2 Schauspieler, 3 Liebesgeschichten
Drei Zeiten, drei Orte und dreimal eine Liebesgeschichte mit den beiden jeweils identischen Schauspielern (Shu Qi als Frau, Chang Chen als Mann): So könnte man grob die Handlung des Films Three Times von Hou Hsiao-Hsien beschreiben, der gestern im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes zu sehen war. Ursprünglich war Three Times als Omnibusfilm geplant gewesen, bei dessen drei Teilen jeweils ein anderer Filmemacher Regie führen sollte. Doch das ehrgeizige Projekt erwies sich in der Realisation als zu aufwändig, so dass schließlich Hou Hsiao-Hsien für alle drei Teile verantwortlich zeichnete. Und vor diesem Hintergrund ist es denn auch erklärlich, warum die drei Episoden doch sehr stark voneinander abfallen und trotz der gleichen Schauspieler und eines ähnlichen Themas wenig miteinander zu tun haben.
Die erste Episode spielt in Kaoshiung im Jahr 1966 und erinnert in ihrer nostalgisch angehauchten Melancholie und ihrem schwärmerischen Unterton an Wong Kar-Wais Epen von vergeblicher Sehnsucht und verlorener Liebe. Kurz bevor er zur Armee eingezogen wird, lernt ein junger Mann in einer Billard-Halle ein Mädchen kennen, dass ihm schon bald nicht mehr aus dem Sinn gehen wird. Wie Billard-Kugeln treffen die beiden aufeinander, prallen ab, nähern sich über Bande wieder an, schreiben sich Briefe und treffen sich wieder. So einfach und so schön kann das sein, allerdings ist die Güte der ersten Episode kein Wunder, wenn man weiß, dass dies nach dem ursprünglichen Plan Hous Beitrag zum Film sein sollte. Man kann also durchaus vermuten, dass er sich damit am meisten beschäftigt und auch am stärksten identifiziert haben dürfte.
Die zweite Episode spielt in Dadaocheng im Jahr 1911 und ist entsprechend dem Zeitkolorit ein Stummfilm, bei dem die Dialoge ausschließlich über Zwischentitel stattfinden, gleichwohl Musik und Geräusche über die Tonspur laufen. Eine nette Idee, bei der aber die Aufmerksamkeit des Zuschauers unter dem formalen Verwirrspiel die doch sehr leidet. Die dritte Episode, die schließlich in der Jetztzeit spielt, wirkt reichlich uninspiriert und unfertig, so dass unterm Strich lediglich ein Drittel des Filmes wirklich überzeugen kann. Das ist definitiv zu wenig – schade!
Die erste Episode spielt in Kaoshiung im Jahr 1966 und erinnert in ihrer nostalgisch angehauchten Melancholie und ihrem schwärmerischen Unterton an Wong Kar-Wais Epen von vergeblicher Sehnsucht und verlorener Liebe. Kurz bevor er zur Armee eingezogen wird, lernt ein junger Mann in einer Billard-Halle ein Mädchen kennen, dass ihm schon bald nicht mehr aus dem Sinn gehen wird. Wie Billard-Kugeln treffen die beiden aufeinander, prallen ab, nähern sich über Bande wieder an, schreiben sich Briefe und treffen sich wieder. So einfach und so schön kann das sein, allerdings ist die Güte der ersten Episode kein Wunder, wenn man weiß, dass dies nach dem ursprünglichen Plan Hous Beitrag zum Film sein sollte. Man kann also durchaus vermuten, dass er sich damit am meisten beschäftigt und auch am stärksten identifiziert haben dürfte.
Die zweite Episode spielt in Dadaocheng im Jahr 1911 und ist entsprechend dem Zeitkolorit ein Stummfilm, bei dem die Dialoge ausschließlich über Zwischentitel stattfinden, gleichwohl Musik und Geräusche über die Tonspur laufen. Eine nette Idee, bei der aber die Aufmerksamkeit des Zuschauers unter dem formalen Verwirrspiel die doch sehr leidet. Die dritte Episode, die schließlich in der Jetztzeit spielt, wirkt reichlich uninspiriert und unfertig, so dass unterm Strich lediglich ein Drittel des Filmes wirklich überzeugen kann. Das ist definitiv zu wenig – schade!
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Three Times – Cannes 2005
Produktionsland:
Südkorea
Produktionsjahr:
2005
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
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