Ich bin Nummer Vier
Originaltitel:
I Am Number Four
Kinostart:
17.03.2011
FSK:
12
Genre:
Action, Science Fiction
Leserbewertung:
Vier gewinnt
Die Dramatik von Ich bin Nummer Vier beschreibt Produzent Michael Bay als die eines Teenagers, der alles findet, wonach er gesucht hat, aber es nicht haben kann: "Weil er zuerst die Welt retten muss." Ob Bay vor Dramatik einfach das "Melo" vergessen hat oder ihm bereits eine ganze Reihe von Filmen basierend auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Pittacus Lore vorschwebte, ist unklar. Zunächst gilt es für den jungen John (Alex Pettyfer) in dem Fantasy-Abenteuer, sein eigenes Leben zu retten.
John ist nicht der wahre Name des neuen Schülers in dem Städtchen Paradise. Nur eines der Pseudonyme unter denen der Jugendliche in immer wechselnden Orten lebt, mit seinem Beschützer Henri (Timothy Olyphant) auf der Flucht vor düsteren Verfolgern, die auch Johns Vater getötet haben. Denn John ist eines aus einer Gruppe von Alien-Kindern mit übernatürlichen Kräften. Drei von ihnen sind tot. "Ich bin Nummer vier", weiß John. Obwohl die Entdeckung seiner Fähigkeiten droht, weigert sich John aus Liebe zu seiner Schulkameradin Sarah (Dianna Agron), Paradise zu verlassen. Seinen Verfolgern bleibt sein Aufenthaltsort nicht verborgen und sie sind weder äußerlich noch charakterlich so menschlich wie John.
Aus Alien-Invasion-Film, Superheldengeschichte und Jugenddrama konzipierte Regisseur D. J. Caruso einen kruden Science-Fiction-Thriller, der sich großzügig bei anderen Werken des Unterhaltungskinos bedient. Die roten und blauen Lichtwaffen, mit denen sich John und der dämonische Commander (Kevin Durand) der Aliens, die ihn jagen, bekriegen, erinnern an die Laserschwerter aus Star Wars, John und sein schmächtiger Freund Sam (Callan McAuliffe) ähneln so sehr einem Superhelden und dessen Sidekick, dass man fast erwartet, sie im "Batman"- und "Robin"-Kostüm auftreten zu sehen. Und die Alien-Kriegerin Nummer Sechs (Teresa Palmer) gleicht in ihrer Motorradkluft einer jungen Version von Pamela Anderson in Barb Wire.
Nicht einmal als schlichte Action-Unterhaltung kann Ich bin Nummer Vier indes überzeugen. Noch bedenklicher als die für ein Kinderpublikum, auf das die Handlung augenscheinlich ausgerichtet ist, mitunter drastischen Gewaltszenen ist eine fragwürdige Unterteilung in "gute" und "schlechte" Gewalt, die rassistische Gleichsetzung von fremd Aussehendem mit Bösem und die unterschwellige Botschaft, Pflichterfüllung solle für Jugendliche über Selbstverwirklichung stehen. Durch das offene Ende, das deutlich auf eine Fortsetzung verweist, und die Schematik in der Einführung der Charaktere wirkt Ich bin Nummer Vier mehr wie der Pilot-Film zu einer Fernsehserie, der Figuren und Setting der Geschichte etabliert, anstatt wie ein eigenständiges Werk. Von den zahlreichen angerissenen Plot-Strängen bleibt kaum mehr als ein wirrer Haufen loser Enden.
Wie es mit der Beziehung von John und Sarah weitergeht, bleibt unklar. Das Verschwinden von Sams Vater ist ungelöst und Sam selbst bricht mit John auf, anscheinend ohne dass seine Eltern davon wissen. Nicht die feindlichen Aliens, sondern eine Gruppe ihrer Gesandten ist besiegt, der höchstwahrscheinlich eine weitere nachgeschickt werden wird - größer und mächtiger, um John auch garantiert zu vernichten. Der persönliche Hintergrund von Nummer Sechs wird nie enthüllt. Sie ist nicht mehr als kühle dea ex machina, deren Funktion innerhalb der Geschichte sich darauf beschränkt, die martialische Effekt-Schlacht fürs Erste zu einem Ende kommen zu lassen. Bis sie dann in Ich bin Nummer Fünf oder unter einem ähnlich albernen Titel weitergeht.
