Takashi Miikes (Audition, Ichi – Der Killer) Gangsterepos in zwei Teilen geht den harten Weg, beschönigt nichts und zeigt alles. Verrat, Gewalt, Ehre – alles, was ein Gangsterfilm braucht, wird hier in kochendes Blei gegossen. Leider aber auch in teils billigem Look dargeboten. Und Miike darf eine frühe Kostprobe seines späteren Rufes als talentierter Vielfilmer abgeben...
Masaki ist Mitglied des Daimon-Clans. Nach dessen Auflösung schließt sich der Profigangster dem früher schärfsten Konkurrenten, dem Todo-Syndikat, an. Hier schafft es der Gentlemangangster schnell bis zur Nummer Zwei des Yakuza-Clans. Neider sind da nicht weit und es dauert nicht lange, bis Blut fließt. Obwohl Masaki ein besonnener Mann ist, geht einiges schief. Als ein enger Freund getötet wird, sucht sich Masaki neue Freunde außerhalb des Clans; ein Privatdetektiv, ein Transvestit und ein Mechaniker helfen dem Profi im Kampf gegen seine Feinde. Doch das kann nicht lange unbemerkt bleiben und schon bald überrollt alle eine Welle der Gewalt...
Mit Anleihen bei diversen bekannten Gangsterfilmen manövriert Miike sein Ensemble durch einen zeitweise viel zu verschachtelten Plot. Die Yakuza sind ehrenhafte, nahezu ritterliche Gangster, deren überlegtes Handeln nur hin und wieder von krassen Gewaltausbrüchen überschattet wird. Das ist alles unterhaltsam und mit dem nötigen Ernst erzählt. Doch den insgesamt 170 Minuten des Zweiteilers hätte mehr Stringenz und vor allem weniger Screentime besser getan. Das heißt nicht, das Third Yakuza schlecht ist. Nur hat man solche Gangsterepen schon zu oft gesehen – beziehungsweise wurden solche Storys besser erzählt. Fans können dennoch zugreifen, werden aber nichts Neues entdecken.
(Renatus Töpke)
Masaki ist Mitglied des Daimon-Clans. Nach dessen Auflösung schließt sich der Profigangster dem früher schärfsten Konkurrenten, dem Todo-Syndikat, an. Hier schafft es der Gentlemangangster schnell bis zur Nummer Zwei des Yakuza-Clans. Neider sind da nicht weit und es dauert nicht lange, bis Blut fließt. Obwohl Masaki ein besonnener Mann ist, geht einiges schief. Als ein enger Freund getötet wird, sucht sich Masaki neue Freunde außerhalb des Clans; ein Privatdetektiv, ein Transvestit und ein Mechaniker helfen dem Profi im Kampf gegen seine Feinde. Doch das kann nicht lange unbemerkt bleiben und schon bald überrollt alle eine Welle der Gewalt...
Mit Anleihen bei diversen bekannten Gangsterfilmen manövriert Miike sein Ensemble durch einen zeitweise viel zu verschachtelten Plot. Die Yakuza sind ehrenhafte, nahezu ritterliche Gangster, deren überlegtes Handeln nur hin und wieder von krassen Gewaltausbrüchen überschattet wird. Das ist alles unterhaltsam und mit dem nötigen Ernst erzählt. Doch den insgesamt 170 Minuten des Zweiteilers hätte mehr Stringenz und vor allem weniger Screentime besser getan. Das heißt nicht, das Third Yakuza schlecht ist. Nur hat man solche Gangsterepen schon zu oft gesehen – beziehungsweise wurden solche Storys besser erzählt. Fans können dennoch zugreifen, werden aber nichts Neues entdecken.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Third Yakuza
Originaltitel:
Shin daisan no gokudô - boppatsu Kansai gokudô sensô
Produktionsland:
Japan
Produktionsjahr:
1995 - 1996
Länge:
176 (Min.)
Erschienen bei:
Pierrot le fou
Bildformat:
1.77:1
Ton/Sprache:
Dolby Digital 2.0, Japanisch (OmU)
Extras:
Keine
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
29.08.2008
CAST & CREW
Regie:
Takashi Miike
Drehbuch:
Shinsuke Inoue, Kazuhiko Murakami
Kamera:
Masahiro Miyajima
Hauptdarsteller:
Keishiro Kojima, Kiyoshi Nakajo, Masahiko Sakata, Koji Shimizu
FILMBEWERTUNG
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