Lasst freie Liebe um uns sein: Sitzplatzerhöhung - Die Kinderfilm-Kolumne

Ein Krippenspiel in einer evangelischen Kirche, mitten in Berlin-Kreuzberg. Es ist ein paar Jahre her. Um uns herum die seinerzeit typische Kreuzberger Familienwelt: Viele alternativ angehauchte Kleinfamilien im Stadium beginnender grüner Spießigkeit, aber alle weit entfernt von der bürgerlichen Kleinfamilie der 1960er. Auf der Bühne sagen die Kinder meist etwas abwesend ihre Sätze auf, wir sind bei der Verkündigung. Der Engel überbringt die frohe Kunde von ihrer Schwangerschaft, und Maria sagt den sehr auswendig gelernten Satz: "Wie kann das denn sein, ich bin doch noch gar nicht verheiratet!"

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Filme

Transcendence

Wie weit sollen wir unsere technischen Möglichkeiten ausreizen? Bis wohin darf der Mensch in seinem Streben nach stetigem Fortschritt gehen? Und was passiert, wenn Maschinen plötzlich ein Bewusstsein entwickeln? Fragen, denen Science-Fiction-Romane und -Filme seit Ewigkeiten nachspüren, die heute allerdings dringender denn je in den Mittelpunkt rücken, da die Technisierung unserer Lebenswelt immer weiter um sich greift. Nicht von ungefähr ist im Kino seit einiger Zeit ein regelrechter Trend auszumachen, was die Durchleuchtung der digitalen Gegenwart betrifft.

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For Those Who Can Tell No Tales

Die bosnische Regisseurin Jasmila Zbanic ("Esmas Geheimnis - Grbavica") wollte einen Film über ihr Land drehen, der die kollektive Verdrängung des Balkankriegs thematisiert. Doch wie erzählt man das, worüber niemand sprechen will? Und wie bringt man Verdrängtes filmisch an die Oberfläche, ohne Gefahr zu laufen, die Opfer als Mittel eines künstlerischen Zwecks zu missbrauchen? Die Antwort fand Zbanic in der autobiographischen Theaterperformance "Seven Kilometers North East" der Australierin Kym Vercoe.

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Miss Sixty

Die derzeit recht umstrittene Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff fände diesen Film vermutlich überhaupt nicht gut – ob das allerdings als Qualitäts(ausschluss)kriterium genügt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Überhaupt sollte man Sigrid Hoerners ziemlich überdrehte Komödie "Miss Sixty" nicht allzu sehr auf tiefsinnige Diskurse abklopfen.

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Risse im Beton

Grau wie Beton ist die Welt im zweiten Langfilm von Umut Dag. Hart wie Beton sind seine Protagonisten. Im Strudel von Armut und Kriminalität gefangen, bleibt den beiden Hauptfiguren Ertan und Mikail nichts anderes übrig, als ihre wahren Emotionen hinter einer Fassade aus aggressiver Unantastbarkeit zu verstecken. Die im Titel versprochenen "Risse im Beton" bleiben aus. In diesem pessimistischen Sozialdrama ist kein Platz für Hoffnungsschimmer.

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The Invisible Woman

Mit seiner zweiten Regiearbeit hat sich Ralph Fiennes ein Projekt ausgesucht, das vordergründig das Leben des Schriftstellers Charles Dickens beleuchtet, hintergründig aber die Geschichte einer Frau erzählt, wie sie einst exemplarisch war.

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2014 23/04

Entdeckungen und Enttäuschungen - Ein Bericht vom 33. International Film Festival Istanbul

Gleich neben dem Taksim-Platz gelegen, hatte das Istanbul Film Festival 2013 einen durchaus aufreibenden Nebenschauplatz zu bieten. Ein Jahr später ist es ruhiger, wobei der Begriff "ruhig" hier im Kontext eines Stadtlebens zu verstehen ist, das seines Gleichen sucht. Je später die Stunde, desto mehr Menschen schieben sich die Geschäftsstraße entlang, in der die zwei Hauptkinos und das Pressezentrum des Festivals gelegen sind.

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