Filme

Weak Heart Drop

Etwa 7,284 Milliarden Menschen leben auf der Erde. Hiervon wohnen circa 81,1 Millionen in Deutschland, und davon wiederum mehr als 3,5 Millionen in Berlin. So viele Menschen – und doch fühlt man sich allein, wenn man nicht diesen einen ganz besonderen Menschen neben sich hat. Vom Suchen, Finden und Verlieren dieses Menschen in der pulsierenden deutschen Hauptstadt erzählt der britische Filmemacher Alex Ross in "Weak Heart Drop".

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Winnetous Sohn

Dies ist die Geschichte des zehnjährigen Max (Lorenzo Germeno), der unbedingt als Winnetous Sohn an den Karl-May-Festspielen teilnehmen will. Wenn der Häuptling der Apachen mit einer Schlinge um den Hals bösen Bleichgesichtern ausgeliefert ist, muss sein Sohn die Open-Air-Arena betreten und ihn in letzter Sekunde retten. Max befindet sich in einem Indianer-Feriencamp, als er im Radio hört, dass Winnetous Sohn bei den Proben einen Unfall hatte und nun ein Ersatzdarsteller gecastet werden soll.

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Chappie

Was dem Titel nach eine abendfüllende Hundefutterwerbung sein könnte, ist tatsächlich Neill Blomkamps filmische Perspektive auf zwei altbewährte Science-Fiction-Motive: der eigenständig denkenden, fühlenden Maschine und der Exekutive-Androiden. Der zweiten Thematik widmete sich der "District 9"-Regisseur bereits 2004 in seinem Spielfilmdebüt "Tetra Vaal".

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Still Alice - Mein Leben ohne Gestern

"The art of losing isn't hard to master; / so many things seem filled with the intent / to be lost that their loss is no disaster. // Lose something every day / Accept the fluster / of lost door keys, the hour badly spent / The art of losing isn't hard to master." Dieses Gedicht von Elizabeth Bishop zitiert Alice Howland (Julianne Moore) bei einem Vortrag über ihre Erkrankung.

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Focus

Will Smith versucht sich mal an einem für ihn ungewöhnlicheren Job. Und er gibt nicht das Alpha-Tier, das alles an sich reißt. Auf seine mittelalten Tage entwickelt er sich gar zum Teamspieler. Ein gutes Vorzeichen für den Superheldenfilm "Suicide Squad", der als nächstes von ihm kommt. Doch zurück zum aktuellen Geschehen, zum "Focus", einem leicht-lockeren Heist-Film mit "Ocean's 11"-Flair.

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Seventh Son

"Jeff Bridges spielt auch mit." So könnte man Julianne Moore überzeugt haben, in das Projekt der Verfilmung des britischen Fantasy-Kinderbuchs "Spook – Der Schüler des Geisterjägers" von Joseph Delaney einzusteigen. Vielleicht war es auch umgekehrt. Tatsache ist jedoch, dass in Sergey Bodrovs "Seventh Son" renommierte Stars und vielversprechende Newcomer mitspielen, die sich spätestens, als sie das fertige Produkt gesehen haben, mächtig geärgert haben dürften.

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Nicht alles schlucken - Ein Film über Krisen und Psychopharmaka

Trotz ihrer weiten Verbreitung sind seelische Erkrankungen nach wie vor gesellschaftlich stigmatisiert. Das gilt vor allem für die Psychosen, die mit Wahrnehmungsstörungen und Realitätsverlust einhergehen und an denen ein bis zwei von 100 Menschen erkranken.

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Afrika - Das magische Königreich

Im besten Fall entführt ein Kinobesuch aus dem Alltag. Die Leinwand wird zum Fenster, hinter dem sich unbekannte Welten öffnen. Eine Tatsache, die das Publikum angesichts der immer selben Geschichten an den immer selben Orten oft vergisst. Der Dokumentarfilm "Afrika – Das magische Königreich" macht sie schlagartig wieder bewusst.

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Kingsman: The Secret Service

Ein Agentenfilm, der altmodisch und modern zugleich ausfällt. In Selbstironie badet und dennoch erstaunlich spannende Momente zu bieten hat. Was wenig kompatibel klingt, entpuppt sich als überraschend launiges Unterhaltungsprodukt, das mit absurd-innovativen Ideen und mitreißend choreografierten Actioneinlagen zu punkten weiß.

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Nur eine Stunde Ruhe

Dieser Samstag beginnt für den Pariser Zahnarzt Michel (Christian Clavier) mit einer freudigen Überraschung: Er findet auf dem Flohmarkt die alte Schallplatte seines Lieblings-Jazzmusikers. Zuhause will er nichts sehnlicher, als im Wohnzimmer allein zu sein und das Lied zu genießen, das passend zu seiner Gesinnung "Me, Myself and I" heißt.

