Filme

Aloha - Die Chance auf Glück

Cameron Crowe hat mich überzeugt: "Aloha" muss auf Hawaiianisch ungefähr "Was zur Hölle ist hier los?" bedeuten. Das erste "Aloha" des Filmes hört die Hauptfigur Brian Gilcrest (Bradley Cooper), als er nach Jahren der Abwesenheit wieder in Hawaii landet. Die obligatorische Blumenkette gibt es noch inklusive, danach hört der herzliche Empfang aber auch schon auf und es beginnt ein Film, der ganz viele Filme auf einmal sein möchte.

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Kirschblüten und rote Bohnen

Es ist eine einfache Geschichte, die Naomi Kawase in ihrem neuen Film erzählt – die dreier Außenseiter, die sich zufällig begegnen. Der Ort der Begegnung ist die kleine Bäckerei, in der Sentaro (Masatoshi Nagase) seine mit süßer roter Bohnenpaste ("An" genannt – so auch der japanische Originaltitel des Films) gefüllten "Dorayakis" anbietet: eine Art dicker Pfannkuchen, der auseinander geschnitten und dann mit der Paste bestrichen wird.

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True Story - Spiel um Macht

Eleganter wurde eine Scheußlichkeit selten gezeigt: "True Story" beginnt mit der Großaufnahme eines hellen Teddybären, der langsam nach unten fällt, wodurch der Hintergrund immer deutlicher zu erkennen ist. Er landet in einem Koffer, in dem ein dreijähriges Kind in seinem Schlafanzug liegt.

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Learning to Drive - Fahrstunden fürs Leben

Nachdem sich Isabel Coixet mit "Another Me – Mein zweites Ich" nur bedingt überzeugend im Sujet des Thrillers versucht hat, kehrt sie mit "Learning to Drive" zu ihrer angestammten Domäne zurück: den menschlichen Dramen.

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Las Insoladas - Sonnenstiche

Der neue Film von Gustavo Taretto erzählt wieder eine Geschichte aus der Hauptstadt Argentiniens, dieses Mal spielt sie auf einer großen Dachterrasse inmitten der Metropole und an einem einzigen Tag, an dem das Thermometer bis über 40 Grad hochklettert und die sechs Freundinnen, die sich auf dem Dach eines Hauses für ihr rituelles Sonnenbad vor dem gemeinsam zu tanzendem Salsa-Wettbewerb treffen, kräftig schwitzen lässt.

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Reality (2014)

Kennen Sie den Wilhelmsschrei? Selbst wenn Sie das jetzt verneinen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie ihn dennoch schon häufig gehört haben. 1951 wurde er zum ersten Mal aufgenommen, für die Dreharbeiten zu Raoul Walshs Western "Die Teufelsbrigade". Der Sound ist der Schrei eines Mannes, der von einem Alligator gefressen wird. Es ist der perfekte Schrei.

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Kill the Messenger

Fast 20 Jahre ist es her, dass Gary Webb enthüllte, wie die CIA ihren illegalen Krieg in Nicaragua am Laufen hielt, indem man Kokain in die USA einführte und dort von nicaraguanischen Dealern in die Ghettos bringen ließ. Es war ein Skandal, der vor allem ein Opfer forderte: Gary Webb selbst.

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Horns

Für Regisseur Alexandre Aja ist "Horns" eine Abkehr von seiner üblichen Spielwiese. Nur am Ende lässt er den Horror-Freak in sich raus, wenn doch noch ein Schädel in Großaufnahme weggeschossen wird. Davon abgesehen nimmt sich Aja zurück, lässt aber (noch) das Fingerspitzengefühl vermissen, ein mit Symbolismus aufgeladenes Mordmysterium gänzlich stimmig zu gestalten.

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Am Ende ein Fest

Der Anfang ist gut: Ein Anruf vom lieben Gott. Zelda, eine alte Dame, solle doch bitte noch ein bisschen auf Erden weilen, im Himmel ist gerade nichts frei… Den lieben Gott spielt Ezekiel, ein Tüftler in seinen 70ern, der in einem Heim für assistiertes Wohnen einer der Mietnachbarn Mut zuspricht, mit einem seiner Maschinchen, die seiner Stimme übers Telefon einen vollen, reichen Raumklang gibt…

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Kleine graue Wolke

Eine junge Frau, die Medienproduktion studiert, wird plötzlich mit der Diagnose Multiple Sklerose konfrontiert. Der Arzt meint, nun sei auf ihrem blauem Himmel eine "kleine graue Wolke" aufgezogen, doch für sie ähnelt der Schock einem pechschwarzen Gewitter. Sie fühlt sich aus der Bahn des Lebens geworfen, hat Angst, was die Krankheit physisch, geistig mit ihr machen wird.

