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17 03/05

We don’t need co-education - Die kino-zeit-Kolumne

Als Kind bekommt man ja in Literatur und Film etwas unrealistische Vorstellungen davon vermittelt, was das Leben so bringen wird. Das klassische Beispiel ist die Gefahr durch Treibsand: Früher dachte ich, als Erwachsener müsste ich dieser Bedrohung durchaus öfter gewahr werden, aber mein Alltag heute sieht doch etwas anders aus.


(Bild aus Hanni & Nanni - Mehr als beste Freunde; Copyright: Stephan Rabold / UFA-Fiction / UNIVERSAL)

Was in meinem realen Leben auch nie eine große Rolle spielte: Internate. Trotz Fliegendem Klassenzimmer, Hanni & Nanni und Burg Schreckenstein - in der Realität bin ich noch nie mit Internaten oder Internatsschülern in Berührung gekommen. (Das kann man natürlich ändern: Jens und Sven Scholz haben in ihrem Podcast We know Kung Fu ausführlich erklärt: "Internate sind nur in Büchern lustig".)

Zugegeben - die Geschichten fühlten sich schon in den frühen 1980ern an, als seien sie nicht mehr so ganz aktuell. Dafür gibt es durchaus gute Gründe: Die britischen Originalausgaben von Hanni & Nanni hat Enid Blyton in den 1940er Jahren veröffentlicht, die deutschen Übersetzungen und Fortsetzungen verlegen die Geschichte immerhin in die Nachkriegszeit. Der erste Band von Burg Schreckenstein stammt von 1959 - auch nicht mehr ganz taufrisch.

Dass ausgerechnet diese beiden Reihen in den letzten Jahren als Kinderfilme neu aufgepeppt wurden, kommt also vielleicht etwas überraschend. Es kann jedenfalls nicht allein daran liegen, dass das deutsche Kinderkino, ich lamentiere oft genug darüber, nicht gerade durch seine prickelnde Innovationskraft auffällt. Vermutlich wirken die Titel auf Eltern meiner Generation wie Beruhigungsmittel: Ich mochte die Bücher, da kann mein Kind sich gerne die Filme ansehen.

Ich bin gleichwohl ein wenig irritiert, denn in meinem Hinterkopf nagt sofort die Frage, ob da noch mehr Vorgestern drinsteckt als nur der Umstand, dass die alten Gemäuer von Lindenhof und Schreckenstein nicht wirklich zeitgemäß sind. Zumal beide Filme so tun, als sei die exklusive Welt eines Burginternats ein frei von kapitalistischen Zwängen zugänglicher Ort.

Aber das ist nur eine Facette. Wesentlich auffälliger ist ja, dass in die Welt der Internatsfilme eine Eigenheit wichtig ist, die in der Schulwelt unserer Gegenwart kaum noch eine Rolle spielt: Es gibt hier keine Koedukation. Mädchen und Jungs werden schön brav voneinander getrennt. Deshalb lassen sich die bislang drei Hanni & Nanni-Streifen (ein vierter Film kommt, mit neu besetzten Hauptrollen, Ende Mai in die Kinos) und Burg Schreckenstein auch problemlos in das Subgenre der Mädchen- bzw. Jungenbanden-Filme einordnen.

Die Banden im Film finden dabei primär, wenn nicht fast ausschließlich, über die Konstruktion einer gemeinsamen Identität zusammen, die zwar einerseits - vor allem bei den "Rittern" von Burg Schreckenstein - von der Zugehörigkeit zur Schule geprägt ist, über diese aber andererseits und vor allem an eine Geschlechtsidentität mit spezifischen Eigenschaften gebunden wird. „Geschlecht" wird dabei, ganz dem Mainstream angepasst, immer binär gedacht, also als reines Gegensatzpaar Mädchen - Jungen, und in Abgrenzung vom jeweils Anderen definiert und ausbuchstabiert.

