Das Protokoll einer Verwahrlosung
Keiko, eine junge alleinstehende Mutter, ist mit ihren vier Kindern Akira, Kyoko, Shigeru und Yuki in eine kleine Wohnung gezogen und schirmt die Kleinen hermetisch von der Außenwelt ab. Die Kinder dürfen nicht zur Schule gehen, sie dürfen nicht draußen spielen und nicht laut sein. Der zwölfjährige Akira kümmert sich liebevoll wie ein Ersatzvater um seine Geschwister, denn Keiko ist oft weg, da sie arbeitet. Brav und diszipliniert lernen die Kinder in dieser Zeit zuhause. Eines Tages verschwindet Keiko und hinterlässt Akira eine Nachricht, in der sie ihn bittet, für seine Geschwister, die allesamt von verschiedenen Vätern stammen, zu sorgen.
Selbst als ein Monat vergangen ist, halten die Kinder immer noch an den strengen Regeln ihrer Mutter fest, die kurz auftaucht, Geschenke mitbringt und abermals verschwindet. Doch trotz aller Versprechungen bleibt Keiko dieses Mal verschwunden, sie kehrt nicht zurück und hat ihre Familie endgültig im Stich gelassen. Nun sind die vier Kinder ganz auf sich alleine gestellt und müssen Schritt für Schritt den Weg zurück in ein Leben wagen, das ihnen fremd geworden ist.
Regisseur Hirokazu Kore-Edas Werk war einer der aufsehenerregensten Filme beim letztjährigen Filmfestival in Cannes. Anläßlich einer Pressekonferenz auf dem Festival erklärte Kore-Eda , dass es ihm darum gegangen sei, einen Film über eine Kindheit in Tokio zu drehen, die Stadt, in der er geboren wurde und aufwuchs. In der Geschichte verarbeitete er eigene Ängste, die sich in seiner kindlichen Vorstellungswelt darum drehten, was passieren würde, wenn seine Mutter eine Tages nicht von der Arbeit nach Hause käme. Trotz der unglaublichen Tat der Mutter war es wesentlich für Kore-Eda, die Mutter nicht als Monster darzustellen, sondern sie verstehbar und menschlich zu gestalten. Ruhig, behutsam, fast meditativ erzählt Kore-Eda vom Verlust der Mutter, vom Leid, und vom Weiterleben, beinahe so, als sei das alles nur ein Traum. Mag sein, dass manchem das zu behutsam ist, wer aber die Zeit und die Muße hat, sich auf diesen Film einzulassen, dem sei versprochen, dass er eintaucht in die ganz eigene Welt der Kinder.
Selbst als ein Monat vergangen ist, halten die Kinder immer noch an den strengen Regeln ihrer Mutter fest, die kurz auftaucht, Geschenke mitbringt und abermals verschwindet. Doch trotz aller Versprechungen bleibt Keiko dieses Mal verschwunden, sie kehrt nicht zurück und hat ihre Familie endgültig im Stich gelassen. Nun sind die vier Kinder ganz auf sich alleine gestellt und müssen Schritt für Schritt den Weg zurück in ein Leben wagen, das ihnen fremd geworden ist.
Regisseur Hirokazu Kore-Edas Werk war einer der aufsehenerregensten Filme beim letztjährigen Filmfestival in Cannes. Anläßlich einer Pressekonferenz auf dem Festival erklärte Kore-Eda , dass es ihm darum gegangen sei, einen Film über eine Kindheit in Tokio zu drehen, die Stadt, in der er geboren wurde und aufwuchs. In der Geschichte verarbeitete er eigene Ängste, die sich in seiner kindlichen Vorstellungswelt darum drehten, was passieren würde, wenn seine Mutter eine Tages nicht von der Arbeit nach Hause käme. Trotz der unglaublichen Tat der Mutter war es wesentlich für Kore-Eda, die Mutter nicht als Monster darzustellen, sondern sie verstehbar und menschlich zu gestalten. Ruhig, behutsam, fast meditativ erzählt Kore-Eda vom Verlust der Mutter, vom Leid, und vom Weiterleben, beinahe so, als sei das alles nur ein Traum. Mag sein, dass manchem das zu behutsam ist, wer aber die Zeit und die Muße hat, sich auf diesen Film einzulassen, dem sei versprochen, dass er eintaucht in die ganz eigene Welt der Kinder.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Nobody Knows
Originaltitel:
Dare mo shiranai
Produktionsland:
Japan
Produktionsjahr:
2004
Länge:
140 (Min.)
Verleih:
Rapid Eye Movies
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
07.04.2005
CAST & CREW
Regie:
Hirokazu Kore-Eda
Drehbuch:
Hirokazu Kore-Eda
Kamera:
Yutaka Yamasaki
Schnitt:
Hirokazu Kore-Eda
Musik:
Titi Matsumura, Gonzalez Mikami
Hauptdarsteller:
Yuya Yagira, Ayu Kitaura, Hiei Kimura, Momoko Shimizu, Hanae Kan
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
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Von: wmw am: 15.03.08
diesen film werde ich nie vergessen. er hat mich umgehauen.
Von: Fabian am: 27.11.06
Ein wirklich gelungener Film auch wenn der Vergleich mit Ozus Filmen vielleicht übertrieben ist zeigt der Streifen Ozu-Einfluss. Die Fotografie fand ich teilweise verbesserungswürdig aber sonst 1a!! Vor allem von der Schauspilerleistung aus betrachtet. Auch das Thema ist ein Problem vieler heutiger Industriegesellschaften.
Von: Michael am: 14.09.06
Ein Film der mir sehr ans Herz ging, es ist ein trotz der traurigen Geschichte sehr lebendiger und Lebens bejahender Film, der auf ein wahre Geschichte beruht.
Die Schauspieler sind alles leihen.Er ist wunderbar Fotografiert und auch die Filmmusik ist exzellent.
Von: Lisa am: 02.01.06
Ich denke, dieser Film ist super gelungen.Er ist melancolisch und doch sehr spannend.Er reißt ein sehr mit, man kann sich mit hinein versetzen.
Ganz klar, er ist mein Lieblingsfilm, außerdem Respekt vor Yuya, er ist so ein genialer Schauspieler, ich frage mich wie alt er jetzt wohl ist?! Er hat zu recht den 1.Preis gewonnen.
Von: Jörn am: 20.06.05
Starker Film! Ohne eine Meinung oder Wertung abzugeben, geschweige denn dem Zuschauer eine solche aufzudrücken, protokolliert der Film einfach nur die (ansatzweise auf wahren Begebenheiten beruhenden) Ereignisse. Großen Respekt muss man den Kindern zollen, die um Längen besser spielen als die meisten ihrer erwachsenen "Kollegen".
FAZIT: Mitreißender Film, ohne jedoch reißerisch zu sein!






