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Im weißen Rössl - Wehe du singst!

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3 Sterne aus 18 Bewertungen

Kinostart: 07.11.2013
FSK: 6
Genre: Komödie, Romanze
Tags: Liebe, Remake, Heiratsantrag, Berge, Kitsch, Wolfgangsee

Schön kitschig, kitschig schön

"So ein Kitsch", entfährt es Ottilie, als sie das "Weiße Rössl" sieht. Das mag man sich auch als Zuschauer denken, aber das "Weiße Rössl" ist nun mal der Inbegriff des Kitschs, wie man ihn nicht zuletzt aus der Verfilmung mit Peter Alexander kennt. Die ist heute altmodisch und angestaubt – also das genaue Gegenteil des neuen, höchst vergnüglichen Films mit Diana Amft.

Ottilie (Diana Amft) wurde von ihrem Freund verlassen, weswegen sie ihren Vater Wilhelm (Armin Rohde) zum Urlaub im Weißen Rössl am Wolfgangsee begleitet. Schon auf dem Hinweg lernt Ottilie dank Beinaheunfall Dr. Otto Siedler (Tobias Licht) kennen, der sich Hals über Kopf in sie verliebt. Da er auch im "Weißen Rössl" absteigt, beginnt er sofort, um sie zu buhlen. Die Wirtin Josepha (Edita Malovic) ist wiederum in Otto verschossen und ignoriert darüber den in sie verliebten Kellner Leopold (Fritz Karl). Es geht aber noch komplizierter. Auch der neureiche Sigi Sülzheimer (Gregor Bloeb) ist an Ottilie interessiert – und will das Weiße Rössl kaufen, hat aber nichts Gutes damit vor.

Schon der Untertitel Wehe, du singst! gibt den Taktstock vor. Denn – natürlich – hier wird auch gesungen, manchmal sogar neudeutsch, wie im Titellied, das vom "White Horse Inn" erzählt. Die Operettenherkunft kann und will der Film nicht verleugnen, er versteht sich aber als augenzwinkernder Kommentar auf die Heile-Welt-Optik von anno dazumal. Hier ist alles dabei, was bei diesem Stoff zu erwarten ist: Gesang, Tanz, Regenbogen, tolle Panoramen, viel Romantik, aber alles nie bierernst, sondern vergnügt humorig.

Aus dem Aufeinanderprall eines Berliner Stadtmädchens mit dem ländlichen Bergidyll des Salzkammerguts ist ein Kulturschock der besonders nachvollziehbaren Art. Die schon in die Jahre gekommene Vorlage wird hübsch modernisiert und auffrisiert, so dass einer der beschwingtesten und amüsantesten deutschen Filme des Jahres herausgekommen ist. "Fehlt nur noch, dass wer singt", ätzt Ottilie, nichts ahnend, dass schon bald richtig viel gesungen wird, inklusive einer knackigen Einlage im Bollywood-Stil.

Im weißen Rössl zelebriert den Kitsch und macht sich über ihn lustig. Ein famoses Singspiel, das für gute Laune sorgt.

(Peter Osteried)

Daten & Fakten

Produktionsland: Deutschland, Österreich
Produktionsjahr: 2013
Länge: 97 (Min.)
Verleih: Senator Film Verleih
Kinostart: 07.11.2013

Cast & Crew

Regie: Christian Theede
Drehbuch: Jan Berger
Kamera: Stephan Schuh
Schnitt: Martin Rahner
Musik: Dominik Giesriegl
Hauptdarsteller: Armin Rohde, Fritz Karl, Gregor Bloéb, Diana Amft, Edita Malovcic, Tobias Licht

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