Berlin Alexanderplatz
DVD-Start:
10.02.2007
FSK:
12
Leserbewertung:
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Fassbinders Epos
Jetzt ist es endlich soweit: Soeben sind die lange erwarteten DVDs von Rainer-Werner Fassbinders Berlin Alexanderplatz in einer Sonderedition der Süddeutschen Zeitung mit ausführlichem Bonusmaterial und Booklet erschienen. Dazu gibt es einen Schuber in Metalloptik und üppiges Bonusmaterial. Die Laufzeit des Epos beträgt insgesamt knapp 1000 Minuten. Damit erscheint Fassbinders Verfilmung des gleichnamigen Romans von Alfred Döblin erstmals auf DVD, digital restauriert zusammen mit der extra für die Verfilmung komponierten Musik von Peer Raben.
Mit wunderbaren Extras wartet diese Anthologie auf: 13 Teile und Epilog auf fünf DVDs. Eine DVD voller Bonusmaterial enthält die Dokumentationen und Berichte Berlin Alexanderplatz - Beobachtungen bei den Dreharbeiten von Hans Dieter Hartl aus dem Jahre 1980 (Laufzeit 45 Min.), Fassbinders Berlin Alexanderplatz - Beobachtungen bei der Restauration von Juliane Lorenz (Laufzeit 35 Min.) sowie einiges mehr.
Er gilt als der wichtigste Vertreter des Neuen Deutschen Films und erfolgreichster wie umstrittenster deutscher Nachkriegsregisseur. Trotz seines sehr frühen Tods hinterließ Fassbinder ein umfangreiches und vielfältiges Werk, das der Kulturbetrieb als genial und widersprüchlich zugleich aufnahm. Schon zu Lebzeiten ein Mythos wegen seiner schier unerschöpflichen Schaffenskraft, Exzessivität und Kreativität, hat sein früher Tod die Legendenbildung noch verstärkt. Am 10. Juni 1982 wurde der Filmemacher in seiner Münchner Wohnung tot aufgefunden. Er starb im Alter von 37 Jahren vermutlich durch die gleichzeitige Einnahme von Kokain und Schlaftabletten.
Der 1980 als 13-teilige Serie für das Fernsehen gedrehte Berlin Alexanderplatz ist einer der Höhepunkte im Schaffen von Rainer Werner Fassbinder: Die tragische Geschichte von Franz Biberkopf nach dem Roman von Alfred Döblin, gilt als sein radikalstes und zugleich persönlichstes Werk. Erzählt wird die Geschichte des Franz Biberkopf (Günther Lamprecht), der ohne Perspektive, ohne Ziele, ohne Arbeit durch das Berlin der Jahre 1928/29 taumelt. Ein gutmütiger, weicher, zärtlicher Mensch, ein harter, jähzorniger, brutaler Mensch - am Leben gehalten nur von dem großen Vertrauen, dass die Welt vielleicht schlecht sein möge, aber die Menschen doch gut. "Verflucht ist der Mensch, der sich auf Menschen verlässt", das ist das Leitmotiv des Romans, aber Franz Biberkopf rappelt sich immer wieder hoch, erholt sich von allen Schlägen, bis ihm das Liebste genommen wird, das er auf der Welt hatte. Das erträgt er nicht mehr, er kommt in die Irrenanstalt und wird das, was man "vernünftig" nennt: Aber da ist es aber auch schon wieder aus mit ihm…
(Jean Lüdeke)
Mit wunderbaren Extras wartet diese Anthologie auf: 13 Teile und Epilog auf fünf DVDs. Eine DVD voller Bonusmaterial enthält die Dokumentationen und Berichte Berlin Alexanderplatz - Beobachtungen bei den Dreharbeiten von Hans Dieter Hartl aus dem Jahre 1980 (Laufzeit 45 Min.), Fassbinders Berlin Alexanderplatz - Beobachtungen bei der Restauration von Juliane Lorenz (Laufzeit 35 Min.) sowie einiges mehr.
Er gilt als der wichtigste Vertreter des Neuen Deutschen Films und erfolgreichster wie umstrittenster deutscher Nachkriegsregisseur. Trotz seines sehr frühen Tods hinterließ Fassbinder ein umfangreiches und vielfältiges Werk, das der Kulturbetrieb als genial und widersprüchlich zugleich aufnahm. Schon zu Lebzeiten ein Mythos wegen seiner schier unerschöpflichen Schaffenskraft, Exzessivität und Kreativität, hat sein früher Tod die Legendenbildung noch verstärkt. Am 10. Juni 1982 wurde der Filmemacher in seiner Münchner Wohnung tot aufgefunden. Er starb im Alter von 37 Jahren vermutlich durch die gleichzeitige Einnahme von Kokain und Schlaftabletten.
Der 1980 als 13-teilige Serie für das Fernsehen gedrehte Berlin Alexanderplatz ist einer der Höhepunkte im Schaffen von Rainer Werner Fassbinder: Die tragische Geschichte von Franz Biberkopf nach dem Roman von Alfred Döblin, gilt als sein radikalstes und zugleich persönlichstes Werk. Erzählt wird die Geschichte des Franz Biberkopf (Günther Lamprecht), der ohne Perspektive, ohne Ziele, ohne Arbeit durch das Berlin der Jahre 1928/29 taumelt. Ein gutmütiger, weicher, zärtlicher Mensch, ein harter, jähzorniger, brutaler Mensch - am Leben gehalten nur von dem großen Vertrauen, dass die Welt vielleicht schlecht sein möge, aber die Menschen doch gut. "Verflucht ist der Mensch, der sich auf Menschen verlässt", das ist das Leitmotiv des Romans, aber Franz Biberkopf rappelt sich immer wieder hoch, erholt sich von allen Schlägen, bis ihm das Liebste genommen wird, das er auf der Welt hatte. Das erträgt er nicht mehr, er kommt in die Irrenanstalt und wird das, was man "vernünftig" nennt: Aber da ist es aber auch schon wieder aus mit ihm…
(Jean Lüdeke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Berlin Alexanderplatz
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
1980
Länge:
1010 (Min.)
Erschienen bei:
Sueddeutsche Zeitung GmbH
Bildformat:
1.33:1
Ton/Sprache:
Dolby Digital 2.0
Extras:
Umfangreiche Extras auf einer Bonus-DVD
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
10.02.2007
CAST & CREW
Regie:
Rainer Werner Fassbinder
Hauptdarsteller:
Barbara Sukowa, Hanna Schygulla, Barbara Valentin, Margit Carstensen, Günter Lamprecht
FILMBEWERTUNG
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