Filme

Unter aller Augen

In diesem Dokumentarfilm von Claudia Schmid geht es um Gewalt gegen Frauen als eine weltweit praktizierte Form der Menschenrechtsverletzung. Sie ist oftmals gesellschaftlich akzeptiert und wird in vielen Kulturen sogar eingefordert, um Frauen in eine dem Mann untergeordnete Rolle zu zwingen. Anhand individueller Schicksale aus Bangladesch, Benin, der Demokratischen Republik Kongo und Deutschland zeigt der Film exemplarisch auf, wie Frauen in die Situation des Opfers geraten.

Kritik lesen Trailer ansehen

Neruda

Irgendetwas ist komisch an diesem Film und es hat mit dem Licht zu tun. Permanent blendet es so direkt in die Kamera, dass man fast schon blinzeln möchte. Das geht in der ersten Szene los: Ein Raum im chilenischen Senat mit barockem Schmuck und weinroten Wänden, die Senatoren rauchen und diskutieren über Nerudas letztes Gedicht und ob dessen kommunistische Gesinnung tragbar ist. Auftritt des Dichters und Senators Pablo Neruda.

Kritik lesen Trailer ansehen

Empörung

Eine Krankenschwester füllt gewissenhaft Tabletten in Becher, fährt einen Gang entlang und bringt einen der Becher zu einer älteren Patientin. Sie sitzt an einem Tisch und ist eingenickt, wird von der Schwester geweckt, blickt auf die geblümte Tapete an der gegenüberliegenden Wand und beginnt zu lächeln.

Kritik lesen Trailer ansehen

Tour de France

Was ist Frankreich? Und was ist Frankreich heute? Wie muss man sein, um sich ein Franzose zu nennen? Das sind die Leitfragen, die Rachid Djaïdanis "Tour de France" begleiten. Und auch wenn sie fast zu häufig gestellt werden, so sind sie doch nie störend. Vielleicht auch gerade deshalb, weil sie sich ebenso wenig wie die Beschäftigung mit der Kultur Frankreichs in das Gesamtbild des Films einpassen wollen, der eine Mischung aus Independentfilm, Home- und Musikvideo darstellt.

Kritik lesen Trailer ansehen

Schatz, nimm du sie!

Sven Unterwaldt hat die Schlagzahl erhöht. Nur ein halbes Jahr nach "Antonio, ihm schmeckt's nicht!" bringt der Regisseur seine nächste Komödie ins Kino. Tempo und Gagdichte sind hoch. Alles andere in "Schatz, nimm du sie!", einem Remake des französischen Films "Mama gegen Papa", ist hingegen ziemlich lahm.

Kritik lesen Trailer ansehen

John Wick: Kapitel 2

"John Wick" überraschte vor zwei Jahren gleich in mehrerlei Hinsicht. Zum einen meldete sich Keanu Reeves mit der Rolle des Profikillers im (Un-)Ruhestand endgültig im Actionfach zurück. Zum anderen beeindruckte das Regiedebüt des ehemaligen Stuntmans Chad Stahelski mit eiskalt choreografierter und ultrabrutaler Gewalt. In "John Wick - Kapitel 2" bekommt es die Titelfigur dieses Mal mit der italienischen Mafia zu tun.

Kritik lesen Trailer ansehen

T2 Trainspotting

Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit, in der unendlich viel passieren kann. Manchmal passiert aber auch fast gar nichts, dann scheint die Zeit eingefroren zu sein, als habe man bei einem Musikstück auf die Pause-Taste gedrückt, sei aus dem Zimmer gegangen, zwei Dekaden später wieder dahin zurückgekehrt und betätige nun die Play-Taste.

Kritik lesen Trailer ansehen

Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe

Der Hype ist vorbei, die Vorschusslorbeeren sind verbraucht. Jetzt, beim zweiten Teil der Verfilmungen von E.L. James’ Bestseller-Serie reicht es nicht mehr, einfach nur gut auszusehen, nackt zu sein und Popos zu hauen. Das hatten wir schon. "Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe" ist ein Film für den sie eh nur zwei Gruppen von Menschen interessieren:

Kritik lesen Trailer ansehen

Bailey - Ein Freund fürs Leben

Hund oder Katze? Mit seinem mittlerweile dritten Film über Hunde gibt der schwedische Regisseur Lasse Hallström eine endgültige Antwort auf die bekannteste aller Kennlernfragen. "Bailey – Ein Freund fürs Leben" steht diesem Smalltalk-Einstieg in Sachen Oberflächlichkeit nichts nach und bietet abgesehen von niedlichen Hunden im Strudel der Reinkarnation leider nur Altbekanntes.

Kritik lesen Trailer ansehen

Die Abmachung

Häuser sind am Anfang von Peter Bösenbergs "Die Abmachung" zu sehen. Einfamilienhäuser, Reihenhäuser in wohlgeordneten Straßen behaglich-langweiliger Bürgerlichkeit. Ein Haus kann – in Film und im Leben – vieles sein: Zuflucht, Zuhause, Gefängnis, ein Ort der Erholung und des unvorstellbaren Grauens. Dabei steht das Gebäude stets in einer Beziehung zu den Menschen, die dort wohnen – und es kann den Blick verstellen:

Kritik lesen Trailer ansehen

The LEGO Batman Movie

Schon im rasanten Animationsabenteuer "The LEGO Movie" spielte sich Batman ständig in den Vordergrund, obwohl die Handlung sich vor allem um den Durchschnittstypen Emmet drehte. Wann immer möglich, lenkte der 'Dunkle Ritter' die Aufmerksamkeit auf seine Fähigkeiten, die ihn – seiner Meinung nach – zum Besten aller Superhelden machen. Sein Ego-Problem bestimmt nun auch das ihm gewidmete Spin-Off "The LEGO Batman Movie", das technisch einmal mehr zu überzeugen weiß.

