Filme

Volt

Bilder von Flüchtlingen, die unter schlechten hygienischen Bedingungen in provisorischen Verschlägen hausen und sich an Deutschlands Grenzen mit der Staatsgewalt aufgeheizte Auseinandersetzungen liefern. Auf den ersten Blick wirkt "Volt" weniger wie eine düstere Thriller-Dystopie, als vielmehr wie eine allegorische, unverhohlene Gesellschaftskritik am Puls der Zeit.

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Neruda

Irgendetwas ist komisch an diesem Film und es hat mit dem Licht zu tun. Permanent blendet es so direkt in die Kamera, dass man fast schon blinzeln möchte. Das geht in der ersten Szene los: Ein Raum im chilenischen Senat mit barockem Schmuck und weinroten Wänden, die Senatoren rauchen und diskutieren über Nerudas letztes Gedicht und ob dessen kommunistische Gesinnung tragbar ist. Auftritt des Dichters und Senators Pablo Neruda.

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Die feine Gesellschaft

So eine Sommerfrische kann schon eine lustige Angelegenheit sein – vor allem dann, wenn überspannte Städter auf schlichtes Landvolk treffen, wenn die (in Frankreich noch sehr viel ausgeprägteren) Standesunterschiede aufeinanderprallen und sich dann noch eine Liebesgeschichte zwischen einem einfachen Muschelsammler und einer höheren Tochter entspinnt, die sich zudem in einer Phase des intensiven Ausprobierens verschiedener Geschlechterrollen befindet.

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Nicht ohne uns!

So ungewöhnlich die Grundidee zu Sigrid Klausmanns episodisch-kaleidoskopartigem Dokumentarfilm "Nicht ohne uns!" auch sein mag, so seltsam vertraut erscheint einem die Prämisse des Films zu sein, der Schüler von überall auf der Welt auf ihrem Weg in die Schule begleitet.

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Hell or High Water

Texas. Unendliche Weiten. Unendlich viele kleine Städte, Farmen, Öl- und Maisfelder. Dazwischen Casinos als Einnahmequelle für die Komantschen und andere Stämme, denen damals vor 200 Jahren von den weißen Siedlern alles genommen wurde. Doch die Eroberung des reichen Landes ist in Texas nicht abgeschlossen. Eine neue alles an sich reißende Macht ist angekommen: die Banken.

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La La Land

Ein Musical als Eröffnungsfilm des altehrwürdigen Filmfestivals in Venedig? In den Branchenblättern war man skeptisch und stimmte die alte "Alles-viel-zu-unpolitisch"-Leier an. Dabei ist Damien Chazelles "La La Land" eine sehr mutige Entscheidung. Wie oft ertappt man sich selbst dabei, während eines Films mit Ginger Rogers und Fred Astair sehnsüchtig zu seufzen: "Ach, das macht heute auch niemand mehr." Wer könnte es auch? Und wen würde man besetzen?

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Mit Siebzehn

Mit siebzehn ist es irgendwie nervig: Man ist noch nicht erwachsen, aber doch irgendwie zu alt für jegliche Bevormundung. Noch dazu ist man meist völlig verwirrt vom Leben, muss aber wichtige Entscheidungen für die Zukunft treffen und sein Abitur schaffen. Die lange Lebenszeit ist noch nicht greifbar - und doch muss man hier die Weichen stellen. Und das noch dazu in einem hormonell mehr als unausgeglichenen Zustand.

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Die Frau im Mond - Erinnerung an die Liebe

Immer wieder krümmt sich Gabrielle (Marion Cotillard) vor Schmerzen, wenn zunächst unerklärliche Unterleibskrämpfe sie plagen. Bis dann schließlich ein Arzt die Ursache für ihre Pein diagnostiziert: Die junge Frau leidet unter der sogenannten "Steinkrankheit" (auf französisch "mal de pierres"), bei der sich in verschiedenen Teilen des Körpers harte Gebilde formen, die dann je nach befallener Körperregion zu unterschiedlichen Symptomen führen.

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Personal Shopper

In Social-Media-Gruselfilmen wie "Unknown User" (2014) oder "Unfriend" (2016) wird das Unheimliche unserer aktuellen Kommunikationsweisen zumeist auf plumpe Art ausgebeutet und lediglich dafür genutzt, abgedroschenen Erzählformeln einen modischen Anstrich zu geben. Der französische Drehbuchautor und Regisseur Olivier Assayas schafft es indes in seiner neuen Arbeit "Personal Shopper", der Dramaturgie unseres durchdigitalisierten Alltags erstaunlich nahezukommen.

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Die Hölle - Inferno

Genrefilme aus Deutschland sind rar und im deutschsprachigen Ausland sieht es meist nicht viel besser aus. Deshalb ist es überaus erfreulich, dass mit "Die Hölle – Inferno" nun ein Psychothriller von Stefan Ruzowitzky (Oscar für "Die Fälscher") in die Kinos kommt, der in seinen besten Sequenzen auf Hitchcock- und Giallo-Pfaden wandelt.