(Lida Bach)
John ist nicht der wahre Name des neuen Schülers in dem Städtchen Paradise. Nur eines der Pseudonyme unter denen der Jugendliche in immer wechselnden Orten lebt, mit seinem Beschützer Henri (Timothy Olyphant) auf der Flucht vor düsteren Verfolgern, die auch Johns Vater getötet haben. Denn John ist eines aus einer Gruppe von Alien-Kindern mit übernatürlichen Kräften. Drei von ihnen sind tot. "Ich bin Nummer vier", weiß John. Obwohl die Entdeckung seiner Fähigkeiten droht, weigert sich John aus Liebe zu seiner Schulkameradin Sarah (Dianna Agron), Paradise zu verlassen. Seinen Verfolgern bleibt sein Aufenthaltsort nicht verborgen und sie sind weder äußerlich noch charakterlich so menschlich wie John.
Aus Alien-Invasion-Film, Superheldengeschichte und Jugenddrama konzipierte Regisseur D. J. Caruso einen kruden Science-Fiction-Thriller, der sich großzügig bei anderen Werken des Unterhaltungskinos bedient. Die roten und blauen Lichtwaffen, mit denen sich John und der dämonische Commander (Kevin Durand) der Aliens, die ihn jagen, bekriegen, erinnern an die Laserschwerter aus Star Wars, John und sein schmächtiger Freund Sam (Callan McAuliffe) ähneln so sehr einem Superhelden und dessen Sidekick, dass man fast erwartet, sie im "Batman"- und "Robin"-Kostüm auftreten zu sehen. Und die Alien-Kriegerin Nummer Sechs (Teresa Palmer) gleicht in ihrer Motorradkluft einer jungen Version von Pamela Anderson in Barb Wire.
Nicht einmal als schlichte Action-Unterhaltung kann Ich bin Nummer Vier indes überzeugen. Noch bedenklicher als die für ein Kinderpublikum, auf das die Handlung augenscheinlich ausgerichtet ist, mitunter drastischen Gewaltszenen ist eine fragwürdige Unterteilung in "gute" und "schlechte" Gewalt, die rassistische Gleichsetzung von fremd Aussehendem mit Bösem und die unterschwellige Botschaft, Pflichterfüllung solle für Jugendliche über Selbstverwirklichung stehen. Durch das offene Ende, das deutlich auf eine Fortsetzung verweist, und die Schematik in der Einführung der Charaktere wirkt Ich bin Nummer Vier mehr wie der Pilot-Film zu einer Fernsehserie, der Figuren und Setting der Geschichte etabliert, anstatt wie ein eigenständiges Werk. Von den zahlreichen angerissenen Plot-Strängen bleibt kaum mehr als ein wirrer Haufen loser Enden.
Wie es mit der Beziehung von John und Sarah weitergeht, bleibt unklar. Das Verschwinden von Sams Vater ist ungelöst und Sam selbst bricht mit John auf, anscheinend ohne dass seine Eltern davon wissen. Nicht die feindlichen Aliens, sondern eine Gruppe ihrer Gesandten ist besiegt, der höchstwahrscheinlich eine weitere nachgeschickt werden wird - größer und mächtiger, um John auch garantiert zu vernichten. Der persönliche Hintergrund von Nummer Sechs wird nie enthüllt. Sie ist nicht mehr als kühle dea ex machina, deren Funktion innerhalb der Geschichte sich darauf beschränkt, die martialische Effekt-Schlacht fürs Erste zu einem Ende kommen zu lassen. Bis sie dann in Ich bin Nummer Fünf oder unter einem ähnlich albernen Titel weitergeht.
