DVD

Nacktbaden - Manche bräunen, andere brennen (Blu-ray)

Wenn der reisende Fremde auf seiner Überfahrt zu einer Insel durch die Frontscheibe des Fährschiffs blickt, spiegelt sich das unbekannte Eiland als eine Welt im Kleinen in seinem Gesicht. Das Wetter ist grau und nebelverhangen und eine sanfte Tristesse liegt in den Wintermonaten über der griechischen Ferieninsel mit ihren weißen Häuschen, die unbewohnt scheinen.

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Swiss Army Man (DVD)

Das Langfilmdebüt des Drehbuch- und Regie-Duos Daniels (alias Daniel Scheinert und Dan Kwan) beginnt mit einem Suizidversuch: Hank (Paul Dano) ist unter zunächst nicht näher beleuchteten Umständen auf einer winzigen Insel gestrandet und kann die Einsamkeit nicht länger ertragen. Als er seinem Dasein gerade mit einem Strick ein Ende bereiten will, sieht er, wie ein junger Mann (Daniel Radcliffe) angespült wird. Doch die Hoffnung, endlich einen Schicksalsgefährten gefunden zu haben, erstirbt rasch: der Mann ist bereits tot.

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The Salvation Hunters

Josef von Sternbergs Regie-Debüt aus dem Jahr 1925 galt als avantgardistisch und für die damaligen Zeitgenossen schwer fassbare Kost. Sie hatten so etwas noch nie gesehen, aber die Filmkritiker (jedenfalls ein Teil von ihnen) bejubelten den damaligen "No Name" von Sternberg und nannten den Film ein "visuelles Gedicht".

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Acht Stunden sind kein Tag (Blu-ray)

Die Floskel "Acht Stunden sind kein Tag" ist längst in die Alltagssprache eingegangen, die deutsche Band "Jetzt!" widmete Fassbinders legendärem TV-Experiment im WDR (1972/73) in den 1980er Jahren einen ganzen Song – und der Berliner Theaterzampano René Pollesch zitiert bereits seit Jahren in vielen seiner Inszenierungen fleißig aus den Dialogen dieser lange, lange Zeit verschollenen Mini-Serie.

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The Turn - Verschollen im Südpazifik

"Spannendes Survivaldrama mit großen Kinobildern". Dieses Versprechen – abgegeben von der Fachzeitschrift "Blickpunkt:Film" – prangt auf dem Cover der DVD-Veröffentlichung "The Turn – Verschollen im Südpazifik", erscheint nach der Sichtung aber wie ein schlechter Witz. Statt Nervenkitzel dominiert gähnende Langeweile.

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Train to Busan (DVD)

Mit seinem ersten Live-Action-Film "Train to Busan" liefert Yeon Sang-ho ("King of Pigs") einen Genrefilm ab, der auf den ersten Blick nur ein weiterer Zombiefilm zu sein scheint. Und da dieses Genre seit Jahren bis auf Mark und Bein ausgelutscht wurde, erscheint diese Entscheidung überaus redundant. Doch man sollte Yeon Sang-ho nicht unterschätzen.

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Findet Dorie (DVD)

13 Jahre nach der Odyssee durch den Ozean, auf der ein kleiner Clownfisch namens Nemo gefunden werden musste, kommt nun der Nachfolger "Findet Dorie" ins Kino. Und dieser Film ist wahrlich eine Rettungsaktion im mehrfachen Sinne. Nicht nur Dorie muss gerettet werden, sondern der Film zählt zu den wenigen Ausnahmen, die als Sequel Erfolg haben und somit eine ganze Maschinerie der Blockbuster-Lieferanten, die sich auf Prequels, Sequels und andere Ableger spezialisiert hat, am Leben erhalten.

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Into the Forest

Im Film passiert die apokalyptische Katastrophe, die die Welt verändert, fast immer mit einem lauten Knall: Sie legt rauchend und explosiv alles in Schutt und Asche. Nicht jedoch in "Into the Forest". Schon die ersten Bilder von Patricia Rozemas erstaunlicher Adaption von Jean Heglands Roman sind sanft und einfühlsam. Sie zeigen nebelverhangene bewaldete Hügel, von denen sich langsam eine tanzende Frau abhebt. Aus dem Off erklingt dazu Cat Powers eindringliche Version von "Wild is the Wind".

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The Infiltrator (DVD)

Mitte der 1980er Jahre in Florida. Das Kokain rieselt ununterbrochen, aber auch das damit verdiente Geld muss gewaschen werden. Also kommt U.S. Customs Special Agent Robert Mazur (Bryan Cranston) auf die bekannte Drogenthriller-Idee, nicht nach den Drogen zu suchen, die sowieso innerhalb kurzer Zeit ersetzt werden, sondern dem Geld zu folgen.

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Fifty Shades of Black - Gefährliche Hiebe (Blu-ray)

Die Erotikroman-Trilogie "Shades of Grey" von E. L. James alias Erika Mitchell war schon oft Gegenstand von Parodien; mal wurde die Geschichte auf witzig-clevere Weise verspottet (etwa in der vierminütigen "Funny-or-Die"-Produktion "Fifty Shades of Blue" mit Selena Gomez), mal auf recht plumpe Art (so zum Beispiel im fünften Teil der "Scary-Movie"-Reihe).

