Filme

And-Ek Ghes ...

Migrant ist nicht einfach nur die Bezeichnung für einen Menschen, der seine Heimat verlässt, um sein Glück in einem anderen Land zu suchen. Es ist auch eine Rolle die man spielt, Teil einer großen Geschichte. Meist wird diese dann von denen erzählt, die schon vorher da waren. "And-Ek Ghes …" sammelt Episoden aus dem Leben der rumänischen Familie Velcu, deren fragwürdige Behandlung durch die deutsche Justiz bereits Gegenstand des vorigen Films von Regisseur Philip Scheffner, "Revision", war.

Kritik lesen Trailer ansehen

Sieben Minuten nach Mitternacht

Mit "Sieben Minuten nach Mitternacht" liefert der spanische Regisseur J.A. Bayona ("Das Waisenhaus") nach dem Katastrophen-Drama "The Impossible" seine zweite internationale Arbeit ab. Das von Patrick Ness verfasste Drehbuch basiert auf dessen gleichnamigem Roman, welcher wiederum in einer Idee von Siobhan Dowd seinen Ursprung hat. Als die irisch-britische Jugendbuch-Autorin im Jahre 2007 – viel früher als erwartet – ihrer Brustkrebserkrankung erlag, führte Ness ihr Werk fort und schuf eine Melange aus Coming-of-Age-, Familien- und Fantasy-Geschichte.

Kritik lesen Trailer ansehen

Nebel im August

Angesichts der Fülle an Filmen über die NS-Zeit ist es erstaunlich, dass die Auswüchse des sogenannten 'Euthanasie'-Programms im Kino bislang keinen großen Widerhall gefunden haben. Arbeiten über das Grauen auf dem Schlachtfeld, den Schrecken in den Konzentrationslagern und mutige Widerstandskämpfer gibt es zuhauf. Die massenhafte Tötung psychisch kranker und behinderter Menschen ist hingegen ein Kapitel der Nazi-Diktatur, das selten aufgeschlagen wird.

Kritik lesen Trailer ansehen

Die Tänzerin

Wie ungerecht doch das Leben manchmal ist: Während heute noch der Name Isadora Duncan nicht nur durch ihren bizarren Tod an der Côte d’Azur (ihr meterlanger Schal verfing sich in den Speichen des offenen Sportwagens und erdrosselte sie) allgegenwärtig in der Geschichte des modernen Tanzes ist, ist Loïe Fuller allenfalls Eingeweihten ein Begriff.

Kritik lesen Trailer ansehen

Die Reise mit Vater

Sommer 1968. Im Fernsehen warnt Willy Brandt und Nicolae Ceausescu beschimpft die Russen. In die CSSR nämlich sind Panzer gerollt, der Prager Frühling mit seiner Galionsfigur Alexander Dubcek wird brutal kaltgestellt. In dieser Zeit machen sich die Brüder Mihai und Emil zusammen mit ihrem Vater auf, von Westrumänien nach Leipzig; Donauschwaben, die ebenso rumänisch wie deutsch reden.

Kritik lesen Trailer ansehen

Die Mitte der Welt

Das Leben könnte so einfach sein. Aber das gilt nicht für den 17-jährigen Phil (Louis Hofmann, Unter dem Sand). Er lebt mit seiner Zwillingsschwester Dianne (Ada Philine Stappenbeck) und alleinerziehenden Mutter Glass (Sabine Timoteo) in einem kleinen Dorf in einem alten Haus namens Visible – und allein damit sind sie schon anders als alle anderen dort.

Kritik lesen Trailer ansehen

Europe, She Loves

Die Krise der Europäischen Union ist in vielen ihrer Länder vor allem eine Krise der jungen Generation. Statt in ein selbstbestimmtes Berufsleben zu starten, suchen viele Menschen zwischen 20 und 30 Jahren in Ländern wie Griechenland oder Spanien händeringend nach einem Job. Selbst Studenten schauen dort in eine ungewisse Zukunft oder beschließen, ins Ausland zu gehen.

Kritik lesen Trailer ansehen

Raving Iran

Eine Nacht in Iran – mit Polizeikontrolle: "Wo fahren Sie hin?", möchte der Sittenwächter wissen. Die beiden Fahrer schweigen. "Machen Sie den Kofferraum auf!", setzt er nach. Pause, warten – und dann er lässt die beiden doch passieren.

Kritik lesen Trailer ansehen

24 Wochen

Selten, viel zu selten, wird man als Zuschauer von einem Film nicht nur ein wenig aufgerüttelt, sondern bis ins Knochenmark erschüttert. Anne Zohra Berracheds "24 Wochen" ist so ein Werk. Der Film bohrt sich so tief ins Fleisch, penetriert den Betrachter bis in die mikroskopisch kleinsten zellularen Prozesse und ändert einen ein kleines bisschen für immer, auch wenn es nur auf einer winzigen, molekularen Ebene sein mag.

Kritik lesen Trailer ansehen

Findet Dorie

13 Jahre nach der Odyssee durch den Ozean, auf der ein kleiner Clownfisch namens Nemo gefunden werden musste, kommt nun der Nachfolger "Findet Dorie" ins Kino. Und dieser Film ist wahrlich eine Rettungsaktion im mehrfachen Sinne. Nicht nur Dorie muss gerettet werden, sondern der Film ist in diesem Jahr der bisher einzige, der als Sequel Erfolg hat und somit eine ganze Maschinerie der Blockbuster-Lieferanten, die sich auf Prequels, Sequels und andere Ableger spezialisiert hat, am Leben erhält.