Kritik lesen Trailer ansehen

Den Sternen so nah

Sowohl Coming-of-Age- als auch Boy-meets-Girl-Erzählungen benötigen immer wieder neue Ansätze, um dem Repertoire an Standardsituationen etwas Interessantes, Außergewöhnliches zu verleihen. In Peter Chelsoms romantischer Teenager-Tragikomödie "Den Sternen so nah", deren Drehbuch von Allan Loeb verfasst wurde, geschieht dies durch eine Beimischung von Science-Fiction-Motiven.

Kritik lesen Trailer ansehen

Der Eid

Nach seinen Ausflügen nach Hollywood mit "2 Guns" und "Everest" ist Baltasar Kormákur mit "Der Eid" ("The Oath") wieder ins heimatliche Island zurückgekehrt und hat nicht nur wie üblich die Regie und das Drehbuch übernommen, sondern erstmals auch die Hauptrolle. Er spielt den Herzchirurgen Finnur, der mit einer attraktiven jungen Frau (Margret Bjarnadottir) verheiratet ist und mit ihr eine kleine Tochter hat.

Kritik lesen Trailer ansehen

Scarred Hearts - Vernarbte Herzen

Gedanken an Thomas Manns "Zauberberg" stellen sich schnell ein: Der 20-jährige Emanuel (Lucian Rus) wird von seinem resoluten Kaufmannsvater im Jahr 1937 in Rumänien in ein Sanatorium gebracht. Er ist an Knochentuberkulose erkrankt, zudem wird dort die Pottsche Krankheit diagnostiziert, eine eitrige Entzündung der Wirbelsäule.

Kritik lesen Trailer ansehen

Enklave

"Mein bester Freund" - so soll der Aufsatz heißen, den Nenad schreiben soll. Dabei ist er neu in der Klasse und hat noch keine richtigen Freunde. Aber in seinem Heimatdorf, da hatte er einen: den 13-jährigen Hirtenjungen Bashkim, ein Kosovo-Albaner, der die Serben hasst, weil diese seinen Vater im Krieg getötet haben.

Kritik lesen Trailer ansehen

Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste

Alexandra Leclères "Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste" kommt spät in die deutschen Kinos. Vielleicht musste "Willkommen bei den Hartmanns" zuerst beweisen, dass Komödien über heikle politische Themen auch in Deutschland ein Publikum finden. Leclère wirbelt in ihrer Sozialutopie mit Karin Viard und Valérie Bonneton gleich ein ganzes Pariser Wohnhaus durcheinander.

Kritik lesen Trailer ansehen

Mein Leben als Zucchini

Zucchini ist neu in der Klasse. Natürlich lachen alle über seinen Namen, aber der Junge besteht darauf, genau so genannt zu werden, wie ihn seine Mutter auch immer nannte. Die Klasse ist keine normale Klasse, denn Zucchini ist im Waisenhaus von Madame Papineau gelandet, nachdem seine Mutter gestorben ist.

Kritik lesen Trailer ansehen

The Girl with All the Gifts

Nachdem Pandora ihre Büchse geöffnet und alles Übel auf die Welt losgelassen hat, bleibt zuletzt die Hoffnung. Der Zombiefilm lehrt, dass diese Hoffnung vergebens ist und dass nur das gegenwärtige Überleben eine Rolle spielt. In Colm McCarthys düsterer Genre-Variante ist jedoch ausgerechnet ein Mädchen zugleich das Monster und möglicherweise die einzige Aussicht auf einen Impfstoff gegen die sich ausbreitende Seuche.

Kritik lesen Trailer ansehen

Fences

Im Jahr 1983 hat Auguste Wilson sein Theaterstück "Fences" geschrieben, es war der sechste Teil in Wilsons zehnteiligen "Pittsburgh Cycle", in dem er unter anderem die afro-amerikanischen Erfahrungswelten untersuchte. Das Stück gewann 1987 einen Pulitzer Prize und einen Tony Award und wurde 2010 wieder am Broadway aufgeführt: Mit Denzel Washington und Viola Davis in den Hauptrollen, die ebenso wie das Stück (in der Kategorie Best Revival of a Play) mit einem Tony Award ausgezeichnet wurden.

Kritik lesen Trailer ansehen

Boston

Momentan scheint es eine Reihe von "Heldenfilmen" aus den USA zu geben, die sich auf den "kleinen" Mann konzentrieren, der in einer wahren Geschichte zum Helden wird – Pathos inklusive: Clint Eastwood inszeniert Tom Hanks in "Sully" als den Piloten, der einen Absturz verhinderte, Mel Gibson setzt Andrew Garfield als bescheidenen gläubigen Soldat im Zweiten Weltkrieg in "Hacksaw Ridge" in Szene und Peter Berg schuf erst mit "Deepwater Horizon" ein Film über den Mut ganz normaler Amerikaner, um sich nun mit "Boston" abermals einer Katastrophe der jüngeren Geschichte anzunehmen: dem Anschlag auf den Bostoner Marathon am "Patriots Day" (so auch der Originaltitel) im Jahr 2013.

Kritik lesen Trailer ansehen

Partner

  • Deutsche Film- und Medienbewertung
  • Arthaus Filme
  • Filmförderung Baden-Württemberg
  • Filmfest München
  • Festival Scope