Die Sehnsucht nach ewiger Jugend
Wer hat sie nicht schon einmal gespürt, die Angst vor dem Älterwerden? Besonders unter Frauen hat Anti-Ageing-Kosmetik Hochkonjunktur. Eingriffe wie Fettabsaugen, und Lifting sind längst nicht mehr nur unter Hollywood-Stars akzeptierte Eingriffe. Den Kampf um die ewige Jugend greift Fruit Chan in seinem neuen Film Dumplings auf und erzählt von einem höchst ungewöhnlichen Verjüngungsrezept.
Qing (Miriam Yeung), ein ehemaliges, erfolgreiches TV-Starlet mittleren Lebensalters, sehnt sich nach der Zeit zurück, als sie ihr Publikum noch auf jugendlich charmante Weise verzauberte. Auch ihr wohlhabender Ehemann Sije Li (Tony Ka-Fai Leung) hat ihr seine Zuneigung und Aufmerksamkeit zugunsten seiner weitaus jüngeren Masseuse längst entzogen. Qings Wunsch nach Veränderung und Verjüngung ist so groß und unerträglich, dass sie eines Tages Mei (Bai Ling) aufsucht.
Mei ist bekannt für ihre spezielle Verjüngungsspeise: extrem teure Klöße mit halb transparenter Außenhaut und spezieller Fleischfüllung, deren Herkunft dem aufmerksamen Zuschauer bereits ganz am Anfang des Films offengelegt wird. Verführerisch und verlockend preist die ehemalige Gynäkologin Mei ihrer Kundin die verjüngenden Klöße an. Christopher Doyles phantastische Kamera fängt das Zubereitungsritual in einem Wechselspiel zwischen appetitanregenden und erschauernden Szenen ein. Nicht nur bei Qing kommen gemischte Gefühle vor und während dem Verzehren der aparten Mahlzeit auf. Auch dem Zuschauer dreht sich bei dem Gedanken an die schauderhafte Füllung der Magen um. Qing schlägt jedoch sich tapfer, die Aussicht auf die ersehnte Wirkung ist stärker als der Ekel.
Fruit Chan, der sich mit Made in Hongkong (1997) einen Namen im unabhängigen Hongkong-Kino gemacht hat, legt mit Dumplings seinen ersten kommerziellen Film vor. Der Film ist die neunzigminütige Version des gleichnamigen Kurzfilms, der Teil einer Trilogie mit dem Titel Three...Extremes ist. Die zwei anderen Beiträge des Horror-Omnibus-Films stammen von dem japanischen Regisseur Takashi Miike (Box) und dem Koreaner Park Chan-Wook (Cut).
Fruit Chan, geboren in Guangzhou, China ist im Alter von zehn Jahren nach Hongkong gezogen. In seinen Filmen setzt er sich meistens mit der sozialen Wirklichkeit und der politischen Situation Hongkongs auseinander und beweist, dass in seiner Wahlheimat auch Filmproduktionen jenseits der kommerziellen Blockbuster möglich sind. Auf internationalen Festivals wurde er bereits mehrfach für seine Leistungen ausgezeichnet.
(Katrin Knauth)
Qing (Miriam Yeung), ein ehemaliges, erfolgreiches TV-Starlet mittleren Lebensalters, sehnt sich nach der Zeit zurück, als sie ihr Publikum noch auf jugendlich charmante Weise verzauberte. Auch ihr wohlhabender Ehemann Sije Li (Tony Ka-Fai Leung) hat ihr seine Zuneigung und Aufmerksamkeit zugunsten seiner weitaus jüngeren Masseuse längst entzogen. Qings Wunsch nach Veränderung und Verjüngung ist so groß und unerträglich, dass sie eines Tages Mei (Bai Ling) aufsucht.
