Vincent will Meer - Trailer
Eine Gruppe von Außenseitern will weg. Zunächst klingt das nicht besonders innovativ, kennt man diese Handlung doch aus Filmen wie "Knocking on Heaven’s Door" und "Verrückt nach Paris". Mit dem letzteren Film hat "Vincent will Meer" sogar noch mehr gemeinsam: Hier wie dort sind es drei Bewohner und Bewohnerinnen einer therapeutischen Einrichtung, die es in die Ferne zieht.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Vincent will Meer
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2010
Länge:
95 (Min.)
Verleih:
Constantin Film Verleih
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
22.04.2010
CAST & CREW
Regie:
Ralf Huettner
Drehbuch:
Florian David Fitz
Kamera:
Andreas Berger
Schnitt:
Kai Schröter
Musik:
Stevie B-Zet, Ralf Hildenbeutel
FILMBEWERTUNG
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MEINUNGEN
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 18)
Von: Marcus am: 23.10.10
An Kim: Wer Magersucht hat, ist nicht stark und selbständig, sondern immer fremdbestimmt durch seine Suchtkrankheit. Da bist du auf den Schein hereingefallen, auf die Show von Marie.
Sie wurde immer schwächer, weil sie nichts aß. Das liegt in der Natur der Dinge. Und Bergwandern macht die Situation nicht besser. Da sieht man im Film auch wie sie lustlos hinterherschlurft.
Ein Männerende ? Sorry, aber jeder Mann hätte sich gewünscht, dass Vincent und Marie es zusammen schaffen. Wer will denn schon mit dem Buchhalter losziehen, statt mit Braut ?
Vincent lässt sie am Ende allein, weil er ihr nicht helfen kann. Das ist ein Eingeständnis seiner eigenen Schwäche – und für jemanden der verliebt ist sicher noch viel schwerer.
Sie ist unselbständig, weil sie angebunden ist. Und trotzdem will sie ihn noch überreden, mit ihr zu flüchten. Sie kann ihre eigene Situation einfach nicht erkennen, bzw. die Konsequenz, der Tod ist ihr egal.
Aber auch so ist immer noch eine spannende Figur, denn wer sagt denn, wie sie in Zukunft handelt ? Sie hat alle Möglichkeiten.
Und der Hauptdarsteller/Drehbuchautor nimmt diese Krankheit, anders als du, ernst.
Vincent hat seine Krankheit nicht besiegt, er hat sie akzeptiert, weil sie auch gar nicht heilbar ist.
Wenn er sie gerettet hätte würdest wohl auch sagen – “typisches Männerende. Kerl rettet armes Frauchen”.
Überhaupt ist es absurd, den Film unter einer Männer-gegen-Frauen-Brille zu betrachten.
Von: Kim am: 07.09.10
Ein schöner Film, auf jeden Fall. Desto enttäuschender ist der traurige Wandel der spannenden Figur von Marie. Eine, trotz ihrer Magersucht, kräftige und selbständige Frau, die sich um sich und ihre beiden Freunde sorgt und kümmert. Doch anstatt dieser Frauenfigur eine Zukunft zu geben, verliert sie ihre Antriebskraft immer mehr und fleht am Schluss erbarmungswürdig, und fast abstoßend, um Hilfe. Doch der Mann weiß was ihr gut tut und lässt sie allein - oder sollte man sagen, im Stich. Ein typisches Männerende folgt: die beiden Herren gehen selbstbewußt mit ihrer Krankheit um und schreiten "frei in den Sonnenuntergang". Die Frau siecht im Krankenhaus, unselbständig geworden und nur noch Krankheit, vor sich hin. Was das helfen soll, was auf dem Zettel steht, bleibt uns verschlossen. Dieses unwürdige Ende kann ich mir nur dadurch erklären, dass der Hauptdarsteller das Drehbuch geschrieben hat. Schade um die netten Ansätze.
Von: Kim am: 07.09.10
Ein schöner Film, auf jeden Fall. Desto enttäuschender ist der traurige Wandel der spannenden Figur von Marie. Eine, trotz ihrer Magersucht, kräftige und selbständige Frau, die sich um sich und ihre beiden Freunde sorgt und kümmert. Doch anstatt dieser Frauenfigur eine Zukunft zu geben, verliert sie ihre Antriebskraft immer mehr und fleht am Schluss erbarmungswürdig, und fast abstossend, um Hilfe. Doch der Mann weiß was ihr gut tut und lässt sie allein - oder sollte man sagen: im Stich. Ein typisches Männerende folgt: die beiden Herren gehen Selbstbewußt mit ihrer Krankheit um und schreiten "frei in den Sonnenuntergang". Die Frau siecht im Krankenhaus, unselbständig geworden und nur noch Krankheit, vor sich hin. Was das helfen soll, was auf dem Zettel steht, bleibt uns verschlossen. Dieses unwürdige Ende kann ich mir nur dadurch erklären, dass der Hauptdarsteller das Drehbuch geschrieben hat. Schade um die netten Ansätze.
Von: kinogänger am: 05.09.10
Ein wunderbarer Film, der einerseits aufzeigt, dass psychisch kranke Menschen, außer ihrer Krankheit ganz normale Fähigkeiten haben und nicht per se einfach nur verrückt sind, sich der Auswirkung ihrer Krankheit selbst bewusst sind und psysisch krank so mannigfaltig ist wie köroerlich. Eben ganz normal, dass man auch Tourette-Syndrom, Bullimie oder eine Zwangsstörung haben kann ohne gleich jeglichen Anspruch auf "Normalheit" zu verlieren und vor allem darüber reden kann, als hätte man ein anderes Leiden.
Die Handlung ist dabei eigentlich zweitrangig. Der Film ist sehr gut besetzt. Außerdem ein kleiner Nebeneffekt, dass man sehr viel schöne Landschaft sieht. Wer den Film nicht gesehen hat, hat etwas verpasst.
Von: Pongaudet am: 18.07.10
Das gute am Film ist, dass gezeigt wird, dass auch Psychischkranke ein Recht auf eigenständige Persönlichkeit und freie Willensentscheidung haben. Die Handlung war meist mehr als vorhersehbar. Einige Gags waren gut, auch wenn das Kinopublikum oft an falschen Stellen gelacht hat, weil viele zu denken scheinen, psychische Erkrankungen wäre an sich schon lustig. Teilweise fehlte die logische Handlung. Zum Beispiel: Warum brauchte die Psychologin zum Schluss "ihren Kranken" nicht mehr zurück bringen? Nur weil sie und der Vater vom Kranken geläutert waren?






