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Da sind zwei extrem unterschiedliche junge Männer gleichzeitig auf dem Weg zur selben Frau: Der Rapper und Fahrradkurier Félix (Mathieu Kassovitz), der mit seiner jüdischen Familie in engem Chaos zusammenlebt, jagt auf zwei Rädern in wilder Fahrt durch die Stadt.
Stockholm wird von einer Serie brutalster terroristischer Anschläge erschüttert. Das Ziel der Terroristen ist aber nicht die Destabilisierung der öffentlichen Ordnung, sondern eine musikalische Performance der ganz besonderen Art.
Eigentlich verbindet die beiden Männer, um die es hier geht, mehr miteinander, als man auf den ersten Blick glauben mag – vor allem ist es ihre Profession, die sie eint. Auch wenn sie ungefähr die beiden entgegengesetzten Pole des gleichen Berufsstandes markieren.
Nach dem riesigen Erfolg im europäischen Kino und später auch in den amerikanischen Videotheken, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Highlander-Saga fortgesetzt werden würde. Mit "Highlander II" gelang es dann auch, den besten Teil der insgesamt drei Sequels zu drehen.
Ein früher Kandidat für den Film des Jahres ist James Gunns "Super" geworden. Ein denkwürdiges Drehbuch, eine oscarreife Performance von Hauptdarsteller Rainn Wilson ("The Office", "Der Rocker"), durch die Bank spielfreudige Nebendarsteller und eine bemerkenswerte Konsequenz sorgten beim Rezensenten für 90 Minuten allerbeste Unterhaltung und Tränen der Rührung am Ende.
Das Found Footage-Genre ist noch immer für eine Überraschung gut. Was einst mit "Cannibal Holocaust" eingeleitet und mit "Blair Witch Project" zur Perfektion getrieben wurde, ist auch heute nicht tot zu kriegen. Dem immensen Erfolg solcher Filme wie "Paranormal Activity" oder "Der letzte Exorzismus" sei Dank. "Apollo 18" geht nun einen weiteren Schritt – nämlich den in den Weltraum.
Wenn wir Carmen (Carice von Houten) das erste Mal auf der Leinwand sehen, ist sie eine selbstbewusste, elegante Business-Frau, die auf hohen Absätzen durch eine Amsterdamer Werbeagentur stöckelt. Dort lernt sie den Werber Stijn (Barry Atsma) kennen. Beide verlieben sich auf den ersten Blick. Wenn wir Carmen am Ende des Films verabschieden, ist sie ein mageres, blasses Häufchen Elend, bereit, vom Leben Abschied zu nehmen. Dazwischen liegen 110 Filmminuten Liebe, Leid, Eifersucht, Sex und die bittere Diagnose Brustkrebs.
Dass Liebe durch den Magen geht, ist dem Kino keine wirkliche Neuigkeit; und die verstärkende Rolle von Süßwaren dabei wird auch niemanden verwundern, der sich dem Sujet schon einmal mehr als nur sehr oberflächlich zugewandt hat. Spätestens seit Lasse Hallströms "Chocolat" ist auch Schokolade als fester Bestandteil der romantischen Komödie etabliert.
Der Zweite Weltkrieg ist so vielschichtig und facettenreich – und letzten Endes auch monströs -, dass das Interesse der Filmemacher an diesem Topos nach wie vor ungebrochen zu sein scheint. Während Steven Spielberg in "Gefährten" demnächst ein (Schlacht)Ross auf die Kriegsschauplätze schickt, sind es bei Richard Holms Spielfilm "Operation Polarfuchs" / "Gränsen" vor allem der Handlungsort und eine bislang eher weniger beachtete Episode des Krieges, die aufmerken lassen.
… endete alles und beginnt alles, für John Carpenter und für Kristen. Der Regisseur und seine junge weibliche Hauptfigur sitzen in der gleichen Falle: Die Mächte des Wahnsinns. Letzteres ist auch der deutsche Verleihtitel von "In the Mouth of Madness" des Carpenter Films, dessen Anschauen nicht mit Bedauern über seinen künstlerischen Abstieg einhergeht.
