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Work Hard - Play Hard - Trailer

Meinungen
10

4 Sterne aus 113 Bewertungen

Work Hard - Play Hard - Trailer

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TRAILER & CLIPS ZU "Work Hard - Play Hard"

"Work hard, play hard", so lautet in Anlehnung an die lateinische Weisheit "Laboris gloria ludi" eine schmissige Management-Formel, die suggeriert, dass wer hart arbeite, auch das Anrecht auf einen gewaltigen Ausgleich in Form von Freizeitvergnügen, Konsumfreuden oder sonstigen Trösterchen habe. Work-Life-Balance könnte man das auch nennen. Insofern ist der Titel von Carmen Losmanns sehenswertem Dokumentarfilm über die schöne neue Arbeitswelt fast ein wenig irreführend, denn hier geht es nicht um den Ausgleich zwischen Work und Life als Antipoden, sondern vielmehr um die zunehmende Verschmelzung dieser unterschiedlichen Lebensbereiche.

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Bisherige Meinungen

(Anzeige: 5 von insgesamt 10)
Von: G. Leven am: 08.03.13
Schöne neue Arbeitswelt... Leider habe ich gestern nur den Schluss des Films per Zufall auf ARTE mitbekommen. Aber es hat gereicht, um mich nachhaltig zu schockieren. Wie froh bin ich, dass ich in meinem (Arbeits)leben keine direkten Berührungspunkte mit solchen im Film gezeigten "Mitarbeiter-Optimierern" habe/hatte ! Und ich hoffe, dass meinen Kindern, die erst am Anfang ihres beruflichen Lebens stehen, solche den Menschen auf Dauer deformierenden Arbeitsumstände erspart bleiben !!! Ganz schlimm finde ich auch, dass die im Film porträtierten Menschen gar nicht zu merken scheinen bzw. nicht merken wollen, wie sie andere Menschen manipulieren und wie sie auch selber bereits manipuliert sind. Ich werde mir den Film auf jeden Fall noch mal in der vollen Länge in der ARTE Mediathek im Internet anschauen.
Von: pat am: 07.03.13
Gestern auf Arte gesehen. Finde eine solche Arbeitswelt eine totale Entmündigung des Mitarbeiters, jeder soll nur noch gleicher als gleich sein und dient nur noch irgendwelchen Kennzahlen. Keiner sollte Ecken und Kanten haben, dachte erst ich sehe einen Zombiefilm. In so einer Firma möchte ich nicht arbeiten!
Von: fraugrohee am: 09.05.12
Für mich ist es der beste Film des Jahres, ein im besten Sinne aufrüttelndes Kunstwerk, das mein Selbstverständnis und meine Sicht auf meine Arbeit (als Lehrerin) derartig ins Wanken gebracht hat, dass ich mich erst langsam davon erhole. Ich habe den Film inzwischen dreimal gesehen, er wird nicht langweilig. Ich wünsche dem Film viele Preise und eine große Verbreitung, was leider nicht wahrscheinlich ist. Meine Lieblingsstelle ist der Versprecher des Outdoor-Mitarbeiters mit den beweglichen Augenbrauen, mit denen er mehr mitteilt, als irgendeine kritische Frage hervorlocken könnte: "Wir übernehmen uns..." Nie wird man auch den so ehrgeizigen wie verletzlichen Teilnehmer am Assessment-Center vergessen, der heute noch Opfer ist, aber einer der Täter von morgen. Am Ende verschieben sich nicht nur die Vorstellungen von guter Arbeitsmoral, sondern der Film hat einen in die Falle gelockt: Die Interviewerin ist selbst der Kontrolle eines Ausbilders unterworfen und der Zuschauer kontrolliert alle Personen auf der Leinwand durch seinen zunehmend bewertenden Blick aus dem Dunkel des Kinosaals.
Von: Bernd am: 19.04.12
ich arbeite leider bei der Deutschen Post und muss schon seit über einem Jahr bei Performance-Dialogen und sonstigen Lean-Programmen mitmachen. Alles richtig wie bei einer Sekte und sinnlos. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten nehmen zu - dafür gibt es dann wieder Krankengespräche.. Gott sei Dank bekommt die Allgemeinheit einen Eindruck von diesen unmenschlichen Arbeitsbedingungen!
Von: Eva am: 14.04.12
Finde diese Kritik aus der Zitty Heft 08 2012 ausnahmsweise mal sehr treffend!!! WO ist das Neue?! WEM soll es dort schlecht gehen? Warum wird Motivation mit Manipulation gleichgesetzt? Wäre froh, wenn sich bei uns mal einer Gedanken über Führung machen würde...

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