Filme

Da Dog Show

Sergio (Lou Veloso) ist 71 Jahre alt und wohnt mit seinen beiden Kindern in einem Mausoleum auf einem Friedhof der philippinischen Hauptstadt Manila. Er verdient den Lebensunterhalt der Familie, indem er seine beiden Hunde auf den Straßen Kunststückchen vorführen lässt. Stets legt er Geld zur Seite, um so bald wie möglich seinen jüngsten Sohn, Eddie Boy (Micko Laurente), zurückzuholen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Hell or High Water

Texas. Unendliche Weiten. Unendlich viele kleine Städte, Farmen, Öl- und Maisfelder. Dazwischen Casinos als Einnahmequelle für die Komantschen und andere Stämme, denen damals vor 200 Jahren von den weißen Siedlern alles genommen wurde. Doch die Eroberung des reichen Landes ist in Texas nicht abgeschlossen. Eine neue alles an sich reißende Macht ist angekommen: die Banken.

Kritik lesen Trailer ansehen

Manchester by the Sea

Beim Versuch, eine adäquate, nicht klischierte audiovisuelle Vermittlung von Verlust und Trauer zu finden, kann ein Film viel falsch machen. Das fängt beim Erhalt der Todesnachricht an, die in unzähligen Produktionen in ähnlicher Weise gestaltet wird und dadurch längst zur Formel erstarrt ist: Die Kamera beobachtet eine Figur aus der Distanz, wie sie angesichts des Ablebens eines geliebten Menschen in sich zusammensackt (Steven Soderbergh nennt diese Darstellungsoption laut Matt Damon "den Sack").

Kritik lesen Trailer ansehen

American Honey

"American Honey" ist ein Road Movie, das ins Milieu – fast möchte man schon sagen in die Subkultur – einer Drückerkolonne eintaucht, die im ländlichen Amerika mit allen Mitteln versucht, Abonnements für Magazine und Zeitschriften an den Mann und die Frau zu bringen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Lotte

Lotte ist eigentlich ganz freundlich. Nachts geht sie raus auf die Straße, in die Kneipe an der Ecke. Riskiert Streit mit ihrem Freund. Um zu helfen. Schließlich ist sie Krankenschwester, sie weiß, wie man eine Platzwunde näht. Drei Stiche, der Patient liegt auf dem Billardtisch. Keine 20 Minuten. Von ihrem Freund wird sie trotzdem auf die Straße gesetzt, es reicht ihm mit ihr.

Kritik lesen Trailer ansehen

Right Now, Wrong Then

Vorspann in den Wolken: Wir kennen das – jemand hört uns genau mit aufmerksamen Augen und dem beständigen Nicken des Kopfes zu. Dann stellen wir ihm eine Frage und er braucht einen langen Moment, um zu verstehen, wo er überhaupt ist. Wir sind enttäuscht.

Kritik lesen Trailer ansehen

Das kalte Herz

Fantasy-Abenteuer finden ihre Schauplätze direkt vor der Haustür, wenn sie in die Welt der heimischen Mythen eintauchen. Wilhelm Hauff schuf 1827 in seinem Kunstmärchen "Das kalte Herz" eine eigentümliche Verbindung zwischen den Kohlenbrennern, Holzfällern, Glasmachern des Schwarzwalds und den Geistern, die es nach Meinung nicht weniger Menschen dort ebenfalls gab. Diese klassische Geschichte über das rechtschaffene Leben und die korrumpierende Habgier wurde bereits mehrmals verfilmt, zum Beispiel 1950 von Paul Verhoeven als erster Farbfilm der DEFA.

Kritik lesen Trailer ansehen

The Infiltrator

Mitte der 1980er Jahre in Florida. Das Kokain rieselt ununterbrochen, aber auch das damit verdiente Geld muss gewaschen werden. Also kommt U.S. Customs Special Agent Robert Mazur (Bryan Cranston) auf die bekannte Drogenthriller-Idee, nicht nach den Drogen zu suchen, die sowieso innerhalb kurzer Zeit ersetzt werden, sondern dem Geld zu folgen.

Kritik lesen Trailer ansehen

War Dogs

Unglaublich, aber wahr ist das, was "Hangover"-Regisseur Todd Phillips in seinem neuen Spielfilm auf die Leinwand bringt. In einer Mischung aus "Lord of War" und "The Big Short" erzählt "War Dogs" die dramatisch ausgeschmückte Geschichte der Waffenhändler David(Miles Teller) und Efraim(Jonah Hill), zweier Jungspunde, die vor einigen Jahren lukrative Deals mit der US-Regierung abschließen konnten, darunter auch einen knapp 300 Millionen Dollar schweren Rüstungsauftrag für eine Lieferung nach Afghanistan.

Kritik lesen Trailer ansehen

Amerikanisches Idyll

Der schottische Schauspieler Ewan McGregor - einst bekannt geworden durch die Verkörperung eines Drogensüchtigen in Danny Boyles "Trainspotting" (1996) und seither im Blockbuster-Kino ebenso präsent wie in internationalen Arthouse-Produktionen - wagt sich für sein Debüt als Langfilmregisseur an ein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnetes Werk von Philip Roth heran.

Kritik lesen Trailer ansehen

Kommen Rührgeräte in den Himmel?

