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Willkommen bei den Rileys

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Welcome to the Rileys - Trailer (englisch)

WEITERE TRAILER & CLIPS ZU "Willkommen bei den Rileys"

Nach außen scheint alles in Ordnung zu sein. "Willkommen bei den Rileys" steht in ordentlicher Schrift auf dem Türschild eines typisch amerikanischen Hauses, dessen Einrichtung so aufgeräumt wirkt wie das Leben seiner Bewohner. Während Vater Doug freundlich die Nachbarn grüßt und täglich seiner Arbeit nachgeht, kümmert sich Mutter Lois um den Haushalt

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Von: wiganek-hp am: 01.10.10
Doug und Lois verloren vor 8 Jahren ihre Tochter bei einem Autounfall. Dieses schreckliche Ereignis hat ihr Leben aus der Bahn geworfen. Lois versucht mit Tabletten ihr leeres Leben einigermaßen in den Griff zu bekommen. Doug sucht sein Vergnügen bei Pokerrunden mit seinen Freunden und anderen Frauen im Bett. Eines Tages trifft er auf einer Dienstreise nach New Orleans in einem einschlägigen Etablissement die junge Mallory, eine sechzehn-jährige Ausreißerin, die ihr Geld mit Tabledance und Gelegenheitsprostitution verdient. Doug fühlt sich für sie verantwortlich und beschützt sie, er bevormundet sie aber nicht, sondern nimmt Mallory in ihrem Lebensentwurf ernst. Der großartige James Gandolfini gibt den Doug als zurückhaltenden Mitfünfziger, der lieber seine Trauer oder Wut in sich hineinfrisst als laut zu protestieren. Mallory ist eine verstörte junge Frau, die sich mit Naivität und einer gehörigen Portion jugendlichem Selbstbewusstsein in ihrer Realität eingerichtet hat . Gandolfini und Stewart spielen großartig, nichts ist gekünstelt, alles wirkt real. Beide empfinden ihre Verletzlichkeit und respektieren sich als gleichberechtigt. Als Dougs Frau begreift, dass ihr Mann in New Orleans bleiben will, beschließt sie, ihr selbst gewähltes Eremitendasein aufzugeben. Und hier schlägt die Stunde der großartigen Melissa Leo. Wie sie die Wiederannnährung von Lois an die Welt darstellt, ist schon meisterhaft. Sicherlich die Geschichte ist nicht neu, und sie ist weitestgehend konventionell erzählt, aber es ist großartig, diesen außergewöhnlichen Schauspielern zuzuschauen. Und sie hatten durch das hervorragende Drehbuch die Chance, diese Geschichte mit einer Wahrhaftigkeit zu füllen, die man heute im Kino nicht mehr so oft findet. Ich hatte das Glück, den Film auf der Berlinale zu sehen und war begeistert. Man kann nur hoffen, dass Kristen Stewart auf diesem Weg weitergeht. Es wird sicherlich ihre Popularität sein, die diesem großartigen und sehenswerten Film zu der Präsenz verhilft, die er verdient, wie es schon beim „Gelben Segel" geschehen ist. Sie ist eine Bereicherung für das Kino! Und es ist schön, dass ein deutscher Verleih den Mut hatte, "Welcome to the Rileys" in sein Programm aufzunehmen.