechischen Komponisten Hans Krása komponiert und lediglich einmal im Jahre 1941 in einem jüdischen Waisenhaus heimlich uraufgeführt, wurde von den Nationalsozialisten für ihre Zwecke instrumentalisiert und zu Propagandazwecken im Konzentrationslager Theresienstadt mehr als 50 mal auf die Bühne gebracht.

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Geron

Hätte der Kanadier Bruce LaBruce nur dieses eine Werk – nämlich "Otto; or, Up with Dead People" (2008) – geschaffen, hätte es eigentlich schon genug Gründe gegeben, diesem Filmemacher einen Ehrenplatz in der (Underground-)Kinohistorie zuzusichern. Doch der sogenannte "Politpornograf" hat auch vor und nach besagtem Mix aus Melancholie, Kopulation, Avantgarde-Wahnsinn und Zombietum zahlreiche Arbeiten vorgelegt, die mit ihrer Radikalität und Krudität zu provozieren, irritieren und (nicht zuletzt) zu amüsieren wussten.

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Zwei Tage, eine Nacht

Die Rahmendaten der Geschichte, die die beiden belgischen Filmemacher in ihrem unverwechselbaren, nur scheinbar schmucklosen und reduzierten Stil eines "sozialen Realismus" erzählen, sind schnell wiedergegeben. Da ist Sandra (Marion Cotillard), die an einem Freitag von einem Problem erfährt, das sie binnen kurzer Zeit lösen muss: Da es der Firma, in der sie arbeitet, schlecht geht, steht ihr Rauswurf unmittelbar bevor.

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2014 25/10

Wir, die Hüter der Flamme

Festivals, die sich Mottos auferlegen blamieren sich immer. Warum das auf der Viennale anders ist, hat seine Ursache in einem tiefen Vertrauen der Festivalmacher in das Grundprinzip des Kinos. Ob sich die Wirklichkeit dieser Einstellung beugen wird?

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