Bambi 2 – Der Herr der Wälder

Bambi 2 – Der Herr der Wälder

Eine Filmkritik von Michael Spiegel

Ein echtes Kleinod

Im Kino- oder Filmalltag hört man ja immer mal wieder Eltern klagen, es gebe heutzutage nur noch wenig neue Kinder-Zeichentrickfilme, die sowohl für die ganz Kleinen als auch für die Erwachsenen geeignet sind. Filme, in denen Kinder richtig kindisch sein dürfen, die begleitenden Erwachsene dies aber auch ertragen und sich gleichzeitig daran erinnern, dass sie eben auch mal Kinder waren. Filme, in denen Zeit noch langsam vergeht und nicht hektische Schnitte und ein schnelles Tempo diese zu stark bestimmen, die Einzelfiguren liebevoll beschrieben werden und Handzeichnungen noch ein wesentlicher Bestandteil der handwerklichen Arbeit sind. Gerne werden in diesen Momenten dann nostalgisch alte Zeiten beschworen, in denen es Bernard und Bianca, Susi und Strolch oder eben auch Bambi im Kino zu sehen gab - Kinderfilme, die heute irgendwie unzeitgemäß wirken, auf der anderen Seite wohl aber immer noch dringend gewünscht sind.
Um so überraschender, dass nun über 60 Jahre nach den ersten Teil mit Bambi 2 – Der Herr der Wälder die Fortsetzung dieses Klassikers in die deutschen Kinos kommt (während er in den USA interessanterweise nur auf DVD erscheint). Und um so erstaunlicher, dass nicht eintritt, was man möglicherweise vor der Sichtung noch befürchtet hatte: ein „zeitgemäßes“ Bambi, eine Verbeugung vor dem oftmals groben Zeitgeschmack, eine Verballhornung einer der schönsten und romantischsten Figuren in der Geschichte des Zeichentrickfilms. Ganz im Gegenteil: Bambi 2 – Der Herr der Wälder kann auf wunderbare Art und Weise an den ersten Teil anschließen und das Herz berühren.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Bevor Bambi selbst zum Leithirsch heranreift, muss er bei seinem Vater, dem majestätisch-wirkenden Großprinzen des Waldes, in die Schule gehen. Eine nicht gerade einfache Zeit für Bambi: viele Herausforderungen, die die Welt so alltäglich bereithält und ein wenig zugänglicher, oft auch strenger Vater machen ihm das Leben nicht immer leicht. Doch (wie im ersten Teil) kann sich das Rehkitz glücklicherweise auch auf seine Freunde, den Hasen Klopfer und das Stinktier Blume, verlassen, die ihm so einiges beibringen: ganz besonders, wie man es selbst möglich macht, mutig zu sein (und sich damit den Respekt des Vaters zu verschaffen).

Besonders der durchdachte, sehr liebenswürdige Zeichenstil, die sorgfältige Betrachtung vieler Einzelheiten und die Einfachheit der beinahe schon impressionistischen Bilder machen Bambi 2 – Der Herr der Wälder zu einem für die heutige Zeit ungewohnten, vermissten Zeichentrick-Kleinod, dem zwischenzeitlich etwas viel Moral und auch mal purer Kitsch nicht viel anhaben kann. Denn zu schön, zu witzig, zu emotional ist diese Geschichte.

Bambi 2 – Der Herr der Wälder

Im Kino- oder Filmalltag hört man ja immer mal wieder Eltern klagen, es gebe heutzutage nur noch wenig neue Kinder-Zeichentrickfilme, die sowohl für die ganz Kleinen als auch für die Erwachsenen geeignet sind.
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Meinungen
anton · 20.05.2006

Naja...also ich habe bambi 2 gestern geschaut und muss sagen, dass er mich nicht umgehauen hat! Okay, der Film war an sich ganz "niedlich" und gut gemacht nur irgendwie hat der tpsiche "disney-kick" gefehlt. Alles ist so neu und eifach nichtmehr so wie es einmal war. Ansonsten ist der Film in Ordnung und eigentlich zu empfehlen

susi · 20.05.2006

Schöööööööön !!
Einfach süß der Film und nur zu Empfehlen.
Viel Spaß beim Schauen!

bubu · 20.05.2006

Ich fand den Film richtig süß =)
Ich war mit meiner kleinen Tochter dring und sie ist jetzt zum richtigen Bambi-fan gewoden. Klasse...vielleicht nicht unbedingt für leute zu empfehlen , die bambi1 noch nicht kennen aber ansonst ist der film ein absoloutes muss für disney fans und Eltern mit kleineren Kindern !

Kommentare

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