Wir sind keine Engel

Wir sind keine Engel

Ein anderer klassischer Weihnachtsfilm

Naturgemäß gibt es an Weihnachten eine Menge guter Filme zu sehen, die über manche Ödnis der Programmplanung großzügig hinwegsehen lassen. Des einen Freud, des anderen Leid. Denn wie um Himmels Willen sollen man in dieser Masse an cineastischer Feinkost einen Tipp abgeben? Trotzdem wollen wir natürlich ein der verehrten Leserschaft einen Ratschlag nahe bringen, wohlwissend, dass an Weihnachten andere Dinge als die heimische Glotze im Mittelpunkt stehen. 

Frankreich 1895: Man kann nicht gerade behaupten, dass die Sträflinge Joseph (Humphrey Bogart), Jules (Peter Ustinov) und Albert (Aldo Ray) unschuldig im berüchtigten Straflager auf der französischen Teufelsinsel einsitzen: Joseph ist als Urkundenfälscher ein wahrer Künstler, Jules knackte Geldschränke im Akkord und Albert sorgte für familiäre Harmonie, indem er seinen missliebigen Onkel vorzeitig vor seinen Schöpfer treten ließ. Zur Weihnachtszeit werden die drei Gauner jedoch so sehr vom Heimweh übermannt, dass sie kurzerhand einen Ausbruchsversuch wagen — turbulent, aber mit Erfolg. Bei ihrer Suche nach ordentlicher Kleidung und Geld für ihre Überfahrt zum französischen Festland verschlägt es die Ganoven in das Haus von Felix Ducotel (Leo G. Carroll). Er betreibt mit seiner sympathischen Frau Amelie (Joan Bennett) und seiner reizenden Tochter Isabelle (Gloria Talbott) einen kleinen Kaufmannsladen. Doch Ducotel hat ganz andere Sorgen als drei Ausbrecher, die ihn heimlich bestehlen wollen: Sein Laden steht kurz vor dem Ruin. So kommt es, dass die drei Flüchtigen, anstatt sich zu bereichern, den gutherzigen Ducotels bei der Lösung ihrer Probleme tatkräftig zur Seite stehen — freilich ohne dass der „Herr des Hauses“ etwas von dieser Wohltätigkeit mitbekommen darf, denn immerhin sind Joseph, Jules und Albert „inkognito“ zu Gast im Hause Ducotel. Während Joseph sich daran macht, Ducotels Geschäftsbücher zu „korrigieren“, kümmert sich Albert um den Liebeskummer von Töchterchen Isabelle und Jules „zaubert“ eine Tresortür auf. Auch als Felix Ducotels unangenehmer, habgieriger Vetter André (Basil Rathbone) und sein Neffe Paul (John Baer) eintreffen, um dem armen Mann das Leben schwer zu machen, wissen die drei Sträflinge eine elegante Lösung: Und so kommt die Giftschlange Adolf, das Maskottchen des Trios, erfolgreich zum Einsatz. Mit ihren unorthodoxen Methoden gelingt es den Freunden schließlich, den Ducotels völlig unerwartet ein überaus freudiges und sorgenfreies Weihnachtsfest zu bescheren. Aber auch den Gaunern selbst rührt die besinnliche Stimmung das Herz — und auf einmal wissen sie gar nicht mehr, ob sie ihre abenteuerliche Flucht überhaupt fortsetzen wollen…

Mit Wir sind keine Engel hat Regie-Altmeister Michael Curtiz (Casablanca) eine ebenso spannende wie berührende Gaunerkomödie inszeniert, die zu den wenigen klassischen Weihnachtsfilmen überhaupt gehört, neben Ist das Leben nicht wundervoll? von Frank Capra. Fröhliche Weihnachten!

Wir sind keine Engel

Naturgemäß gibt es an Weihnachten eine Menge guter Filme zu sehen, die über manche Ödnis der Programmplanung großzügig hinwegsehen lassen. Des einen Freud, des anderen Leid.

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Meinungen
Imago · 21.02.2005

Perfekt. Das ist das einzige Wort das für diesen Film gelten kann. Das Tempo, der Wortwitz..einfach klasse. Die Schauspieler sprühen vor Spiellaune. Kult.

Imago · 21.02.2005

Perfekt. Das ist das einzige Wort das für diesen Film gelten kann. Das Tempo, der Wortwitz..einfach klasse. Die Schauspieler sprühen vor Spiellaune. Kult.

Kommentare

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