Cannes BLOG

15 27/05

Cannes 2015 - Ein Blick zurück und einer nach vorn

Das war's also: Die Preise sind vergeben, der rote Teppich gestaubsaugt und wieder fürs nächste Jahr eingerollt (was natürlich ironisch gemeint ist, denn das Promi-Geläuf wird täglich erneuert), die Sachen zuhause ausgepackt - und langsam macht sich eine gewisse Müdigkeit und Erschöpfung nach elf Tagen Filme, Hektik und Trubel breit. Gerade die richtige Stimmung also, um eine kleine Bilanz zu ziehen. Und die fällt in diesem Jahr recht durchwachsen aus.

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15 24/05

Chronic

David (Tim Roth) pflegt todkranke Menschen. Am Anfang von Chronic ist es Sarah, danach folgt John, der Architekt, und dann Martha. David ist effizient, gut ausgebildet, findet immer schnell Zugang zu seinen Patienten und bringt sich in deren Leben mit ganzer Kraft ein.


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15 24/05

Ice and Sky

Ice and Sky ist eigentlich mehr als nur der Abschlussfilm der 68. Filmfestspiele in Cannes. Das Projekt rund um den Glaziologen Claude Lorius ist ein multimediales, dessen Auftakt dieser Dokumentarfilm von Luc Jaquet (Die Reise der Pinguine) bildet. Und auch der Protagonist des Films ist mehr als nur ein Glaziologe. Er ist, wenn man so will, unser aller Hiob - der Mann, dessen Forschungen eindeutig die kommende Klimakatastrophe voraussagen können, die uns seinen Berechnungen nach innerhalb der nächsten 100 Jahre einholen und eventuell ausrotten wird.


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15 23/05

Macbeth

Shakespeare-Verfilmungen sind immer eine heikle Sache. Wie soll man seine Texte für die Leinwand adaptieren? Was streicht man heraus, was lässt man drin? Und spricht man den Originaltext oder adaptiert man auch die Sprache? Wie unterscheidet man seinen Film von den anderen Filmadaptionen und wie macht man eine Geschichte, die die meisten im Publikum schon kennen, interessant? Ja, so ein Film ist ein ganz schönes Unterfangen, noch dazu wenn man Shakespeares Magnum Opus Macbeth wählt. Und das als bisher eher unbekannter Jungregisseur wie Justin Kurzel.


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15 23/05

Cannes 2015 Videotagebuch #9 – "Yakuza Apocalypse“ und "Valley of Love"

Kaffee hatte. Aber Joachim Kurz lässt sich weder von Beatrice Behn noch von diesem 2-Meter-Terroristen-Kampf-Frosch aus der Ruhe bringen. Ihn schockt nichts mehr. Schließlich hat er vorher den Bauch von Gérard Depardieu gesehen - und zwar unbekleidet...

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15 23/05

Cemetery of Splendor

Die Soldaten schlafen fest. Die Betten nebeneinander gereiht, die Moskitonetze zur Seite geschoben. Krankenschwestern kümmern sich um die komatösen Patienten, die in einer ehemaligen Schule gepflegt werden. Die freiwillige Helferin Nem (Jenjira Pongpas Widner) kommt in dieses provisorische Krankenhaus. Nem humpelt. Ein Bein ist kürzer als das andere. Gemeinsam mit dem Medium Keng nehmen die Frauen Kontakt mit den Soldaten auf.


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15 22/05

Yakuza Apocalypse

Takeshi Miike ist immer einen Abstecher wert, auch wenn man hier in Cannes erst die halbe Croisette entlang laufen muss zum Kino der Sektion "Quinzaine des Réalisateurs". Dort lief gestern Gokudō daisensō (Yakuza Apocalypse), der Inbegriff des cineastischen guilty pleasure.


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15 22/05

Dope

Ich persönlich finde Malcolm (Shameik Moore) ja ziemlich dope. Abgesehen von einigen wenigen guten Freunden würden mir die Leute in seiner Schule da aber widersprechen. Ein zu Beginn des Films zitierter Lexikoneintrag definiert das Wort "Dope" zum Einen als Slang für Drogen, zum Anderen als Adjektiv, das jemanden mit "Swag" bezeichnet. Oder irgendwie so.


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15 22/05

Cannes 2015 Videotagebuch #8 – Gaspar Noés "Love" und Jaques Audiards "Dheepan"

Amoklauf oder Porno? Ja, womit soll man beginnen, wenn man beides gerade auf der Leinwand gesehen hat? Mit Jaques Audiards Dheepan oder Gaspard Noés Love? Beatrice Behn und Joachim Kurz haben einen harten Donnerstag hinter sich, wie man sieht und hört...

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15 22/05

Valley of Love

Wenn das Festival in Cannes auch eine Zustandsbeschreibung des französischen Kinos gibt, dann steht es derzeit um unser Nachbarland nicht allzu gut. Außer Jacques Audiards Dheepan war an der Croisette allenfalls Kinokost minderer Qualität zu sehen und auch Valley of Love von Guillaume Nicloux folgt vor allem den bewährten Rezepten eines Arthouse-Kinos, das immer offensichtlicher nach der Generation 50+ schielt und für eine jüngere Zuschauerschaft kaum etwas zu bieten hat.


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