Berlinale: Generation
Miao Miao (Ko Chia Yen) kommt aus Japan und wird ein Jahr in Taipeh, Taiwan als Austauschschülerin verbringen. Schon bald lernt sie Ai (Sandrine Pinna), eine aufgeweckte Mitschülerin und Cheng Fei (Fan Chih Wei), den gut aussehenden Besitzer eines CD-Ladens kennen. Mit Ai verbindet sie bald eine tiefe Freundschaft und die gemeinsame Vorliebe für quietschbunte Torten. Cheng Fei, attraktiv doch unsäglich depressiv ignoriert sich anfangs geflissentlich, was – wie sollte es auch anders sein – in Miao Miao ein starkes romantisches Verlangen rührt. Doch auch Ai verliebt sich bald – in Miao Miao. So entspinnt sich ein Jahr voller Leidenschaften, Gefühle und gebrochener Herzen.
In Miao Miao bekommt keiner so richtig was er will. Ai will Miao Miao, die will Cheng Fei, nichts ahnend, dass dieser nicht an Mädchen interessiert ist und seinem verstorbenen Liebhaber nachtrauert. Verloren sind sie, die drei Teenager, die Regisseur Cheng Hsiao-Tse geschickt vor dem Hintergrund des riesigen Taipehs inszeniert, einer Stadt, die ganz wie die Charaktere selbst im Transit ist zwischen alt und neu. Das Austauschjahr wird ein Jahr der Suche und des Erwachsenwerdens. Langsam aber stetig wachsen die drei Charaktere, aneinander gehalten von Freundschaften, die nicht zerbrechen und an der Last der Gefühle. Erfrischend, dass Regisseur Cheng Hsiao-Tse auf den üblich schnulzig-kitschigen Teenagerzuckerguss verzichtet, von dem sonstige Coming-of-age Geschichten gern nur so strotzen. Und auch das Thema der Homosexualität wird hier nicht ausgeblendet oder mit Samthandschuhen angefasst. Im Gegenteil, Liebe ist Liebe in diesem Film, egal ob zum gleichen oder zum anderen Geschlecht. Eine Haltung, die für asiatischen Film keineswegs üblich ist.
Miao Miao ist ein solider kleiner Film über das Erwachsenwerden, Freundschaft und Liebe in all ihren Facetten.
(Beatrice Behn)
In Miao Miao bekommt keiner so richtig was er will. Ai will Miao Miao, die will Cheng Fei, nichts ahnend, dass dieser nicht an Mädchen interessiert ist und seinem verstorbenen Liebhaber nachtrauert. Verloren sind sie, die drei Teenager, die Regisseur Cheng Hsiao-Tse geschickt vor dem Hintergrund des riesigen Taipehs inszeniert, einer Stadt, die ganz wie die Charaktere selbst im Transit ist zwischen alt und neu. Das Austauschjahr wird ein Jahr der Suche und des Erwachsenwerdens. Langsam aber stetig wachsen die drei Charaktere, aneinander gehalten von Freundschaften, die nicht zerbrechen und an der Last der Gefühle. Erfrischend, dass Regisseur Cheng Hsiao-Tse auf den üblich schnulzig-kitschigen Teenagerzuckerguss verzichtet, von dem sonstige Coming-of-age Geschichten gern nur so strotzen. Und auch das Thema der Homosexualität wird hier nicht ausgeblendet oder mit Samthandschuhen angefasst. Im Gegenteil, Liebe ist Liebe in diesem Film, egal ob zum gleichen oder zum anderen Geschlecht. Eine Haltung, die für asiatischen Film keineswegs üblich ist.
Miao Miao ist ein solider kleiner Film über das Erwachsenwerden, Freundschaft und Liebe in all ihren Facetten.
(Beatrice Behn)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Miao Miao
Produktionsland:
Taiwan
Produktionsjahr:
2008
Länge:
83 (Min.)
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