Filme

Fairness - Zum Verständnis von Gerechtigkeit

Warum akzeptieren wir Ungerechtigkeit und soziale Ungleichheit? Wo liegen die Ursachen dafür? Und was ist überhaupt faires Verhalten? Diesen Fragen geht der britische Filmemacher Alex Gabbay in seinem Dokumentarfilm "Fairness - Zum Verständnis von Gerechtigkeit" nach.

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Axolotl Overkill

Oft haben Literaturverfilmungen etwas von einer Serviceleistung: Statt ein Buch zu wälzen kann man sich als Zuschauer_in einfach der komprimierten Bewegtbild-Version hingeben, in welcher (im reizlosesten Fall) die wichtigsten Stationen der Geschichte abgehakt werden, sodass man fortan über den Inhalt – die zentralen Figuren und Konflikte – mitreden kann.

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Overdrive

Gerade erst war Scott Eastwood in "Fast & Furious 8" in einer Nebenrolle als Gesetzeshüter zu sehen, nun darf er mit seinem Filmbruder Freddie Thorp in Antonio Negrets "Overdrive" die Seiten wechseln und selbst ans Steuer. Mehr als ein lahmer Abklatsch US-amerikanischer Vorbilder biegt dabei allerdings nicht um die Kurve.

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Niemandsland - Über die Zukunft einer verlassenen Stadt

Das Benjamin-Franklin-Village war über viele Jahrzehnte hinweg ein fester Bestandteil der Stadt Mannheim, eine Stadt in der Stadt, die dennoch gleichzeitig etwas völlig anderes war – ein Stück USA mitten in der nordbadischen Metropole. Im Jahr 1947 gegründet war das Gelände eine der größten US-amerikanischen Ansiedlungen außerhalb der Vereinigten Staaten, bis 2012 der letzte amerikanische Soldat das Gelände für immer verließ.

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Belle de Jour (Wiederaufführung)

Okay, okay, bei "Belle de Jour" denkt jeder einigermaßen informierte Mitbürger mittlerweile an die etlichen Swingerclubs oder sonstigen „Etablissements“, die diesen Namen tragen.

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Als Paul über das Meer kam - Tagebuch einer Begegnung

Dokumentarfilme zu machen erfordert einen langen Atem, ein Gespür für Wendungen und Entwicklungen und vor allem viel Geduld. Das gilt für den Filmemacher ebenso wie für den / die Produzenten - und bei "Als Paul über das Meer kam - Tagebuch einer Begegnung" von Jakob Preuss zeigt sich, dass dieser Langmut mitunter für beide Seite ein großer Gewinn sein kann.

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La Boum - Die Fete (WA)

Wer Anfang der 1980er Jahre die ebenso wilden wie waghalsigen Zeiten der Adoleszenz absolviert hat, wird sich sicherlich – gern oder ungern – an diesen Klassiker der Teenager-Komödien erinnern, der seinerzeit für überwiegend freudige sowie einträgliche Erregung unter den Heranwachsenden sorgte: "La Boum - Die Fete" des französischen Regisseurs Claude Pinoteau.

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Die Verführten

"Die Verführten" gab es schon einmal, damals, im Jahr 1971, hieß er "Betrogen" (Regie: Don Siegel). Coppolas Version ist anders, sie unterscheidet sich stark von Siegels Werk. Mit dem dunklen Charme einer Southern-Gothic-Geschichte kommt sie daher und erzählt von einem Haus voller Frauen in Virginia. Um sie herum tobt der Sezessionskrieg (1861-65), im Haus selbst herrscht Ruhe und Ordnung.

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Innen Leben

Millionen Syrer sind seit dem Beginn des Bürgerkriegs aus ihrer Heimat geflohen. Wie es denen ergeht, die geblieben sind, zeigt Regisseur und Drehbuchautor Philippe Van Leeuw in seinem beklemmenden Kammerspiel "Innen Leben". Bei der Berlinale 2017 erhielt er dafür den Publikumspreis der Panorama-Sektion.

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Monsieur Pierre geht online

Sylvies (Stéphane Bissot) Idee war gut gemeint. Weil ihr alter Vater Pierre (Pierre Richard) seit zwei Jahren nicht mehr seine Pariser Wohnung verlassen hat, sondern nur noch um seine verstorbene Frau trauert, soll er lernen, mit dem Internet umzugehen. So könnte er sich die Welt ins Haus holen, mit Sylvie skypen ...

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On the Milky Road

Was war Emir Kusturica doch sauer, als das Filmfestival in Cannes es 2016 wagte, ihn mit seinem neuen Film nicht in den Wettbewerb an der Croisette einzuladen. Ganz sicher, so gab er kund, sei an diesem Versäumnis seine Freundschaft mit Vladimir Putin schuld. Und so hatte das Festival schon seinen ersten Skandal, obwohl es noch gar nicht begonnen hatte.

