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Als der James-Bond Erfinder Ian Fleming einstmals einen Heiratsantrag erhielt und diesen auch annahm, ersann der berüchtigte Schürzenjäger quasi als Ausgleich für die nun entgangenen Freuden außer- order vorehelicher Abenteuer seinen Doppelnull-Agenten mit der Lizenz zum Töten und Flachlegen. Man muss nun wahrlich kein gewiefter Psychologe sein, um darin einen Akt der Kompensation zu erkennen.
Strahlend bunte Farben, romantisch-fröhlicher Sprechgesang und ein blutjunges, rührend verliebtes Pärchen bilden den Auftakt des stilisierten Szenarios von "Die Regenschirme von Cherbourg", dem seinerzeit überaus erfolgreichen Musical-Film des französischen Filmemachers Jacques Demy aus dem Jahre 1964.
Die Filme von Kevin Smith sind Geschmackssache. Ist das Independent-Debüt des Nerd-Gurus "Clerks" noch heute einer DER Kultfilme der Indiszene, war alles danach eine Berg- und Talfahrt. "Mallrats", "Chasing Amy", "Jay und Silent Bob schlagen zurück" waren zwar erfolgreich, doch der richtige Knüller blieb aus. Erst "Dogma" von 1999 konnte ein größeres Publikum erreichen.
Das Böse, das sich im unschuldigen Kind einnistet, fasziniert Filmemacher schon seit jeher. Seien es nun Klassiker wie "Der Exorzist", "Rosemary's Baby" oder natürlich "Das Omen". In der jüngsten Zeit waren es vor allem Filme wie "The Children", "The Orphan" oder "Das Waisenhaus", die die Mär vom Grauen im unscheinbaren Gewand verbreiten.
Der klassische Revenge-Thriller erlebt immer wieder eine Auferstehung, ist nicht tot zukriegen. Seien es die immer gerne gesehenen 1970er Jahre Filme der Marke "Ein Mann sieht rot", die Actioner wie "Punisher" und "Extreme Rage" oder die Filme neueren Datums "Auftrag Rache", "Death Sentence" oder "96 Hours" – der Markt ist da und solange die Qualität stimmt, kann der Nachschub gerne kommen.
Der Slogan "Jute statt Plastik" geht nunmehr ins dreißigste Jahr, aber genutzt hat er offensichtlich nichts. Dies zeigt Werner Boote in seinem Dokumentarfilm akribisch auf, und noch viel mehr, denn nicht nur, dass sich herkömmliches Plastik erst nach einigen hundert Jahren abbaut, sondern es bringt auch verheerende gesundheitliche Folgen mit sich: Krebs, Allergien und Unfruchtbarkeit können dadurch hervorgerufen werden.
Der Wunsch, einmal in die Rolle des anderen Geschlechts hineinzuschlüpfen, ist wohl so alt wie die Menschheit und wurde schon vielfach in Komödien verfilmt. Nun nimmt sich auch Pascale Pouzadoux dieser Thematik an und hat mit Sophie Marceau und Dany Boon in den Hauptrollen auch zwei Kassenmagneten gefunden. Aber versprechen internationale Stars auch gleichzeitig eine gute Komödie?
Mal als distanzierte Beobachter hoch über der Stadt, dann wieder mitten im alltäglichen Geschehen dicht bei den Menschen sind sie in Gestalt zweier Männer in langen Mänteln unterwegs im urbanen Raum Berlins: Die beiden Engel Damiel (Bruno Ganz) und Cassiel (Otto Sander), meistens nur für Kinderaugen sichtbar, die als stille Begleiter der Menschen auf irdischem Territorium vagabundieren, hier einen Sterbenden oder eine Schwangere in den Armen halten und dort vergeblich einem Lebensmüden bei seinem einsamen, verzweifeltem Monolog lauschen.
Es gibt Kombinationen, auf die muss man erst einmal kommen: Aus dem Jahr 1982 stammt die Musicalvorlage zum neuen Film von Rob Marshall ("Chicago", "Die Geisha"), der eine Hommage an das italienische Kino der 1960er Jahre, an Federico Fellini vor allem aber an dessen Meisterwerk "8½" sein will.