Kritik lesen Trailer ansehen

We Are the Flesh

Wie kein anderes Genre bedient der Horrorfilm die Lust des Publikums am Verdrängten. Regisseur und Drehbuchautor Emiliano Rocha Minter befriedigt diese in seinem beeindruckenden Debüt "We Are the Flesh" mit einer fiebrigen Mischung aus Postapokalypse, Tabubruch und Mindfuck.

Kritik lesen Trailer ansehen

Snowden

Oliver Stone ist wieder da! Nach einigen weniger überzeugenden Filmen meldet sich der einstige Querdenker des amerikanischen Unterhaltungskinos mit einem sehenswerten Politthriller zurück, der den Lebensweg des Whistleblowers Edward Snowden und seinen folgenreichen Entschluss, fragwürdige Geheimdienstpraktiken anzuprangern, auf packende Weise illustriert. Bezeichnend für die zuweilen unbequeme Stoßrichtung des Films ist die Tatsache, dass der Oscar-prämierte Regisseur vor allem auf deutsche Produktionspartner angewiesen war, um sein Projekt überhaupt realisieren zu können.

Kritik lesen Trailer ansehen

Mali Blues

Der westafrikanische Wüstenstaat Mali gilt als die Wiege der Bluesmusik. Außerdem sind die einheimischen Sänger und Instrumentalisten auf die "Griot"-Tradition stolz, das musikalische Erzählen von Geschichten, in denen sich Unterhaltung, kulturelle Überlieferung und Bildung mischen. Musik gehört schon immer ganz elementar zum gesellschaftlichen Leben in Mali, dessen Norden 2012 von Islamisten besetzt wurde.

Kritik lesen Trailer ansehen

Jonathan (2016)

Der deutsche Film hat ein Problem mit der Sinnlichkeit: Mit der Sinnlichkeit des Seins wie des Liebens. Und erst recht mit der Sinnlichkeit des Sterbens. Sobald in deutschen Redaktions- und Produktionsstuben Wörter wie Poetik, Gefühlskino oder Schönheit – zweifellos einige der schwierigsten Vokabeln innerhalb der filmischen Grammatik eines jeden Regisseurs – fallen, winken bereits in Sekundenbruchteilen die ersten Geldgeber ab.

Kritik lesen Trailer ansehen

Mit dem Herz durch die Wand

Eine Liebe auf den ersten Blick hätte in "Mit dem Herz durch die Wand" keine Chance: Denn er und sie haben sich noch nie gesehen. Die beiden Nachbarn im obersten Stock zweier verschiedener Häuser unterhalten sich durch die pappdünne Zwischenwand ihrer beiden Wohnungen. Was zunächst als nachbarschaftlicher Geräuschekrieg gestartet ist, endet – natürlich – in einer Romanze.

Kritik lesen Trailer ansehen

Die letzte Sau

"Es is alles a Scheißdreck!" Wenn Bauer Huber aufsteht, bricht sein Bett zusammen. Die Dusche ist kalt. Die Schubkarre hat einen Platten. Und der Traktor fängt an zu brennen. Es ist dies die Geschichte von diesem Bauern Huber "und wie er a recht's Durchanander g'macht hat in der Welt", wie Herbert Knaup mit seiner unnachahmlich knarzigen Erzählerstimme in stilechtem Bauernschwäbisch vorwegnimmt: In "Die letzte Sau", dem dritten Spielfilm von Aron Lehmann, wird Huber zum Rebellen, seine Freiheit ist, nichts mehr zu verlieren zu haben.

Kritik lesen Trailer ansehen

Die Wildente

Lange Zeit war Christian (Paul Schneider) weg gewesen, nun kehrt er nach 15 Jahren im Ausland in seine ländliche Heimat im australischen New South Wales zurück, um dort der Heirat seines Vaters Henry (Geoffrey Rush) beizuwohnen, dem Besitzer des örtlichen Sägewerkes, das er vor kurzem aus Rentabilitätsgründen schließen musste.

Kritik lesen Trailer ansehen

Frantz

Deutschland und Frankreich als Rückgrat der EU. Der deutsch-französische Motor der Integration. Allzu leicht gerät angesichts des gegenwärtigen Verhältnisses zwischen Frankreich und Deutschland in Vergessenheit, welche enorme Versöhnungsbereitschaft und -leistung der einstigen Erbfeinde dahintersteckt. In François Ozons Film "Frantz" ist der Hass zwischen diesen Ländern noch sehr zu spüren.

Kritik lesen Trailer ansehen

Die Zeit der Frauen

Aus Indien kommen seit einiger Zeit vermehrt Filme, die sich mit der oft gewaltbereiten Frauenfeindlichkeit der Gesellschaft befassen. Nishtha Jain porträtierte 2012 in ihrem Dokumentarfilm "Gulabi Gang" eine Selbsthilfegruppe, die auf dem flachen Land zur Gegenwehr gegen häusliche Gewalt aufruft und das kollektive Schweigen bricht, das mordende Ehemänner schützt. Andere Filme, wie erst vor kurzem "7 Göttinnen", wollen dem einheimischen Publikum mit fiktiven Geschichten, die sich am üppigen Bollywoodstil orientieren, die Augen öffnen. ...

Kritik lesen Trailer ansehen

Die glorreichen Sieben (2016)

Die Glanzzeit des Western-Genres ist vorbei, sein Ende wird ausgerufen – und zwar kontinuierlich seit den 1970er Jahren. Nun zeigt Antoine Fuqua mit seiner Neuverfilmung des Klassikers "Die glorreichen Sieben" (John Sturges, 1960) jedoch, wie aktuell das Genre immer noch sein kann – und wieso es seine Probleme vielleicht dennoch nicht ablegt.

Kritik lesen Trailer ansehen

Partner

  • Deutsche Film- und Medienbewertung
  • Arthaus Filme
  • Filmförderung Baden-Württemberg
  • Filmfest München
  • Festival Scope