Schießen Sie auf den Pianisten
Originaltitel:
Tirez sur le pianiste - TV-Tipp der Woche
Kinostart:
01.01.2005
Leserbewertung:
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Donnerstag 11. Mai 2006, ARTE, 20:40 Uhr
Nein, es gehört sich wirklich nicht, auf einen Pianisten zu schießen, zumal wenn dieser so ein begabter und sympathischer trauriger kleiner Held ist wie Charlie Kohler (Charles Aznavour), der Abend für Abend in einer Kneipe in die Tasten haut. Charlie ist ein sehr stiller und zurückgezogener Mensch, er wirkt wie jemand, der mit aller Macht versucht, ein Geheimnis vor der Welt zu verbergen. Es sind vor allem seine traurigen Augen, in die sich die Kellnerin Léna (Marie Dubois) verliebt, und die junge Frau lässt nicht locker, bis sie das Mysterium um den melancholischen kleinen Pianisten ergründet hat: Charlie heißt eigentlich Edouard Saroyan und war einst ein begabter Pianist, der als Musiklehrer arbeitete. Um die Karriere ihres Mannes zu fördern, ließ sich seine Gattin mit einem einflussreichen Konzertagenten ein, doch sie wird mit den anschließenden Schuldgefühlen nicht fertig und bringt sich um.
Gerührt von Claudes / Edouards Geschichte bringt Léna den Klavierspieler dazu, beim Kneipenbesitzer Plyne zu kündigen: Dem allerdings missfällt der Abgang seiner beiden Angestellten, im darauf folgenden Handgemenge tötet Charlie den Kneipenbesitzer und flieht gemeinsam mit Léna. Bald schon ist den beiden nicht nur die Polizei auf den Fersen, sondern auch Charlies Brüder, die ins kriminelle Milieu abgerutscht sind…
Nach Sie küssten und sie schlugen ihn ist Schießen Sie nicht auf den Pianisten Francois Truffauts zweiter Film, und einer seiner besten dazu - eine deutliche Verbeugung vor den Meisterwerken von Hollywoods Schwarzer Serie, deren Einfluss auf die französische Nouvelle Vague nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Trotzdem ist Schießen Sie auf den Pianisten niemals nur eine Stilübung oder eine Hommage an den Film noir, sondern das frühe Meisterwerk eines der größten französischen Regisseure, der heute zu den Klassikern des Kinos zählt. Ein Film, der Geschichte geschrieben hat, zumal der Chansonnier und Schauspieler Charles Aznavour hier eine seiner Glanzvorstellungen abgibt.
(Joachim Kurz)
Gerührt von Claudes / Edouards Geschichte bringt Léna den Klavierspieler dazu, beim Kneipenbesitzer Plyne zu kündigen: Dem allerdings missfällt der Abgang seiner beiden Angestellten, im darauf folgenden Handgemenge tötet Charlie den Kneipenbesitzer und flieht gemeinsam mit Léna. Bald schon ist den beiden nicht nur die Polizei auf den Fersen, sondern auch Charlies Brüder, die ins kriminelle Milieu abgerutscht sind…
Nach Sie küssten und sie schlugen ihn ist Schießen Sie nicht auf den Pianisten Francois Truffauts zweiter Film, und einer seiner besten dazu - eine deutliche Verbeugung vor den Meisterwerken von Hollywoods Schwarzer Serie, deren Einfluss auf die französische Nouvelle Vague nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Trotzdem ist Schießen Sie auf den Pianisten niemals nur eine Stilübung oder eine Hommage an den Film noir, sondern das frühe Meisterwerk eines der größten französischen Regisseure, der heute zu den Klassikern des Kinos zählt. Ein Film, der Geschichte geschrieben hat, zumal der Chansonnier und Schauspieler Charles Aznavour hier eine seiner Glanzvorstellungen abgibt.
(Joachim Kurz)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Schießen Sie auf den Pianisten
Originaltitel:
Tirez sur le pianiste - TV-Tipp der Woche
Produktionsland:
Frankreich
Produktionsjahr:
1960
Länge:
82 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
CAST & CREW
Regie:
Francois Truffaut
Hauptdarsteller:
Charles Aznavour, Marie Dubois, Michèle Mercier, Nicole Berger, Serge Davri
FILMBEWERTUNG
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