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Sommerfest

Es ist eine Krux mit den Romanen von Frank Goosen. Eigentlich rufen sie doch gerade nach einer Verfilmung, sie haben Plot, sie haben Charme, sie sind witzig. Aber schon 2003 blieb "Liegen lernen"im Mittelmaß, dann mutete 2016 "Radio Heimat" steif und episodisch an, es fehlte eine durchgängige Geschichte, eine Erzählung, die den Kurzgeschichtencharakter der Vorlage für den Film verändert. Aber nun kommt mit "Sommerfest" eine weitere Verfilmung ins Kino – und auf dem Papier sehen die Bedingungen ideal aus.

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Space is the Place

„What is the power of your machine?“ fragt ein staunender Reporter den merkwürdigen Mann im antik-ägyptischen Ornat. „Music“, lautet die simple Antwort. Oder in diesem Fall generell Ton und Bild. Sun Ra spricht ganz ruhig. Einsilbig zwar, aber nicht knapp oder arrogant. Eher warm, leicht zugänglich. Ra ist der niedrigschwellige Botschafter einer Philosophie, die heute durch Künstlerinnen wie Erykah Badu oder Janelle Monáe, manchmal auch durch Beyoncé und Rihanna, stärker in den Mainstream drängt als je zuvor: "Afrofuturism".

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Der Ornithologe

"Der Ornithologe" von João Pedro Rodrigues ist ein Abenteuer im doppelten Sinn. Zum einen handelt es sich, wenn man es benennen müsste, wohl um so etwas wie einen Abenteuerfilm über einen verirrten Ornithologen in der Wildnis. Zum anderen wagt der Film ein narratives Abenteuer, das mit solcher Frische und Nonchalance daherkommt, dass das Sehen des Films zu einem ganz anderen Abenteuer wird.

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Dil Leyla

Dieser studentische, als Koproduktion der Filmakademie Baden-Württemberg entstandene Dokumentarfilm porträtiert eine ungewöhnliche Frau. Leyla Imret wurde in der kurdischen Stadt Cizre im Osten der Türkei geboren. Im Jahr 1991 verlor sie ihren Vater, einen Guerillakämpfer der kurdischen Arbeiterpartei PKK, der einem der vielen blutigen Gefechte mit dem türkischen Militär zum Opfer fiel.

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Dries

Vogelgezwitscher ist als erstes zu hören, dann lichtet sich langsam die Leinwand und ein Teppich aus Moos wird sichtbar. Ein ungewöhnlich naturverbundener Anfang für einen Dokumentarfilm, der sich mit einem Modemacher befasst.

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Das Land der Heiligen

Es gibt sie kaum, die Mafia-Geschichten aus Frauensicht. In der Regel beschränkt sich die Funktion der Frauen in Mafia-Erzählungen auf die Hure-Heilige-Dichotomie, sie sind entweder Prostituierte und/oder Geliebte oder Mütter und /oder Ehefrauen. Das war schon in Der Pate so, das ist auch in Suburra oder dem hierzulande leider weitgehend unbeachteten Anime Nere so.

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Die Sanfte

So ungefähr muss man sich eine Geschichte von Franz Kafka vorstellen, wenn sie im Russland der Gegenwart angesiedelt ist. In "Die Sanfte" von Sergei Loznitsa, der aber nicht auf einem Werk Kafkas, sondern einer Geschichte von Fjodor Dostojewski beruht, begibt sich eine Frau auf eine Odyssee ins Ungewisse und wird dabei mit der kaputten und moralisch verlotterten Realität ihres Landes konfrontiert.

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Der Tod von Ludwig XIV.

Albert Serra ist ein Filmemacher wiederkehrender Obsessionen. In seinem Werk "Der Tod von Ludwig XIV." betrifft diese die Fragen der Sterblichkeit und der Ikonen. Beiden begegnet er mit der größtmöglichen Banalität. In der Rolle des titelgebenden Sonnenkönigs lebt Jean-Pierre Léaud, dessen Filmkarriere als rennendes Kind begann, das Milch in einem Zug aus Flaschen leerte, und der hier an sein Bett gefesselt kaum einen Bissen von seinen Silberlöffeln hinunter bekommt.

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Ein Chanson für dich

„Gegen ABBA zu verlieren, ist keine Schande“, mit diesen Worten wird Liliane (Isabelle Huppert) angekündigt, als sie nach Jahrzehnten erstmals wieder auf einer kleinen Bühne steht. Einst hatte die Sängerin unter ihrem Künstlernamen Laura beim Grand Prix Eurovision de la Chanson gegen eine gewisse Band aus Schweden verloren, danach war es mit ihrer Karriere bergab gegangen. "Ein Chanson für dich" ist zwar in der Gegenwart angesiedelt, der aktuellen medialen Realität mit ihrem zur Artistenshow verkommenen ESC versperrt er sich jedoch völlig.

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