DVD

Opfergang (Mediabook)

Eine Postkarten-Idylle eröffnet diesen Film von Veit Harlan, die fast wie eine Selbstversicherung wirkt: Wir sehen Stadtansichten von Hamburg, die beinahe schon verträumt wirken, eine große Stadt mit Hafen, unberührt, unzerstört, intakt. Es ist - wie fast alles in "Opfergang" - eine Illusion, ein Trugbild, eine Täuschung.

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Verlieb dich nicht in mich

Zuletzt ist das spanische Kino hierzulande wieder mit seinen Autorenfilmern aufgefallen: Im Sommer kamen mit "Julieta", "Ma Ma" und "El Olivo - Der Olivenbaum" die neuen Filme von Pedro Almodóvar, Julio Medem und Icíar Bollaín in die deutschen Kinos. Kleinere spanische Produktionen sieht man in Deutschland dagegen eher selten, was schade ist, denn das spanische Kino hat einiges mehr zu bieten als immer dieselben Namen.

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Ma Folie - Deine Liebe tötet mich (DVD)

Ein leichtfüßiger Beginn wie in einem französischen Liebesfilm, ein Ende wie in einem Paranoiathriller. Die Haneke-Schülerin Andrina Mračnikar legt mit ihrem Spielfilmdebüt "Ma Folie" einen stillen Genrezwitter vor, der auch lange nach dem Kinobesuch noch im Gedächtnis bleibt.

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Fucking Berlin

"Berlin ist wie ein Rhythmus", sagt Sonja zu Beginn des Films "Fucking Berlin", der diese Einschätzung auch gleich mit Bildern belegt: Junge Menschen tanzen in einem leicht angeranzten Club, an der Bar sitzt Sonja (Svenja Jung), wechselt ein paar Blicke mit Barkeeper Milan (Christoph Letkowski) und wacht am nächsten Morgen in seinem Bett auf.

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Unter dem Sand - Das Versprechen der Freiheit (DVD)

Dänemark 1945. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, nach fünf Jahren werden die verhassten deutschen Besatzer aus dem Land gejagt. Sergeant Rasmussen (Roland Møller) macht aus seiner Abscheu ihnen gegenüber keinen Hehl. Als er sieht, dass ein abmarschierender deutscher Soldat die dänische Flagge in der Hand hält, brüllt er ihn an und schlägt ihn zusammen.

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Die Auswanderer (Miniserie 1)

Auf Grund ihrer festgefahrenen, unzumutbaren persönlichen und sozialen Daseinsbedingungen nimmt eine kleine Gruppe von Schweden gegen Mitte des 19. Jahrhunderts das Wagnis auf sich, ins ferne, unbekannte Amerika auszuwandern. Diese Geschichte nach einem Roman von Vilhelm Moberg, 1971 vom schwedischen Filmemacher Jan Troell inszeniert und unter den Titeln "Emigranten" und "Die Auswanderer" vor rund vierzig Jahren in den deutschen Kinos sowie später auch als Miniserie im TV zu sehen, ist nun in einer limitierten Auflage von 2.000 Exemplaren auf DVD erschienen.

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Herbert (DVD)

Herbert (Peter Kurth) war einmal der Stolz von Leipzig. Meisterboxer, beinahe bei Olympia. Aber nur beinahe. Immerhin: Diese Vergangenheit prägt, ein Leben lang. Jetzt trainiert er einen jungen Boxer. Macht Security. Treibt auch sehr rüde für einen Kredithai Schulden ein – die Grenze zwischen legal und illegal ist nicht so relevant für ihn.

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Ein ganzes halbes Jahr (DVD)

Mit über zwei Millionen verkauften Büchern allein in Deutschland ist Jojo Moyes Roman "Ein ganzes halbes Jahr" ein waschechter Bestseller. Ähnlich wie bei "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gibt es eine überwiegend weibliche Fangemeinde, die die Verfilmung nicht erwarten kann. Und wie bei John Greens Jugendbuchverfilmung ist "Ein ganzes halbes Jahr" ein Tearjerker, eine absolute Schnulze mit Taschentuchgarantie. Eine Liebesgeschichte ohne Happy End.

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Nur Fliegen ist schöner (DVD)

Aus Frankreich kommen seit einigen Jahren vor allem Wohlfühl-Komödien zu uns. "Nur Fliegen ist schöner" folgt dem üblichen Strickmuster, macht aber aufgrund eines sehr sympathischen Hauptdarstellers wirklich großen Spaß und beweist, dass der Mensch nun einmal ein Gewohnheitstier ist. Auf den zweiten Blick findet man zudem in einigen schönen Metaphern auch einen nachdenklicheren Zugang.

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No Land's Song (DVD)

Die besten Kino-Erlebnisse sind oft diejenigen, wenn ein Film einen völlig unerwartet packt. "No Land's Song" ist so ein Film. Genauer gesagt ein Dokumentarfilm, noch dazu einer, dessen Thema auf den ersten Blick überhaupt nicht nach großem Kino klingt: Eine Komponistin und Sängerin in Teheran will ein Konzert mit Frauen als Solo-Sängerinnen auf die Bühne bringen.

