Filme

Straßensamurai

"Es kann sein, dass ich manchmal ein Messer trage. Das ist nicht angenehm, aber aufgrund des Publikums möchte man sich dann doch adäquat verteidigen." Oli, genannt "DasKnie", trifft seine Vorbereitungen für die anstehende Schicht. Klappstullen werden geschmiert, eine Thermoskanne wird mit heißer Suppe gefüllt.

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Shana - The Wolf's Music

Nino Jacusso wollte einen echten Indianerfilm drehen. Dafür ist der Regisseur und Drehbuchautor nach Kanada gereist. Herausgekommen ist ein Abenteur für die ganze Familie: "Shana – The Wolf's Music".

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Hedi Schneider steckt fest

Der Aufzug bleibt stecken. Hedi Schneider drückt den Notrufknopf. Und gerät nicht in Panik, sondern fängt ein Gespräch mit dem Servicetechniker an: Familie, Frau, Kinder? Alles okay zuhause? Und, ach ja: Einen Burger mit Pommes und Cola bitte.

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Insel 36

Ein Rollkoffer rattert leise durch den Schnee. Sein Besitzer hat die Kapuze tief ins Gesicht gezogen und steuert unsicher auf ein schmutziges Zelt zu. Die Temperaturen dürften hier drinnen nur marginal erträglicher sein, aber immerhin wird er mit warmen Worten empfangen. "Wir sind eine große Familie", sagt Napuli und lächelt.

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Neuland

Das Thema Zuwanderung ist allseits präsent. Angesichts der Demonstrationen selbsternannter patriotischer Europäer und der Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in Tröglitz und anderswo stellt sich die Frage, wie es um die deutsche Willkommenskultur tatsächlich bestellt ist. Ein Dokumentarfilm aus der Schweiz zeigt einen Ausweg auf.

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Die Flüchtigen – TV-Tipp der Woche

In dem Flüchtlingsstrom, der 1940 während des Zweiten Weltkriegs nach dem Einmarsch der deutschen Truppen Paris verlässt, befindet sich auch die verwitwete Lehrerin Odile (Emmanuelle Béart) mit ihren beiden Kindern Cathy (Clémence Meyer) und Philippe (Grégoire Leprince-Ringuet), im Auto mit wenigen Habseligkeiten auf der Landstraße Richtung Süden unterwegs.

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Das Floß!

Der Lebensentwurf des Einzelnen erhebt den Anspruch, individuell verschieden sein zu dürfen, zumal sich Zeit und Umstände im Vergleich zu früher deutlich verschoben haben. 30 ist das neue 20, Frauen machen Karriere, Männer nehmen sich Elternzeit. Das Bild der modernen Familie ist von Gleichberechtigung und Flexibilität geprägt und die To-Do-Liste, die es im Laufe des Lebens abzuhaken gilt, verhandelbar.

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Mülheim – Texas. Helge Schneider hier und dort

Helge Schneider sitzt in einem dunklen Studio, neben sich eine kleine elektrische Orgel, auf der er herumdudelt; und er wartet auf die Frage der Interviewerin. "Mich interessiert deine Freiheit. Das ist ja etwas, was man nicht mehr viel hat" – darauf Schneider: "Freiheit muss man sich nehmen", steht auf und geht.

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Liebe mich!

Es ist wohl die klassischste aller Großstadtgeschichten: Zwei Menschen verbringen eine exzessive Nacht miteinander und am nächsten Morgen kennt man sich nicht mehr. Ein Szenario mit wortwörtlicher 1-Akt-Struktur, auf das ein schnelles Ende folgt.

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Judgment - Grenze der Hoffnung

Nun, da die Milch in den Molkereibetrieb an der bulgarisch-türkischen Grenze nicht mehr fließt, muss erstmal der Schnaps über den Schock hinweghelfen. Die Wirtschaftskrise hat das Unternehmen überflüssig gemacht, und so steht der alleinerziehende Mityo (Assen Blatechki) plötzlich auf der Straße.

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P.K.

Bereits vor seiner Kinopremiere im Dezember 2014 tosten die Turbulenzen um Rajkumar Hiranis neusten Bollywood-Film "P.K.", der rasch zum bisher erfolgreichsten indischen Film überhaupt avanciert ist und mit seiner satirischen Religionsthematik in seinem Herkunftsland zahlreiche Protestaktionen, Zensurforderungen und Boykottaufrufe seitens hinduistischer Gläubiger provoziert hat, die der krassen Komödie eine Verunglimpfung religiöser Werte vorwerfen.

