Dr. Alemán - Trailer
Dass das Leben in der kolumbianischen Metropole Cali kein Zuckerschlecken ist, merkt der Medizinstudent Marc (August Diehl) gleich an seinem ersten Arbeitstag.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Dr. Alemán
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2008
Länge:
106 (Min.)
Verleih:
Zorro Filmverleih
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
14.08.2008
CAST & CREW
Regie:
Tom Schreiber
Hauptdarsteller:
August Diehl, Marleyda Soto, Andrés Parra, Hernán Méndez, Victor Villegas
FILMBEWERTUNG
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MEINUNGEN
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 12)
Von: Lena am: 14.09.08
Mir hat der Film nicht gefallen aber ich fand ihn gut. Der junge Arzt geht nach Columbien um ein Abenteuer zu erleben. Genau das wollte ich als Zuschauer auch sehen. Er verhält sich ziemlich blöd, fühlt sich moralisch überlegen und kapiert nicht, dass er nicht die Regeln bestimmt. Nun, das habe ich auch nicht. Ich fand die südländische Musik toll, die Klischees und bis zum Schluß glaubte ich alles wird gut und die Gefährichkeit macht das Abendteuer nur größer. Erst als seine Freundin erschossen wurde, merke ich das es nicht so ist. So wie die dusslige Hauptfigur wohl auch. Dem Film ist es gelungen mich vorzuführen. Darum finde ich ihn gut, aber angenehm ist sowas nicht. Schön das nicht alle Filme nur zum Spaß da sind ;)
Von: am: 10.09.08
Ansich ist/wäre die storry des Films super. Vorallem als Medizinstudent hab ich mich auf die Erfahrungen des jungen Arztes gefreut.
Allerdings war ich schwer enttäuscht. Ich finde die Hauptrolle total schlecht besetzt. Ich hatte nicht einmal das gefüht der Schauspieler könnte wirklich Medizinstudent sein. Seine Handlungen und Verhalten finde ich durchweg nicht nachvollziehbar (sein Verhalten den Ärzten gegenüber, einfach unbekümmert durch alle Stadtviertel ziehen, mehrfach Drogen nehmen, sich mit J einlassen, sein Grinsen in völlig unangebrachten Situationen...)
Ich war selber schon mehrmals in Südamerika in Krankenhäusern, zwar nicht in Columbien, aber ich denke von der Mentalität zu Columbien doch vergleichbar, wenn auch nicht von den Problemen des Landes. Ich habe die Ärzte irgendwie als viel Feundlicher und offen erlebt.
Naja aber es gab ja auch genug die den Film wirklich gut fanden, vielleicht hab ich den Sinn ein´fach nicht verstanden.
Von: beccon am: 07.09.08
Naja, mir hat der Film gar nicht gefallen. Er zieht alle Register von Vorurteilen, die man aus unserer Sicht über Kolumbien haben kann:
- alle Frauen sind Schlampen und werfen sich den Ausländern sofort an den Hals (z.B. die Chica aus der Gastfamilie)
- alle sind korrupt bis zum geht nicht mehr, alle nehmen auf ihre Art und Weise Drogen
- die Grundstimmung ist zynisch (das wird bei uns so sein, wenn erst einmal ein paar große Stadtteile hier umgekippt sind - gibt aber die Realität in Kolumbien nicht wieder)
In der Realität ist Kolumbien ein ungewöhnlich positives Land mit anständigen und liebenswerten Bewohnern, die hart arbeiten um trotz aller Rückschläge, die es manchmal gibt, voran zu kommen. Das macht die Probleme von Chaos, Vewahrlosung und Gewalt, die ich gar nicht wegdiskutieren will, um so trauriger - denn man muß im Lande jedem erst einmal mißtrauen - auch wenn er/sie zu 99% Wahrscheinlichkeit anständig ist.
Wenn man sich nicht so tollpatschisch benimmt, wie unser Freund im Film, (und z.B. die Einheimischen ernst nimmt) kann man ohne Probleme nach Kolumbien reisen und kommt auch heil wieder zurück...
Conrad
http://www.youtube.com/watch?v=xBehebjiAsM
Von: Uta am: 03.09.08
Denen dort sagen, was sie anders machen sollen. Und kennen uns mit uns selbst kaum aus. Ein sehr deutscher Ansatz und ein sehr kolumbianischer Film. Realistisch, humorvoll, gnadenlos.
GROSSARTIG!
Von: Elgin am: 24.08.08
Hab in auch in OMU gesehen, im Central in Berlin. Hat mich sehr sehr berührt und finde, da ist viel Wahres dran. Aber ich war auch irritiert, vielleicht war das ja Absicht, ich weiß nicht. Man fühlt sich ja immer selbst als wär man gerade in diesem Land und alles ist fremd. Ganz spannend ist aber, ein Freund von mir hat mir ein Buch gegeben, in dem das Originaldrehbuch abgedruckt ist. Es heißt "Scenario 1: Drehbuch-Almanach", und hat hinten, nach vielen Interviews mit anderen Drehbuchautoren die ich noch nicht gelesen habe, das Originaldrehbuch zu "Dr. Aleman" und zwar in einer anderen Fassung, die extrem spannend zu lesen ist, vor allem wenn man den Film kennt. Einige Sachen sind mir da erst richtig klar geworden. Die Figur von Wanda ist da übrigens einige Jahre älter, was eine ganz andere Konstellation ergibt mit dem jungen Arzt, und man versteht viel besser ihre Hintergrundsgeschichte. Und der Killer, den ich im Film nicht so gelungen fand, hat in dem Drehbuch ganz andere Motive. Er will das Viertel nämlich von den Drogen befreien! Es ist mir unverständlich, warum das im FIlm nicht vorkommt, wahrscheinlich war es den Machern zu komplex, aber genau da ist im Film der einzige Punkt, wo es etwas platt erscheint.
Positiv hebt sich im Film allerdings das Ende ab, das im Buch noch etwas zu sehr nach Kompromiss wirkt. Allerdings macht es auch im Film eigentlich erst dann richtig Sinn, wenn man den Facettenreichtum des Buches und seiner Charaktere im Hinterkopf hat.