Der titelgebende Boxhagener Platz befindet sich heute in einem Berliner Szeneviertel, er ist umringt von Kneipen, Cafés und schicken Läden mit Babykleidung. Zu der Zeit, in der Torsten Schulz seinen gleichnamigen Roman angesetzt hat, sah er noch ganz anders aus.
Die Radikalität steht ihr ins Gesicht geschrieben: Die junge Holländerin Anne will alle Bindungen hinter sich lassen, absolut einsam sein. Nicht einmal nach ihrem Namen lässt sie sich fragen in Urszula Antoniaks eindringlichem Spielfilmdebüt.
Filme über die Liebe gibt es zuhauf, Musikfilme ebenfalls. Musikfilme über die Liebe sind da schon seltener, wenn man die zahllosen Musicals außer Acht lässt, bei denen Liebende im Mittelpunkt stehen. "Universalove" ist beides, ein Musik- und ein Liebesfilm. Denn den sechs Episoden aus verschiedenen Ländern liegt ein eigens zum Film komponierter Soundtrack der österreichischen Band "Naked Lunch" zugrunde.
Während Mick Jagger (Greta/George) als Diva ausstaffiert auf einer Schaukel das melancholische Liedchen "Streets of Berlin" intoniert, verlustieren sich einige der überwiegend männlichen Gäste einer Berliner Szene-Bar mit schamlos-exaltiertem, offensichtlich vergnüglichem Gefummel und Geknutsche.
Bereits vor Beginn der Dreharbeiten im Jahre 1964 galt er als zu erwartende, spektakuläre Innovation innerhalb der Filmwelten: Der Spielfilm "L’Enfer" / "Die Hölle" des französischen Regisseurs Henri-Georges Clouzot, der letztlich nicht vollendet wurde.
Knapp zwanzig Werke hat der französische Filmemacher Henri-Georges Clouzot (1907-1977) zeit seines Lebens als Regisseur realisiert, und er gilt zu Recht als akribischer, außerordentlich kreativer Meister der innovativen Filmkunst.
Im hohen Alter kann man dem nahen Lebensende mit selbstironischer Überlegenheit gegenübertreten oder ganz im Gegenteil: die eigene Endlichkeit krampfhaft in den Mittelpunkt der letzten Existenzperiode stellen. Der Held aus Woody Allens neustem Film "Whatever Works" ist ein Wesen, das aus beiden Schichten besteht - ein sympathischer Stadtneurotiker, der zwischen Sarkasmus, Zynismus und Todesangst pendelt.
Wenn's nicht läuft, läuft es einfach nicht. Wer selbst schon einmal eine Pechsträhne hatte, weiß selbst genau, dass sich manchmal ein Unglück gerne zum vorigen gesellt. Und genau das widerfährt dem Hamburger Kneipier Zinos (Adam Bousdoukos). Seine Kneipe "Soul Kitchen" im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg läuft mehr schlecht als recht, seine Freundin Nadine (Pheline Roggan) befindet sich auf dem Absprung nach China, um dort als Auslandskorrespondentin zu arbeiten und dann ereilt ihn zu allem Unglück auch noch ein äußerst schmerzhafter Bandscheibenvorfall, der ihn beinahe bewegungsunfähig macht.
Es kommt nicht oft vor, aber manchmal stehen auch US-Kassenschlager für Qualitätskino: So glaubwürdig, so schonungslos und gleichzeitig so optimistisch ist schon lange kein Sozialdrama mehr geraten. Der insgesamt für sechs Oscars nominierte Film von Lee Daniels berührt und erschüttert, er führt in dunkelste Abgründe. Aber er erkundet zugleich den Weg ans Licht.
Als die junge, aparte Britin Olivia (Greta Scacchi) ihrem frisch angetrauten Gatten Douglas (Christopher Cazenove) in den 1920er Jahren nach Indien folgt, wo dieser als Kolonialbeamter des British Empire im Einsatz ist, verändert sich ihr Leben schlagartig.










