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South

Meinungen
14

3 Sterne aus 35 Bewertungen

Kinostart: 11.11.2010
FSK: Keine Angabe
Genre: Drama, Thriller
Tags: Südamerika, Fotografie, Tagebuch, Raubüberfall, Orangenplantage

Geschichte einer schweren Geburt mit glücklichem Ausgang

Bruce (Matthew Mark Meyer) ist auf der Flucht. Nach einem missglückten Bankraub wird er gnadenlos vom FBI gejagt. Verletzt und verwirrt von den eigenen Erinnerungslücken, die es ihm schwer machen zu begreifen, wer er wirklich ist, träumt er davon, seine Verfolger abzuschütteln und irgendwo anders noch einmal neu anzufangen. Begleitet wird er von dem mysteriösen Tagebuch einer Frau namens Maria, das ihn eines Tages mit der Post erreichte. In ihm findet er schließlich den Schlüssel zu dem Rätsel seiner Identität. Verknüpft mit diesem Hauptplot entfalten sich noch zwei weitere Geschichten – zum einen eben jene von Maria (Jimena Hoyos) und zum anderen die des Klavierhändlers Mr. Davis (Sal Giorno) und seiner Aushilfe Dana (Claudia Vick), deren Wege sich schließlich mit jenen von Bruce kreuzen.

Ein österreichischer Film noir, der beinahe ausschließlich in Schwarzweiß gehalten ist, in dem nur englisch gesprochen wird und in dem man sogar noch die Twin Towers des New Yorker World Trade Centers sehen kann – South ist bereits auf den ersten Blick ein durch und durch ungewöhnlicher Film, dessen mysteriöser Atmosphäre man sich nur schwer entziehen kann. Und man ahnt schnell, dass man (im Film wie auch im Bezug auf seine Herkunft und Entstehung) ganz genau hinschauen muss, um ein deutliches Bild zu bekommen, was man da eigentlich zu sehen bekommen hat.

Beschäftigt man sich mit der Entstehungsgeschichte von South, entdeckt man Hintergründe, die beinahe genauso ungewöhnlich sind wie der Film selbst. 12 Jahre lang haben die beiden Filmemacher Gerhard Fillei und Joachim Krenn an ihrem Werk gearbeitet, haben sich ohne jegliches Backing durch Investoren oder Förderanstalten und nach langen, teilweise sehr schmerzhaften Querelen und Kämpfen immer wieder aufgerappelt und weitergekämpft. Zwischendrin hatten sie nicht einmal mehr die Rechte an ihrem eigenen Film. Die damalige Produktionsfirma verlangte den Verkauf der Rechte, von nun an solle ein anderer Regisseur weitermachen. Doch es kam anders – vier Jahre später, nachdem das Projekt keinerlei Fortschritte gemacht hatte, bot sich die Gelegenheit, die Rechte wieder zurückzukaufen. Allerdings zum doppelten Preis, den sie zuvor bekommen hatten. Sieben Jahre sollte es nun dauern, bis sie sich endlich wieder den Zugriff auf ihr Werk sichern konnten. Und auch danach ging es nur zäh voran, musste immer wieder mühsam Geld zusammengespart werden, bis man wieder eine Szene drehen konnte, mussten Schauspieler an den Look der lange zurückliegenden, bereits bestehenden Aufnahmen angepasst werden.

Immer am Rande des Scheiterns und des persönlichen Ruins balancierend haben sie an ihrem Traum festgehalten und ihn schließlich doch noch zu einem glücklichen Abschluss gebracht. Teilweise liegen zwischen den Szenen, aus denen der Film besteht, zehn Jahre, was man aber kaum merkt. Sicherlich kann man dem Film manches vorwerfen – seine Stilverliebtheit kann die Konfusion der Geschichte und die manchmal sehr leblose Charakterzeichnung der Figuren nicht immer vor dem Abdriften ins Beliebige retten. Dennoch bietet South viele gelungene Ansätze und eine ganz eigene Atmosphäre, von der man gerne mehr sehen würde – weil man sich in diese Bilder wunderbar hineinfallen lassen kann.

So oder so – South ist ein besonderer Film, der daran erinnert, dass Ausdauer und Besessenheit so manches kleine (Kino)Wunder vollbringen können. Beim nächsten Film wird alles besser – ganz sicher.

(Joachim Kurz)

Daten & Fakten

Produktionsland: Österreich
Produktionsjahr: 2009
Länge: 105 (Min.)
Verleih: W-Film
Kinostart: 11.11.2010

Cast & Crew

Regie: Gerhard Fillei, Joachim Krenn
Drehbuch: Gerhard Fillei, Joachim Krenn
Kamera: Jarrod Kloiber, Joachim Krenn
Schnitt: Gerhard Fillei, Joachim Krenn
Musik: Sascha Selke
Hauptdarsteller: Matthew Mark Meyer, Claudia Vick, Sal Giorno, Tim Kirkpatrick, Jimena Hoyos

MEINUNGEN

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Bisherige Meinungen

(Anzeige: 5 von insgesamt 14)
Von: FaceHeim am: 21.01.11
Einer der schlechtesten FIlme die ich je gesehen habe!!! Hab diesen Film gestern in der Sneakpreview in unserem Kino gesehen. Nicht nur das der Film sehr schleppend anfängt, nein er kommt auch absolut nicht in fahrt. Die Geschichte hat keinen Zusammenhang und verwirrt durch häufige Sprünge im Storyverlauf. Und dann diese Charaktere... unglaublich keiner passt zur Geschichte und man ist echt überfordert um zu erkennen was die nun damit zu tun haben. Am schlimmsten empfand ich aber den Stil wie der ganze Film gedreht wurde! Der Anfang in Farbe und plötzlich alles schwarz-weiß, dann Kameraunschärfe an jeder Einstellung, einfach nervig! Ich weiss nicht wo der Sinn bestand aber einige Einstellungen wurden Grobkörnig gezeigt. Sah einfach nur schlecht aus! Und dann die "Spezialeffekts", grausam! Fazit: Ein langweiliger Film ohne Sinn, würde ich niemandem empfehlen!
Von: martin am: 26.11.10
klasse film! wem er nicht gefallen hat: der neue Harry Potter ist gerade angelaufen, nichts wie hin!
Von: Benni am: 24.11.10
ätzend! Ewiger Storyaufbau, nur Tristesse und dann als es endlich mal in Fahrt kommt, wird um das Ende hinzubekommen, noch ne Liebesgeschichte draufgeschmiert. Einzige Lichtblicke: Al und Larry.
Von: Bea am: 17.11.10
Vielleicht bist du ja der Florian Fitz der den Film u.a. mit mir in Biberach gesehen hat, wie schön, dass er dir auch gefiel! Das macht dich wieder sympathischer....Hab mich schon so allein mit meiner Meinung gefühlt. Der Film ist klasse, man braucht um an ihm Spaß zu haben und ihn zu verstehen allerdings etwas Ahnung von Kunst und Psychologie, ebenso könnnte es helfen, schon mal Klassiker wie "citizen kane" o.ä. gesehen zu haben.
Von: Florian Fitz am: 14.11.10
Der Film ist kein Mainstream u. er hat mich von Anfang an begeistert. Die tollen Bilder u. die Kameraführung haben mich mitgerissen u. tief in die Geschichte eintauchen lassen. Super Schaupieler u. die Kulisse NEW YORK sind einfach nur genial. Ich kann nur sagen: Ein Film den man nicht verpassen sollte.

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