So werden in unterschiedlicher Intensität, Wichtigkeit und Art Geschlechtermythen wiederholt und transportiert - aber auch leicht transformiert. Dabei folgen die Filme zunächst überdeutlich einem Schema, das die Literaturwissenschaftlerin Kerstin Böhm kürzlich in ihrer Promotion Archaisierung und Pinkfizierung anhand der Kinderbuchreihen Die wilden Kerle und Die wilden Hühner (sowie ihrer Medienverbünde inkl. Verfilmungen) gezeigt hat: Bei Mädchen eine "Pinkifizierung", bei Jungs eine "Archaisierung" des Geschlechterbilds.

Man kann das auch etwas anders beschreiben: Bei den Mädchen spielen nicht nur Kleidung in pink und rosa eine Rolle, sondern es wird stark betont, was in Richtung von "mädchenhaftem" Verhalten und Tun geht, Verniedlichungsstrategien inklusive. Bei Jungs hingegen findet ein Rückbezug auf archaische Verhaltensweisen und Werte (Rache, Ehrenkodizes) statt. Das funktioniert natürlich nie glatt und ohne Brüche; es ist jedoch bemerkenswert, wie sehr sich diese Strukturen auch in den Internatsfilmen wiederfinden lassen.


Trailer zu Hanni & Nanni

Der Prozess der zunehmenden "Pinkifizierung" lässt sich vor allem bei den Hanni & Nanni-Filmen sehr schön beobachten. Im ersten Film bleiben die Mädchen noch unter sich, Jungs spielen praktisch keine Rolle. Allein eine Nebenfigur ist schwärmerisch in einen der Teenager aus dem Dorf verliebt - hat aber noch kein Wort mit ihm gewechselt. Die anderen Mädchen merken durchaus an: Er könnte ja auch ein Idiot sein! Als es dann tatsächlich zu einem Kuss und einem ersten kurzen Gespräch kommt, entlarvt der Beau sich tatsächlich mit der Meinung, Hockey - die vorherrschende Sportart im Internat Lindenhof - sei ja wohl nichts für Mädchen.

Damit ist die Zuneigung sofort beendet: Hanni & Nanni ist modern genug, auf solche platten Vorstellungen davon, was für Mädchen schicklich sei und was nicht, nicht hereinzufallen. Denkt man. Nur spielt dann in den beiden weiteren Filmen Hockey auf einmal keine Rolle mehr - im zweiten Film grasen Schafe auf dem Spielfeld, die aus irgendwelchen Gründen da auch nicht wegkönnen (das wird nicht geklärt), im dritten wird Hockey nicht einmal mehr erwähnt.

Stattdessen wird die Welt sukzessive immer mehr in Pink und Rosa gekleidet; in Hanni & Nanni 2 hält an der Hand der Figur Daniela sowohl Schminkkoffer als auch das Konzept des „Zickenkriegs" unter den Mädchen Einzug in Lindenhof. Im dritten Film ist dann in praktisch jeder Szene, die die Schülerinnen in ihren Schlafräumen zeigt, irgendeine damit beschäftigt, sich zu schminken oder die Haare zu bürsten. Diese Entwicklung findet natürlich auch parallel zum Älterwerden der Protagonistinnen statt; für die Inszenierung ist aber relevant, dass Schminken im Alltag der Mädchen enorm viel Raum einnimmt und so als Handlungsweise normalisiert wird - während Körperpflege bei den als Gegenüber inszenierten Jungs keine Rolle spielt. (Dass die Mädchen fast alle blond, alle weiß und schlank sind, muss man es noch erwähnen?)


