Filme

Rabid Dogs

Mit dem Remake des italienischen Gangsterthrillers "Cani Arrabbiati" (dt. DVD-Titel: "Wild Dogs") legt Ex-Journalist und Produzent Éric Hannezo sein Regiedebüt vor. Wie in Mario Bavas Original von 1974 entführen in "Rabid Dogs" ("Enragés") drei flüchtende Gangster zunächst eine junge Frau und später einen Vater samt dessen krankem Kind, um mit ihnen vor der Polizei zu entkommen.

Mehr lesen

Giovanni Segantini - Magie des Lichts

Eine junge Bäuerin beugt sich tröstend über das kleine Kind, das auf ihrem Schoß sitzt. Auf der Wiese weiden Kühe, dahinter erheben sich die Alpen. Zärtliche Mutterliebe und die einfache, aber majestätische Kulisse der Bergwelt sind zwei zentrale Motive im Werk des Malers Giovanni Segantini, der 1899 im Alter von nur 41 Jahren starb.

Mehr lesen

Near Death Experience

Eines vorneweg: Michel Houellebecq ist ein großartiger Schriftsteller. Sicherlich der beste Frankreichs. Seine Prosa ist klar und voller Schönheit. Seine Geschichten provokant, aber immer relevant. Der Blick auf die Person Houellebecq sieht schon anders aus.

Mehr lesen

Demonic - Haus des Horrors

Seit dem immensen Erfolg der 1999 uraufgeführten Ultra-Low-Budget-Produktion "Blair Witch Project" – der sich in erster Linie mit dem geschickten Reklamefeldzug erklären lässt – wird bekanntlich sehr viel schockierendes Material "gefunden" und im Kino oder "Home Cinema" präsentiert.

Mehr lesen

Iraqi Odyssey

Wenn der irakisch-schweizerische Filmemacher Samir seine Tanten und Onkel, Cousins und Cousinen und seine Halbschwester sehen will, muss er rund um den Globus reisen. Sie leben seit Jahrzehnten zerstreut in alle Winde, in Moskau, Amerika, Neuseeland, London. Der 1955 geborene Samir lebt in der Schweiz. Dass heute jeder 5. Iraker im Ausland wohnt, liegt an der von Kriegen, Terror und Not geprägten Geschichte des Landes.

Mehr lesen

L'Chaim! - Auf das Leben!

Wie ein Streuner aus Mutterliebe beinahe zum Stubentiger mutiert, auch davon erzählt "L'Chaim – Auf das Leben!“. Eines ist Elkan Spillers Dokumentarfilm über den Sohn einer Holocaust-Überlebenden gewiss: ein charismatischer Protagonist, wie er selten im Kino zu sehen ist.

Mehr lesen

The Hallow

Wenn sich die Protagonisten in eine einsame Hütte mitten im Wald zurückziehen, dann ist man meist inmitten eines Horrorfilms. Das Setting ist altbekannt, die Geschichte auch, aber letzten Endes liegt es an der Umsetzung: Wenn ein Filmemacher die richtige Idee hat, kann er auch aus altbewährten Zutaten etwas Neues kreieren. Bei "The Hallow" funktioniert das nicht.

Mehr lesen

We Are Your Friends

Der junge Cole (Zac Efron) und seine Freunde träumen davon, in Los Angeles groß herauszukommen. Zurzeit aber wohnen sie noch immer buchstäblich hinter dem Berg, im San Fernando Valley, das auch als Heimat der Pornofilmindustrie bekannt ist. Cole darf sich manchmal unentgeltlich als DJ im angesagten "Social Club" in Hollywood betätigen.

Mehr lesen

Lilien im Winter - La Bohème am Kap

Mark Dornford-Mays "Lilien im Winter – La Bohème am Kap" ist eine filmische Adaption der Oper "La Bohème" von Giacomo Puccini, die unter ihrem Originaltitel "Breathe Umphefumlo" auf der Berlinale 2015 präsentiert wurde. In ihr wurde die auf Henri Murgers Roman "Les scènes de la vie de bohème" basierende Geschichte des 1896 uraufgeführten Werks vom Paris des 19. Jahrhunderts in das südafrikanische Khayelitsha der heutigen Zeit verlegt.

Mehr lesen

Kill Your Friends

In seinem makaberen Roman "Kill Your Friends" porträtiert Schriftsteller John Niven ("Coma") die Musikindustrie als blutiges Schlachtfeld auf dem Weg zu Geld und Ruhm. In diesem Kosmos ist kaum jemand wirklich an hochwertigen Songs und herausragenden Künstlern interessiert.

