Richard Chamberlain in einer Doppelrolle
Die gut 30 Jahre alte Verfilmung des Alexandre Dumas-Romans Der Mann mit der eisernen Maske kann heute noch weniger überzeugen, als ihm Jahr ihrer Entstehung: Zu altbacken die Story, zu bieder das Spiel. Doch die Zielgruppe wird sich unterhalten wissen.
Die Geschichte ist jedem spätestens seit der 98er Verfilmung mit Leonardo DiCaprio bekannt: Der genusssüchtige König Louis der XVI von Frankreich (finster: Richard Chamberlain) findet heraus, dass sein Zwillingsbruder Phillipe (gebrochen: Richard Chamberlain), den er eigentlich für Tod hält, im Kerker sitzt. Um dies zu vertuschen, lässt er ihm eine eiserne Maske aufsetzen. Niemand soll von seiner Existenz erfahren; der König fürchtet um seinen Thron. Als die Musketiere um D’Artagnan (toll: Louis Jourdan) davon erfahren, setzen sie alles daran, den ungeliebten König durch Phillipe zu ersetzen, denn den schert das Elend seines Volkes, dass außerhalb der Palastmauern vor sich hin vegetiert, einen Dreck. Heißt im Klartext: Degengefechte, beherzte Helden, schöne Frauen und edle, wie schurkische Taten.
Richard Chamberlain erlangte in den 80ern Weltruhm durch Weichspülkost der Marke Die Dornenvögel und der Shogun-Serie. Völlig untergegangen hingegen seine zwei grandios trashigen Quartermain-Filme, in denen sich auch die damals noch unbedarfte Sharon Stone erste Sporen verdienen durfte. In Der Mann mit der eisernen Maske gibt der Frauenschwarm zum einen das Oberschurken Louis den XVI, wie auch den geplagten Phillipe. Das Springen zwischen den unterschiedlichen Rollen erledigt Chamberlain routiniert und gut, doch trägt er in manchen Moment arg dick auf. Regisseur Mike Newell (Donnie Brasko, Harry Potter und der Feuerkelch) schafft es jedoch, ihn stimmig in das Gefüge zu integrieren und die rührige Geschichte vor dem Absturz zu bewahren. Auch soll die epische Kameraarbeit von Freddie Young (The Asphyx) erwähnt werden, die den Film zusätzlich aufwertet.
(Renatus Töpke)
Die Geschichte ist jedem spätestens seit der 98er Verfilmung mit Leonardo DiCaprio bekannt: Der genusssüchtige König Louis der XVI von Frankreich (finster: Richard Chamberlain) findet heraus, dass sein Zwillingsbruder Phillipe (gebrochen: Richard Chamberlain), den er eigentlich für Tod hält, im Kerker sitzt. Um dies zu vertuschen, lässt er ihm eine eiserne Maske aufsetzen. Niemand soll von seiner Existenz erfahren; der König fürchtet um seinen Thron. Als die Musketiere um D’Artagnan (toll: Louis Jourdan) davon erfahren, setzen sie alles daran, den ungeliebten König durch Phillipe zu ersetzen, denn den schert das Elend seines Volkes, dass außerhalb der Palastmauern vor sich hin vegetiert, einen Dreck. Heißt im Klartext: Degengefechte, beherzte Helden, schöne Frauen und edle, wie schurkische Taten.
Richard Chamberlain erlangte in den 80ern Weltruhm durch Weichspülkost der Marke Die Dornenvögel und der Shogun-Serie. Völlig untergegangen hingegen seine zwei grandios trashigen Quartermain-Filme, in denen sich auch die damals noch unbedarfte Sharon Stone erste Sporen verdienen durfte. In Der Mann mit der eisernen Maske gibt der Frauenschwarm zum einen das Oberschurken Louis den XVI, wie auch den geplagten Phillipe. Das Springen zwischen den unterschiedlichen Rollen erledigt Chamberlain routiniert und gut, doch trägt er in manchen Moment arg dick auf. Regisseur Mike Newell (Donnie Brasko, Harry Potter und der Feuerkelch) schafft es jedoch, ihn stimmig in das Gefüge zu integrieren und die rührige Geschichte vor dem Absturz zu bewahren. Auch soll die epische Kameraarbeit von Freddie Young (The Asphyx) erwähnt werden, die den Film zusätzlich aufwertet.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Der Mann mit der eisernen Maske
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
1977
Länge:
102 (Min.)
Erschienen bei:
Concorde Home Entertainment
Bildformat:
1.78:1 (anamorph)
Ton/Sprache:
Dolby Digital Mono, Deutsch, Englisch
Extras:
Keine
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
12.04.2007
CAST & CREW
Regie:
Mike Newell
Hauptdarsteller:
Ian Holm, Richard Chamberlain, Patrick McGoohan, Louis Jourdan, Jenny Agutter
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