Trailer zu Hanni & Nanni 2

Und von den Jungs gibt es dann plötzlich doch einige: In Hanni & Nanni 2 bringt Madame Bertoux - die von Katharina Thalbach mit unerträglichem pseudofranzösischen Akzent gespielte Schussellehrerin, die für Französisch, Musik und Theater zuständig ist - ihren "Chou-Chou" für einige Wochen mit an die Schule, also ihren französischen Lieblingsneffen, der genauso pseudofranzösisch akzentuiert erklärt: "Isch 'asse Mähdschen!" In Hanni & Nanni 3 ist es dann eine ganze Schulklasse aus Jungs, die durch eine Verwechslung (wieder ist Madame Bertoux verantwortlich) statt einer Mädchenklasse zum Schulaustausch nach Lindenhof kommt. Zur Trennung der Geschlechter und Schlafräume wird dann mit dem Gerät, das wegen fehlenden Hockey-Trainings offenbar für Sportplatzmarkierungen nicht mehr gebraucht wird, eine weiße Linie quer durch den Hauptsaal gezogen: Jungs rechts, Mädchen links, überschreiten verboten, nein: "Grenzüberschreitungen werden auf das Härteste bestraft!"

Natürlich wird die Grenze dann, vor allem nachts, doch fleißig überschritten. Die Hormone fliegen schließlich tief, aber doch außerordentlich züchtig. Die Hanni & Nanni-Filme zeichnen sich auch nicht so sehr dadurch aus, dass die jungen Protagonist_innen permanent die Geschlechterdifferenz als solche betonen und beschreiben. Jungs sind halt die Anderen; das wird von den Autoritäten gesetzt und betont - und dann wiederholt und auch nicht hinterfragt.

Entscheidender ist, dass sich die Mädchen (und Jungs) brav und aktiv in der heteronormativen Ordnung bewegen. Ein demonstrierter Theaterkuss zwischen Lehrerin und Schülerin führt zu großen Ekelsbekundungen; Schwärmereien gibt es (gefälligst) nur zwischen den Geschlechtern, das aber auf allen Ebenen. Die Mädchen eifersüchteln um einzelne Jungs (welche das ganz gerne und recht passiv hinnehmen). Der lockere britische Lehrer und die stocksteife deutsche Lehrerin werden von den Schüler_innen verkuppelt, weil sie sonst nie zueinander fänden. Und die Zwillinge helfen sogar einem alten Verehrer der Direktorin, der sich heimlich auf dem Dachboden der Schule eingenistet hat, sich aber nicht traut, seine Angebetete direkt anzusprechen.

Ein wenig möchte sich vor allem Hanni & Nanni 3 gerne als Neufassung von gerade Shakespeare'schen Liebesspielen verstehen, aber das ist natürlich reinstes Möchtegern; zumal doch ernsthaft von allen Beteiligten immer wieder das für die Eltern inszenierte Stück Romeo und Julia als Hohelied der Liebe gepriesen wird - und keiner weist auf den Selbstmord am Schluss, die neurotische Übersteigerung romantischer Liebe in diesem Stück hin.


Trailer zu Hanni & Nanni 3

Aber das passt ja: Auch die Erwachsenen dieses Films sind in ihren Liebesbeziehungen allesamt neurotisch, verklemmt oder zeigen Verhalten, das in der realen Welt als übergriffig verstanden würde - all das wird aber so dargestellt, als sei es normal und völlig akzeptabel. Selbst wenn man nicht vergisst, dass Erwachsene allgemein und Eltern speziell im Kinderfilm gerne mal als unfähig und peinlich dargestellt werden: Romantische Liebe wird hier immer nur als heterosexuell vorgestellt, Konflikte und Probleme werden nicht geklärt und gelöst, sondern lösen sich im Wortsinn durch reines Wohlgefallen einfach auf.

Auf Burg Schreckenstein werden die Differenzen zwischen Jungen und Mädchen hingegen schon stärker betont. Die andauernde Bezugnahme aufeinander ist schon in der Geschichte angelegt, liegt doch gleich gegenüber der Burg, am anderen Ende eines kleinen Sees, das Mädcheninternat (Achtung, was für ein Name!) Rosenfels.