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Best of Jean-Luc Godard

"Ich schaue mir beim Filmen zu – und man hört mich denken. (...) Man kann alles in einem Film unterbringen. Wenn man mich fragt, weshalb ich sprechen lasse vom Vietnam, von Jacques Anquetil, von einer Frau, die ihren Mann betrügt, verweise ich den, der mich fragt, auf seine alltägliche Umgebung. Da gibt es das alles. Und alles existiert da nebeneinander." (Jean-Luc Godard / 1967)

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The Pervert's Guide to Ideology

Er ist ein engagierter, wuchtiger und wortgewaltiger Kulturkritiker der unkonventionellen Art, und wenn Slavoj Žižek seine widerborstigen, provokanten Gedankenströme auf filmischem Territorium entwickelt, dann ist Spannendes wie Kurioses zu erwarten. Nach "The Pervert’s Guide to Cinema" von 2006 erscheint nun mit "The Pervert’s Guide to Ideology" (2012) eine Fortsetzung drastischer Žižek-Betrachtungen über philosophisch-psychologische Hintergründe populärer Filme hierzulande auf DVD, diesmal mit dem Fokus auf ideologischen Aspekten.

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Eye in the Sky (2015)

Töten per Knopfdruck, während man in Sicherheit vor einem Monitor sitzt. Seit Einführung der Drohnentechnik erinnern reale Kriegsschläge zunehmend an Aktionen aus einem Computerspiel. Bloß, dass am Ende tatsächlich Menschen sterben. Nicht selten unschuldige Zivilisten, die einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort sind.

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Die Poesie des Unendlichen (DVD)

Manche Namen der Weltgeschichte kennt jeder, viele andere sind der Vergessenheit anheimgefallen – zumindest größtenteils. In ihrem jeweiligen Feld sind diese Namen aber Titanen. Männer wie Srinivasa Ramanujan, der sich Mathematik selbst beibrachte, aber ein solches Genie in seinem Bereich war, dass manche gar meinen, er wäre einer der wenigen Menschen gewesen, die in der Lage waren, die Struktur des Seins selbst zu entziffern.

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Triple 9 (DVD)

Es ist ein klassischer Beginn: In einer regnerischen Nacht sitzen Männer in einem Auto und sprechen über einen geplanten Coup. Sie haben vor, eine Bank in Atlanta zu überfallen. Der Clou: Sie sind keine gewöhnlichen Gauner, sondern eine Bande korrupter Cops und ehemaliger Elitesoldaten. Doch eine altbekannte Genre-Regel besagt, dass im Zweifelsfall die Gier jeden Banküberfall ruiniert – und sie bewahrheitet sich auch in John Hillcoats "Triple 9".

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Kingsglaive: Final Fantasy XV

Viele Computerspiele können erzählerisch längst mit Filmen mithalten. Spektakuläre Bilder für eine Adaption liefern die meisten gleich mit. Dennoch misslingt der Transfer ins andere Medium regelmäßig. Auch die epische Saga "Final Fantasy" scheitert mit ihrem dritten Versuch" Kingsglaive: Final Fantasy XV" erneut.

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A Bigger Splash (DVD)

Es könnte alles so schön sein. Endlich Urlaub auf einer kleinen italienischen Insel vor Lampedusa, endlich keine Auftritte und keinen Stress mehr, endlich clean und nicht im Drogenrausch: Rockstar Marianne (Tilda Swinton) und ihr Freund, der Dokumentarfilmer Paul (Matthias Schoenaerts), wollen nur ihre Ruhe haben. Marianne muss sich ohnehin schonen; die Tour hat ihre Stimme kaputt gemacht, sie darf auf keinen Fall sprechen, sonst ist ihre Karriere vorüber.

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Trash Detective (DVD)

Mit "Trash Detective" ist es so eine Sache. Der Film ist eigentlich nicht gut. Aber irgendwie doch cool. Denn er fühlt sich so an, als habe Regisseur Maximilian Buck einfach mal gemacht. Und das ist nicht das Schlechteste, was man bei seinem Filmakademieabschluss- und Langfilmdebüt machen kann: Hingehen. Drehen. Sehen, was rauskommt.

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Mustang (DVD)

Es ist der letzte Schultag vor den Sommerferien. Freundinnen und Lehrerinnen werden verabschiedet, dann beschließen die fünf Schwestern Sonay (Ilayda Akdoğan), Selma (Tuğba Sunguroğlu), Nur (Doğa Zeynep Doğuşlu), Ece (Elit Işcan) und Lale (Günes Sensoy) zu Fuß am Strand nach Hause zu laufen. Ihre Schulkameraden begleiten sie, sie ärgern einander, irgendwann liefern sie sich eine Wasserschlacht. Das ist ein eigentlich harmloser Spaß, aber zu Hause werden die Mädchen von ihrer erbosten Großmutter (Nihal Koldaş) erwartet.

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Tag

Jegliche Erwartungshaltung gegenüber einem Sono-Film wird von vornherein enttäuscht. Selbstverständlich gilt das auch für seinen Film "Tag".

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