Mehr lesen

Frank

Haben wir nicht alle gewisse Vorstellungen von einem Künstler? Er sollte talentiert sein, nahezu genial, eine traumatische Kindheit überlebt haben und nun eine gewisse Exzentrik pflegen, die ihn weithin sichtbar als Künstler kennzeichnet. Auf Jon Burroughs (Domhnall Gleeson) trifft all das nicht zu.

Mehr lesen

RoboCop – TV-Tipp der Woche

Unbarmherzige Kriminalität und Korruption beherrschen den urbanen Raum eines futuristischen Detroits, selbst der Polizeiapparat wurde bereits privatisiert und in den Mega-Konzern Omni Consumer Products (OCP) eingegliedert, und nun wird im Rahmen des Projekts "Delta City" eine komplett neue, moderne Konstruktion der Stadt geplant.

Mehr lesen

The Gallows

Gesellschaftliche Probleme lösen? Kollektive Ängste abbauen? Wozu – wenn man doch daraus prima Horrorfilme machen kann! Jedenfalls scheint so die US-amerikanische Unterhaltungsindustrie zu funktionieren. "Rosemarys Baby" machte für die Unterdrückung der Frau den Teufel verantwortlich, "Night of the Living Dead" war der Rassismus unheimlich, "Poltergeist" erinnerte an verdrängte tote Indianer.

Mehr lesen

Anni Felici - Barfuß durchs Leben

In seinem jüngsten Film packt Daniele Luchetti Happenings, Zoff und Feminismus in einen sorglosen Sommer. "Anni Felici – Barfuß durchs Leben" ist ein nostalgisch gefärbter Blick auf eine Jugend in den 1970ern – oft schonungslos und dennoch versöhnlich.

Mehr lesen

Turbo Kid

War 1997 eigentlich ein gutes Jahr? In Deutschland landeten zu jener Zeit Hanson mit "Mmmbop" sowie Aqua mit "Barbie Girl" Nummer-eins-Hits, während in den USA die Masse zum Jahresende in die Lichtspielhäuser strömte, um Leonardo DiCaprio auf die "Titanic" zu folgen. Die Antwort lautet also eher: nein!

Mehr lesen

Die Schüler der Madame Anne

Die Probleme Frankreichs mit Jugendlichen aus Einwandererfamilien schaffen es immer wieder bis in die Fernsehnachrichten. Nämlich dann, wenn sich die Wut der jungen Bewohner Pariser Banlieues über ihre gesellschaftliche Randexistenz in Gewalt und Unruhen entlädt. In jüngerer Zeit häufen sich auch antisemitische Übergriffe muslimischer Franzosen.

Mehr lesen

A Royal Night - Ein königliches Vergnügen

Die besten Geschichten schreibt das Leben, und das gilt umso mehr, wenn sie so diffus sind, dass sie kräftig ausgeschmückt werden können. Den nächtlichen Ausflug der englischen Prinzessinnen in der Nacht des Sieges gab es wirklich, was in jenen Stunden jedoch passiert ist, weiß heute niemand mehr – außer Königin Elizabeth II., die schweigt.

Mehr lesen

L'ombre des femmes

Filme wie Philippe Garrels "L'ombre des femmes" werden heute eigentlich gar nicht mehr gemacht. Dieses Gefühl drängt sich in einem auf, wenn man in für den Filmemacher altbewährten 16mm-schwarz-weiß-Bildern (in diesem Fall des großartigen Kameramanns Renato Berta) einer behutsamen Geschichte um Liebe und Untreue folgt und sich einmal mehr in diesem offenen Kino verliert, das den Geist des vergangenen französischen Kinos in seinen ästhetischen und moralischen Vorstellungen atmet.

Mehr lesen

Hitman: Agent 47

Schon die erste Game-Verfilmung versetzte nicht gerade in Verzückung, aber der Reboot "Hitman: Agent 47" zeigt nun eindrucksvoll, dass qualitativ nach unten noch reichlich Spielraum ist. Geboten wird ein kurzer, sich aber lang anfühlender Film, der lebloser nicht sein könnte.

Mehr lesen

Shrew's Nest

Familien waren immer schon dankbare Mikrosysteme, in denen sich die vorzüglichsten Dramen, Tragödien und Komödien erzählen ließen. Seltsam, dass etwas, das jeder von uns kennt, derartige Anziehungskräfte entwickeln kann. Vor allem wenn es um die Abgründe vermeintlicher Freude und des unantastbaren Glücks geht. Da zeigt sich, häufig genüsslich in Form des Horrorfilms, dass jede Familie ihre Leiche im Keller hat.

Mehr lesen

Partner

  • Deutsche Film- und Medienbewertung
  • Arthaus Filme
  • Filmförderung Baden-Württemberg
  • Cineplex Kinos