Filme

Zeit für Legenden

Jesse Owens ist zweifellos eine Ikone des 20. Jahrhunderts, nicht nur in sportlicher Hinsicht: Er stahl den Nazis die Show, ausgerechnet im Berlin des Jahres 1936, als eben jene neuen Machthaber dem Ausland zumindest schon einmal auf sportlicher Ebene ihre vermeintliche Überlegenheit der "arischen Rasse" demonstrieren wollten.

Kritik lesen Trailer ansehen

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows

Zwei Jahre nach dem Reboot sind die Turtles zurück. Größer, lustiger und noch spektakulärer sollte alles sein, aber das hat nicht verhindert, dass die 135-Millionen-Dollar-Produktion an der US-Kinokasse weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Die neue Reihe mit den Schildkröten-Ninjas folgt damit auch der alten Filmreihe – und das in mehr als einer Hinsicht.

Kritik lesen Trailer ansehen

Mahana - Eine Maori-Saga

Es ist das Leid des Klügeren, das Simeon (Akuhata Keefe) fast täglich in seiner Familie erfährt. Der Teenager ist der Bücherwurm der maorischen Großfamilie Mahana, die vom Patriarchen, seinem Großvater (Temuera Morrison), mit eiserner Hand geführt wird. Es gilt die alte Maori-Tradition, dass die Ältesten zu respektieren sind und diese für alle anderen die Entscheidungen treffen. Oder wie Simeons Lehrer George Bernard Shaw zitiert: "Familie ist eine Tyrannei, geführt von ihrem schwächsten Mitglied."

Kritik lesen Trailer ansehen

Antboy 3 - Superhelden hoch 3

Superheldenfilme in Serie sind, sagen wir’s ganz direkt, schnell ein Problem. Damit das Spiel aus Superkräften, Superschurken und Superselbstzweifeln nicht langweilig wird, muss etwas wirklich Interessantes passieren. An den „erwachsenen“ Superheld_innen von Marvel und DC Comics kann man das gut beobachten, zusammen mit den Strategien, die der Langeweile entgegenwirken sollen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Captain Fantastic

Ben Cash (Viggo Mortensen) zieht in einem Waldstück irgendwo in der Wildnis bei Washington seine sechs Kinder groß. Die Großfamilie hat es sich gut eingerichtet. Zusammen erlegen sie Wild, pflegen ihren Pflanzengarten und sammeln Wasser. So natürlich wie möglich soll das Leben sein. Aber nicht ohne Regeln und Prinzipien.

Kritik lesen Trailer ansehen

El Olivo - Der Olivenbaum

Wenn am 27. Juli das diesjährige Fünf Seen Filmfestival in der Schlossberghalle Starnberg festlich seine Pforten eröffnet, wird via Liveschaltung auch die spanische Filmemacherin Icíar Bollaín diesem Events beiwohnen und die illustren Gäste dieser Veranstaltung willkommen heißen. Denn es ist ihr neuster Film "El Olivo – Der Olivenbaum", den Matthias Helwig als Leiter für die Eröffnung des Filmfestivals ausgewählt hat.

Kritik lesen Trailer ansehen

1001 Nacht - Teil 1: Der Ruhelose

Diesen Sommer kommt die 1001-Nacht-Trilogie von Miguel Gomes mit erheblicher Verspätung in die Kinos. Das mag etwas merkwürdig klingen, denn ein Film kann nie zu spät kommen, aber in diesem besonderen Fall schmerzt die Zeit, die seit der Uraufführung im vergangenen Jahr in Cannes verging, doch sehr. Der Film ist nämlich eine Reaktion des Kinos und der Fiktion auf die Aktualität und die Politik.

Kritik lesen Trailer ansehen

Ghostbusters (2016)

Popkultur ist, wie jede Form von kultureller Produktion, nichts ohne ihren Kontext; nur dass bei ihr womöglich die Bezüge unmittelbarer, auch kurzfristiger sein mögen, stärker auf die Gegenwart bezogen oder wenigstens auf die Themen einer Generation, einer Lebenszeit. Sie ist prägend, auch stilbildend, und Revivals, die Nostalgie zurück in die 80er, 90er und die besten Hits aller Zeiten haben viel mit persönlicher Erinnerung zu tun, mit Kindheits- und Jugenderfahrungen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Alles was kommt

Und plötzlich, mitten im Leben, ist alles anders: Eben noch schien für die Philosophielehrerin Nathalie (Isabelle Huppert) alles in bester, bürgerlicher Ordnung zu sein: Seit 25 Jahren mit ihrem Mann (André Marcon) verheiratet, die Kinder mittlerweile erwachsen und aus dem Haus, das Lehrbuch über Philosophie in einem kleinen Verlag sorgt für Streicheleinheiten fürs Ego.

Kritik lesen Trailer ansehen

Willkommen im Hotel Mama

Erwachsene Kinder, die bei den Eltern wohnen müssen, können einem leidtun. Entweder sind sie unselbstständig geblieben und klammern auch noch bei scharfem Gegenwind, wie in der köstlichen französischen Komödie "Tanguy - Der Nesthocker" aus dem Jahr 2001, am Zuhause ihrer Kindheit. Oder sie kehren aus einem eigenen Haushalt, den sie sich nicht mehr leisten können, notgedrungen zurück in den elterlichen.

Kritik lesen Trailer ansehen

La isla mínima - Mörderland

Der Vergleich mit der ersten Staffel "True Detective" liegt nahe und wurde bereits oft gezogen. Und zugegeben: Was die Geschichte und die Charaktere betrifft, ähnelt "La isla mínima" der US-amerikanischen Serie. Doch hier enden die Vergleiche bereits. Denn der Thriller, der im Februar 2015 beim spanischen Filmpreis Goya mit zehn Trophäen nach Hause ging, ist ein eigenes kleines Meisterwerk. Und hat "True Detective" besonders die politische Komponente voraus.

