Once Upon A Time In Anatolia - Trailer (OmeU)
Once Upon A Time In Anatolia - Trailer
Es wiederholt sich sehr viel im Laufe der zweieinhalb Stunden, die dieser Film dauert. Zum Beispiel die fahrenden Autos. Zunächst sieht man nur die Lichter der Scheinwerfer weit in der Ferne, man sieht, wie sie sich langsam, in Echtzeit, ihren Weg durch die finstere anatolische Steppe bahnen, bis sich der Konvoi zum ersten Mal vollständig dem Blick erschließt.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Once Upon A Time In Anatolia
Originaltitel:
Bir zamanlar Anadolu'da
Produktionsland:
Türkei
Produktionsjahr:
2011
Länge:
150 (Min.)
Verleih:
Kinostar
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
19.01.2012
CAST & CREW
Regie:
Nuri Bilge Ceylan
Drehbuch:
Nuri Bilge Ceylan, Ebru Ceylan, Ercan Kesal
Kamera:
Gökhan Tiryaki
Schnitt:
Nuri Bilge Ceylan, Bora Göksingöl
Hauptdarsteller:
Ercan Kesal, Firat Tanis, Ahmet Mumtaz Taylan, Taner Birsel, Muhammet Uzuner, Yilmaz Erdogan
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: DuDu am: 26.01.12
Nuri Bilge Ceylan ist bekannt für seine melancholischen, sehr schweigsamen Filme. Die Wortarmut die in dem Film herrscht, besticht jedoch durch seine Bilder und durch die Langsamheit in den Handlungen. Dadurch, dass die Personen kaum miteinander sprechen, konzentriert man sich mehr auf die einzelnen Sequenzen und auf die Bedeutung die hinter den Wörtern steckt. Ich fand den Film persönlich nicht schlecht, habe jedoch etwas mehr erwartet. Der Titel "Once upon a time in Anadolu", "Einst in Anatolien" erweckte in mir das Interesse mehr über Anatolien zu erfahren. Die Menschen, die Landschaft. In dem Film geht es um einen Mordfall, welcher aufgedeckt werden soll. Ein Staatsanwalt, Polizist, Arzt, Militär, der mutmaßliche Täter machen sich in der endlosen Nacht auf den Weg, um das Opfer zu suchen. Die Message die ich aus dem Film ziehen konnte, war jene, dass in Anatolien ein Menschenleben nicht viel wert ist. Weil die Menschen selbst nicht genug zum Leben haben. Armut, Arbeitslosigkeit, ja Perspektivlosigkeit. Die Stimmung des Film ist düster, erst gegen Ende hin wird sie etwas aufgelockert und gewinnt an Leben.
Der Mordfall wird nicht richtig aufgelöst, Spuren bleiben verdeckt, weil es einige so haben wollen. Das Private Leid der Angehörigen steht im Hintergrund, verdeckt von Fakten, Machtgier und falschen traditionellen Ansprüchen. Der Arzt und der Staatsanwalt werden verehrt und hochgepriesen. Für was? Trotz allem regt der Film zum Nachdenken an. Man möchte die einzelnen Charaktere im Film verstehen, hinterschauen.




