Filme

Hey Bunny

Barnaby Metschurat und Lavinia Wilson sind seit über 15 Jahren ein Paar. Ein glückliches, wahrscheinlich – auf jeden Fall geht ihr erster ganz und gar eigener Film "Hey Bunny" auf die Suche nach dem Glück. Darsteller, Drehbuch, Produktion, Regie, Verleih – alles in ihrer Hand, alles selbst finanziert: Eine wilde Komödie, die kaum einzuordnen ist zwischen Beziehungsklamotte und Absurditätentheater. Eine Hybrid-Züchtung, die von Herzen kommt. Und Kaninchen sind auch dabei.

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Get Out

Ein Film, der wie eine perfekte Metapher auf die US-amerikanische Gesellschaft wirkt, der die vermeintlich Liberalen entlarvt, den alltäglichen Rassismus und Demütigungen für Schwarze zeigt – und noch dazu amüsant-gruselig ist. Über "Get Out" schwappten schon aus den USA einige Lobeshymnen über den großen Teich und die guten Nachrichten sind: Sie liegen allesamt richtig.

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Ich. Du. Inklusion. - Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft

Im Jahr 2008 hat die UN-Behindertenrechtskonvention „Inklusion“ als Menschenrecht für Menschen mit Behinderungen ausgerufen. Inklusion bedeutet, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Menschen mit Behinderungen sollen sich nun nicht mehr an ihre Umwelt anpassen müssen.

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Wrong Elements

Macht und Machtmissbrauch sind Themen, die den Journalisten Jonathan Littell umtreiben. Vor zehn Jahren hat er Die Wohlgesinnten geschrieben, einen Tatsachenroman über Nazis und den Holocaust, im französischen Original mehr als 900 Seiten lang. Littell ist also keiner, der sich gerne kurzfasst. Das merkt man auch seinem neuesten Werk, dem Dokumentarfilm Wrong Elements, an. Er dauert 133 Minuten – aber die haben es in sich. Denn Littell betreibt seine Feldstudie zur Macht diesmal in Uganda.

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Ihre beste Stunde - Drehbuch einer Heldin

Mit der britischen Produktion "Ihre beste Stunde - Drehbuch einer Heldin" legt die dänische Filmemacherin Lone Scherfig einen Mix aus historischem Drama, Branchensatire und screwball comedy vor. Im Kern erzählt Gaby Chiappes Drehbuch – basierend auf Lissa Evans' Roman "Their Finest Hour and a Half" – jedoch eine Emanzipationsgeschichte:

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Club Europa

"Das benutzt man hier: Du bist jetzt im Kartoffelland!", erklärt der US-Amerikaner Jamie (Artjom Gilz) seinem neuen WG-Kompagnon Samuel (Richard Fouofié Djimeli) am Küchentisch. Im nächsten Moment rechnet er ihm via GoogleMaps-Suchanfrage die vielen zurückgelegten Kilometer vor bis nach Berlin-Kreuzberg.

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Die Schlösser aus Sand

Jetzt sind sie wieder da, in diesem Haus in der Bretagne, Éléonore und Samuel, die lange ein Paar waren. Und jetzt ist alles anders. Sie hat ihn verlassen. Und ihr Vater ist gestorben, es geht um den Verkauf des Hauses, um die Abwicklung der Vergangenheit. Er weiß, dass er am besten nicht mitgekommen wäre. Aber sie hat nun mal keinen Führerschein. Und er kann nicht nein sagen. Und irgendwer muss ja die Holzbohlen der Terrasse renovieren …

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Der traumhafte Weg

Ganz sich und ihren Prämissen treu bleibt die deutsche Regisseurin Angela Schanelec in ihrem neusten Film "Der traumhafte Weg". Diese Prämissen entstammen der "Berliner Schule", wie die Filmkritik die Filmbewegung, die Mitte der 1990er Jahre entstand, getauft hat. Schanelec gehört zur ersten Generation von FilmemacherInnen, die einen ausgeprägten Stil in ihren Filmen vorweisen.

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Keeper

Maxime (Kacey Mottet Klein) ist gar nicht begeistert, als er erfährt, dass er Vater wird. Kein Wunder, schließlich ist er 15 Jahre alt und erst seit kurzem zusammen mit seiner gleichaltrigen Freundin Mélanie (Galatea Bellugi). Aber dann gehen die beiden Verliebten abends auf den Rummelplatz und Mel sagt zu Max, wenn er mit dem Plüschtiergreifer etwas gewinne, “behalten wir das Baby“.

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Ich wünsche dir ein schönes Leben

Elisa (Céline Sallette) ist Physiotherapeutin. Und etwas nagt an ihr: Damals, Anfang der 1980er, wurde sie gleich nach der anonymen Geburt zur Adoption freigegeben, sie weiß nicht, wer ihre Mutter ist. Nun hat sie selbst einen zehnjährigen Sohn, doch ihre eigene Herkunft erfährt sie nicht.

