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Same Same But Different (DVD)

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DVD-Start: 11.11.2010
FSK: 6
Genre: Drama
Tags: Liebe, AIDS, Kambodscha, Backpacker

Ein Vorleser kämpft gegen HIV

Detlev Buck wendet sich mit der Verfilmung dieser realen Geschichte einem erstaunlich ernsten Thema zu: Ein junger Deutscher verliebt sich auf seiner Backpacker Tour in Asien in eine Kambodschanerin. Das an sich wäre kein Problem, wenn sie nur nicht als Prostituierte arbeiten würde und mit dem HI-Virus infiziert wäre...

Die Schule liegt endlich hinter Ben (David Kross), und er will die große weite Welt erobern, bevor er sich in Deutschland um seine berufliche Zukunft kümmert. Es zieht ihn mit seinem Kumpel Ed (Stefan Konarske) nach Asien und bald schon landen sie in Kambodscha. Ein Land, das von Bürgerkrieg, Völkermord und Sextourismus geprägt ist. Dennoch lassen es sich die beiden jungen Männer dort gut gehen, und ehe sich Ben versieht, wacht er nach einer Partynacht neben der schönen Sreykeo (Apinya Sakuljaroensuk) auf. Noch weiß er nicht, dass diese Begegnung sein (und auch ihr) ganzes Leben verändern wird. Die beiden verlieben sich ineinander, trotz dem sich die Kambodschanerin als Prostituierte ihren Lebensunterhalt verdient, die Sprachbarriere nicht gerade förderlich ist und Bens Rückflug kurz bevor steht. Aber auch nachdem er wieder in Deutschland ist, verschwinden die Gefühle trotz der großen Entfernung nicht, und die beiden telefonieren täglich miteinander, mit dem Versprechen, dass Ben sehr bald wieder nach Kambodscha fliegt. Aber wieder spielt das Schicksal verrückt, denn Sreykeos vermeintliche Grippe entpuppt sich als HIV. Ben muss sich mit der Frage auseinandersetzen, ob er immer noch zu der schwerkranken Frau halten will, oder ob er die Beziehung aufgibt. Er hadert mit sich, entscheidet sich letztendlich doch für sie und den schweren Weg, der auf beide zukommt. Nun beginnt ein Wettlauf gegen die fortschreitende Krankheit, denn die medizinische Versorgung in Kambodscha ist keineswegs mit der in Deutschland zu vergleichen, und Ben setzt alles daran, um die Liebe seines Lebens zu retten...

Nachdem der Journalist Benjamin Prüfer im Neon-Magazin einen Artikel über seine Liebe zu einer HIV-Infizierten kambodschanischen Prostituierten schrieb und anschließend die Story in seinem autobiografischen Buch Wohin Du auch gehst veröffentlichte, ließ sich Detlev Buck von dieser beindruckenden Geschichte zu einem Film animieren. Kaum zu glauben, dass der deutsche Komiker sich solch eines ernsten Themas angenommen hat, aber er wollte endlich einmal einen Liebesfilm drehen, der jenseits von Mainstream, Happy End und kitschigem Ambiente liegt. Das ist Buck auf jeden Fall gelungen und herausgekommen ist ein bewegendes Biopic, mit dem großartigen David Kross, dessen schauspielerisches Spektrum schier grenzenlos ist. Kürzlich noch in Der Vorleser an der Seite von Kate Winslet zu sehen, so spielt er in der Rolle des Benjamin Prüfer erneut einen jungen Mann, der sich von einer ungewöhnlichen Liebe in den Bann ziehen lässt. Im bequemen Zuschauersessel des Kinos kann man den Idealismus des Backpackers kaum glauben, und dennoch verfällt der Film nicht in eine Glorifizierung des Hauptdarstellers. Ihn treibt tatsächlich "nur" die Liebe zu der jungen Kambodschanerin an, nicht etwa ein allgemeines gesundheitspolitisches Interesse. Dass das manchmal mehr Auswirkungen hat und stärkere Kräfte frei setzt, als der unbedingte Wille sich für eine gute Sache einzusetzen, beweist dieser Film. Dass die Themen HIV und Aids gerade auch durch den Sextourismus gefördert werden, leider auch. Einzig befremdlich bleibt am Ende des Filmes die Schwangerschaft Sreykeos, denn das ließe sich so interpretieren, dass die beiden ungeschützten Verkehr miteinander hatten, und das sollte auf gar keinen Fall als Botschaft dieses Films verstanden werden!

(Silvy Pommerenke)

Daten & Fakten

Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2009
Länge: 107 (Min.)
Erschienen bei: Eurovideo
Bildformat: 16:9
Ton/Sprache: Dolby Digital 5.1, Deutsch, Englisch
DVD-Start: 11.11.2010
Extras: Interviews, Making Of

Cast & Crew

Regie: Detlev Buck
Drehbuch: Ruth Toma
Kamera: Jana Marsik
Schnitt: Dirk Grau, Jeanette Würl
Musik: Konstantin Gropper, Bert Wrede
Hauptdarsteller: Anatole Taubmann, Mario Adorf, David Kross, Charly Hübner, Apinya Sakuljaroensuk

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