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The Great Wall

China, unendliche Weiten. Irgendwann während der Song-Dynastie (960-1279 nach Christus) reitet Matt Damon durch die Wüste. Bei ihm sind sein spanischer Freund Pero (Pedro Pascal), ein großer magnetischer Stein und ein abgeschnittener Monsterarm. Vor ihnen liegt "The Great Wall", die große chinesische Mauer, 21.196,18 Kilometer lang und über 1700 Jahre im Bau. Und auf dieser Mauer stehen tausende Soldaten, die ihre Pfeile auf die beiden Weißen richten, die da aus der Einöde kommen.

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Die Hollars - Eine Wahnsinnsfamilie

Der US-Independentfilm bekommt zunehmend einen schlechten Ruf: Zu formelhaft sei er, zu vorhersehbar, zu kalkuliert ziele er auf Wohlgefühl und Erbauung ab. Keinen dieser Vorwürfe kann "Die Hollars - Eine Wahnsinnsfamilie" tatsächlich entkräften, der sich schon mit seinem Plot perfekt in die Reihe der Indie-Krebsdramödien einfügt:

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Do Not Resist

Alles beginnt in Ferguson, Missouri. August 2014, ein weißer Polizist schießt auf einen 18-Jährigen schwarzen Jungen. Mehrmals. Der Junge stirbt. Er hatte keine Waffe bei sich. Die Stadt gerät in einen Ausnahmezustand: Demonstrationen, Ausgangssperre, Tränengas, Festnahmen. An dieser Stelle setzt der Dokumentarfilm "Do Not Resist" von Craig Atkinson ein.

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Wild Plants

"Nur noch kurz die Welt retten" (Tim Bendzko) ist heute schwierig geworden. Angesichts von großstädtischer Anonymisierung, wachsender Überbevölkerung, globalen Wirtschaftskrisen und dem steten Gefühl, dass sich die eigentlich doch ökologisch so aufgeklärte westliche Zivilisation in vollem Bewusstsein immer weiter zugrunde richtet: Nur um des Profits willen.

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Ballerina

Ein Animationsfilm, der im Paris des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist und dessen Choreografien von zwei Startänzern der Pariser Opera entwickelt wurden – eine sichere Nummer, bei der nicht viel falsch laufen dürfte. Ein weihnachtliches Märchen als französisch-kanadische Koproduktion, das die Winterzeit mit ein bisschen elegantem französischen Winterzauber erfüllt.

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Elle

Als "pro-rape thriller" hatten Eingeweihte Paul Verhoevens neuen Film verschwörerisch angekündigt, als Film ohne Rücksicht auf moralische Tabus. Ganz so ist es nicht, auch wenn Elle mit den erstickten Lauten einer Vergewaltigung beginnt. Die Angegriffene ist Michelle, gespielt von Isabelle Huppert, die Geschäftsführerin eines erfolgreichen Computerspielstudios.

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Marija

Die Ukrainerin Marija (Margarita Breitkreiz) lebt in Dortmund, arbeitet als Reinigungskraft in einem Hotel und träumt von einem Friseursalon. Jeden Monat versucht sie zu sparen, aber sie muss allein für ihre kleine Wohnung 150 Euro Miete in der Woche zahlen. Dann wird sie im Hotel beim Stehlen erwischt, verliert ihre Stellung und muss sich etwas einfallen lassen.

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Manchester by the Sea

Beim Versuch, eine adäquate, nicht klischierte audiovisuelle Vermittlung von Verlust und Trauer zu finden, kann ein Film viel falsch machen. Das fängt beim Erhalt der Todesnachricht an, die in unzähligen Produktionen in ähnlicher Weise gestaltet wird und dadurch längst zur Formel erstarrt ist: Die Kamera beobachtet eine Figur aus der Distanz, wie sie angesichts des Ablebens eines geliebten Menschen in sich zusammensackt (Steven Soderbergh nennt diese Darstellungsoption laut Matt Damon "den Sack").

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Loving

Nachdem Jeff Nichols mit "Midnight Special" bei der Berlinale 2016 einen Mainstream-Science-Fiction-Film abgeliefert hat, kehrte er nur wenige Monate später in Cannes mit "Loving" zu seinen Wurzeln zurück und erzählt abermals eine Geschichte zweier "einfacher Leute" wie er es in "Shotgun Stories", "Mud" und "Take Shelter" bereits getan hat. Der Regisseur kommt selbst aus einfachen ländlichen Verhältnissen, und man merkt seinen Filmen an, dass hier wirklich sein Herz schlägt. "Loving" ist genau, was der Titel des Filmes verspricht – liebevoll.

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Bob, der Streuner

"Bob, der Streuner" ist eine Verfilmung der Autobiografie von James Bowen, die 2013 unter dem Titel "A street cat named Bob" erschien, im gleichen Jahr bereits auf Deutsch übersetzt wurde und 27 Wochen lang die "Spiegel"-Bestseller-Liste anführte. Insgesamt wurde dieser Verkaufsschlager in 26 Sprachen übersetzt und es folgten bislang vier weitere Bücher mit Bob, the cat. Und jetzt kommt diese Erfolgsstory auch noch als Film in unsere Kinos.

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