Shahada - Trailer
Berlin kann sehr klein sein. Das spürt man in diesen Tagen nicht nur am Potsdamer Platz, wo man ständig Leuten begegnet, die man kennt und mit denen man auf einen kurzen Plausch stehen bleibt, um dann zum nächsten Film, zum nächsten Event zu eilen.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Shahada (DVD)
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2009
Länge:
88 (Min.)
Erschienen bei:
Polyband
Bildformat:
16:9
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1, Deutsch
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
25.02.2011
CAST & CREW
Regie:
Burhan Qurbani
Drehbuch:
Burhan Qurbani, Ole Giec
Kamera:
Yoshi Heimrath
Schnitt:
Simon Blasi
Musik:
Daniel Sus
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: wignanek-hp am: 25.01.11
Shahada erzählt in verschachtelter Form die Geschichte dreier Muslime in Berlin mit ihren individuellen Schicksalen. Diese kunstvolle Verschachtelung kann man als konstruiert empfinden, was sie natürlich auch ist. Aber man kann sie sehr wohl auch als Ausdruck der individuellen Filmsprache des Regisseurs begreifen.
Jedenfalls hebt sich der Film von dem Einheitsbrei, den man oft geboten bekommt, wohltuend ab. Ich hatte das Glück, den Film auf der Berlinale sehen zu können. Mich haben die Geschichten bis zum Schluss gefesselt und ich glaube, den anderen Zuschauern ging es ebenso.
Die Geschichten wirken in sich geschlossen auch durchaus glaubwürdig. Vielleicht muten uns die Reaktionen des ein oder anderen fremd an. Wir können nicht mehr nachvollziehen, dass Religion so einen großen Stellenwert im Leben besitzen kann, dass sie unser Handeln so stark bestimmt. Wir hatten ja auch etwas länger Zeit, um uns aus der Bevormundung durch Kirche und Glauben zu befreien. Wenn mein Glaube aber ein fester Bestandteil meiner Lebenswirklichkeit ist und ich nie in die Lage versetzt wurde, ihn zu hinterfragen, kann es schon zu extremen Handlungen kommen. Wir dürfen nicht vergessen, dass es auch im Christentum so etwas wie den Vergeltungsglauben gibt. Tue ich etwas, was Gott nicht wohlgefällt, muss ich mit Bestrafung rechnen. So ist auch die Reaktion der jungen Frau, die glaubt, an der Abtreibung zu sterben, durchaus nachvollziehbar. Sie glaubt durch ihr Handeln eine große Sünde begangen zu haben und sieht die Folgen des Eingriffes an Strafe Gottes.





