Der Wettbewerb von Cannes
In den Jahren nach dem gescheiterten Osteraufstand 1916 und erst recht nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ist die Atmosphäre im von Großbritannien beherrschten Irland explosiv und angespannt. Um der zunehmend antibritischen Stimmung auf der Insel Herr zu werden, werden eiligst Freiwillige – zumeist Veteranen des gerade beendeten Krieges – rekrutiert, um gegen die Sinn Fein Partei und die irischen Separatisten vorzugehen und die bestehende probritische Polizeitruppe Royal Irisch Constabulary (RIC) zu unterstützen. Die Black and Tans, wie die Hilfstruppen aus England schnell genannt werden, erarbeiten sich rasch einen Ruf als brutale Schläger, so dass der Widerstand gegen die Unterdrücker sich eilig formiert. Unter den jungen Leuten, die sich in kleinen Einheiten gegen die Black and Tans zusammenschließen, befinden sich auch die beiden Brüder Damien (Cillian Murphy) und Teddy (Pádraic Delaney), die sich nach einem Überfall der RIC und ihrer Schlägertrupps radikalisieren und der IRA anschließen. Schon bald hat die Befreiungsbewegung nicht nur mit den äußeren Feinden zu kämpfen, sondern auch mit internen Zwistigkeiten, die schließlich selbst die beiden Brüder entzweien.
Ken Loach Filme sind geradezu zu einen Synonym für politisch engagiertes Kino geworden. Mit The Wind That Shakes The Barley nimmt der Brite bereits zum achten Mal am Wettbewerb des Festivals von Cannes teil und widmet sich einem heute noch kontroversen Teil der irisch-britischen Geschichte, dem Bürgerkrieg in Irland, der im Jahre 1922 offiziell endete.
Die Reaktion in der britischen Presse fällt wohlwollend jedoch gedämpft aus. Die Times hält The Wind That Shakes The Barley für gutes Kino aber nicht für spektakulär. Der Guardian lobt Loach für seine kritische und souveräne Behandlung eines immer noch schwierigen politischen Sujets. Der Daily Telegraph beschreibt das Werk als "herausfordernd und intelligent".
Auch außerhalb Großbritanniens wird der Film nicht positiver bewertet. Variety lobt den Film als seine aufrichtige und naturalistische Arbeit, die jedoch auch einige Längen hat. Der Hollywood Reporter bescheinigt Loach handwerkliches Geschick, bemängelt jedoch ebenfalls die teilweise ausführlichen Dialoge, die dem Film seine Rasanz nehmen.
Ken Loach Filme sind geradezu zu einen Synonym für politisch engagiertes Kino geworden. Mit The Wind That Shakes The Barley nimmt der Brite bereits zum achten Mal am Wettbewerb des Festivals von Cannes teil und widmet sich einem heute noch kontroversen Teil der irisch-britischen Geschichte, dem Bürgerkrieg in Irland, der im Jahre 1922 offiziell endete.
Die Reaktion in der britischen Presse fällt wohlwollend jedoch gedämpft aus. Die Times hält The Wind That Shakes The Barley für gutes Kino aber nicht für spektakulär. Der Guardian lobt Loach für seine kritische und souveräne Behandlung eines immer noch schwierigen politischen Sujets. Der Daily Telegraph beschreibt das Werk als "herausfordernd und intelligent".
Auch außerhalb Großbritanniens wird der Film nicht positiver bewertet. Variety lobt den Film als seine aufrichtige und naturalistische Arbeit, die jedoch auch einige Längen hat. Der Hollywood Reporter bescheinigt Loach handwerkliches Geschick, bemängelt jedoch ebenfalls die teilweise ausführlichen Dialoge, die dem Film seine Rasanz nehmen.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
The Wind That Shakes The Barley - Cannes 2006
Produktionsland:
Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Irland, England,
Produktionsjahr:
2006
Länge:
124 (Min.)
Verleih:
Neue Visionen
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2006
CAST & CREW
Regie:
Ken Loach
Hauptdarsteller:
Cillian Murphy, Liam Cunningham, Pádraic Delaney, Orla Fitzgerald, Mary O’Riordan
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 3 von insgesamt 3)
Von: Monika Schreiber aus Windeck am: 23.07.07
Ich fand den Film nicht nur spannend, sondern auch sehr lehrreich, da er dem Zuschauer die Geschichte Irlands und der IRA deutlich vor Augen führt.
Von: Harry aus Berlin am: 28.01.07
Schade, davon habe ich mir wesentlich mehr versprochen.
Wenig Handlung wird durch aneinander geknüpfte Aggression und Bluttaten unterspühlt.
Aus dem Thema hätte man eine Menge machen können, aber außer einem aufflammenden Anreißen der eigentlichen Kerns ' Zerstrittenheit der IRA' kam der Film nicht hinaus.
Muss man nicht gesehen haben, wenn es dem Zuschauer um den Inhalt geht.
Von: Yamamoto am: 13.01.07
Wer sich nicht wenigstens etwas in der Geschichte von Irland, IRA und Sein Fenn auskennt wird diesen Film kaum etwas abgewinnen können. Jeder kämpft gegen Jeden und so manche Erklärung bleibt aus. Während man ziemlich deutlich zeigt, wie man einem Menschen die Fingernägel ausreißt, sieht man während einer Exekution wo Jemand erschossen wird nicht einen Tropfen Blut - alles sehr zwiespältig.
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