Heikel, heikel ...
Er galt schon vorab als einer der umstrittensten, aber auch besten TV-Filme des Jahres 2006: Wut, ein verstörendes Familien- und Jugenddrama von Colonia Media-Produzent Christian Granderath, der wie auch schon bei Der freie Wille nicht davor zurück schreckte gesellschaftlich heikle Eisen anzupacken. Bei Previews löste der von Züli Aladag inszenierte Film bereits im Vorfeld Proteste und heftige Diskussionen aus.
Das Debüt-Drehbuch von Max Eipp erzählt eindringlich, wie eine liberale Berliner Bildungsbürgerfamilie in einen Konflikt mit einem aggressiven türkischen Jugendlichen gerät. Can, furios gespielt von Oktay Özdemir, zieht mit seiner Gang den Professorensohn Felix Laub (Robert Höller) ab, zwingt ihn etwa, seine neuen Schuhe abzugeben. Als Felix Vater Simon (August Zirner) auf Initiative seiner Frau Christa (Corinna Harfouch) versucht, Felix vor Can zu schützen, gerät die trügerische Familienidylle der Laubs schnell ins Wanken. Denn Can lässt sich von Simon nicht beeindrucken, und Felix will natürlich nicht wirklich, dass sein Vater den Konflikt für ihn löst. Eine fatale Eskalation beginnt, die in eine Katastrophe mündet…
Nach internen Diskussionen und Protesten von Jugendschützern hatte die ARD die Ausstrahlung von Wut schließlich auf einen späteren Sendetermin verschoben. Zu gefährlich erschien den Konsensverantwortlichen der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender die breitflächige Thematisierung von Integrationsproblemen und Jugendgewalt zur Hauptsendezeit, für die Wut eigentlich produziert worden war. Das harte Integrationsdrama über eine türkische Jugendgang wurde von einer Diskussionsrunde begleitet. Die Vorabkontroverse nützte dem Film natürlich getreu dem Motto: Any publicity is good publicity. Mehr als 2,5 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten die Erstaustrahlung zu später Stunde am 29. September 2006 und taten gut daran.
Wut ist ein eindringlicher Spielfilm mit dokumentarischen Zügen, der haften bleibt. Nicht zuletzt durch Oktay Özdemir, der unlängst in Knallhart von Detlev Buck in einer sehr ähnlichen Rolle brillierte.
(Jean Lüdeke)
Das Debüt-Drehbuch von Max Eipp erzählt eindringlich, wie eine liberale Berliner Bildungsbürgerfamilie in einen Konflikt mit einem aggressiven türkischen Jugendlichen gerät. Can, furios gespielt von Oktay Özdemir, zieht mit seiner Gang den Professorensohn Felix Laub (Robert Höller) ab, zwingt ihn etwa, seine neuen Schuhe abzugeben. Als Felix Vater Simon (August Zirner) auf Initiative seiner Frau Christa (Corinna Harfouch) versucht, Felix vor Can zu schützen, gerät die trügerische Familienidylle der Laubs schnell ins Wanken. Denn Can lässt sich von Simon nicht beeindrucken, und Felix will natürlich nicht wirklich, dass sein Vater den Konflikt für ihn löst. Eine fatale Eskalation beginnt, die in eine Katastrophe mündet…
Nach internen Diskussionen und Protesten von Jugendschützern hatte die ARD die Ausstrahlung von Wut schließlich auf einen späteren Sendetermin verschoben. Zu gefährlich erschien den Konsensverantwortlichen der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender die breitflächige Thematisierung von Integrationsproblemen und Jugendgewalt zur Hauptsendezeit, für die Wut eigentlich produziert worden war. Das harte Integrationsdrama über eine türkische Jugendgang wurde von einer Diskussionsrunde begleitet. Die Vorabkontroverse nützte dem Film natürlich getreu dem Motto: Any publicity is good publicity. Mehr als 2,5 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten die Erstaustrahlung zu später Stunde am 29. September 2006 und taten gut daran.
Wut ist ein eindringlicher Spielfilm mit dokumentarischen Zügen, der haften bleibt. Nicht zuletzt durch Oktay Özdemir, der unlängst in Knallhart von Detlev Buck in einer sehr ähnlichen Rolle brillierte.
(Jean Lüdeke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Wut
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2006
Länge:
88 (Min.)
Erschienen bei:
WVG Medien GmbH
Bildformat:
4:3
Ton/Sprache:
Dolby Digital 2.0, Deutsch
Extras:
Interview mit Regisseur Züli Aladag
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
23.03.2007
CAST & CREW
Regie:
Züli Aladag
Hauptdarsteller:
Corinna Harfouch, August Zirner, Oktay Özdemir, Ralph Herforth, Robert Höller
FILMBEWERTUNG
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