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Der Teufel und die zehn Gebote (Remastered Edition)

Der alte Jérôme Chambard (Michel Simon) verdingt sich als eine Art Hausmeister in einem Nonnenkloster und entflieht damit dem Haushalt seines Sohnes, wo es offensichtlich dauernd zu erheblichen Streitereien mit der Familie kam. So hilfreich er auch im Konvent, wie er selbst gern erwähnt, als "gute Fee" bei den alltäglichen Verrichtungen und bei notwendigen Reperaturen im Einsatz ist, so lassen seine derben Umgangsformen doch zu wünschen übrig.

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Don Verdean

Seit das Ehepaar Jared und Jerusha Hess 2004 mit "Napoleon Dynamite" einen Überraschungserfolg landete, hat es dem Kino manch schrägen Vogel beschert. Der biblische Archäologe Don Verdean (Sam Rockwell) ist einer davon und darf in der gleichnamigen Komödie nun immerhin auf DVD dem Heiligen Gral hinterherjagen.

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Krieg & Frieden (2016)

Im vergangenen Jahr erstmals als sechsteilige Mini-Serie auf BBC One ausgestrahlt, erscheint die neueste Verfilmung des Roman-Klassikers "Krieg und Frieden" von Leo Tolstoi nun hierzulande auf DVD. Arrangiert auf drei Discs mit Bonusmaterial zur Entstehung des opulenten Dramas, bieten Regisseur Tom Harper, Drehbuchautor Andrew Davis und ein umfangreiches Ensemble ihre Version des berühmten historischen Stoffes dar.

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Hungerjahre – in einem reichen Land

"Ich war schon dreißig Jahre alt, da merkte ich, dass die Vergangenheit mich nicht frei gibt. Ich lebte mit einem versteinerten Herzen, das immer noch dreizehn Jahre alt war, und ich zwang mich, mich zu erinnern." Diese lange verschütteten Erinnerungen der Filmemacherin Jutta Brückner, angekündigt durch eine unsichtbare Ich-Erzählerin zu Beginn des Films, visualisieren sich so drastisch wie sprachgewaltig in ihrem stark autobiographisch geprägten Drama "Hungerjahre – in einem reichen Land".

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Operation Anthropoid

Manche Geschichten über den Zweiten Weltkrieg sind so gut, dass das Kino immer wieder auf sie zurückgreift. Sean Ellis' "Operation Anthropoid" mit Jamie Dornan und Cillian Murphy in den Hauptrollen erzählt nicht zum ersten Mal von der Ermordung Reinhard Heydrichs, dafür aber mit bislang ungekannter historischer Genauigkeit.

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Buffalo '66

Als dieser so überspannt wie verloren wirkende Billy Brown (Vincent Gallo, als Kind: John Sansone) aus dem Gefängnis entlassen wird, beschäftigt ihn zunächst einmal ein gleichermaßen banales wie existenzielles Bedürfnis, das sich zu einem drängenden Problem auswächst: Er muss ganz dringend pinkeln, und Billy ist eben keiner jener Typen, die das schlichtweg mal rasch irgendwo am Rande erledigen, so dass er sogar in Betracht zieht, zu diesem Zwecke zurück in den Knast zu wandern.

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Der Landarzt von Chaussy (DVD)

Ein Tumor im linken Schädellappen zwingt den Allgemeinmediziner Jean-Pierre Werner (François Cluzet), sich eine Aushilfe für seine Praxis zu suchen. Nathalie Delezia (Marianne Denicourt) muss sich in Thomas Liltis Provinzkomödie "Der Landarzt von Chaussy" fortan mit den Gepflogenheiten des Landlebens vertraut machen und viel Vertrauen erarbeiten.

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Liebe zwischen den Meeren

Derek Cianfrance scheint ein ganz besonderes Talent dafür zu haben, Emotionen sowie intimste Verhältnisse so pur und real auf der Leinwand zeigen zu können wie kein anderer Regisseur. Mit seinem innovativen Beziehungsdrama "Blue Valentine", das vom Scheitern einer Ehe handelt, oder der bewegenden Vater-Sohn-Geschichte "The Place Beyond The Pines" hat er bereits bewiesen, dass er sensible Themen in ausdrucksstarke und bewegende Bilder wiedergeben kann.

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Sie nannten ihn Jeeg Robot

Wer vom Bombast kostümierter Capeträger die Nase voll hat, aber nicht völlig auf sie verzichten möchte, sollte auf Adaptionen unbekannterer Comics oder gleich auf Filme ohne Vorlage setzen. Gabriele Mainettis Debütfilm "Sie nannten ihn Jeeg Robot" ist solch ein Originalstoff und der bislang beste, weil skurril-charmanteste Superheldenfilm der letzten Zeit.

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Dressed to Kill (Mediabook)

Dass der US-amerikanische Regisseur Brian De Palma ein großer Fan des "Master of Suspense" Alfred Hitchcock ist und sich mit einigen seiner Filme thematisch wie stilistisch in die Nachfolge dieser unerreichbaren Legende begeben hat, davon zeugt deutlich sein Thriller "Dressed to Kill" von 1980, der spannende, erotisch aufgeladene Unterhaltung vor dem Hintergrund mörderisch psychologischer Verwicklungen bietet.

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