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Toro (2015)

Ein junger Mann mit Kapuzenjacke läuft nachts durch eine schmutzige Unterführung. Man könnte ihn für einen Jogger halten, doch lässt sich seine Kleidung nicht eindeutig einem Freizeitsportler zuordnen, der tagsüber im Büro sitzt. Vielleicht steht dieser Mann am Rande der Gesellschaft, hat aber trotzdem den Ehrgeiz, sich fit zu halten.

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Guardians of the Galaxy Vol. 2

Die Beschützer der Galaxis kämpfen gegen ein garstiges Tentakelwesen mit elefantendicker Haut, blinden Augen und multiplen Zahnreihen. Es sieht nicht gut aus für sie – da legt die Kamera unvermittelt einen Schwenk hin und Baby Groot beginnt das Tanzbein zu schwingen. Die Kampfgeräusche rücken in den Hintergrund, die Laserstrahlen aus den Kanonen der Guardians könnten im unscharfen Bildhintergrund auch als Lightshow einer Disco durchgehen.

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Monsieur Pierre geht online

Sylvies (Stéphane Bissot) Idee war gut gemeint. Weil ihr alter Vater Pierre (Pierre Richard) seit zwei Jahren nicht mehr seine Pariser Wohnung verlassen hat, sondern nur noch um seine verstorbene Frau trauert, soll er lernen, mit dem Internet umzugehen. So könnte er sich die Welt ins Haus holen, mit Sylvie skypen ...

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Siebzehn

Lanzenkirchen in Niederösterreich ist nicht gerade der Nabel der Welt – erst recht nicht, wenn man siebzehn Jahre alt ist, kurz vor der Matura steht und das Leben einem eigentlich weit offen und voller Möglichkeiten erscheint. Lanzenkirchen, rund eine Stunde von Wien entfernt, ist der Handlungsort von Monja Arts Spielfilmdebüt "Siebzehn" – und es ist auch die Gegend, in dem die Filmemacherin selbst aufgewachsen ist.

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Call Me By Your Name

Es gibt eine Szene am Ende von "Call Me By Your Name", die niemanden kalt lassen wird. Es ist ein Gespräch zwischen Vater und Sohn oder eher: es ist vielleicht der beste Austausch zwischen einem Vater und einem Sohn, der jemals auf der Kinoleinwand zu sehen war – und dabei sagt der Vater etwas, was sich viele Teenager und Heranwachsende von ihren Eltern gewünscht hätten.

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The Party

Die Abgründe, die sich hinter eigentlich ganz harmlosen Zusammenkünften wie einem Abendessen oder einer Feierlichkeit verbergen, sind ja in vielen Filmen der Dreh- und Angelpunkt für sich entspinnende Dramen und langsam entfaltende Beziehungskonflikte. Sally Potters "The Party" bildet innerhalb der Reihe von thematisch ähnlichen Filmen allerdings insofern eine Ausnahme, weil es hier nicht gemächlich, sondern vom ersten Moment an überaus flott zur Sache geht:

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Berlin Syndrom

Nach "Lore" kehrt die Australierin Cate Shortland mit ihrem dritten Spielfilm "Berlin Syndrome" nach Deutschland zurück und erforscht in diesem spannenden Horror-Thriller die Beziehungen zwischen Entführer und Opfer, von Sex und Gewalt, von Kontrolle, Widerstand und Akzeptanz, von der Suche nach Perfektion und vom Kampf gegen das Gegebene.

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Stille Reserven

Der Unterschied zwischen amerikanischen Genrefilmen vor mehr als einem halben Jahrhundert und europäischen Imitationen heute liegt in der Selbstverständlichkeit. Hat früher John Ford einfach einen Film gemacht, der dann als Western bezeichnet wurde, so drehen viele Filmemacher in den USA und eben auch in Europa, heute einen Western oder einen Science-Fiction-Film mit all dem Gewicht und aller Aufregung, den diese Begriffe in sich tragen.

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Gimme Danger

Gerade in diesem Jahr, in dem so viele bekannte Musiker sterben, gilt Iggy Pop als einer der großen Überlebenden des Rock'n'Roll-Zirkus. James Osterberg, so sein bürgerlicher Name, wird im nächsten Jahr 70 Jahre alt, hat vieles erlebt und noch mehr überstanden.

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Beat Beat Heart

Lana Cooper ist halt phänomenal. Wie sie damals in "Love Steaks" die vollkommen lockere, unheimlich angespannte, total coole, verbissen alkoholsüchtige Köchin gespielt hat … Oder jetzt in "Beat Beat Heart": wo sie wieder das Verspielte, das Kindlich-Kindische vor sich herträgt, um die seelischen Wunden und Abgründe zu verbergen.

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