CANNES 2017: „YOU WERE NEVER REALLY HERE“ VON LYNNE RAMSAY

Sechs Jahre mussten wir auf einen neuen Film von Lynne Ramsay warten. Und das war schon allein deshalb nicht einfach, weil ihr letzter Film We Need to Talk About Kevin doch ein phänomenales Werk voller Wucht war. Doch das Warten hat sich gelohnt. Ramsay kehrt mit You Were Never Really Here stärker denn je zurück - und das mit einem Film, der eigentlich ganz klein ist, der aber dann doch eine Größe entwickelt, die einen mit Staunen aus dem Kino entlässt. Ihre Adaption von Jonathan Ames` Novelle ist eine stark kondensierte und konzentrierte Bearbeitung, die von der ersten Sekunde an aufzeigt, dass sie es ist, die die vollständige Kontrolle über den Stoff hat und diesen in Perfektion auf die Leinwand bringt.

Mehr lesen

Kino-Tipp der Woche: "Berlin Syndrom" von Cate Shortland

Nach "Lore" kehrt die Australierin Cate Shortland mit ihrem dritten Spielfilm "Berlin Syndrome" nach Deutschland zurück und erforscht in diesem spannenden Horror-Thriller die Beziehungen zwischen Entführer und Opfer, von Sex und Gewalt, von Kontrolle, Widerstand und Akzeptanz, von der Suche nach Perfektion und vom Kampf gegen das ...

Mehr lesen

Filme

Free Speech Fear Free

Sein Vater hatte Tarquin Ramsay während eines Sri-Lanka-Aufenthalts die Herkules-Aufgabe gestellt, einen Film zum aktuellen Zustand der Meinungsfreiheit zu drehen. Was im Prinzip zuerst aus einer reinen Laune heraus entstanden war, ging der zu dieser Zeit gerade erst fünfzehnjährige Schüler dann aber seit 2001 ziemlich konsequent an: Als frischer Repräsentant einer sich aufmüpfig gebenden, keineswegs politikfernen Generation Gegenwart ist ihm in seinem Langfilmdebüt "Free Speech Fear Free" Besonderes gelungen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Baywatch

Im Kino findet gerade ein Serien-Revival der 1980er und 1990er Jahre statt: Nach "21 Jump Street" und den "Power Rangers" findet nun auch der David-Hasselhoff-Klassiker "Baywatch" eine Neuauflage auf der großen Leinwand. Das erscheint als fast konsequente Fortsetzung dieses Marketingkonzepts: "Baywatch" ist die erfolgreichste US-Fernsehserie des 20. Jahrhunderts, wurde in 144 Ländern ausgestrahlt und von Millionen Menschen gesehen.

Kritik lesen Trailer ansehen

In Zeiten des abnehmenden Lichts

Bei der Adaption einer literarischen Vorlage ist die Erzählform oft die größte Herausforderung: Wie etwa werden die Inneneinsichten der Figuren, Dialoge, Beschreibungen übertragen, wie gewinnt man aus einem Ich-Erzähler eine filmische Perspektive?

Kritik lesen Trailer ansehen

Die Reste meines Lebens

Wie kann das sein? Eben noch war man der glücklichste Mensch auf Erden und im nächsten Moment liegt das ganze Leben in Trümmern vor einem. Das ist zugegebenermaßen keine schöne Vorstellung und vielleicht sogar als Damoklesschwert, das ständig über einem und der Brüchigkeit der eigenen Existenz schwebt, ein Gedanke, den man sonst eher zu vermeiden versucht.

Kritik lesen Trailer ansehen

Loving

Nachdem Jeff Nichols mit "Midnight Special" bei der Berlinale 2016 einen Mainstream-Science-Fiction-Film abgeliefert hat, kehrte er nur wenige Monate später in Cannes mit "Loving" zu seinen Wurzeln zurück und erzählt abermals eine Geschichte zweier "einfacher Leute" wie er es in "Shotgun Stories", "Mud" und "Take Shelter" bereits getan hat. Der Regisseur kommt selbst aus einfachen ländlichen Verhältnissen, und man merkt seinen Filmen an, dass hier wirklich sein Herz schlägt. "Loving" ist genau, was der Titel des Filmes verspricht – liebevoll.

Kritik lesen Trailer ansehen

Blogs



                    
2017 28/05

Cannes 2017 – Videotagebuch #10 mit „Good Time“ und „The Merciless“

Genrekino-Sonderausgabe aus Cannes! Beatrice Behn und Joachim Kurz haben zwei Kriminal-/Noir-Filme gesehen. Wer hat die Nase vorn: der amerikanische Good Time von Ben und Joshua Safdie oder der koreanische The Merciless von Byun Sung-Hyun?  

Mehr lesen

News

DVD & BLURAY

Partner

  • Deutsche Film- und Medienbewertung
  • Arthaus Filme
  • Filmförderung Baden-Württemberg
  • Filmfest München
  • Festival Scope