Lesen nicht verboten!
Langsam, aber sicher ist Jane Austen auf dem besten Wege, die meist verfilmte britische Autorin zu werden. Denn es gibt kaum einen ihrer Romanw, der es nicht schon mindestens einmal auf die Leinwand oder zumindest die Mattscheibe gebracht hätte. Und auch Pride and Prejudice ist nun nicht gerade ein unbekanntes Werk für Filmfreunde, neben einigen TV-Filmen gab es auch eine Kinofassung, die allerdings bereits 65 Jahre zurückliegt. Erst unlängst hat Gurinder Chadha (Kick it like Beckham!) gar eine Bollywood-Musical-Version des Klassikers mit dem Titel Bride & Prejudice vorgestellt. Nun folgt eine weitere Adaption aus dem Mutterland Jane Austens auf dem Fuße.
England zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Die Bennets (Brenda Blethyn und Donald Sutherland) können sich glücklich schätzen, denn sie sind stolze Eltern von fünf Kindern. Leider allerdings sind es allesamt Töchter, was die Bennets nun vor arge Probleme stellt. Denn die Familie verfügt über kein nennenswertes Vermögen, und so ist Mrs. Bennet eifrig danach bestrebt, Jane, Elizabeth, Mary, Kitty und Lydia standesgemäß und möglichst wohlhabend unter die Haube zu bringen, um die Töchter abzusichern. Als nun ein anscheinend gut betuchter Herr namens Mr. Charles Bingley (Simon Woods) mitsamt seiner Schwester und seinem Freund Mr. Darcy (Matthew MacFadyen) ein nahe gelegenes Herrenhaus in der Nähe bezieht, sieht Mrs. Bennet ihre Chance gekommen, um zumindest für eine ihrer Töchter eine gute Partie zu ergattern. Flugs wird ein Ball arrangiert, in dem die ersten zarten Bande gesponnen werden sollen. Tatsächlich interessiert sich Bingley auch schon bald für eine der Töchter der Bennets, während sein Freund Darcy mit der Landbevölkerung herzlich wenig anfangen kann und dies Elisabeth Bennet (Keira Knightley) auch deutlich spüren lässt. Doch mit seinem blasierten Standesdünkel ist er bei der klugen und energischen jungen Frau an die Falsche gerate, denn auch sie macht fortan aus ihrer Abneigung keinen Hehl. Dumm nur, dass ausgerechnet die beiden sich ineinander verlieben. Und auch die anderen Bennet-Töchter verstricken sich in Liebeleien, die nicht immer standesgemäß sind oder den Segen ihrer gestrengen Mutter erhalten. Doch bis der Titel gebende Stolz und die zahlreichen Vorurteile aus dem Weg geräumt sind, soll es noch eine Weile dauern...
Trotz der Kostüme und der überaus liebevollen Ausstattung wirkt Joe Wrights Stolz und Vorurteil auf angenehme Weise frisch und modern, was auch am gefällig agierenden Ensemble liegt. Vor allem der britische Shooting Star Keira Knightley (Fluch der Karibik), aber auch Donald Sutherland und Brenda Blethyn als Elternpaar brillieren in ihren Rollen und geben so dem Film eine angenehme Leichtigkeit, die nicht nur Anglisten auf denkbar unterhaltsame Weise die Freude der klassischen britischen Literatur nahe bringen. Trotzdem: Das Lesen des Romans ist nach wie vor die beste Art, sich Jane Austen anzunähern. Und dazu passt dann wiederum die Nachricht, dass der Filmverleih UIP gemeinsam mit der Stiftung Lesen eine bundesweite Schulkampagne zu Jane Austens Roman initiiert hat.
England zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Die Bennets (Brenda Blethyn und Donald Sutherland) können sich glücklich schätzen, denn sie sind stolze Eltern von fünf Kindern. Leider allerdings sind es allesamt Töchter, was die Bennets nun vor arge Probleme stellt. Denn die Familie verfügt über kein nennenswertes Vermögen, und so ist Mrs. Bennet eifrig danach bestrebt, Jane, Elizabeth, Mary, Kitty und Lydia standesgemäß und möglichst wohlhabend unter die Haube zu bringen, um die Töchter abzusichern. Als nun ein anscheinend gut betuchter Herr namens Mr. Charles Bingley (Simon Woods) mitsamt seiner Schwester und seinem Freund Mr. Darcy (Matthew MacFadyen) ein nahe gelegenes Herrenhaus in der Nähe bezieht, sieht Mrs. Bennet ihre Chance gekommen, um zumindest für eine ihrer Töchter eine gute Partie zu ergattern. Flugs wird ein Ball arrangiert, in dem die ersten zarten Bande gesponnen werden sollen. Tatsächlich interessiert sich Bingley auch schon bald für eine der Töchter der Bennets, während sein Freund Darcy mit der Landbevölkerung herzlich wenig anfangen kann und dies Elisabeth Bennet (Keira Knightley) auch deutlich spüren lässt. Doch mit seinem blasierten Standesdünkel ist er bei der klugen und energischen jungen Frau an die Falsche gerate, denn auch sie macht fortan aus ihrer Abneigung keinen Hehl. Dumm nur, dass ausgerechnet die beiden sich ineinander verlieben. Und auch die anderen Bennet-Töchter verstricken sich in Liebeleien, die nicht immer standesgemäß sind oder den Segen ihrer gestrengen Mutter erhalten. Doch bis der Titel gebende Stolz und die zahlreichen Vorurteile aus dem Weg geräumt sind, soll es noch eine Weile dauern...
Trotz der Kostüme und der überaus liebevollen Ausstattung wirkt Joe Wrights Stolz und Vorurteil auf angenehme Weise frisch und modern, was auch am gefällig agierenden Ensemble liegt. Vor allem der britische Shooting Star Keira Knightley (Fluch der Karibik), aber auch Donald Sutherland und Brenda Blethyn als Elternpaar brillieren in ihren Rollen und geben so dem Film eine angenehme Leichtigkeit, die nicht nur Anglisten auf denkbar unterhaltsame Weise die Freude der klassischen britischen Literatur nahe bringen. Trotzdem: Das Lesen des Romans ist nach wie vor die beste Art, sich Jane Austen anzunähern. Und dazu passt dann wiederum die Nachricht, dass der Filmverleih UIP gemeinsam mit der Stiftung Lesen eine bundesweite Schulkampagne zu Jane Austens Roman initiiert hat.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Stolz und Vorurteil (DVD)
Produktionsland:
Großbritannien
Produktionsjahr:
2004
Länge:
127 (Min.)
Erschienen bei:
Universal Pictures
Extras:
Die Kunst der Verabredung, die Häuser, die Bennets, das Leben in der Zeit von Jane Austen, am Set, Audiokommentar, Bilder aus dem 19. Jahrhundert, Stolz und Vorurteil-Stammbaum, alternatives Ende
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
10.02.2006
CAST & CREW
Regie:
Joe Wright
Hauptdarsteller:
Donald Sutherland, Brenda Blethyn, Keira Knightley, Judi Dench, Matthew MacFadyen
FILMBEWERTUNG
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