Der Film betreibt in seinem ersten Drittel zunächst die Integration des Neuankömmlings Stephan in die Gemeinschaft (dafür hatten die Zwillinge Hanni und Nanni immerhin einen ganzen Film lang Zeit). Da geht es vor allem darum, sich als mutig und (irgendwie vage) jungenhaft zu erweisen - sonst ist man "kein Schreckensteiner", sondern "ein Luschi und ein Weichei." Die Mädchen von gegenüber sind "Hühner", und so werden im ersten Streich, den sich die Internate gegenseitig spielen, erst einmal zahlreiche Hühner in einem Klassenraum der Mädchenschule losgelassen.

Die Differenzmythologie wird von den Jungs, vor allem ihrem Anführer "Dampfwalze", immer wieder beschworen. Die Mädchen sind "eingebildete Schlitzpinkler, die bestraft werden müssen", und: "Sie kommen sich so klug und so schlau vor, dass sie von uns Schreckensteinern nicht angesprochen werden wollen."

Das ist größtenteils Maulheldentum ("die Mädchen sollen doch nicht sehen, dass wir Angst vor ihnen haben!" - "Ich habe keine Angst!"); und man darf Burg Schreckenstein auch zugutehalten, dass diese Beschimpfungen im weiteren Verlauf des Films weitgehend aufgelöst werden. Denn es stellt sich heraus: Die Mädchen sind nicht nur ebenso erfinderisch und erfolgreich bei ihren Streichen, sondern eigentlich sogar richtig nett. Man kommt sich nämlich näher, als nach einem Streich der Schreckensteiner eine Klasse der Rosenfelser in der Jungs-Burg einquartiert werden muss.


Trailer zu Burg Schreckenstein

Aber in Dampfwalzes "klug und schlau" deutet sich auch jene von Kerstin Böhm beschriebene Tendenz zur „Archaisierung" des männlichen Geschlechterbildes an. Immer wieder inszeniert der Film die Mädchen als schlau, überlegt und geplant, die Jungs als handfest, zupackend und rabiat. Hier Theorie, dort Praxis: Die Mädchen können rechnen, die Jungs hingegen einen Flaschenzug bauen. Das Stereotyp - hier modern, dort archaisch - wird bis in die Klassenräume fortgesetzt: Auf Rosenfels ist alles geordnet und jedes Pult ist mit eigenem Computer ausgestattet, in Schreckensteins chaotischen Klassenräumen steht noch eine ganz gewöhnliche Tafel.

Die Jungs von Schreckenstein treffen sich in einer geheimen Kammer, in der im Schrank ein menschliches Skelett lauert, rundum hängen Tierschädel und Folterinstrumente. Ihren Verhaltenskodex von Mut und Ehrlichkeit geben sie sich in Bezugnahme auf die "Ritter" als frühere Bewohner der Burg.

Diese Bezugnahme auf archaische Kriterien spielt allerdings im Film auch keine hervorgehobene Rolle. Viel wirkmächtiger ist hier letztlich das Verhalten der zwei zentralen Erwachsenen: Schreckensteins Direktor mit dem Spitznamen "Rex" und die Schulleiterin von Rosenfels.

Rex wird als Musterbeispiel lässiger, selbstsicherer Männlichkeit inszeniert - noch einigermaßen jung, mit halblangen Haaren und Bart und extrem tolerant den Eskapaden seiner Schüler gegenüber. Als die Jungs sich während eines Frühstücks gegenseitig zu weiteren Streichen gegen Rosenfels anfeuern, dreht er sich um und sagt sogar: "Macht sie fertig!"

Frau Doktor Horn hingegen ist eine ganz andere Nummer: Sophie Rois spielt sie als strenge, völlig verklemmte, ständig ins Hysterische kippende Neurotikerin, die im Streich mit den freigelassenen Hühnern einen "Hinweis auf eine völlig missratene und fehlgeleitete Sexualität" sieht und ihre Autorität auch Rex gegenüber nur durch Verweis auf ihre formelle Bildung aufrechterhalten kann: "Im Gegensatz zu ihnen habe ich promoviert und weiß, wovon ich spreche!"