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Big Eyes

Es sind die großen, traurigen Augen, die die Gemälde von Margaret Keane so beeindruckend machen. In ihnen spiegelt sich eine Emotionalität, die nicht kalt lässt – auch Tim Burton konnte sich dem nicht entziehen. Betrachtet man Tim Burtons Filme, vor allem aber auch seine Zeichnungen, und denkt an Keanes verlorene Kinder, dann überrascht es nicht, dass der Regisseur genau diese Geschichte erzählen wollte.

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Fußball - Großes Spiel mit kleinen Helden

Die Faszination für das runde Leder vermag das Kino nur selten in eine sinnvolle Geschichte umzuwandeln. Deshalb stellen Fußballfilme, abgesehen von historischen Exkursen wie "Das Wunder von Bern" oder "Das große Spiel", eher eine Ausnahme dar, zumal sich ihr Kassenerfolg häufig in bescheidenem Rahmen hält.

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Stopping - Wie man die Welt anhält

Die Sehnsucht nach innerer Ruhe und Ausgeglichenheit ist geradezu symptomatisch geworden für unsere Zeit, in der alles immer schneller, effizienter, optimierter von der Hand gehen muss. Das alltägliche Hamsterrad der Doppelt- und Dreifachbelastung, der ständigen Erreich- und Verfügbarkeit, die permanente Reiz- und Informationsüberflutung, all das betrifft keineswegs nur "High Performer", wie mancher fälschlicherweise glauben mag, sondern nahezu jeden von uns.

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Als wir träumten

Als wir träumten, wussten wir gar nicht, dass wir eines Tages erwachen. Und dass sich die Bilder und Stimmungen von damals und heute erschreckend gleichen würden. Bilder wie die aus Leipzig im Jahre 2015. Menschen auf den Straßen mit Wut und Angst im Gepäck. Und dann natürlich die Erinnerungen an Leipzig 1989. Wieder diese Massen. Auch da die Wut und eine stille Angst, dass "Wir sind das Volk"-Rufe vielleicht auch nach hinten losgehen könnten. Es erscheint gar nicht zu kurz gegriffen, wenn man die friedlichen Demonstrationen der Wendezeit mit den heutigen Legida-Demonstrationen vergleicht.

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Sprache: Sex

Let’s talk about sex, baby – nein: ein verspieltes Herumeiern, eine verquaste Kulturanalyse bietet der essayistische Interviewfilm von Saskia Walker und Ralf Hechelmann nicht. 16 Personen werden interviewt über ihre ganz persönlichen Ansichten über Sexualität, damit auch über Liebe, Scham, Körper und Konventionen. 16 Personen und 16 Meinungen, die die Regisseure dem Zuschauer vorsetzen, zur eigenen weiteren Auseinandersetzung.

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Domino Effekt

Ein kleines Land ringt um Anerkennung, ein Liebespaar ringt um seine Beziehung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger zeigen Elwira Niewiera und Piotr Rosołowksi in ihrem Dokumentarfilm "Domino Effekt".

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Elixir

Die Surrealisten – unter anderem – im heutigen Berlin: Regisseur Brody Higgs, der aus Australien stammt, in Polen wohnt und in Berlin arbeitet, versucht mit "Elixir" einen unbedingten Bohème-Film zu drehen, avantgardistisch und seiner Zeit voraus, zugleich in Reminiszenz an die surrealistische Bewegung vor fast 100 Jahren, gesprenkelt mit weiteren radikalen Kunstfiguren der letzten Jahrzehnte wie Malcolm McLaren, dem Punk-Macher, oder auf dem Soundtrack unter anderem Patti Smith, The Johnsons oder PJ Harvey.

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bestefreunde

Die Thirtysomethings sind die neuen Twentysomethings. Oder aber, vielleicht: Waren vor zehn Jahren die Mittzwanziger im Film die Suchenden, die ihren Platz im Leben noch nicht gefunden haben, so muss man jetzt konstatieren: Auch die Mittdreißiger sind noch verloren in ihrem Leben.

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Heute bin ich Samba

Eine Partyszene wie in "La grande bellezza" oder "Der große Gatsby" steht am Anfang des französischen Films "Heute bin ich Samba" von Olivier Nakache und Eric Toledano. Die Kamera führt jedoch schnell hinter die Kulissen dieser rauschenden Hochzeitsfeier. Dort steht Samba (Omar Sy) an der Geschirrspülmaschine und kümmert sich um die dreckigen Teller. Seit zehn Jahren lebt der Senegalese in Frankreich – illegal.

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Pepe Mujica - Der Präsident

Es kommt nicht alle Tage vor, dass Regisseure von den zukünftigen Protagonisten ihres Films aufgefordert werden, doch bei ihnen vorbeizukommen, um dann dort zu drehen. Und es kommt wohl noch seltener vor, dass dieses Angebot dann auch noch wirklich von Regisseursseite wahrgenommen wird. So geschehen jedoch bei Heidi Specogna und ihrem Dokumentarfilm "Pepe Mujica – Der Präsident".

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