(Lida Bach)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Ich bin Nummer Vier
Originaltitel:
I Am Number Four
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2011
Länge:
109 (Min.)
Verleih:
Walt Disney Motion Pictures Germany
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
17.03.2011
CAST & CREW
Regie:
D.J. Caruso
Drehbuch:
James Frey, Alfred Gough, Jobie Hughes, Miles Millar
Kamera:
Guillermo Navarro
Schnitt:
Jim Page
Hauptdarsteller:
Teresa Palmer, Timothy Olyphant, Alex Pettyfer, Kevin Durand, Dianna Agron
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
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Von: Bruce am: 16.10.11
Frau Bach vieleicht sollten sie sich besser einen neuen Job suchen den zum Kritiken schreiben eignen sie sich genau so gut wie ein Toastbrot zum Eier aufschlagen!
Ich habe diesen Film gesehen und konnte nicht auch nur ansatz weise das sehen was sie hier schildern. Oder haben sie etwa einen ganz anderen Film gesehen als wir?
Von: Lala am: 02.10.11
Die Kritik ist voreingenommen und sehr hart kritisiert, teilweise auch unberechtigt. Ich kann nur Sachen wiederholen, die schon genannt wurden, aber hat mich die Kritik sehr verärgert, weswegen ich dies schreiben muss.
Ich muss zugeben, ich hab es leider verpasst ihn im Kino zu sehen, schaute mir ihn aber sofort auf DvD an, solbald er draußen war. Und ich war hin und weg.
Der Film hatte meiner Meinung nach eine gute Schauspielerwahl und auch mit der Animation haben sie sich sehr viel Mühe gegeben. Von Anfang an fand ich den Film spannend und konnte gar nicht mehr wegsehen.
Das hier die Waffen mit Star Wars Lichtschwertern verglichen werden, ist vollkommen absurd, denn die einzige Gemeinsamkeit die sie haben, ist das Licht. Laserwaffen wurden schon in unzähligen Filmen verwendet, das kann man nicht als Kritikpunkt aufzählen.
Die "rassistische Gleichsetzung von fremd Aussehen mit Bösen" ist vollkommener Schwachsinn. Man muss auf die Gesamtsituation des Filmes achten bzw. auf die "Bösen". Nur weil sie anders aussehen heißt es nicht, dass das rassistisch aufgefasst wird. In vielen Filmen stellt man Gut und Böse mit verschiedenen Aussehen, Farben, Waffen etc. dar.
Was mich zusätzlich ärgert, ist das die Liebesgeschichte mit Twilight von Kritikern gleichgestellt wird. Das stimmt nicht. Wenn man sich den Film genau angucken würde, dann würde man fest stellen, das es hier um Nummer 4 und sein Fluchtleben geht, wie er sich entwickelt etc.
Der Titel ist nicht albern. Er ist nicht gerade gut gewählt, weil man sich nichts drunter vorstellen kann, kann man aer selten unter Filmtitel. Er wurde direkt so vom Buch übernommen.
Ich persönlich, finde den Film unterhaltsam und spannend und ich hoffe, dass die letzten geplanten 5 Teile doch noch gedreht werden. Leider sieht es nämlich nicht so aus, aufgrund der schlechten Einspielergebnisse, die man den schlechten und nicht berechtigten Kritiken zu verdanken hat.
Von: Lara am: 20.08.11
Ich habe mal ein wenig rumgelesen und festgestellt, dass es wirklich ziemlich viel Kritik gibt. Darum bin ich umso erfreuter, dass die kommentare auf dieser Seite so positiv sind! Mir hat der Film nämlich sehr gefallen und ich stimme den anderen zu! Ich finde es wirklich schade, dass es erst mal keine Fortsetzung geben wird. Und verärgert bin ich auch ein wenig. Ich hoffe sie werden sich besinnen und doch an einer Fortsetzung arbeiten.