Das ist der eigentlich perfide und furchtbare Aspekt von Burg Schreckenstein. Die Fokussierung der Schulleiterin auf Wissen und Disziplin hat aus ihr nicht nur eine unweibliche, sondern vor allem unerträgliche Person gemacht. Sympathisch ist stattdessen der lockere Rex, dessen Schule letztlich aber auch nur über den Rückbezug auf archaische Werte funktionieren kann.


Trailer zu Die Girls von St. Trinian

Wirklich gute Kinderfilme sind diese Streifen im übrigen alle nicht - dafür leben sie zu sehr von flachen Klischees, allzu bekannten Gegensätzen und platten Scherzen. Wenn es schon ein Internatsfilm sein muss, möchte man dann vielleicht doch bitte zu Die Girls von St. Trinian greifen. Der ist zwar trotz Rupert Everett als Schuldirektorin (und deren Bruder) sowie Unterricht in Sprengstoff immer noch wesentlich weniger böse und subversiv als die Zeichnungen von Robert Searle, auf denen der Film beruht. Aber trotzdem geht es in diesem Internat locker selbstironisch, unernst und albern zu - besser inszeniert ist das allemal, und Jungs spielen keine wirkliche Rolle.

Man darf das halt nur nicht mit dem echten Leben verwechseln.

(Rochus Wolff)

 

Rochus Wolff sucht in seinem Kinderfilmblog nach dem schönen, guten, wahren Kinderkino; das findet er gelegentlich in der Vergangenheit, aber auch die Gegenwart hält zahllose wunderbare Überraschungen bereit.

Bisherige Kommentare

(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: Bernd Dötzer am: 08.05.17
Neue deutsche Internats- und Kinderfilme, die über Jahre als Filmserie mit den gleichen Darstellern produziert werden, kranken oft an 2 Dingen: 1. Teilweise total überzogene Charaktere der Erwachsenen, die der Realität total entrückt sind. 2. Die Geschichten wachsen nicht - oder "coming-of-agen" - nicht mit ihren Darstellern. Im Laufe der Filme und Jahre reifen sichtlich die jungen Darsteller und werden aber von Film zu Film in nichts anderes als Kinderrollen hineingezwängt. Dabei sollte man sich doch mit den Figuren und Hauptdarstellen identifizieren, um bei der Stange zu bleiben, denn das junge Zielpublikum wächst und reift ja auch. Was gäbe es da Schöneres, als wenn die eigenen Lieblings-Filmhelden und -heldinnen mitwachsen und vom kindlichen hinweg zu den Themen der Jugend und schließlich Erwachsenen eingenommen werden würden. "Hanni & Nanni" dürfen nicht erwachsen werden, scheinen sich die Produzenten zu sagen, wieder ein Neustart mit jüngeren Darstellern, teilweise identischen überzogenen Erwachsenen-Charakteren und gleicher Story. Auch die "Wilden Kerle" wurden abgeschlossen, als das Kindergefängnis, in dem die Darsteller und Geschichten spielten, nicht mehr erträglich waren. "Die wilden Hühner" zeigten dagegen schon eher eine Entwicklung, gut an den Titeln erkennbar. Doch auch sie wurden eingestellt - weil auch da die Darsteller "zu alt" wurden und die Produzenten sich nicht weiter trauten? Jeder Zuschauer, der Gefallen an einer Filmserie findet, altert, und fällt nur aus der Zielgruppe einer Filmserie heraus, wenn man die Darsteller austauscht und die Geschichten wieder auf (Kinder-)Anfang setzt. Das ist so, wie wenn man ein gut laufendes Ladengeschäft mit Stammkundschaft, die sogar ihren Nachwuchs mit zum Einkaufen bringt und somit diesen an den Laden bindet, schließt, nur weil man woanders nocheinmal neu anfangen möchte, um zu sehen, ob es wieder klappt mit dem eigenen Geschäft, ganz von null startend. Irgendwie unlogisch und unkaufmännisch, gerade für ein Geschäft, wie es das Filmgeschäft ist, wo der Kampf um den (Stamm-)Kunden ebenfalls existentiell ist...