Zwei Tage, eine Nacht: Kino-Tipp der Woche

Die Rahmendaten der Geschichte, die die beiden belgischen Filmemacher Jean-Pierre und Luc Dardenne in ihrem unverwechselbaren, nur scheinbar schmucklosen und reduzierten Stil eines "sozialen Realismus" erzählen, sind schnell wiedergegeben. Da ist Sandra (Marion Cotillard), die an einem Freitag von einem Problem erfährt, das sie binnen kurzer Zeit lösen muss: Da es der Firma, in der sie arbeitet, schlecht geht, steht ihr Rauswurf unmittelbar bevor.

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Filme

The Farewell Party

Der Anfang ist gut: Ein Anruf vom lieben Gott. Zelda, eine alte Dame, solle doch bitte noch ein bisschen auf Erden weilen, im Himmel ist gerade nichts frei… Den lieben Gott spielt Ezekiel, ein Tüftler in seinen 70ern, der in einem Heim für assistiertes Wohnen einer der Mietnachbarn Mut zuspricht, mit einem seiner Maschinchen, die seiner Stimme übers Telefon einen vollen, reichen Raumklang gibt…

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Amok

In langen, ungeschnittenen Sequenzen schleicht die Kamera Lorenz Fuchs hinterher, der allein in der Wohnung seiner Mutter lebt, wo die Umzugskartons sich stapeln, unwohnlich, aber genügend für den einsamen und offenbar übellaunigen Mann. Einer, der den Alltag resigniert annimmt, wie er kommt, der die Menschen meidet, der nur noch existiert, aber nicht wirklich lebt.

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National Gallery

Es beginnt beinahe wie eine Diaschau: Wir sehen Bilder, Bildausschnitte, leere Museumsräume und -fluchten. Fast scheint die National Gallery in London in diesen ersten Momenten so etwas wie eine schlafende Schönheit zu sehen, ein Gebilde, in dem die Bildern und Kunstwerke ganz für sich sind und über Nacht, so könnte man imaginieren, ein geheimnisvolles Eigenleben führen.

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BrückenJahre

Ein sorbisches Sprichwort lautet: "Gott hat die Lausitz geschaffen, aber der Teufel die Kohle darunter." Seit vielen Jahrzehnten befindet sich am östlichsten Teil der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen das Lausitzer Braunkohlerevier. Dort spielt auch die ein bereits lange schwelendes Politikum aufgreifende Dokumentation "BrückenJahre" von Peter Benedix.

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Das fehlende Grau

Am Anfang sehen wir sie auf einem Hochhausdach balancieren, nahe am Abgrund. Was erzählt uns dieser metaphorische Beginn von der Gratwanderung des Lebens? Dass wir es hier nicht mit einem Film mit Handlung zu tun haben, sondern mit einem, der einen Zustand, einen Charakter porträtiert, mit einer Beschreibung, keiner Entwicklung.

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DVD & BLURAY

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2014 31/10

"La princesa de Francia" von Matías Piñeiro

Shakespeare im Kino. Und das noch im Jubiläumsjahr. Wer dabei nur an Kenneth-Branagh-Festspiele denkt, den belehrt der junge Argentinier Matías Piñeiro eines besseren. In seiner Shakespeare-Variante geht es um unser aller Begehren und das Unglück einer schwindenden Liebe.

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