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Ex Machina

Vor fast genau einem Jahr trieb Johnny Depp im Science-Fiction-Thriller "Transcendence" zunächst als idealistischer Wissenschaftler, dann als größenwahnsinniger Supercomputer sein Unwesen auf den Leinwänden. Christopher Nolans Stammkameramann Wally Pfister versuchte sich in dieser pessimistischen Zukunftsvision an einer Auseinandersetzung mit dem Thema "Künstliche Intelligenz", verlor aber spätestens nach der Hälfte den Zugriff auf seinen Film.

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Der Bunker

Es gibt derzeit eine kleine Welle von Filmen in Deutschland, die natürlich kaum beachtet wird: Denn es sind Filme, die kaum jemand sieht. Filme, die auch nicht so gestaltet sind, dass sie ein größeres Publikum ansprechen könnten. Filme, die eine ganz eigene Welt aufbauen, die aus einer anderen Welt zu kommen scheinen, die mit dieser Welt kollidieren. Filme wie - 2012 - Jessica Krummachers "Totem"; 2013 "Das merkwürdige Kätzchen" von Ramon Zürcher; oder jüngst erst, auf den Hofer Filmtagen 2014 uraufgeführt, "Zerrumpelt Herz" von Timm Kröger.

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Striche ziehen.

Beinahe drei Dekaden lang – von August 1961 bis November 1989 – markierte die Berliner Mauer die innerdeutsche Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland.

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Marry Me & Family

Die junge Deutsch-Inderin Kissy (Maryam Zaree) lebt in Berlin als überzeugte Singlefrau. Sie betreibt das von ihrer verstorbenen Mutter übernommene Café in dem Haus, in dem sich auch ihre Wohnung und die WG ihrer jüngeren Schwester Sonal (Mira Kandathil) befindet.

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Appropriate Behavior

Man könnte "Appropriate Behavior" von Writer-Director Desiree Akhavan als filmische Variante der postfeministischen HBO-Serie "Girls" bezeichnen – womit man bei einigen Cinephilen vermutlich Neugier, bei anderen eher Abwehr erregen dürfte. Nicht jedem gefällt der Einfluss der betont neurotischen "Girls"-Macherin und -Hauptakteurin Lena Dunham auf das gegenwärtige US-Indiekino.

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Die Lügen der Sieger

Woodward und Bernstein waren, zumal in ihrer Redford/Hoffman-Verkörperung, gestern. Heute ist Fabian Groys. Der ist Journalist im Hauptstadtbüro des Hamburger Nachrichtenmagazins "Die Woche", lebt in einem unordentlichen Apartment, ist Diabetiker, guckt abends Wrestling. Er recherchiert in Sachen Bundeswehr-Beschaffungswesen, langweilige Pressekonferenz, der Chef ist mäßig begeistert von der eventuellen Story, immerhin hat Groys einen Informanten, der vielleicht Dokumente besorgen kann … aber zu diesem Zeitpunkt wissen wir bereits, dass er beobachtet wird.

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El Club

Nach seiner Trilogie über die chilenische Diktatur und zuletzt dem Erfolg "¡No!" (2012) widmet sich der chilenische Regisseur Pablo Larraín mit "El Club" nun einem anderen, aber nicht weniger kontroversen Thema: der Kirche und den Verfehlungen so mancher ihrer Vertreter. Larraín kehrt dem Handlungsort Santiago de Chile den Rücken und betrachtet, was sich fernab von der Hauptstadt, in einem abgelegenen Küstenort ereignet.

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Big Eyes

Es sind die großen, traurigen Augen, die die Gemälde von Margaret Keane so beeindruckend machen. In ihnen spiegelt sich eine Emotionalität, die nicht kalt lässt – auch Tim Burton konnte sich dem nicht entziehen. Betrachtet man Tim Burtons Filme, vor allem aber auch seine Zeichnungen, und denkt an Keanes verlorene Kinder, dann überrascht es nicht, dass der Regisseur genau diese Geschichte erzählen wollte.

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A Girl Walks Home Alone at Night

"A Girl Walks Home Alone at Night" ist nichts von dem, was man erwarten würde. Vielmehr ist dieser Film ein Potpourri des Unerwarteten. Wir sind in Bad City, einer fiktiven Stadt irgendwo im Iran. Die Straßen sind oft leer. Nur ein paar Menschen bevölkern sie. Junkies, Dealer, Huren und Arash (Arash Marandi), der junge Mann mit den schönen Augen und dem weißen James Dean T-Shirt. Und eine traurige Hure, die für Saeed anschaffen geht.

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