Kritik lesen Trailer ansehen

Maggies Plan

Maggie (Greta Gerwig) hat einen Plan. Es ist ein Lebensplan, der ganz genau bestimmen soll, wie ihr Leben so verläuft. Das ist gut für Maggie, denn sie braucht Ordnung in ihrem Leben. Und laut diesem Plan will sie jetzt Kinder. Leider hat das mit dem dazugehörigen Freund/Ehemann nicht geklappt. Alle ihre Beziehungen waren eher kurzer Natur. Doch die Uhr tickt, der Plan drückt und so will sich Maggie kurzum einen Spermaspender suchen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Pets

Wer nicht ahnte, dass New York die Stadt der Haustiere ist, wird spätestens am Schluss des Animationsfilms "Pets" mächtig staunen: Da blickt die Kamera in die abendlich erleuchteten Fenster der Wolkenkratzer, wo gerade überall Hund, Katze und Wellensittich ihre heimgekehrten Frauchen und Herrchen freudig liebkosen. Könnten die Tiere erzählen, wie aufregend ihr Tag gewesen ist, die Menschen würden ihren Ohren nicht trauen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Heimatland

Das Ende beginnt ganz harmlos. Irgendwo in den schroffen Gebirgslandschaften der Zentralschweiz steigen zarte Dampfschwaden aus den Bergbächlein und Seen empor, zuerst nur ganz zögerlich, dann werden sie immer mehr, finden sich zusammen zu größeren Schwaden, bilden einen leichten Nebel und verwandeln das stille Gewässer eines kleinen Sees in eine Kreisbewegung, die sich zu einem Strudel auswächst.

Kritik lesen Trailer ansehen

The Legend of Tarzan (2016)

Sieht man den Trailer zum neuen Tarzan-Film, drängt sich einem die Frage auf, ob man heute einen Film über Tarzan machen kann, ohne sich direkt auf das Terrain von paternalistischen Darstellungsstrukturen und "White Primacy" zu begeben. Und als logische Konsequenz entstehen daraus die Zweifel, ob man dann überhaupt einen Film über Tarzan heute noch machen sollte.

Kritik lesen Trailer ansehen

Julieta

Man kann es Stil nennen, Handschrift oder auch Mangel an Flexibilität. Doch welchen Namen man dem Ganzen auch gibt, das Phänomen bleibt doch stets das gleiche: Es gibt Filmemacher, die erkennt man sofort in den ersten Szenen, an ihrer Art der Bildfindung und Inszenierung, an der Ausstattung, dem Kostümbild, den Charakteren, an der Musik und nicht zuletzt an den Geschichten, die sie erzählen. Pedro Almodóvar gehört ganz sicher zu dieser Spezies.

Kritik lesen Trailer ansehen

Wiener Dog

Spätestens als die Mumblecore-Queen Greta Gerwig im Jahre 2010 in Noah Baumbachs "Greenberg" eine tragikomische Bravour-Performance in Sachen Selbstzerstörung und Desorientierung lieferte, ahnte man, dass es irgendwann zu einer Zusammenarbeit mit dem Independent-Filmemacher Todd Solondz kommen würde. Und nun ist es passiert. Gleichwohl stellt sich zunächst Irritation ein: Gerwig spielt Dawn Wiener?! Die Dawn Wiener aus Solondz' Coming-of-Age-Meisterstück "Willkommen im Tollhaus" (1995)? Oh ja, das tut sie.

Kritik lesen Trailer ansehen

Dibbuk - Eine Hochzeit in Polen

Das eigentlich Unheimliche kommt ja nicht nur aus dem Unerwarteten, Fremden, das sich auf einmal im eigenen Leben breitmacht. Es kommt aus dem plötzlichen Bruch mit dem Vertrauten, aus Verschiebungen, die sich nicht erklären, Bewegungen, die sich nicht ändern lassen. Und natürlich bricht es am leichtesten ein, wenn Neues nur scheinbar vertraut ist, wenn unter der Oberfläche etwas lauert, das nicht greifbar und womöglich bösen Willens ist.

Kritik lesen Trailer ansehen

Seefeuer

Lampedusa, die größte der zwischen Tunesien und Italien gelegenen Pelagischen Inseln, ist eigentlich ein kleiner und recht unbedeutender Steinhaufen im Mittelmeer – und doch hat es das gerade mal 20 Quadratkilometer große Eiland zu einer großen und zumeist recht traurigen Berühmtheit gebracht: Seitdem die Flüchtlingszahlen aus Afrika und Kriegsgebieten wie Syrien massiv angestiegen sind, gilt Lampedusa als eine Art Vorposten Europas und zugleich aufgrund seiner Nähe zum afrikanischen Kontinent als jener Ort, den die Schlepper mit ihren Booten immer wieder ansteuern.

Kritik lesen Trailer ansehen

Hedi

Der junge Tunesier Hedi kann einem schon leidtun. Zumindest ein ganz klein wenig. 25 Jahre ist er alt und doch steht er immer noch unter der Fuchtel seiner Mutter, die für den Autoverkäufer dessen Leben regelt. Und so lässt er sich weiterhin herumschubsen, bevormunden, lässt sich zu einer arrangierten Hochzeit drängen, bei der die Mutter fest die Zügel in der Hand hält und alles so arrangiert, wie sie es gerne hätte. Und das natürlich stets unter dem Deckmantel, dass sie es ja stets nur gut mit ihrem Nesthäkchen meint.

Kritik lesen

Partner

  • Deutsche Film- und Medienbewertung
  • Arthaus Filme
  • Filmförderung Baden-Württemberg
  • Filmfest München