"Kommen Rührgeräte in den Himmel?" Die Frage im Titel dieses Dokumentarfilms ist nicht nur witzig gemeint, sondern soll auch nachdenklich stimmen. Denn der Regisseur und Autor Reinhard Günzler forscht über unsere Beziehung zu den Gebrauchsgegenständen nach, mit denen wir uns umgeben und die wir in immer kürzeren Abständen gegen neue Modelle austauschen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Im Namen meiner Tochter - Der Fall Kalinka

Dass die Mühlen der Justiz langsam mahlen und manchmal auch fehlerhaft, davon erzählen zahlreiche Filme wie etwa unlängst "Das Versprechen" von Karin Steinberger und Marcus Vetter. Auch Vincent Garenqs Spielfilm "Im Namen meiner Tochter - Der Fall Kalinka" handelt von einem wahren Fall, der vor einigen Jahren immer wieder in den Zeitungen auftauchte und für einiges Aufsehen sorgte. Es ist die Geschichte eines ungesühnten Mordes und einer Rache, die 30 Jahre später endlich auf spektakuläre Weise gerichtlich aufgearbeitet werden konnte.

Kritik lesen Trailer ansehen

Sausage Party - Es geht um die Wurst

Die langjährigen Freunde Seth Rogen und Evan Goldberg haben mit Produktionen wie "Bad Neighbors", "Ananas Express" und "Das Interview" schon viel Sinn für Ausgelassenheit und eine Tendenz zum kruden Humor bewiesen. Nun legen sie mit Sausage Party eine Animationskomödie für Erwachsene vor, bei der sie als Co-Autoren und Produzenten fungieren und in der der Schauspieler Rogen dem Helden Frank die Stimme leiht.

Kritik lesen Trailer ansehen

Nebel im August

Angesichts der Fülle an Filmen über die NS-Zeit ist es erstaunlich, dass die Auswüchse des sogenannten 'Euthanasie'-Programms im Kino bislang keinen großen Widerhall gefunden haben. Arbeiten über das Grauen auf dem Schlachtfeld, den Schrecken in den Konzentrationslagern und mutige Widerstandskämpfer gibt es zuhauf. Die massenhafte Tötung psychisch kranker und behinderter Menschen ist hingegen ein Kapitel der Nazi-Diktatur, das selten aufgeschlagen wird.

Kritik lesen Trailer ansehen

Europe, She Loves

Die Krise der Europäischen Union ist in vielen ihrer Länder vor allem eine Krise der jungen Generation. Statt in ein selbstbestimmtes Berufsleben zu starten, suchen viele Menschen zwischen 20 und 30 Jahren in Ländern wie Griechenland oder Spanien händeringend nach einem Job. Selbst Studenten schauen dort in eine ungewisse Zukunft oder beschließen, ins Ausland zu gehen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Raving Iran

Eine Nacht in Iran – mit Polizeikontrolle: "Wo fahren Sie hin?", möchte der Sittenwächter wissen. Die beiden Fahrer schweigen. "Machen Sie den Kofferraum auf!", setzt er nach. Pause, warten – und dann er lässt die beiden doch passieren.

Kritik lesen Trailer ansehen

Findet Dorie

13 Jahre nach der Odyssee durch den Ozean, auf der ein kleiner Clownfisch namens Nemo gefunden werden musste, kommt nun der Nachfolger "Findet Dorie" ins Kino. Und dieser Film ist wahrlich eine Rettungsaktion im mehrfachen Sinne. Nicht nur Dorie muss gerettet werden, sondern der Film ist in diesem Jahr der bisher einzige, der als Sequel Erfolg hat und somit eine ganze Maschinerie der Blockbuster-Lieferanten, die sich auf Prequels, Sequels und andere Ableger spezialisiert hat, am Leben erhält.

Kritik lesen Trailer ansehen

Mali Blues

Der westafrikanische Wüstenstaat Mali gilt als die Wiege der Bluesmusik. Außerdem sind die einheimischen Sänger und Instrumentalisten auf die "Griot"-Tradition stolz, das musikalische Erzählen von Geschichten, in denen sich Unterhaltung, kulturelle Überlieferung und Bildung mischen. Musik gehört schon immer ganz elementar zum gesellschaftlichen Leben in Mali, dessen Norden 2012 von Islamisten besetzt wurde.

Kritik lesen Trailer ansehen

Jonathan (2016)

Der deutsche Film hat ein Problem mit der Sinnlichkeit: Mit der Sinnlichkeit des Seins wie des Liebens. Und erst recht mit der Sinnlichkeit des Sterbens. Sobald in deutschen Redaktions- und Produktionsstuben Wörter wie Poetik, Gefühlskino oder Schönheit – zweifellos einige der schwierigsten Vokabeln innerhalb der filmischen Grammatik eines jeden Regisseurs – fallen, winken bereits in Sekundenbruchteilen die ersten Geldgeber ab.

Kritik lesen Trailer ansehen

Mit dem Herz durch die Wand

Eine Liebe auf den ersten Blick hätte in "Mit dem Herz durch die Wand" keine Chance: Denn er und sie haben sich noch nie gesehen. Die beiden Nachbarn im obersten Stock zweier verschiedener Häuser unterhalten sich durch die pappdünne Zwischenwand ihrer beiden Wohnungen. Was zunächst als nachbarschaftlicher Geräuschekrieg gestartet ist, endet – natürlich – in einer Romanze.

Kritik lesen Trailer ansehen

Partner

  • Deutsche Film- und Medienbewertung
  • Arthaus Filme
  • Filmförderung Baden-Württemberg
  • Filmfest München
  • Festival Scope