Batalla en el Cielo
Originaltitel:
Battle in Heaven – Cannes 2005
Kinostart:
01.01.2005
Leserbewertung:
Missratene Elegie einer Amour fou
Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen eines Films, der gar nicht im Wettbewerb lief, und der doch – oder gerade deswegen - zu den Höhepunkten des Festivals von Cannes zählt: der letzte Teil von George Lucas’ Star Wars-Trilogie, deren Schöpfer zugleich noch den Ehrenpreis des Festivals entgegennehmen konnte. Wenn man so will, bildete Carlos Reygadas’ Wettbewerbsbeitrag Batalla en el Cielo die absolute Gegenposition zu dem Multimillionen-Dollar-Spektakel – ein kleiner Film ohne Stars, sondern mit Laiendarstellern, ohne Special Effects und größtenteils sogar ohne Handlung.
Der Film beginnt mit einer ausgedehnten Fellatio-Szene zwischen einer jungen und sehr attraktiven Frau und einem überaus ungepflegten älteren Mann. Doch statt der üblichen Denkklischees, die wir für solche ungleichen „Paarungen“ bereit halten, spielt sich die Szene nicht zwischen einer Untergebenen und einem Dienstherrn ab, wie man vermuten möchte – im Gegenteil. Wie wir erfahren, ist der Mann (Marcos Hernandez) der Chauffeur des Vaters der jungen Dame namens (Anapola Mushkadiz). Diese arbeitet nebenbei als Prostituierte in einem Puff, wobei es ihr weniger darum geht, sich damit ihren Lebensunterhalt zu sichern, als vielmehr um den Kick, den sie in Ausübung ihres Gewerbes verspürt. Doch auch der Chauffeur hat ein Geheimnis: Gemeinsam mit seiner schwergewichtigen Frau hat er ein kleines Kind entführt, doch die Geiselnahme endete mit dem Tod des Kindes. In seiner Verzweiflung wendet sich der Mann an Ana, doch nach seinem Geständnis geht es nur noch weiter abwärts mit ihm.
Was Carlos Reygadas und seine Darsteller vehement negieren, ist das Vorhandensein irgendeines verborgenen Sinns hinter ihrem Film, und so ist man am besten gehalten, nach einem solchen in der Handlung gar nicht erst zu suchen, es wäre allem Anschein nach vergebene Liebesmüh’. Auf der Pressekonferenz machten sich die Unmutsäußerungen über das kryptische Werk in Buhrufen Luft, offensichtlich hatte man sich vom vor dem Festival kräftigen beworbenen Film mehr versprochen als die Zurschaustellung der Fellatio-Artistik von Darstellerin Anapola Mushkadiz, die eher zum parallel stattfindenden Pornofilm-Festival „Hot d’Or“ in Cannes passen würde als zum großen „High-Culture“-Bruder. Wie Carlos Reygadas auf der Pressekonferenz bekannte, sei er mit seinem Film nicht nach Cannes gekommen, um zu gewinnen. Man mag hinzufügen, dass für solcherlei Hoffnungen auch keine Veranlassung besteht. Der Nächste bitte!
Der Film beginnt mit einer ausgedehnten Fellatio-Szene zwischen einer jungen und sehr attraktiven Frau und einem überaus ungepflegten älteren Mann. Doch statt der üblichen Denkklischees, die wir für solche ungleichen „Paarungen“ bereit halten, spielt sich die Szene nicht zwischen einer Untergebenen und einem Dienstherrn ab, wie man vermuten möchte – im Gegenteil. Wie wir erfahren, ist der Mann (Marcos Hernandez) der Chauffeur des Vaters der jungen Dame namens (Anapola Mushkadiz). Diese arbeitet nebenbei als Prostituierte in einem Puff, wobei es ihr weniger darum geht, sich damit ihren Lebensunterhalt zu sichern, als vielmehr um den Kick, den sie in Ausübung ihres Gewerbes verspürt. Doch auch der Chauffeur hat ein Geheimnis: Gemeinsam mit seiner schwergewichtigen Frau hat er ein kleines Kind entführt, doch die Geiselnahme endete mit dem Tod des Kindes. In seiner Verzweiflung wendet sich der Mann an Ana, doch nach seinem Geständnis geht es nur noch weiter abwärts mit ihm.
Was Carlos Reygadas und seine Darsteller vehement negieren, ist das Vorhandensein irgendeines verborgenen Sinns hinter ihrem Film, und so ist man am besten gehalten, nach einem solchen in der Handlung gar nicht erst zu suchen, es wäre allem Anschein nach vergebene Liebesmüh’. Auf der Pressekonferenz machten sich die Unmutsäußerungen über das kryptische Werk in Buhrufen Luft, offensichtlich hatte man sich vom vor dem Festival kräftigen beworbenen Film mehr versprochen als die Zurschaustellung der Fellatio-Artistik von Darstellerin Anapola Mushkadiz, die eher zum parallel stattfindenden Pornofilm-Festival „Hot d’Or“ in Cannes passen würde als zum großen „High-Culture“-Bruder. Wie Carlos Reygadas auf der Pressekonferenz bekannte, sei er mit seinem Film nicht nach Cannes gekommen, um zu gewinnen. Man mag hinzufügen, dass für solcherlei Hoffnungen auch keine Veranlassung besteht. Der Nächste bitte!
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Batalla en el Cielo
Originaltitel:
Battle in Heaven – Cannes 2005
Produktionsland:
Deutschland, Frankreich, Belgien, Mexiko
Produktionsjahr:
2004
Länge:
98 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
CAST & CREW
Regie:
Carlos Reygadas
Hauptdarsteller:
Marcos Hernandez, Anapola Mushkadiz, Berta Ruiz, David Bornstein, Rosalinda Ramirez
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
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Von: !?Battle of Heaven?! am: 12.06.07
schreibt hier noch jmd?
war der gut oder schlecht? h
hört sich ganz interessant an, und wegen der sexszenen: man kann sich auch anstellen!!
Von: sophie am: 04.09.06
man ey ihr habt ja wohl überhaupt keine ahnung was einen guten film ausmacht. einmal was anderes als rtl2-format und schon drehen alle durch... ih wie eklig, ein penis! als ob nicht jeder schonmal einen blow-job gemacht/bekommen hat tun alle so als wäre es das widerlichste überhaupt...
Von: 354skank am: 22.08.06
Bemüht um Aufmerksamkeit, hoffend, durch den Skandal Wirkung zu erzielen. Eine abstruse Handlung, authentisch geschminkte, lächerliche Bilder - ein langweiliger Film.
Von: Moe the Pro am: 19.08.06
"Battle in Heaven" ist so langweilig wie eine SuperRTL Tierdoku - das ist aber auch das einzige, das einem hier zu denken gibt, und das macht den Film wohl aus.
Von: njezaragak am: 18.08.06
das leben ist ein einziger porno,warum also findet ihr den film so schlecht? achso, weil es euch nicht gefällt...das leben. ist es doch bei jedem so ähnlich,monoton un langweilig. wie in diesem film der eigentlich schon gar kein film mehr ist. ich habe schon gemerkt das ein großteil dieser leute hier immer alles besser wissen werden und bitte sie trotzdem noch einmal zu überlegen wieviel elemente aus diesem streifen erhebliche ähnlichkeiten mit ihrem leben aufweisen. doch en paar, oder? wenn nicht wartet noch ein wenig auf eure geburt...
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