Von: Sophia am: 19.08.11
So wie es aussieht sind Kritiker offensichtlich ihrerseits mit der übernatürlichen Gabe beschenkt, einem Besucher die Vorfreude auf einen Film zu verderben. Sicherlich ist es ihr Job, aber Respekt sollte man nicht verlernen. Wir können die gute Frau auch mal einen Film drehen lassen, und dann auch solche netten Dysphemismen verlauten lassen. Ihre Reaktion würde ich dann gern mal erleben. Aber egal. Meine Kritik:
Theater und Kino sind nun mal Unterhaltung, und basieren nicht nur auf wahren Begebenheiten. Dass gute Filme immer dramatisch sind, weil sie sonst langweilig wären, ist uns hoffentlich allen klar. Schließlich gehen wir nicht ins Kino, um uns Dokumentationen anzusehen. Nicht umsonst wird Dramatik mit Theater in Verbindung gebracht. Und das Kino ist der Nachfolger. Außerdem glaube ich, dass solche Kritiker verlernt haben zu genießen, weil es ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist, systematisch nach Fehlern Ausschau zu halten. So wie sie diesen Film findet, finde ich ihre Kritik: mechanisch, einfallslos, vorhersehbar und vor allem: melodramatisch. Ihre Anwendung von stilistischen Mitteln ist schlicht lächerlich. Die Belege: "Ob Bay vor Dramatik einfach das "Melo" vergessen hat ..." - Ihre Meinung von dem Produzenten und seinen Filmen hat sie damit sehr deutlich gemacht. Die Steigerung ihrer linearen Erörterung ist deutlich zu erkennen. Das wirkt sehr plump: „Nicht einmal als schlichte Action-Unterhaltung kann Ich bin Nummer Vier indes überzeugen. … Noch bedenklicher…“ Aber: „…mitunter drastischen Gewaltszenen ist eine fragwürdige Unterteilung in "gute" und "schlechte" Gewalt, die rassistische Gleichsetzung von fremd Aussehendem mit Bösem …“ – ist gar kein schlechter Ansatz. Leider wurde hier übersehen, dass ein gewisser Zusammenhang besteht. Beim Zusammenprall mehrerer Welten, stießen wahrscheinlich auch mehrere Weltperspektiven zusammen: verglichen mit uns hässlich - verglichen mit uns gewalttätig. Das andersartige Aussehen, sollte sicher nur bedeuten, dass ihr Heimatplanet andersartige Bedingungen hatte. Davon mal abgesehen waren die Reaktionen der „guten“ Außerirdischen nur durch das Motiv der Selbstverteidigung gekennzeichnet. Es gilt: „Entweder du, oder ich!“ Auch so ziemlich jeder Mensch würde sich verteidigen. Mit Aussagen wie: „Bis sie dann in Ich bin Nummer Fünf oder unter einem ähnlich albernen Titel weitergeht.“, hätte sie sehr aufpassen sollen. Damit erregt man nur die Missbilligung der Leser, die den Film gut fanden. Mal ganz davon abgesehen wirkt es sehr überheblich und arrogant. Es ist ihre Meinung von dem Film - die kann sie verbreiten, wie jeder andere Zuschauer ebenfalls. Dennoch sollte sie in Zukunft feinfühliger vorgehen.
Von: Kevin am: 07.08.11
Ich finde, das diese Kritik schlichtweg FALSCH ist.
Wie Teku vor mir schon sagte, "Offensichtlich ist sie kein besonderer Hollywood-Fan! Sie versteht sich dem Anschein nach als eine "Künstlerin" welche sich mehr der dramenhaften Kleinkunst und relativ unbekannten Filmemachern zugetan fühlt. Bay, Spielberg und CO. sind ihr scheinbar zu Mainstream und taugen somit grundsätzlich nichts." eine Kritik über einen Film zu schreiben, den man von anfang an nicht mag ist einfach Sinnlos. Meine Meinung, bildet euch eure eigene.









