Berlinale Panorama
Jedes Jahr sterben Tausende Wanderarbeiter auf den Baustellen Chinas. Für einen Hungerlohn schuften sie unter unmenschlichen Bedingungen, um ihren Familien ein paar Yuan nach Hause schicken zu können. Getting Home handelt von so einem Arbeiter, der weit entfernt auf einer Baustelle arbeitet in Shenzhen, der aufstrebenden Metropole an der Grenze zu Hongkong. Besser gesagt, arbeitete – denn am Anfang des Films ist er bereits tot. Und weil sein Freund Zhao (Zhao Benshan) das wohl geahnt hat, versprach Zhao die Leiche seines Kumpels Liu zurück in sein Heimatdorf nach Three Gorges zu bringen.
Eine weite Reise steht den Beiden bevor. Quer durch den Südwesten Chinas kämpft sich der kräftige Zhao mit dem toten Körper auf dem Buckel voran – meist zu Fuß, mal mit dem Bus oder Lastwagen, mal mithilfe eines großen Traktorrades. Immer wieder verlassen Zhao seine körperliche Kräfte, nicht jedoch die kreativen Einfälle, die Leiche zu transportieren – immer auf der Hut nicht entdeckt zu werden. Die Bekanntschaften, die das seltsame Duo unterwegs macht, sind mal förderlich, mal hinderlich, eigenwillige Charaktere aus der Unterschicht.
Getting Home basiert auf einer wahren Geschichte aus dem Jahr 2005. Vier Arbeiter wollten die Leiche eines Freundes nach Hause bringen und wurden am Ziel von der Polizei verhaftet. Regisseur Zhang Yang hat aus diesem Stoff eine wunderschöne, bittersüße Komödie gedreht. Das chinesische Publikum war begeistert, zumal der Protagonist Zhao Benshan ein populärer Komiker ist und eine lange Filmographie aufweisen kann. Regisseur Zhang Yang zählt mit Jia Zhangke, Wang Xiaoshuai und Zhang Yuan zu den Regisseuren der so genannten sechsten Generation, die sehr realistische Filme über die Probleme der Gesellschaft drehen wie Armut, Migration in die Städte, Abtreibung und Prostitution. In Getting Home beleuchtet Zhang Yang auf sehr verdauliche und subtile Weise die Lebensumstände der Unterschicht, aber auch die Beziehungen zwischen diesen Menschen. Es kommt selten vor, dass ein Publikum vor Freude während der Filmaufführung Beifall klatscht. Getting Home ist so ein Film.
(Katrin Knauth)
Eine weite Reise steht den Beiden bevor. Quer durch den Südwesten Chinas kämpft sich der kräftige Zhao mit dem toten Körper auf dem Buckel voran – meist zu Fuß, mal mit dem Bus oder Lastwagen, mal mithilfe eines großen Traktorrades. Immer wieder verlassen Zhao seine körperliche Kräfte, nicht jedoch die kreativen Einfälle, die Leiche zu transportieren – immer auf der Hut nicht entdeckt zu werden. Die Bekanntschaften, die das seltsame Duo unterwegs macht, sind mal förderlich, mal hinderlich, eigenwillige Charaktere aus der Unterschicht.
Getting Home basiert auf einer wahren Geschichte aus dem Jahr 2005. Vier Arbeiter wollten die Leiche eines Freundes nach Hause bringen und wurden am Ziel von der Polizei verhaftet. Regisseur Zhang Yang hat aus diesem Stoff eine wunderschöne, bittersüße Komödie gedreht. Das chinesische Publikum war begeistert, zumal der Protagonist Zhao Benshan ein populärer Komiker ist und eine lange Filmographie aufweisen kann. Regisseur Zhang Yang zählt mit Jia Zhangke, Wang Xiaoshuai und Zhang Yuan zu den Regisseuren der so genannten sechsten Generation, die sehr realistische Filme über die Probleme der Gesellschaft drehen wie Armut, Migration in die Städte, Abtreibung und Prostitution. In Getting Home beleuchtet Zhang Yang auf sehr verdauliche und subtile Weise die Lebensumstände der Unterschicht, aber auch die Beziehungen zwischen diesen Menschen. Es kommt selten vor, dass ein Publikum vor Freude während der Filmaufführung Beifall klatscht. Getting Home ist so ein Film.
(Katrin Knauth)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Getting Home
Originaltitel:
Luo Ye Gui Gen
Produktionsjahr:
2007
Länge:
97 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2007
CAST & CREW
Regie:
Zhang Yang
Hauptdarsteller:
Zhao Benshan, Hong Qiwen, Song Dandan, Guo Degang, Hu Jun
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Artikel zum Thema
El Camino de los Ingleses
Deserto Feliz
Angel
Berlinale 2007: Goldener Bär für "Tuyas Ehe"
Lost in Beijing
Die Herzogin von Langeais
The Desert Dream
Bordertown
300
Beaufort
No Regret
Berlinale 2007: Goldener Bär für Kurzfilm "Raak"
Berlinale 2007 - Alle Filmkritiken im Überblick
The Walker
El otro
Les Témoins
When A Man Falls In The Forest
Haebyuneui Yoein
Tagebuch eines Skandals
Letters From Iwo Jima
Goodbye Bafana
In memoria di me
"Wasserschlacht " gewinnt Berlin Today Award
Eye in the Sky
O ano em que meus pais saíram de férias
Szabadság, szerelem
Die Fälscher
The Good German
Ad Lib Night
La Vie en Rose
Berlinale 2007: Kulturstaatsminister Neumann betont Bedeutung des Filmfestivals
Berlinale 2007: "Lost in Beijing" darf doch gezeigt werden
Vorschau auf die 57. Berlinale
Berlinale 2007: Sieben junge Filmfans vergeben Jurypreis "Dialogue en perspective"
Der Gute Hirte
Berlinale 2007: Filmmarkt wächst weiter
Berlinale 2007: Berlinale Kamera für Márta Mészáros
Berlinale 2007: 50.000 Euro für den Erstlings-Bär
Berlinale 2007: Panorama eröffnet mit "The Tracey Fragments"
Berlinale Keynotes: Neues Format bei der Berlinale
Berlinale angelt sich weiteren Hauptsponsor
Berlinale: Programm der Perspektive Deutsches Kino komplett
"Berlin Alexanderplatz" bei der Berlinale 2007
Berlinale 2007: Wettbsprogramm fast vollständig
Prominente Jury bei der Berlinale 2007
22. Panorama der Berlinale gibt erste Filme bekannt
Berlinale eröffnet mit "La Vie En Rose"
Berlinale: Christian Petzolds "Yella" im Wettbewerb
Berlinale: Internet-Filme halten Einzug
Berlinale gibt erste Titel für Sektion "Perspektive Deutsches Kino" bekannt
Berlinale 2007: Meisterwerke von Okamoto Kihachi im Forum
Berlinale 2007: Goldener Ehrenbär für Arthur Penn
Berlin Today Award eröffnet Berlinale Talent Campus 2007
Mitglieder für Berlinale-Jury gesucht