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You’re Ugly Too

Die irische Produktion "You’re Ugly Too" – der Sinn des Titels erschließt sich am Ende – debütierte auf der diesjährigen Berlinale und kommt zum Ende des Jahres auch regulär ins Kino. Mark Noonan präsentiert mit seinem Debüt ein kleines, aber mitreißendes Drama.

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Sinister 2

Wo kann der Weg hinführen, wenn das Finale des ersten Teils einen Twist offenbarte, der sich nicht wiederholen lässt? Schlimmer noch: wenn dieser Twist den Handlungsspielraum auch deutlich schmälert? Dann kann man nur die Flucht nach vorne antreten - und Dienst nach Vorschrift leisten, so steht es zu vermuten, wenn man "Sinister 2" sieht.

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Mediterranea

Selten war ein Film so aktuell und zugleich so zeitlos. Jonas Carpignanos Flüchtlingsdrama "Mediterranea" verdeutlicht die Dringlichkeit, mit der Europa angesichts der vielen Toten im Mittelmeer zu einem Überdenken der Abschottungspolitik aufgefordert ist.

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Der Chor - Stimmen des Herzens

Ein 12-jähriger Junge (Garrett Wareing) verliert mit dem Tod seiner Mutter, einer Alkoholikerin, sein Zuhause. Der Vater (Josh Lucas), der ihn nicht kennt, will nur für seinen Unterhalt zahlen, ihn aber nicht in seine Familie aufnehmen. Stet, wie der zu Aggressionen neigende Junge heißt, hat aber engagierte Fürsprecher wie die Rektorin seiner Schule (Debra Winger), die findet, dass er gut genug singt für den National Boychoir, einen der besten Knabenchöre der Welt.

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Mission: Impossible - Rogue Nation

Fast 20 Jahre ist es her, dass Tom Cruise das erste Mal in die Rolle des IMF-Agenten Ethan Hunt schlüpfte. Der fünfte Film "Mission: Impossible – Rogue Nation" kommt nun in die Kinos und ist eine Rückkehr zu den Wurzeln. Der Bombast des direkten Vorgängers ist vergessen, stattdessen setzt man auf eine Geschichte, die der Spionage-Tradition des Erstlings, aber auch der Fernsehserie, Rechnung trägt.

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Es ist kompliziert..!

Das Schöne an Simon Pegg ist, dass er sich nicht festlegen lässt. Wer hätte nach "Shaun of the Dead" schon erwartet, ihn in Actionfilmen wie der "Mission: Impossible"-Reihe zu sehen? Und wer würde ihm die Hauptrolle in einer romantischen Komödie zutrauen? Vielleicht nur die wenigsten, aber "Es ist kompliziert..!" zeigt, dass er ein schauspielerisches Chamäleon ist.

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Gefühlt Mitte Zwanzig

Viele seiner Filme spielen in seiner Heimatstadt New York. Und oft handeln sie von Figuren, die mit sich und ihrer Umwelt hadern. Verwundern muss es vor diesem Hintergrund nicht, dass der Autorenfilmer Noah Baumbach bisweilen als neuer Woody Allen gehandelt wird. Als legitimer Nachfolger des Kino-Altmeisters, der sich in den 1970er Jahren auf dem Gebiet präzise beobachteter Großstadtgeschichten mit intellektuellem Anspruch hervorgetan hat.

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Margos Spuren

"Sie liebte Geheimnisse so sehr, dass sie selbst eines wurde." Unentwegt redet Quentin (Nat Wolff) zu uns aus dem Off über seine Mitschülerin Margo (Cara Delevigne). Aber dies scheint der Schlüsselsatz zu sein, der erhellt, wie ehrgeizig die Coming-of-Age-Komödie "Margos Spuren" eigentlich angelegt ist. Und warum nicht alles, was sie verspricht, eingelöst werden kann.

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The Brand New Testament

Gott ist ein sadistisches Arschloch und wohnt in Brüssel. Er hat eine Frau, die er unterdrückt, einen Sohn namens JC, der aber leider gestorben ist und eine kleine Tochter Ea, die das Haus nicht verlassen darf. Wenn ihm langweilig ist, geht er an seinen Computer und versaut den Menschen ihr Leben.

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Die Yes Men - Jetzt wird's persönlich

Da sind sie wieder, die Yes Men! Nach ihrem Panorama Publikumspreis-Gewinnerfilm "The Yes Men Fix the World", ist es also nun Zeit für die Revolution. Doch ganz so einfach ist es nicht, der neue Dokumentarfilm von und über Andy Bichlbaum und Mike Bonnano ist nicht annähernd so lustig und beschwingt wie sein Vorgänger.

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