Mei ist bekannt für ihre spezielle Verjüngungsspeise: extrem teure Klöße mit halb transparenter Außenhaut und spezieller Fleischfüllung, deren Herkunft dem aufmerksamen Zuschauer bereits ganz am Anfang des Films offengelegt wird. Verführerisch und verlockend preist die ehemalige Gynäkologin Mei ihrer Kundin die verjüngenden Klöße an. Christopher Doyles phantastische Kamera fängt das Zubereitungsritual in einem Wechselspiel zwischen appetitanregenden und erschauernden Szenen ein. Nicht nur bei Qing kommen gemischte Gefühle vor und während dem Verzehren der aparten Mahlzeit auf. Auch dem Zuschauer dreht sich bei dem Gedanken an die schauderhafte Füllung der Magen um. Qing schlägt jedoch sich tapfer, die Aussicht auf die ersehnte Wirkung ist stärker als der Ekel.
Fruit Chan, der sich mit Made in Hongkong (1997) einen Namen im unabhängigen Hongkong-Kino gemacht hat, legt mit Dumplings seinen ersten kommerziellen Film vor. Der Film ist die neunzigminütige Version des gleichnamigen Kurzfilms, der Teil einer Trilogie mit dem Titel Three...Extremes ist. Die zwei anderen Beiträge des Horror-Omnibus-Films stammen von dem japanischen Regisseur Takashi Miike (Box) und dem Koreaner Park Chan-Wook (Cut).
Fruit Chan, geboren in Guangzhou, China ist im Alter von zehn Jahren nach Hongkong gezogen. In seinen Filmen setzt er sich meistens mit der sozialen Wirklichkeit und der politischen Situation Hongkongs auseinander und beweist, dass in seiner Wahlheimat auch Filmproduktionen jenseits der kommerziellen Blockbuster möglich sind. Auf internationalen Festivals wurde er bereits mehrfach für seine Leistungen ausgezeichnet.
(Katrin Knauth)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Dumplings - Delikate Versuchung
Originaltitel:
Gaudzi
Produktionsland:
Hongkong
Produktionsjahr:
2004
Länge:
91 (Min.)
Verleih:
3 L Filmverleih
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
04.08.2005
CAST & CREW
Regie:
Fruit Chan
Hauptdarsteller:
Tony Leung Ka Fai, Bai Ling, Miriam Yeung, Pauline Lau, Miki Yeung
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
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Von: Filmfan am: 25.07.06
Hab mir gerad mal die DVD angeschaut. Der Film ist nicht schlecht gemacht. Dass alle gleich wieder nach Zensur rufen ist ja klar. Ausgesprochen Deutsch ists auch. Der Staat soll bitte schön alles regeln, auch was ich so zu gucken habe und was nicht. Das das kein Kinderfilm ist, ist ja wohl klar, aber ich möchte als erwachsener Mensch selber entscheiden, was ich schau. Und dass Leute deshalb Mist bauen, weil sie irgendwas davon in Filmen oder PC-Spielen gesehen haben, ist unter Experten zumindest umstritten.
Zum Film selber, wie gesagt, sehr gute Kamera. Und jedenfalls nicht reißerisch aufgemacht das ganze. Wer eklige Dinge im Film nicht mag, sollte halt den Film nicht schaun. Alle anderen dürfte der Film interessieren.
Von: aha aha am: 12.07.06
naja gleich zu sagen dass der film kranker blöder scheiss ist, ist wohl ein wenig voreillig. traurig aber wahr ist , dass in china in einigen provinzen tatsächlich föten gegessen werden, dies dient nämlich (aus aberglaube) der verjüngung und bei männern der potenzsteigerung.desweiteren sollte man auch weiter sehn , sprich die charakter analysieren was meines achtens sehr gelungen ist.
Von: Julia am: 15.12.05
Einfach nur geil !!!
Von: @Gast am: 10.08.05
Der "Kannibale von Rothenburg" war Realität, der Film ist Fiktion!!! Versucht bitte mal wenigstens für einen Moment, diese Grenze in Erinnerung zu rufen, bevor die Vergleiche total abstrus werden...
Von: @snacki am: 10.08.05
Wie unappetitlich von dir snacki. Etwas mehr Niewo bitte ...





