The Tree of Life - Trailer (deutsch)
The Tree of Life - Trailer (englisch)
Manchmal kann einem Filmemacher auch der eigene Ruf zum Verhängnis werden oder zumindest zu einer Bürde. Das gilt erst recht dann, wenn man innerhalb der Branche solch eine legendäre Reputation genießt wie Terrence Malick. Mit nur zwei Filmen in den 1970ern ("Badlands - Zerschossene Träume" / "Badlands", 1973 und "In der Glut des Südens" / "Days of Heaven", 1978) machte er auf sich aufmerksam und galt als begnadeter Poet des US-amerikanischen Kinos.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
The Tree of Life
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2011
Länge:
138 (Min.)
Verleih:
Concorde Filmverleih
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
16.06.2011
CAST & CREW
Regie:
Terrence Malick
Drehbuch:
Terrence Malick
Kamera:
Emmanuel Lubezki
Musik:
Alexandre Desplat
Hauptdarsteller:
Sean Penn, Brad Pitt, Fiona Shaw, Jessica Chastain, Kari Matchett
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 48)
Von: gs am: 08.08.11
ein bewegender film. beschrieben wird die ehe zwischen einem schwachen, verzweifelten mann mit wenig selbstachtung, der dies vor sich und der welt verbirgt und durch karriere und gier nach bewunderung kompensiert, der immer ein anderer sein wollte, und einer frau, die ihm reflektiv überlegen, aber körperlich unterlegen ist; dennoch dominiert sie durch ihre integrität und güte, kann diese jedoch auch um einiges leichter bewahren in der behüteten seifenblase, die sie nie verlassen musste. schließlich muss er, und nicht sie sich der realität und jeder art menschlichen verhaltens stellen, um seine familie zu ernähren. am ende dominiert mitleid zwischen den beiden und respektverlust in der kompletten familie. die in diesem ungleichgewicht aufwachsenden, charakterlich ungleichen kinder erfahren seelische und körperliche gewalt durch den vater und ihre geschwister, werden geprägt durch die ungleichen charaktäre ihrer eltern und die väterliche unausgeglichenheit/zerrissenheit/sadistische ader, der offensichtlich an dem punkt angelangt ist, an dem er gern schwächere quält und dominiert. sie haben kein gutes vorbild und kämpfen darum, nicht zu dem schlechten zu mutieren, das ihnen vorgelebt wird ohne jegliche erklärung. sie können nichts verstehen, erkennen aber sehr klar, was gut und was böse ist. geredet wird nicht, nur in wortfetzen kommen die probleme, die jede familie zu bewältigen hat, an die oberfläche, erklärungen gibt es nicht. die kinder haben keine chance, sie werden den eltern ähnlich. insbesondere der älteste ist sein leben lang zerrissen. malick hat für sich erkannt, dass diese kinder ihr inneres gleichgewicht nur durch lebenslanges fragen, nachdenken, reflektieren und kämpfen, liebevolle zuwendung anderer menschen, toleranz, integration, verzeihen und vergeben sowie den blick auf die schönheit der welt/natur (sonnenblumenfeld in der letzten szene) finden können, auch und insbesondere als erwachsene. nur dies verschafft verletzten seelen linderung, wenn auch keine heilung, oder sie sterben früh, wie der mittlere. malick gehört vielleicht dazu, vielleicht ist es sein weg, seine kindheit aufzuarbeiten, vielleicht hilft dieser weg denjenigen, die ihn auch gehen müssen und können, wenn auch nicht so prätentiös. aber wie hätte man der welt eine form der lösung, einen weg nach rom einschlagender erklären können. wenn er hilft, etwas zu begreifen, umso besser; wenn (noch) nicht, dann vielleicht später, alles braucht seine zeit, incl. das verstehen. vielleicht hätte man es subtil auch besser zeigen können; malick hat dies nicht gereicht, dies lässt einiges erahnen von einem bedürfnis nach antworten auf das warum, erklärungen, der bitte um vergebung!
Von: albern am: 31.07.11
Der Film kommt mir vor wie eine bewegender SAT1-Familienfilm bei dem während der Werbung auf Discovery Channel umgeschalten wird. Bei der letzten Szene wird ein Sonnenblumenfeld eingeblendet und nur die Erwartung enttäuscht, dass kein Kitsch unten aus der Leinwand tröpfelt.
Von: Jan Rosenbaum am: 18.07.11
ärgerlicher schwachsinn, nur geeignet für guru-empfängliche religionsneurotiker.
Von: wignanek-hp am: 17.07.11
Das Göttliche in der Natur hat nichts mit Gnade zu tun. Es geht eher um die Schöpfung, die den göttlichen Funken in sich trägt. Und diese Schöpfung ist auch gewalttätig und zeigt, wie klein wir Menschlein letztlich doch sind, gerade im Vergleich zu einem Vulkan, der mit seinem Ausbruch alles Leben vernichten kann. Gleichzeitig hat die gleiche Schöpfung wunderschöne, auch tröstende Dinge hervorgebracht. Wenn man das eine sieht, sollte man das andere nicht vergessen. Ob ich als Mensch in der Natur Trost finde, liegt an mir selbst. Ich kann ihn auch im Glauben an einen Gott, der mich beschützt, suchen. Aber leider fällt das in der heutigen Welt mit ihren Katastrophen und Kriegen immer schwerer.
Von: Jörg am: 17.07.11
Die Naturszenen sind für mich gewaltig bis "gewaltätig", wie z.b. Lava, die in Wasser fliesst.Ich kann da keinen Gott finden und auch nichts Gnädiges. Erst am Schluß, mit dem Licht der Sonne kommt ein Symbol, was als göttlich verstanden werden kann.
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