Filme

Ediths Glocken - Der Film

Es ist kurz vor Heiligabend im Berliner Bezirk Neukölln. Die befreundeten Nachbarinnen Brigitte „Biggy“ Wuttke (Biggy van Blond), Edith Schröder (Ades Zabel) und Jutta Hartmann (Bob Schneider) treffen auf eine vorweihnachtliche Plauderei in Biggys knallbuntem Leggins-Lädchen zusammen. Während ein Männerpärchen dort gleichzeitig – von Biggy hektisch voreinander versteckt – auf den letzten Drücker ein verschärftes Geschenk für den Liebsten sucht, herrscht bei den drei Damen zunächst eher Weihnachtsfrust.

Kritik lesen Trailer ansehen

Shut in

Seit 2005 erscheinen nach einer Umfrage unter Studioverantwortlichen und Produzenten auf der sogenannten "Black List" jährlich die populärsten, bislang unverfilmten Drehbücher Hollywoods. Dass die Zusammenstellung einen Überblick über die beliebtesten, nicht aber zwangsläufig besten Vorlagen bietet, wie Gründer Franklin Leonard nachdrücklich betont, unterstreicht der Psychothriller "Shut In", der auf einem Skript der Debütautorin Christina Hodson basiert. 2012 schaffte es ihr Drehbuch allen Ernstes auf die begehrte Liste.

Kritik lesen Trailer ansehen

Der die Zeichen liest

Wenn man früher als Teenager rebellieren wollte, hörte man Death Metal, ließ sich piercen und die Haare grün färben. In Kirill Serebrennikovs "Uchenik" ("The Student") ist die Bibel das Mittel der Wahl. Venya (Pyotr Skvortsov) hat sie für sich entdeckt und sie faktisch auswendig gelernt.

Kritik lesen Trailer ansehen

Austerlitz

Es gibt Dinge, die scheinen ganz normal und alltäglich zu sein, bis man einmal länger über sie nachdenkt und merkt, dass sie doch eigentlich ganz eigenartig sind. So muss es wohl dem ukrainischen Filmemacher Sergej Loznitsa ergangen sein, als er einmal Touristen sah, die sich an einem sonnigen Sommertag in ihrem Urlaub mit Kind und Kegel nach Sachsenhausen begaben, um sich ein Konzentrationslager anzuschauen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Office Christmas Party

Früher waren die Zeiten wilder. Die Leute debattierten noch mit Herzblut, sie soffen und rauchten. Sie ließen auf der Weihnachtsfeier im Büro die Sau raus. Am Tag danach herrschte dort dann eine peinliche Verlegenheit, die nicht mehr aus der Welt zu schaffen war. Es hatte mit einiger Wahrscheinlichkeit sexuelle Belästigungen, Gesichtsverluste, Respektlosigkeiten dem Chef gegenüber gegeben.

Kritik lesen Trailer ansehen

Right Now, Wrong Then

Vorspann in den Wolken: Wir kennen das – jemand hört uns genau mit aufmerksamen Augen und dem beständigen Nicken des Kopfes zu. Dann stellen wir ihm eine Frage und er braucht einen langen Moment, um zu verstehen, wo er überhaupt ist. Wir sind enttäuscht.

Kritik lesen Trailer ansehen

Hell or High Water

Texas. Unendliche Weiten. Unendlich viele kleine Städte, Farmen, Öl- und Maisfelder. Dazwischen Casinos als Einnahmequelle für die Komantschen und andere Stämme, denen damals vor 200 Jahren von den weißen Siedlern alles genommen wurde. Doch die Eroberung des reichen Landes ist in Texas nicht abgeschlossen. Eine neue alles an sich reißende Macht ist angekommen: die Banken.

Kritik lesen Trailer ansehen

Neruda

Irgendetwas ist komisch an diesem Film und es hat mit dem Licht zu tun. Permanent blendet es so direkt in die Kamera, dass man fast schon blinzeln möchte. Das geht in der ersten Szene los: Ein Raum im chilenischen Senat mit barockem Schmuck und weinroten Wänden, die Senatoren rauchen und diskutieren über Nerudas letztes Gedicht und ob dessen kommunistische Gesinnung tragbar ist. Auftritt des Dichters und Senators Pablo Neruda.

Kritik lesen Trailer ansehen

Nocturnal Animals

Die Tiere der Nacht, die Tom Ford ("A Single Man") in seinem zweiten Film beobachtet, sind menschlicher Art. In der Dunkelheit laufen sie umher. Die einen, weil sie es lieben, anderen aufzulauern und sie zu jagen. Die anderen, weil sie die unglücklichen Geschöpfe sind, die das Schicksal in der tiefen Nacht zur falschen Zeit an den falschen Ort gebracht hat. Opfer und Täter, Jäger und Gejagte.

Kritik lesen Trailer ansehen

Manchester by the Sea

Beim Versuch, eine adäquate, nicht klischierte audiovisuelle Vermittlung von Verlust und Trauer zu finden, kann ein Film viel falsch machen. Das fängt beim Erhalt der Todesnachricht an, die in unzähligen Produktionen in ähnlicher Weise gestaltet wird und dadurch längst zur Formel erstarrt ist: Die Kamera beobachtet eine Figur aus der Distanz, wie sie angesichts des Ablebens eines geliebten Menschen in sich zusammensackt (Steven Soderbergh nennt diese Darstellungsoption laut Matt Damon "den Sack").