Zweifellos hat der alternde Jazz-Trompeter Nate Poole (Mickey Rourke) bessere Tage erlebt, doch nun hangelt sich der ehemalige Junkie recht trostlos an kleinen Gigs entlang, obwohl er offensichtlich bei Frauen noch recht erfolgreich landen kann.
Guido (Valerio Mastandrea) ist Schriftsteller und wenn er seiner Verlegerin und einer Nominierung für einen der wichtigsten Literaturpreise des Landes glauben darf, befindet er sich auf dem Weg nach oben. Zwar gibt es selbst in seinem Bekannten- und Freundeskreis niemanden, der es bisher geschafft hat, seinen Debütroman zu Ende zu lesen, er sei zu kompliziert, zu tragisch, zu schwer, so heißt es, ohne dass sich jemand groß Gedanken machen darüber machen würde, wie es wohl in einem Mann aussehen muss, der solche Geschichten verfasst.
Die ebenso aparte wie resolute Sekretärin Barbara Becker (Fanny Ardant) arbeitet für den Immobilienmakler Julien Vercel (Jean-Louis Trintignant), der sie eines Tages, als er nach morgendlicher Entenjagd im Büro auftaucht, kurzerhand feuert, nachdem sich seine Frau Marie-Christin (Caroline Sihol) über angebliche Beleidigungen der flotten Mitarbeiterin ihr gegenüber beschwert hat.
Lange Zeit war es still um Haile Gerima geworden, der seit den 1960er Jahren in den USA lebt und arbeitet. Zwar gilt er als einer der produktivsten Regisseure äthiopischer Herkunft (was durchaus an seinem Wohnort USA liegen dürfte, wo die Arbeitsbedingungen für ihn ungleich besser sind als in seiner zerrütteten und bitter armen Heimat), doch seit dem Jahre 1999 hat man von kaum mehr etwas gehört und erst recht nichts gesehen.
Sie sind – zumindest hat es den Anschein – Brüder und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Was daran liegt, dass Zack und Darren in Wirklichkeit nur Stiefbrüder sind und sie außer der Partnerwahl ihrer Eltern nichts vereint.
Peter Luisis Film "Ein Sommersandtraum", der im Schweizer Original noch "Der Sandmann" hieß, zählte im zurückliegenden Jahr zweifelsohne zu den großen Überraschungen im Komödienfach.
Hier darf nicht nur, hier soll sogar gelacht werden, und das möglichst ausgiebig und häufig, wenn hinlänglich Bekanntes mit ebensolchen Darstellern satirisch bis albern verfremdet wird.
Ein lautes und vernehmliches Plopp ist das erste, was man hier hört. Doch es ist nicht eine Weinflasche, die entkorkt wird, sondern der Allerwerteste eines submissiven Parteibonzen. Der lässt sich gerade in einem Keller von einer Domina den Dildo herausziehen.
Frankreich im späten 19 Jahrhundert: Als der mildtätige und philanthropische Dorfarzt Dr. Hughes (Bernard Rouquette) den abgerissenen Herumtreiber Timothée Castellan (Nahuel Pérez Biscayart) bei sich aufnimmt, ahnt er nicht, was ihm und seiner Tochter Joséphine (Isild Le Besco) in Folge der Begegnung widerfahren wird.
"Voices from the DIY Underground", so lautet der Untertitel von Julia Ostertags und Francesca Araiza Andrades Dokumentarfilm "Noise and Resistance". Das Kürzel "DIY" steht für "Do it yourself" und das hat in diesem Fall nichts mit Heimwerkern und Baumärkten zu tun, sondern mit einer Lebenspraxis und -haltung, die sich mit der Punk-Bewegung seit den späten 1970er Jahren als Gegenmodell zu den vorherrschenden Gesellschafts- und Wirtschaftsformen etabliert hat.




