fucking different Tel Aviv
Kinostart:
28.05.2009
Genre:
Kurzfilmkompilation
Leserbewertung:
Noch nicht genügend Bewertungen
Berlinale 2009: Panorama
Nach Berlin und New York stellt der Produzent Kristian Petersen mit Tel Aviv die dritte Installation seiner Fucking Different Reihe im diesjährigen "Panorama" der Berlinale vor. Das Grundkonzept ist noch immer das selbe: Schwule machen Filme über Lesben und Lesben über Schwule. Inszeniert werden die Filme, von denen keiner länger als acht Minuten sein soll, stets in einer bestimmten Stadt. Nach dem großen Erfolg der sich sehr sexuell präsentierten Berlinausgabe und der avantagardistischen New Yorker Version hat sich Petersen zusammen mit Koproduzenten Yair Hochner diesmal das krisengeschüttelte Tel Aviv ausgesucht.
Dementsprechend politisch sind die Kurzfilme auch geworden, zeigen sie doch ein Leben, das nicht nur von den üblichen Vorurteilen und Problemen geprägt ist, sondern auch von der ständigen Angst vor Terror und Krieg. Die verschiedenen Heransgehensarten an das Thema Homosexualität in Israel sind teils gelungen und provokant. Insgesamt kränkelt das Werk allerdings, genau wie seine Vorgänger an der Inkonsistenz der Qualität, was den Gesamteindruck ein wenig mindert. Nichts desto trotz handelt es sich hier um ein wichtiges Zeitdokument. Wie lieben wenn die Feinde nicht nur außerhalb der Grenzen stehen und sich die politischen Meinungen auch innerhalb der schwul-lesbischen Community nicht ignorieren lassen? Dazu noch der religiöse Druck, der auf den Beteiligten lastet. Wie findet man seine Nische? Wie lebt man anstatt nur zu überleben?
Die vielen kleinen Alltagsgeschichten, die subtilen Gesten, die leise gemurmelten Wünsche sind es, die dem Zuschauer ein kleinen Einblick in dieses Leben geben. Ein Leben dass noch weit entfernt ist von Freiheit und Gleichheit und in dem Liebe und Hoffnung, so verschwinden gering sie auch sein mögen, doch immer wieder seinen Weg bahnt und zum Weitermachen bewegt.
Fucking Different Tel Aviv lohnt sich definitiv als Einblick in das Leben und Lieben von Homosexuellen in Israel, wenn man über die Mängel einzelner Episoden hinwegsehen kann.
(Beatrice Behn)
Dementsprechend politisch sind die Kurzfilme auch geworden, zeigen sie doch ein Leben, das nicht nur von den üblichen Vorurteilen und Problemen geprägt ist, sondern auch von der ständigen Angst vor Terror und Krieg. Die verschiedenen Heransgehensarten an das Thema Homosexualität in Israel sind teils gelungen und provokant. Insgesamt kränkelt das Werk allerdings, genau wie seine Vorgänger an der Inkonsistenz der Qualität, was den Gesamteindruck ein wenig mindert. Nichts desto trotz handelt es sich hier um ein wichtiges Zeitdokument. Wie lieben wenn die Feinde nicht nur außerhalb der Grenzen stehen und sich die politischen Meinungen auch innerhalb der schwul-lesbischen Community nicht ignorieren lassen? Dazu noch der religiöse Druck, der auf den Beteiligten lastet. Wie findet man seine Nische? Wie lebt man anstatt nur zu überleben?
Die vielen kleinen Alltagsgeschichten, die subtilen Gesten, die leise gemurmelten Wünsche sind es, die dem Zuschauer ein kleinen Einblick in dieses Leben geben. Ein Leben dass noch weit entfernt ist von Freiheit und Gleichheit und in dem Liebe und Hoffnung, so verschwinden gering sie auch sein mögen, doch immer wieder seinen Weg bahnt und zum Weitermachen bewegt.
Fucking Different Tel Aviv lohnt sich definitiv als Einblick in das Leben und Lieben von Homosexuellen in Israel, wenn man über die Mängel einzelner Episoden hinwegsehen kann.
(Beatrice Behn)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
fucking different Tel Aviv
Produktionsland:
Deutschland, Israel
Produktionsjahr:
2008
Länge:
94 (Min.)
Verleih:
GM films
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
28.05.2009
CAST & CREW
Regie:
Yair Hochner et al
FILMBEWERTUNG
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