Kritik lesen Trailer ansehen

Safari

Ein neues Jahr, ein neuer Ulrich-Seidl-Film und das ist gut so. Wer Seidls Dokumentarfilme kennt, weiß genau, was er/sie bekommt: in starren Einstellungen, stets perfekt mittig kadriert beobachtet seine Kamera ÖsterreicherInnen beim jeweiligen thematischen Treiben und lässt sie sich um Kopf und Kragen reden. Das Thema dieses Mal: Safari. Genauer: ÖsterreicherInnen, die in Afrika wilde Tiere töten. Weil sie es können. Dieses Recht gibt ihnen ihr Geld.

Kritik lesen Trailer ansehen

Elvis & Nixon

Elvis und Nixon sind zwei der meist imitierten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Groß ist also die Angst, dass ein Film, in dem gleich beide Figuren aufeinandertreffen sollen, sie zur Karikatur verkommen lässt. Die gute Nachricht: "Elvis & Nixon" tut das nicht. .

Kritik lesen Trailer ansehen

Jacques - Entdecker der Ozeane

Das Biopic "Jacques - Entdecker der Ozeane" widmet sich dem französischen Meereskundler und Filmemacher Jacques-Yves Cousteau (1910-1997). Regisseur Jérôme Salle ("Zulu") schrieb das Skript gemeinsam mit Laurent Turner auf Basis der Bücher von Jean-Michel Cousteau (des ersten Sohnes von Jacques-Yves) und Albert Falco (eines Team-Mitglieds des Forschungsschiffes "Calypso").

Kritik lesen Trailer ansehen

Alle Farben des Lebens

"Jedes Jahr blase ich die Geburtstagskerzen aus und wünsche mir dasselbe: Dass ich ein Junge bin". Aber Ray (Elle Fanning) wurde als Mädchen geboren. Nun ist er 16 Jahre alt und will endlich die Hormontherapie beginnen – und damit ein neues Leben: eine neue Schule, auf der er als Junge und nicht als Ramona bekannt ist und ganz "normale" Teenager-Erlebnisse haben kann.

Kritik lesen Trailer ansehen

Hong Kong Trilogy

Christopher Doyle, berühmt geworden vor allem für seine Arbeit an den frühen Filmen von Wong Kar-Wai, gilt als jemand, dessen Kamera vielmehr auf Geschehnisse am Set reagiert, statt sie zu bestimmen. Für "Hong Kong Trilogy" hat der Kameramann wieder einmal selbst Regie geführt. Es scheint fast so, als hätte er sich dabei nicht zwischen Reagieren oder Bestimmen entscheiden können.

Kritik lesen Trailer ansehen

Das unbekannte Mädchen

Es ist spät am Abend, eigentlich sind die normalen Öffnungszeiten der Praxis von Jenny Davin (Adèle Haenel) längst vorbei. Doch sie sitzt noch immer mit ihrem Praktikanten Julien (Olivier Bonnaud) über Papiere und Verordnungen gebeugt, als es an der Tür klingelt. Während Julien reagieren will, herrscht die junge Ärztin ihn an, nicht zu öffnen; wenn es dringend wäre, so weist sie ihn zurecht, hätte es mehrmals geklingelt.

Kritik lesen Trailer ansehen

Paula (2016)

Die deutsche Malerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907) zählt zu den bedeutendsten Vertreter_innen der expressionistischen Kunst. In ihrem kurzen Leben musste sie sowohl aufgrund ihres Geschlechts als auch aufgrund ihres unkonventionellen Malstils gegen zahlreiche Widerstände ankämpfen und gemeinsam mit ihrem Ehemann – dem Landschaftsmaler Otto Modersohn (1865-1943) – einen Weg finden, berufliche sowie künstlerische Selbstverwirklichung mit den Anforderungen des Familienlebens zu vereinbaren.

Kritik lesen Trailer ansehen

Salt and Fire

Die von Michael Shannon gespielte Figur des Riley zettelt in "Salt and Fire" – so viel kann an dieser Stelle ruhig verraten sein – eine Entführung an, um damit eine Schuld zu begleichen, eine gute Tat dem Versagen entgegenzustellen. Werner Herzog macht es ganz ähnlich. Er vereinnahmt das Medium Film zu einem bestimmten Zweck.

Kritik lesen Trailer ansehen

Sing

In der animalischen, animierten Fabelwelt von "Sing", die irgendwie weit, weit weg, aber doch auch ganz, ganz nah an unserer Realität ist, lebt ein Koala Bär namens Buster Moon (Matthew McConaughey/Daniel Hartwich). Und dieser liebt das Musiktheater so sehr wie es vielleicht nur ein Busby Berkeley, ein Andrew Lloyd Webber oder ein Kurt Weill jemals liebten. Seine Hingabe ist gänzlich und episch.

Kritik lesen Trailer ansehen

Vaiana

Es beginnt mit einem dieser poetischen Momente, für die Disneys bessere Animationsfilme bekannt, gar berühmt sind: Vaiana, die kleine Tochter des Inselchiefs, kann gerade einigermaßen unbeholfen laufen, da lockt sie das Meer mit schönen Muscheln hinaus zwischen die Wellen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Partner

  • Deutsche Film- und Medienbewertung
  • Arthaus Filme
  • Filmförderung Baden-Württemberg
  • Filmfest München
  • Festival Scope